Smart Homes sind nichts Neues mehr: Inzwischen verfügen viele modernen Häuser über smarte Technologien, die sich in der Regel zur Steuerung der Rollläden oder zur Sicherung der Eingangstür zuständig zeigen und an einzelnen Stellen effizient zum Einsatz kommen. Bereits 2015 zeigten laut GfK-Studie 40% der deutschen Haushalte ein konkretes Interesse an Smart-Home-Lösungen. Da heute kaum noch ein moderner Haushalt ohne Internetanschluss auskommt, ist die grundlegende Basis für die intelligente Technik im Grunde auch schon gegeben. Dennoch wird aber leider weiterhin auch Wohnraum gebaut, zugleich aber nicht an die Vorteile und Aufwertung der Räume durch Smart-Home-Technik gedacht. Selbst im Nachhinein wird oftmals nicht optimiert, wobei die clevere Technik oftmals schnell und problemlos installiert und als Pluspunkt bei der Ausstattung genutzt werden kann.

Smart Home Technik, die bereits in die Räume integriert wurde, wertet diese gerade in modernen Immobilien enorm auf. fotolia.de © goodluz (#183590346)

Das Wohnzimmer
Das Wohnzimmer ist in der Regel der gemütlichste Raum einer Wohnung, er dient der Entspannung und Ruhe. Gemütliches Beleuchtung, ein lodernder Kamin, bequeme Sofas und andere Harmoniequellen schaffen eine behagliche Atmosphäre. Zugleich soll dort aber auch Unterhaltung stattfinden, etwa in Form von Film, Musik oder Videospielen. Mit der praktischen Smart-Home-Technik lassen sich beide Punkte allerdings auch wunderbar vereinen:

Das Licht
Nicht ohne Grund gelten Künstler, die auf Gemälden die Lichtsituationen besonders realistisch und kunstvoll darstellen, als besonders talentiert. Licht zu malen ist hochanspruchsvoll. Schönes und gemütliches Licht dagegen in Wohnzimmern zu installieren ist keine ganz so große Kunst, der Effekt ist allerdings ein ähnlicher, denn smarte Lampen werten einen Raum enorm auf. Empfehlenswert sind vor allem Lichtquellen, die sich dem natürlichen Licht anpassen. Die moderne Technologie ermöglicht es, dass nur eine einzige smarte LED-Birne in Millionen von Farben strahlt. Selbstverständlich nicht gleichzeitig, sondern zu unterschiedlichen Tageszeiten. Mit dem Sonnenuntergang dimmt sich eine smarte Lampe von alleine, das moderne Wohnzimmer passt sich dem Rhythmus der Natur an. Das ist nur eine der vielen Möglichkeiten einer Smart-Home-Lösung.

Die Unterhaltung
Die moderne Technik bietet aber noch soviel mehr, z.B. eine Menge an Unterhaltungspotenzial. Dieses Potenzial nutzen viele von uns gern und interessieren sich gerade Wohnzimmereinsatz für die Möglichkeiten die die smarte Technik bietet. Für den Fernseher, den Computer, drahtlose Musiksysteme und intelligente Lautsprecher kann beispielsweise bereits bei der Optimierung des Wohnzimmers beispielsweise auf die Möglichkeit eines Wandeinbaus für Tablets und zentrale Steuerungselemente geachtet werden. Ein Stromanschluss sollte in den entsprechenden Wänden vorhanden und selbstverständliche sollten die Gerätschaften anschließend gut erreichbar sein.

Die Temperatur
Seit dem 01.01.2009 sind Vermieter dazu verpflichtet, Mietern vor Abschluss des Mietvertrages einen Energieausweis, also ein Zertifikat über den Energieverbrauch oder -bedarf, vorzulegen. Immer mehr Mieter legen Wert darauf, dass die Wohnung oder das Haus energieeffizient und klimafreundlich sind. Das spart Geld und schon die Umwelt. Mit einer intelligenten Heizungssteuerung, die dafür sorgt, dass von Anfang an in ein optimal temperiertes Wohnzimmer entsteht und zugleich rund 30 Prozent an Heizkosten gespart werden, lässt sich dieser Zustand beispielsweise erreichen.

Das Badezimmer
Das Smart Home sorgt in vielen Räumen für mehr Komfort im alltäglichen Leben und dient in erster Linie dazu, Prozesse zu vereinfachen, zu beschleunigen oder zu optimieren. In einigen Räumen, wie dem Wohnzimmer, der Küche oder auch dem Eingangsbereich lässt sich die Technik oftmals gut nachrüsten. Im Badezimmer, das oft gefliest, gekachelt und aufgrund einer höheren Luftfeuchtigkeit spezieller gestaltet wird, sieht das naturgemäß etwas anders aus. Gerade in Wohnungen, die neu entstehen oder bei der Umgestaltung der Räume, gilt es deshalb insbesondere beim Badezimmer schon in der Planungsphase, die Wand- und Bodengestaltung, Beleuchtung und weitere Elemente mit einschließt, auf die Einbindung von smarter Technik zu achten.
Smart-Home-Technik im Bad soll vor allem eines sein: Komfortabel und luxuriös. Bereits bei der ersten Ansicht des Badezimmers hinterlassen beispielsweise smarte Armaturen einen bleibenden Eindruck. Ja, das gibt es! „Smart“ steht bei Armaturen in der Regel für „berührungslos“, manuelle Klospülung oder Wasserhähne gibt es in einem modernen Smart Home nicht mehr. Sensoren, die sich mit einer einfachen Handbewegung bedienen lassen und die sonst eher aus Restaurants bekannt sind, können genauso gut in angepasster Form, Einzug ins Private halten. Sie sind nicht nur schick und hygienisch, sondern zugleich auch wasser- und energiesparend. Spezielle und programmierbare Armaturen, die sich besonders an der Badewanne bezahlt machen, ermöglichen eine exakte Einstellung der Wassertemperatur. Mittels Fernbedienung oder Touchpanel in der Wand lässt sich die Temperatur und mitunter sogar die Füllhöhe des Wassers bestimmen. Sorgen dann noch in den Decken integrierte intelligente Soundsysteme für die richtige Musik wird das Badezimmer zur Wellness-Oase, die man am liebsten gar nicht mehr verlassen möchte.

Die Temperatur der Wanne per App steuern? Moderne Armaturentechnologie macht es möglich. fotolia.de © geargodz (#175891463)

Die Küche
Eine Küche wertet das Smart Home auf. Die damit einhergehenden technischen Möglichkeiten mit neuen Komfort- und Sicherheitsstandards kommen hier besonders zur Geltung. Einkaufslisten schreiben sich (fast) von allein, der Kaffee schmeckt endlich genau so, wie Langschläfer es sich immer gewünscht haben. Wichtige Elemente der Küche selbst machen sofort einiges her, wenn sie modern und smart in den Raum integriert werden:
– Für mehr Sicherheit sorgt beispielsweise ein intelligenter Rauchmelder. Einer, der mitunter in der Lage ist, Temperatur, Kohlenmonoxid, Bewegung, Helligkeit, Ultraschall und Rauch zu messen und all jene Informationen zu einem Gesamtlagebild zu verknüpfen. Mit diesem Bild kann der Rauchmelder beispielsweise zu dem Schluss kommen, ob es sich um normale Rauchentwicklung durch Kochen handelt, oder ob es brennt und somit Alarm ausgelöst wird oder eben nicht.
– Intelligente Kühlschränke, die sich preislich unter Umständen gar nicht so groß von einem herkömmlichen Gerät unterscheidet, sind mit dem Smart-Home-Server vernetzt und mit mindestens einer Innenkamera ausgestattet. So kann, vom Supermarkt über das Smartphone geschaut werden, ob noch genügend Milch oder Gemüse im Kühlschrank vorhanden sind oder ob nachgekauft werden muss. Wem das vielleicht etwas übertrieben vorkommt, den mag sicher einer der anderen Vorteile des smarten Kühlschranks überzeugen: Sind die Türen von Kühl- oder Gefrierschrank nicht richtig verschlossen, warnt das Gerät den Benutzer. Teure Stromrechnungen und verdorbene Lebensmittel gehören somit der Vergangenheit an.
– Ein in der Küchenzeile integrierter, smarter Ofen macht einiges her. Moderne, smarte Lösungen sind aber nicht nur mit Display und WLAN-Modul versehen, sondern mittels neuster Technologie auch in der Lage, in ihnen abgestellte Speisen zu erkennen und deren optimale Zubereitungszeit und Temperatur zu bestimmen. Dies ermöglicht eine integrierten Datenbank, die neben diversen Abbildungen auch jede Menge Informationen zu jeder Speise bereithält.

Per Smartwatch oder Smartphone lassen sich auch in das Smart Home integrierte intelligente Öfen einfach steuern und kontrollieren. fotolia.de © NilsZ (#162609617)

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