Home » Tests » Alders & Lange Headman – Exzellenter Kopfhörerverstärker mit modularer Vielfalt
17. März 2026
von Volker Frech
RedakteurDer kompakte Alders & Lange Headman bietet dank modularem Konzept eine verblüffende Fülle an frei konfigurierbaren Kopfhörer- und Vorverstärker-Features: vier Hochpegel-Eingänge, fünf Kopfhöreranschlüsse, zwei Line-Ausgänge, verschiedene Ausgangsstufen-Varianten, dazu Gain-Anpassung, Equalizer oder Crossfeed. Für sauberste Verstärkung sorgt eine ebenso aufwändige wie kompromisslose Schaltung im Doppel-Mono-Aufbau. Im Test zeigt der Headman, was er noch in petto hat und wie er klingt.

Der Alders & Lange Headman präsentiert sich als kompakte Kopfhörer-/Vorverstärker-Kombination mit attraktivem Finish und modern-minimalistischem Design.
Erfahrener Newcomer? Alders & Lange beweisen, dass dies nur scheinbar ein Widerspruch ist: Martin Alders und Heiko Lange haben zwar erst 2020 die Audio-Manufaktur A & L gegründet, weil sie die Leidenschaft für gute Musik und ausgezeichneten Klang teilen. Doch beide bringen reichlich Know-how und Erfahrung ein: Heiko Lange als versierter Diplom-Ingenieur bei der Kempener Alders electronic GmbH, Martin Alders als Geschäftsführer dieses Spitzen-Unternehmen der Elektronikbranche. So treffen technische Kompetenz, Entwicklungserfahrung und Erfindungsreichtum auf Expertise für Produkt-Design und -Technik sowie alle unternehmerischen Belange – und überdies kann A & L die personellen und strukturellen Ressourcen des Elektronik-Unternehmens nutzen. Beste Voraussetzungen also für die ausgegründete Manufaktur A & L, um den selbst gestellten Anspruch zu erfüllen: Die Entwicklung von Audio-Komponenten, die technische Exzellenz, handwerkliche Präzision sowie zeitlos-elegantes Design vereinen – und sich vor allem durch klangliche Akkuratesse auszeichnen.

Dank seiner schlanken Dimensionierung und seinem schicken Design fügt sich der Headman bestens in das Wohnambiente ein – auch auf dem Sideboard.
Modulares Konzept für maximale Flexibilität
Dabei pflegt A & L eine Reduktion auf das Wesentliche – aufgrund der Erkenntnis, dass Klangqualität nicht durch Komplexität entsteht, sondern durch Konsequenz: Klangliche Akkuratesse ist nur möglich, wenn der Signalfluss absolut sauber und ohne Umwege stattfindet. Diese Kompromisslosigkeit im qualitativen, konstruktiven und klanglichen Ansatz spiegelt sich im Portfolio der Manufaktur: A & L hat weder All-in-One-Geräte in petto noch unterschiedliche Serien für verschiedenste Zielgruppen im Programm, sondern bietet für jeden Audio-Anwendungsfall genau eine ausgereifte Komponente. So umfasst das Angebot bislang die Vinyl-Engine für die Phono-Fraktion und den Headman, der als Kombination aus Kopfhörerverstärker und Vorstufe nun zu Gast in unserer Redaktion ist. Er folgt ebenfalls dem A & L-Konzept: Auch der Headman ist modular aufrüstbar und konfigurierbar – und kann damit genau auf den Bedarf des Kunden angepasst werden. Diese Vielfalt wird durch das frei wählbare Finish potenziert: Die Komponenten können auf Wunsch in nahezu jeder RAL-Farbe realisiert werden.

Die Bedienelemente der Front sind farblich auf das Finish des Gehäuses abgestimmt. Durch den schmalen Sockel scheint der Verstärker zu schweben. Diese Design-Features tragen zum hochwertigen Auftritt des Headman bei.
Außergewöhnlicher Auftritt
Unser Testmodell ist mit einem lichten grauen Pulverlack beschichtet. Dieses ebenso hochwertige wie attraktive Finish intensiviert den eh schon außergewöhnlichen Auftritt: Wie die Vinyl-Engine punktet der Headman mit modern-minimalistischem Design und schlanker Erscheinung. Der langgestreckte, zehn Zentimeter hohe Midi-Korpus ist gerade mal zwanzig Zentimeter breit, erstreckt sich aber vierzig Zentimeter in die Tiefe. So ist der Headman ein Hingucker auf jedem Sideboard. Die schlank-elegante Erscheinung lässt kaum erahnen, dass der Headman satte acht Kilo wiegt. Die Hälfte trägt der dickwandige Korpus bei: Er umgibt als vier Millimeter starke Metallhülle das eigentliche Verstärkerchassis und schützt die empfindliche Elektronik vor elektromagnetischen Einstreuungen. Auf der Oberseite ragt nun ein imposanter, ebenfalls lichtgrau lackierter Drehknopf empor: Er dient der Lautstärkeeinstellung. Wer ihn betätigt, erlebt einen haptischen Hochgenuss: Der aus dem vollen Metall gefräste, gewichtige Puck ist auf ein Kugellager gebettet, so bewegt er sich mit herrlicher Ruhe und herausragender Geschmeidigkeit.

Schöner kann man nicht am Rad drehen: Die Lautstärkeregelung ist ein haptisches Highlight, denn dank des Gewichts des Drehgebers und seiner Kugellagerung ist die Ruhe und Geschmeidigkeit der Rotation schlicht exzellent.
Hightech-Lösung für die Lautstärke-Regelung
Ebenso vorzüglich ist die feine Lautstärke-Abstufung: Der Pegel ist präzise in 64 Ein-Dezibel-Schritten veränderbar. Dabei geschehen zwei Dinge: Bei der LED-Kette, die den Drehknopf im Halbrund umgibt, leuchten zu beiden Seiten immer mehr rote Lichtpunkte auf, und mit jedem Schritt ertönt das Klacken von Relais. Hier agiert nämlich kein ordinäres Poti, sonder eine Hightech-Lösung mit einem mikroprozessorgesteuerten Relaisnetzwerk: Die Drehung des Lautstärke-Rads wird von einem Winkelsensor erfasst, er liefert ein entsprechendes Signal an den Prozessor, der wiederum die Lautstärke-Relais der Eingangsplatine steuert, also öffnet oder schließt. So werden mit diesem Relais-Netzwerk fein abgestufte Spannungsteiler aufaddiert. Diese aufwändige Lösung ermöglicht sowohl eine sehr hohe Signalreinheit als auch eine exzellent Kanalgleichheit – und bürgt zudem für eine große Langlebigkeit. Zudem unterstützt diese Lösung den A & L-Ansatz, die analoge Verstärkerschaltung mit kürzestmöglichen Signalwegen zu realisieren. So gibt es auch keine frei flottierenden Audio-Kabelverbindungen von der Bedienelement-satten Stirnseite zur Verstärkerplatine.

Rückseitig bietet der Headman bei modularer Maximalbestückung eine satte Anschluss-Vielfalt. Die vier Line Eingänge auf der rechten Seite sind Standard, ebenso der mit „HEAD MAIN“ ausgewiesene Kopfhörerausgang. Die vier darüber positionierten weiteren Kopfhörer-Anschlüsse stehen mit der Installation des Kopfhörer-Moduls zur Verfügung. Die beiden unsymmetrischen Line-Ausgänge sind nutzbar, wenn die entsprechenden Line-Ausgangsmodule installiert sind. Dann ist der Headman auch als Vorverstärker einsetzbar. Die RJ45-Buchse bereitet, wenn das „Volume“-Treibermodul installiert ist, die digitale Lautstärke-Information für eine externe Endstufe auf.
Ein- und Ausgänge für Kopfhörer- und Preamp-Betrieb
Die neun Knöpfe der Front und die drei bodenseitig eingelassenen DIP-Schalter lassen uns nun schon ahnen, welche Vielseitigkeit der Headman bietet. Fangen wir mit der Stirnseite an: Ein Knopf dient der Umschaltung der Eingänge. Hier punktet der Headman mit gleich vier Line-Inputs in unsymmetrischer Ausführung. Das unterstreicht seinen Anspruch, ebenso Kopfhörerverstärker wie vollwertige Vorstufe zu sein. Mit dem nächsten Knopf wählt man den Kanalmodus: normal (also stereo), links, rechts oder mono. So lassen sich auch Einkanal-Aufnahmen adäquat wiedergeben, die Links-Rechts-Modi wiederum sind hilfreich bei der Justierung eines Plattenspieler-Tonabnehmers. Der folgende Knopf dient der Auswahl des Ausgangs: Kopfhörer, Line 1 oder Line 2. Stellt man den Knopf auf die Einstellung „Spec“, liegt das Signal zugleich an allen drei Stereo-Ausgängen an. Auch mit diesem Anschluss-Angebot zeigt der Headman seine duale Kompetenz. Der nächste Knopf führt uns nun erstmals seine modulare Vielfalt und Erweiterungsfähigkeit durch Zusatzoptionen vor Augen…

Die Lautstärkeregelung ist auch optisch ein Highlight: Mit zunehmender Lautstärke leuchten zu jeder Seite immer mehr LED-Punkte auf.
Modulares Plus: mehr Kopfhörer-Anschlüsse, gehörgerechter Equalizer
Ist der Headman mit dem Kopfhörer-Erweiterungsmodul ausgestattet, können an seiner Rückseite nun sage und schreibe vier weitere Kopfhörer angeschlossen und der gewünschte Ausgang über besagten frontseitigen Knopf angewählt werden. Die nächste Zusatzoption ist der Equalizer. Mit diesem Modul ist auch unser Testmodell bestückt. Er ist über die vier Bedienknöpfe der Front komplett ab- und zuschaltbar und in den Frequenzbändern „Low“, „Med“ und „High“ einstellbar. A & L hat hier einen „biophonischen Equalizer“ realisiert, der anders als eine klassische Klangregelung arbeitet. So sind einerseits die Bandbreiten enger gefasst, andererseits sind die veränderbaren Frequenzbereiche auf das menschliche Ohr abgestimmt. So entspricht die Center-Frequenz des Höhenbereichs mit sieben Kilohertz der Resonanzfrequenz des Gehörgangs. Im Mitten-Band liegt die Center-Frequenz bei 2,6 Kilohertz – genau hier ist das menschliche Ohr am sensibelsten. Im Bass ist Center-Frequenz mit 30 Hertz gewählt und die Bandbreite so ausgelegt, dass bassärmeren Aufnahmen oder Kopfhörermodellen zu mehr Fülle verholfen wird.

Je nach modularer Ausstattung und Aufrüstung bietet der Headman ein pralles Portfolio an Features. Hier ist er mit dem Equalizer-Modul ausgestattet, sodass die oberen Bedienknöpfe der Handhaben dieser von A & L entwickelten „biophonischen“ Klangregelung dienen. Mit dem „In“-Knopf wählt man einen der vier Eingänge an. Mit dem „NORM/L/R/MONO“-Knopf legt man den Kanalmodus fest. Der „HEAD/L1/L2/SPEC“-Knopf dient der Wahl der Ausgangs. Wenn das Kopfhörer-Ausgangsmodul installiert ist, kann über den rechts unten positionierten Knopf einer der vier zusätzlichen Kopfhörerausgänge aktiviert werden.
Modulare Möglichkeiten: Crossfeed-Schaltung, „Volume“-Treiber
Um auch hier kürzestmögliche Signalwege zu erreichen, sind die Equalizer-Bedienknöpfe intern über lange Stangen aufwändig mit den drei auf der Modulplatine sitzenden Potentiometern verbunden. Hier kommen Blue Velvets zum Einsatz, also Spitzenmodelle des Spezialisten Alps. Statt des Equalizers kann man demnächst das vorgesehene Crossfeed-Modul einsetzen lassen. Crossfeed dient bei Kopfhörerverstärkern dazu, das Hörerlebnis natürlicher werden zu lassen, indem man die Schallausbreitung von Lautsprechern simuliert. Dafür wird unter Einsatz von Filtern und Verzögerungsschaltungen ein geringer Signalteil des linken Kanals dem rechten Kanal zugemischt und umgekehrt. Mit diesem Crossfeed beugt man auch der In-Kopf-Lokalisation vor. Nächste Zusatzoption: Man kann den Headman mit einem „Volume“-Treibermodul ausstatten lassen. Dann wird das digitale Mikroprozessor-Signal zur Lautstärkeeinstellung nicht nur intern zur Pegelanpassung verwendet, sondern auch für externe Endverstärker aufbereitet und über eine RJ45-Buchse bereitgestellt. Dafür muss die Endstufe natürlich ebenfalls mit dieser Schnittstelle ausgestattet sein. A & L hat hierfür passende Verstärker bereits in der Entwicklung.

Die Kopfhörer-Ausgänge sind als XLR/Cinch-Kombi-Buchse realisiert. So können Kopfhörer mit symmetrischer als auch unsymmetrischer Signalführung angeschlossen werden. Das gilt für den standardmäßig vorhandenen „HEAD MAIN“ als auch für die optionalen vier weiteren Kopfhörer-Anschlüsse.
Modulare Verstärker-Optionen: vier verschiedene Treiber
Die Vielseitigkeit und Flexibilität setzt sich bei der Wahl des Ausgangsmoduls fort. Hier bietet A & L vier verschiedene Steckkarten an. Das OM-1 ist das Power-Modul: Dank seiner Leistungsfähigkeit ist es als universeller Kopfhörertreiber vorgesehen für Modelle von 16 bis 600 Ohm. Das OM-1 ermöglicht zudem eine vierstufige Verstärkungs-Anpassung. So kann der Headman alle marktüblichen Kopfhörer-Typen antreiben. Zugleich ist dieses Power-Modul für einen kräftigeren Line-Ausgang einsetzbar – etwa bei langen kapazitiven Leitungswegen oder bei niederohmigen Eingängen nachfolgender Audio-Komponenten. Das OM-2 ist hingegen ein hochwertiges, aber puristisch ausgelegtes Line-Ausgangsmodul mit einem fixen Sechs-Dezibel-Gain. Das OM-3 ist dann ein passives Line-Modul für Nur-Röhre-Verfechter: Es verbindet frei von Halbleiter-Verstärkern den Lautstärkeregler direkt mit dem Ausgang. Das OM-4 ist dann ein Line-Filter/Subsonic-Modul, das kleine Hauptlautsprecher von tiefen Frequenzen entlastet. Die Einsatzfrequenz ist intern zwischen 20 und 95 Hertz in Fünf-Hertz-Schritten einstellbar. Die Filter-Flankensteilheit kann auf sechs oder zwölf Dezibel pro Oktave gesetzt werden.

Durch sein minimalistisches Design passt der Headman insbesondere in ein modern möbliertes Ambiente.
Dual-Mono-Design für saubere Verstärkung
Mit diesen Modulen lässt sich also ausgangsseitig frei entscheiden, ob und wie die drei Outputs konfiguriert sein sollen. In der Basis-Ausstattung ist der Headman allein mit einem Kopfhörerausgang via OM-1-Modul bestückt. Alles weitere ist dann ad libitum. Doch egal, welche Modul-Kombination man hier wählt: Pro Ausgang braucht man immer zwei gleiche Module. Die Audio-Schaltung des Headman ist nämlich von Anfang bis Ende im Dual-Mono-Design realisiert. Das Signal wird also für den rechten und linken Kanal getrennt durch separate Baugruppen aufbereitet, um Kanalübersprechen zu minimieren. Zur Vermeidung von Kanalungleichheiten sind deshalb hochwertige Bauteile mit geringer Toleranz geradezu Pflicht. All dies befördert im Verbund mit den kurzen Signalwegen und dem möglichst minimalistischen Schaltungsdesign eine sauber-akkurate Verstärkung mit niedrigem Rauschen. Zur Top-Performance tragen aber auch die Qualität und die Potenz der Stromversorgung bei. Darum agiert hier ein kräftiges Low-Noise-Linearnetzteil, das für Lieferfähigkeit und Reservenreichtum bürgt und mit einer Watchdog-Überwachungsschaltung der Betriebsspannungen ausgestattet ist.

Auch die Unterseite zeigt, wie attraktiv und massiv der Headman realisiert ist. Der schlanke und taillierte Sockel, der unter den Korpus gesetzt ist, ist aus Vollmetall gefertigt. Vier elastische Kunststoff-Füße sorgen für sicheren Stand und eine moderate Vibrationsdämpfung.
Der Alders & Lange Headman in der Praxis
Zeit, endlich Musik zu hören. Als Lieferant dient die Streaming-Vorstufe Lumin P1 Mini, als Kopfhörer wählen wir den geschlossenen Magnetostaten Dan Clark Audio E3, den wahlweise offenen oder geschlossen betreibbaren elektrodynamischen Palma DHS-1 und den offenen elektrodynamischen Beyerdynamic DT 1990 Pro. Sie alle können wir zugleich auf der Rückseite des Headman an die kombinierten XLR/Klinkenbuchsen-Eingänge anschließen, weil unser Testmodell mit dem zusätzlichen Kopfhörer-Modul ausgestattet ist. Die Umschaltung geht dann bequem über den Drehknopf auf der Front. Wir lieben dieses Modul schon jetzt, weil es das leidige Umstecken erspart. Als erstes setzen wir uns den Palma DHS-1 auf den Kopf, den wir geschlossen betreiben. Mit 32 Ohm besitzt er eine niedrige Impedanz, die Empfindlichkeit beträgt satte 102 Dezibel. Beim Headman deaktivieren wir erst mal den Equalizer und stellen die Lautstärke auf einen niedrigen Wert – und auch das ist aufgrund des oberseitigen kugelgelagerten Knopfes ein Genuss für sich.

Mit den DIP-Schaltern konfiguriert man die Verstärker-Module. Hier kann man wählen, ob das Signal mit variabler Lautstärke (für den Anschluss an eine Endstufe) oder mit fixem Pegel (für den Anschluss an ein Aufnahmegerät) ausgegeben werden soll. Das für den Kopfhörer-Betrieb und für kräftige Line-Verstärkung ausgelegte Modul OM-1 bietet zudem vier Verstärkungsstufen, die über die Gain-Schalter angewählt werden.
Rauscharm, rein und hochauflösend
Beim Drehen vernehmen wir ein ganz zartes wiederholtes Knacken: Das hören wir gerne, denn es ist der akustische Beleg dafür, dass die Lautstärkeregelung präzise und aufwändig-audiophil über ein Relaisnetzwerk geschieht. Ansonsten hören wir im Leerlauf: nichts. Der Headman ist, selbst bei höchster Lautstärke-Einstellung, absolut rauschfrei. Das ändert sich auch nicht, wenn wir mit den unterseitigen Mäuseklavieren den Gain auf die höchste Stufe stellen. Chapeau! Das Rauschen beginnt erst mit dem Beginn des ersten Musikfiles: Wir haben Cassandra Wilsons superb produzierten Song „Strange Fruit“ gestartet, bei der Aufnahme haben die empfindlichen Studio-Mikrofone auch das Grundrauschen, das jeder Raum aufweist, aufgezeichnet. Durch dieses Rauschen und durch die Raumreflexionen des Basses, der den Song nun mit einem kurzen Motiv einleitet, lernen wir sofort das Scheunen-artige Studio C der berühmten Bearsville Studios kennen, in dem die Aufnahme stattfand, weil der Headman bereits hier seine exzellente Präzision und Auflösungsfähigkeit beweist und den Raum hervorragend abbildet.

Mit vier Line-Eingängen unterstreicht der Headman seinen Anspruch, auch ein vollwertiger Vorverstärker zu sein. A & L setzt auf unsymmetrische Inputs (und auch Outputs), weil eine symmetrische Signalführung nur bei langen Kabelwegen, die etwa im Tonstudio-Bereich auftreten, nötig ist, und zudem eine weitere Verstärkerstufe erforderlich wäre.
Tiefgang, Kraft und Dynamik
Mit der Bass-Wiedergabe beweist der Headman zugleich seinen Tiefgang, seine Kraft und seine anspringende Dynamik: Lonnie Plaxico spielt auf der E-Saite seines Kontrabasses in unterster Lage ein kurzes Zweiton-Motiv und legt dann in der nachfolgenden Pause erst die Fingen der Spielhand auf die Saiten, um dann mit der ganzen Hand noch einen abgestoppten Schlag nachzusetzen. Das alles wissen wir, weil der Headman jedes Detail und jedes Spielgeräusch hörbar macht. Erst durch diese scheinbaren Neben- und Spielgeräusche wirkt die Wiedergabe echt und livehaftig. So erleben wir beim Bass die Mischung aus drahtiger Knurrigkeit und trocken-tiefreichendem Ton, für den gerade Jazz-Bassisten den akustischen Kontrabass so lieben. Die Schläge, mit denen Plaxico seinen Bass auch als perkussives Rhythmusinstrument nutzt, haben einen herrlichen Attack, die tolle Dynamik vermittelt eine ungemeine Lebendigkeit. Dies bleibt auch so beim Einsatz des Kornetts und der Resophonic-Gitarre. Hier zucken wir sogar zusammen…

Alders & Lange können die Komponenten auch in attraktiv-auffälligen Kolorierungen lackieren: Hier in frischem Grün der Headman und in leuchtendem Orange die Vinyl-Engine, eine perfekt passende audiophile Phono-Vorstufe.
Atemberaubenden Präsenz
… denn Gitarrist Chris Whitley überrascht uns, indem er aus dem Nichts mit einem gezielten Hieb auf den Korpus einen Kuhglocken-artigen Klang erzeugt. Auch sonst verblüfft diese Gitarre mit ihrem ganz eigenen Sound: Sie hat einen bluesigen Klang, bei dem man stark den Stahl der Saiten hört, weil diese Gitarre zur Klangverstärkung einen Metallkegel statt einer Holzdecke nutzt. Wir staunen beim Zuhören über diesen Sound – und der Headman ermöglicht uns mit seiner überaus klaren und transparenten Wiedergabe eindrucksvoll die Erkundung dieses Ausnahme-Instruments. Nun setzt Cassandra Wilson ein – und die Weltklasse-Sängerin zieht uns mit ihrem dunkel timbrierten Alt, mit der Wärme und dem Volumen ihrer Stimme und mit der Kunst ihres Vortrags gleich in den Bann: Wir hängen förmlich an ihren Lippen, weil wir jede noch so zarte Wendung, jedes kleine Vibrato, jeden noch so leisen Atmer in einer atemberaubenden Präsenz erleben – wie auch die sie begleitenden Instrumente.

In puncto Finish ist alles möglich – weil Alders & Lange eine Manufaktur ist: Die Modelle sind standardmäßig in Schwarz, Weiß, Grau erhältlich, gegen Aufpreis werden sie aber in jeder gewünschten RAL-Farbe realisiert.
Spannender Kopfhörer-Vergleich
Wie klingt es nun mit den andern Kopfhörern? Der ebenfalls elektrodynamische, aber offene Beyerdynamic DT 1990 Pro, der die gleiche Empfindlichkeit, aber eine mittelhohe Impedanz von 250 Ohm aufweist, gibt die Aufnahme etwas luftiger wieder. Das Klangbild ist insgesamt runder und weniger brillant, aber auch weniger anspringend: Dynamisch ist dieser Kopfhörer etwas zurückhaltender, im Bass zwar auch tiefreichend und druckvoll, aber weniger definiert. Die packende Unmittelbarkeit ist hier nicht ganz so ausgeprägt, die Detail werden nicht so stark herausgearbeitet. Dafür ist die Wiedergabe sehr entspannt. Wechseln wir zum Dan Clark Audio E3: Er besitzt Magnetostat-typisch eine niedrige Impedanz von 27 Ohm und eine geringere Empfindlichkeit von 90 Dezibel. Gut, dass der Headman hier kraftvoll liefern kann. Klanglich zeigt der E3 hervorragend die Vorteile des Magnetostat-Prinzips: Er glänzt mit toller Dynamik, fantastischer Auflösung, exzellenter Raumabbildung und Musikerdarstellung sowie einem druckvollen, sehr konturierten Bass bei genereller Freiheit von tonaler Verfärbung.

Dank der rückseitigen Anschlüsse auch für die Kopfhörer bleibt die Optik frei von störenden Kabeln.
Neutrale Instanz
So liefert der Headman mit drei verschiedenen Kopfhörern drei ganz verschiedene Klangresultate. Dies wiederum zeichnet ihn als quasi unbestechlich-neutrale Instanz aus: Er präsentiert mit seiner Klarheit und Reinheit, also seiner bloßen, nichts hinzufügenden Verstärkung mühelos die verschiedenen Charakteristika und Vorzüge der verschiedenen Modelle. Dies bestätigt sich bei verschiedenen Musikstücken anderer Genres: Bei Donald Fagens Fusion-Nummer „Morph The Cat“, punkten der DHS-1 und der E3 im Verbund mit dem Headman aufgrund der tollen Transparenz und Auflösungsfähigkeit: So hat die mit 14 Musikern mannstark besetzte Nummer eine vollendete Durchhörbarkeit bis hin zum zarten Beckenanschlag des hinten postierten Schlagzeugs. Die Electro-Nummer „Evil Dub“ von Trentemøller ist dann mit dem DHS-1 die fesselndere Klangreise, weil dieser Kopfhörer die zahlreichen Soundeffekte etwas wirkungsvoller in Szene setzt. Der DT 1990 Pro liefert dafür das fetteste Fundament. So kann man bei verschiedensten Musiken mit unterschiedlichen Kopfhörern glücklich werden – und der Headman macht’s möglich.

So sieht die rückseitige Minimal-Verkabelung aus. Wäre nun noch eine Endstufe angeschlossen, um den Headman auch als Line-Vorverstärker zu nutzen, käme in unserem Fall ein klassischer Endverstärker ohne Lautstärkeregelung an den Line 2. An den Line 1 müsste hingegen eine Endstufe oder ein Aktivlautsprecher-Paar mit eigener Lautstärkeregelung angeschlossen werden, weil dieser Ausgang des Headman von uns auf „Fix“ eingestellt ist.
Exzellenter Equalizer
Nun bietet der Headman die Möglichkeit, den Klang zu optimieren – wenn er, wie unser Testmodell, mit dem zusätzlichen EQ-Modul ausgestattet ist. Diesen biophonischen Equalizer schalten wir nun mal zu – und erleben wirklich, dass er anders arbeitet als herkömmliche Klangregelungen. Das merken wir gleich bei Trentemøllers „Evil Dub“: Hier heben wir den Bassbereich leicht an – und prompt hat die Nummer auch mit dem E3 ein satteres Fundament, ohne dabei an Definiertheit im Bass einzubüßen. Mit einem Plus in den Höhen erreichen wir, dass die Soundeffekte eine ähnlich eindrucksvolle Präsenz haben wir mit dem DHS-1. Dies gelingt aber ohne jene nervige Über-Brillanz einer normalen Höhen-Regelung. Hier machen sich die geringe Breitbandigkeit und die clever gewählten Center-Frequenzen der Filter bemerkbar. Dies gilt insbesondere für den Mitten-Bereich: Bei „Morph The Cat“ senken wir dieses EQ-Band etwas ab – und merken schon nach wenigen Sekunden, dass die Wiedergabe nun noch entspannter ist.

Komplette Klangkette: Hier verstärkt der Headman das Musiksignal des Streamers Eversolo DMP-A6 und speist damit den Kopfhörer Dan Clark E3.
Fazit
Der Alders & Lange Headman liefert im kompakten Format eine exzellente Performance: Dank seiner ebenso kompromisslosen wie aufwändigen Schaltung im Doppel-Mono-Aufbau samt Lautstärkeregelung via Relais-Netzwerk verstärkt er extrem rauscharm, rein und präzise. Er punktet mit toller Transparenz, ausgezeichneter Auflösungsfähigkeit und hohem Detailreichtum. Mit seiner Kraft und Akkuratesse ermöglicht er eine Wiedergabe mit anspringender Dynamik und vitaler Frische. So bietet der Headman jedem marktüblichen Kopfhörer beste Voraussetzungen, seine Klangqualität vollends zu entfalten – und erweist sich hier als überaus neutrale Instanz. Zu der klanglichen Klasse kommt nun noch das modulare Konzept: So bietet der Headman eine Vielfalt an frei konfigurierbaren Kopfhörer- und Vorverstärker-Features – etwa vier weitere Kopfhörer-Anschlüsse oder einen Equalizer, der mit Hinblick auf das menschliche Gehör entwickelt wurde und so eine hervorragende Klangoptimierung ermöglicht. Überdies punktet dieser Verstärker durch sein superbes, modern-minimalistisches Design – und so ist der Headman optisch wie akustisch ein echtes Highlight.
Test & Text: Volker Frech
Fotos: Simone Maier
Klasse: Referenzklasse
Preis/Leistung: angemessen
98 of 100
99 of 100
97 of 100

Technische Daten
| Modell: | Alders & Lange Headman |
|---|---|
| Produktkategorie: | Kopfhörer-Vorverstärker, Line-Vorstufe |
| Preise: | - Version HM 100: 6.250,00 € - Version HM 120: 6.350,00 € - Version HM 110: 6.550,00 € - Version HM 111: 6.850,00 € - Version HM 111 - 4: 7.250,00 € - Version HM 111 - Q: 7.800,00 € - Version HM 111 - Q4: 8.200,00 € - Lackierung in individueller RAL-Farbe: ab 300,00 € Aufpreis |
| Garantie / Gewährleistung: | 2 Jahre |
| Versionen: | - HM 100: Basisvariante mit 1x Kopfhörerausgang via OM-1 Power-Modul - HM 120: 1x Kopfhörerausgang via OM-1 Power-Modul, 4 Gain-Stufen wählbar 1x Line Out Cinch via OM-2 Line-Modul - HM 110: 1x Kopfhörerausgang via OM-1 Power-Modul, 4 Gain-Stufen wählbar 1x Line Out Cinch via OM-1 Power-Modul, 4 Gain-Stufen wählbar - HM 111: 1x Kopfhörerausgang via OM-1 Power-Modul, 4 Gain-Stufen wählbar 2x Line Out Cinch via OM-1 Power-Modul Line Ausgänge: Fix-Pegel oder Variabler Pegel HM 111 - 4 1x Kopfhörerausgang via OM-1 Power-Modul, 4 Gain-Stufen wählbar 2x Line Out Cinch via OM-1 Power-Modul Line Ausgänge: Fix-Pegel oder Variabler Pegel 4 frontseitig wählbare Kopfhörerausgänge HM 111 - Q 1x Kopfhörerausgang via OM-1 Power-Modul, 4 Gain-Stufen wählbar 2x Line Out Cinch via OM-1 Power-Modul Line Ausgänge: Fix-Pegel oder Variabler Pegel Biophonischer Equalizer HM 111 - Q4 1x Kopfhörerausgang via OM-1 Power-Modul, 4 Gain-Stufen wählbar 2x Line Out Cinch via OM-1 Power-Modul Line Ausgänge: Fix-Pegel oder Variabler Pegel Biophonischer Equalizer 4 frontseitig wählbare Kopfhörerausgänge |
| Ausführungen: | - Tiefschwarz (RAL 9016) - Staubgrau (RAL 9005) - Verkehrsweiß (RAL 7037) - individuelle RAL-Farbe (ab 300,00 € Aufpreis) |
| Vertrieb: | Alders electronic GmbH, Kempen Tel.: +49 2152 8955-255 alders-lange.de |
| Abmessungen (HBT): | 105 x 200 x 395 mm |
| Gewicht: | 8,2 kg |
| Eingänge (analog): | 4 x Line unsymmetrisch (Cinch) 1 x Trigger für Ferneinschaltung (Klinke, 3,5 mm) |
| Ausgänge (analog): | - Basisvariante: 1 x Kopfhörer 1 x Trigger für Ferneinschaltung anderer Komponenten (Klinke, 3,5 mm) - weitere Ausgänge mit optionalen Zusatz-Modulen: 4 x Kopfhörer 2 x Line Out |
| Eingangsimpedanz: | 11 kΩ (Herstellerangabe) |
| Eingangskapazität: | 220 pF (Herstellerangabe) |
| Verstärkung: | Modul OM-1: 6 / 9 / 12 / 14 dB (Herstellerangabe) Modul OM-2: 6 dB (Herstellerangabe) |
| Eingangs-Modi: | stereo / mono / links / rechts |
| Lautstärkeregelung (Abschwächung): | -63 dB - 0 dB (in 64x 1 dB-Schritten) |
| Leistung (mit OM-1): | @ 8 Ω: 600 mW (1% THD), 550 mW (0.1% THD) @ 16 Ω: 1090 mW (1% THD), 1020 mW (0.1% THD) @ 32 Ω: 1530 mW (1% THD), 1470 mW (0.1% THD) @ 100 Ω: 850 mW (1% THD), 810 mW (0.1% THD) @ 250 Ω: 360 mW (1% THD), 340 mW (0.1% THD) @ 600 Ω: 155 mW (1% THD), 150 mW (0.1% THD) (Herstellerangaben) |
| Kanalübersprechen: | - links/rechts: > 90 dB (1 kHz) (Herstellerangabe) - zw. den Eingängen: > 100 dB (1 kHz) (Herstellerangabe) |
| Kanalungleichheit: | < 0,1 dB (Herstellerangabe) |
| Frequenzgang: | - 20 - 20 kHz < 0.1dB @ 100 kΩ (Herstellerangabe) - 3 - 100 kHz < 1dB @ 100 kΩ (Herstellerangabe) - 1- >100kHz < 3dB @ 100 kΩ (Herstellerangabe) |
| Fremdspannungsabstand (SNR): | - OM-1 @ 6 dB Gain: 115 dB(A), 113 dB unweighted (0 dBVIN, VOLMAX, ≙ 5 dBVOUT) 112 dB(A), 110 dB unweighted (0 dBVIN, 0 dBVOUT) 94 dB(A), 91 dB unweighted (0 dBVIN, -20 dBVOUT) - OM-2 @ 6 dB Gain: 112 dB(A), 110 dB unweighted (0 dBVIN, VOLMAX, ≙ 5 dBVOUT) 94 dB(A), 91 dB unweighted (0 dBVIN, -20 dBVOUT) (Herstellerangaben) |
| Verzerrungen (THD / THD+N): | - OM-1 @ 6 dB Gain, 1 kHz: 0,0003% / 0,0004% (0 dBVIN, VOLMAX, ≙ 5 dBVOUT) 0,00025% / 0,0005% (0 dBVIN, 0 dBVOUT) 0,0008% / 0,004% (0 dBVIN, -20 dBVOUT) - OM-2 @ 6 dB Gain, 1 kHz: 0,0003% / 0,0005% (0 dBVIN, VOLMAX, ≙ 5 dBVOUT) 0,0008% / 0,004% (0 dBVIN, -20 dBVOUT) (Herstellerangaben) |
| Equalizer EQ-3: | Insertion Gain 0 dB THD+SNR Performance reduced by 6 dB f1 = 30 Hz, Q1.0, G1.0, ± 10 dB f2 = 2.6 kHz, Q1.5, G1.0, ± 10 dB f3 = 7.0 kHz, Q2.0, G1.0, ± 10 dB (Herstellerangaben) |
| Ausgangsimpedanz: | Ausgangsimpedanz: - OM-1: 0.3 Ω (Herstellerangabe) - OM-2: 50 Ω (Herstellerangabe) |
| Ausgangspegel / Ausgangsspannung: | OM-1: 19 dBV ≙ 9 VRMS (@ 1 kHz, @ 10 kΩ, THDMAX < 0.01 %) OM-2: 18 dBV ≙ 8 VRMS (@ 1 kHz, @ 10 kΩ, THDMAX < 0.01 %) (Herstellerangabe) |
| Leistungsaufnahme: | - Betrieb: max. 15 W (Herstellerangabe) - Standby: < 0,2 W (Herstellerangabe) |
| Lieferumfang: | - A & L Headman - Netzkabel (1,5 m) - Bedienungsanleitung (Deutsch) |
| Pros und Contras: | ausgezeichnete Reinheit, Klarheit und Transparenz + hervorragende Rauscharmut + kraftvolle Verstärkung + superbe Präzision und Akkuratesse + anspringende Dynamik + Dual-Mono-Verstärker-Design + Lautstärkeregelung via Relais-Netzwerk + einzigartige Lautstärkeeinstellung via kugelgelagertem Drehgeber + Verstärkung in 4 Stufen anpassbar + 4 Eingänge + modulares Konzept mit vielfältigen Wahlmöglichkeiten (EQ, Crosstalk, 4-facher Kopfhörer-Anschluss, 4 Ausgangsstufen-Varianten) + Konfigurierbarkeit in puncto Farb-Ausführung der Lackierung und bezüglich der Bedienelement-Platzierung (vorne, hinten, unten) + modernes, minimalistisches Design + sehr gute Material- und Fertigungsqualität + ausführliche, vorbildlich erklärende Bedienungsanleitung - EQ-Modul und Crossfeed-Modul nur alternativ wählbar |
| Benotung: | |
| Gesamtnote: | Highlight |
| Klasse: | Referenzklasse |
| Preis/Leistung: | angemessen |
| Getestet mit: | - Kopfhörer: Dan Clark Audio E3, Palma DHS-1, Beyerdynamic DT 1990 Pro - Streaming-Vorstufe: Lumin P1 Mini - Signalkabel: Audioquest Black Beauty RCA |















































