Home » Tests » HiFi mit Seele – Handgefertigter Klang von Alders & Lange
29. Oktober 2025
von Roman Maier
Inhaber/GeschäftsführerAlders & Lange ist eine junge, aufstrebende HiFi-Manufaktur aus Kempen, die sich kompromisslos der Perfektion des Klangs verschrieben hat. 2020 von Martin Alders und Heiko Lange gegründet, verbindet das Unternehmen technisches Know-how, höchste Handwerkskunst und echte Musikleidenschaft. Jedes Produkt entsteht am Niederrhein in Handarbeit und mit dem Anspruch Musik so rein, authentisch und emotional wie möglich erlebbar zu machen – individuell gefertigt, mit Leidenschaft gebaut und für höchste Ansprüche geschaffen.

Vinyl-Engine und Headman sind bereits über den Alders & Lange-Webshop bestellbar.
Leidenschaft als Fundament
Alders & Lange ist mehr als eine Marke – es ist eine Philosophie, ein klares Bekenntnis zur kompromisslosen Klangkultur. Seit der Gründung im Jahr 2020 verfolgen die beiden Gründer Martin Alders und Heiko Lange eine gemeinsame Vision: Musik soll so authentisch wie möglich erklingen, ohne technische Kompromisse, ohne gestalterische Zugeständnisse. Dieses Ziel ist nicht nur ein Leitgedanke, sondern das Fundament der gesamten Marke. Dass Alders & Lange buchstäblich unter dem Dach von Alders electronic beheimatet ist, bringt einen entscheidenden Vorteil: Zugriff auf jahrzehntelanges Wissen in der Elektrotechnik und auf erstklassige Bauteile, die normalerweise nur im industriellen High-End-Bereich eingesetzt werden. Während Heiko Lange mit seiner außergewöhnlichen Erfahrung in der Entwicklung von HiFi-Komponenten die technische Seele der Marke bildet, sorgt Martin Alders mit seinem Vertriebs- und Marketing-Know-how für die richtige Kommunikation. Beide eint eine tiefe Liebe zur Musik – die wichtigste Zutat für jedes ihrer Geräte.

Von der Idee zur Entwicklung: Mit der Modern Record Console fing alles an.
Die Modern Record Console – der Ursprung der Idee
Bevor Alders & Lange ihre heutigen Produkte präsentierten, entstand ein echtes Meisterstück: die Modern Record Console (MRC). Sie war das erste Projekt des Gründerduos – eine Hommage an die legendären Braun-Musiktruhen der 70er- und 80er-Jahre, technisch jedoch in der Gegenwart verankert. Die MRC vereinte alles, was den beiden Gründern am Herzen lag: einen edlen Röhrenverstärker, integrierte Lautsprecher, einen Headphone-Amp, ein CD-Laufwerk und einen CD-Player – alles in einem Design, das Form, Funktion und Klang zu einem Gesamterlebnis verschmolz. Klanglich bewegte sich die MRC auf höchstem Niveau und beeindruckte durch eine enorme Musikalität und Wärme. Doch die Dimensionen und das Gewicht des Systems machten eine Serienfertigung zunächst unmöglich. Statt sie als Prototyp im Regal verstauben zu lassen, nutzten Alders & Lange die gesammelten Erkenntnisse als Basis für ihre zukünftige Produktlinie. So war die MRC nicht das Ende eines Projekts, sondern der Anfang einer Klangreise, die bis heute fortgeführt wird.

Plattenspieler, Röhren-Amp, Lautsprecher, Kopfhörer-Ausgang und ein (hier nicht sichtbarer) CD-Player. Die MRC hat alles an Bord, was man heute für die bessere Musikwiedergabe benötigt.
Zwei Grundmodelle, unzählige Möglichkeiten
Wer heute den Webshop von Alders & Lange besucht, entdeckt zunächst zwei Modelle – den Headman und die Vinyl-Engine. Doch der Eindruck täuscht: In Wahrheit verbergen sich hinter diesen beiden Basis-Geräten über 100 Varianten, die sich individuell konfigurieren lassen. Rechnet man die verschiedenen Farboptionen hinzu – jedes Modell kann in nahezu jeder RAL-Farbe gefertigt werden – ergibt sich eine Vielfalt von theoretisch mehr als 1000 möglichen Kombinationen. So wird jedes Gerät zum echten Unikat. Der Kunde wählt selbst, welche Ausstattung, welche Module und welche Funktionen er wünscht – von der Anzahl der Eingänge bis zu speziellen Anpassungen der Frontgestaltung. Das Prinzip dahinter: maximale Flexibilität und Individualität, ohne Kompromisse in Klang und Qualität. Während viele Hersteller Standardlösungen anbieten, setzt Alders & Lange konsequent auf maßgeschneiderte Perfektion. Diese Fertigung auf Bestellung macht jedes Produkt zu einem einzigartigen Musikwerkzeug, das exakt den Wünschen und Hörgewohnheiten seines Besitzers entspricht. HiFi nach Maß – Made am Niederrhein.

Alles ist möglich: Alders & Lange bietet seine Modelle in Schwarz, Weiß, Grau und gegen einen kleinen Aufpreis in jeder RAL-Farbe an.
Der Headman – Präzision für Kopfhörerliebhaber
Der Headman ist das perfekte Beispiel dafür, wie Alders & Lange Klangästhetik und technische Raffinesse vereinen. Ursprünglich als reiner Kopfhörerverstärker konzipiert, entwickelte er sich zu einem universellen Vorverstärker, der in nahezu jeder HiFi-Kette eine zentrale Rolle einnehmen kann. Kunden können individuell wählen, wie viele Kopfhörer-Ausgänge oder Cinch-Anschlüsse sie benötigen – oder ob sie etwa einen Equalizer integriert haben möchten. Diese Modularität erlaubt es, den Headman exakt auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen. Klanglich überzeugt er durch eine beeindruckende Neutralität, gepaart mit Dynamik und feiner Detailauflösung. Die handverlesenen Komponenten sorgen für eine Signalreinheit, die selbst anspruchsvollste Hörer begeistert. Doch der Headman ist mehr als Technik – er ist Ausdruck einer Haltung: kompromissloser Klang, gefertigt mit handwerklicher Präzision. Sein Design ist klar, funktional und gleichzeitig edel. Ob als Herzstück einer High-End-Anlage oder als luxuriöser Partner für Kopfhörer-Enthusiasten – der Headman steht für pure musikalische Wahrheit.

Der Headman ist ein modularer und besonders rauscharm arbeitender Verstärker für Kopfhörer und Line-Signale. Er lässt sich flexibel an verschiedene Anforderungen anpassen. Über Steckkarten können bis zu drei Stereo-Kanäle eingerichtet werden. Output-Modul 1 bietet genug Leistung für fast alle Kopfhörer und Line-Eingänge, während Output-Modul 2 als spezieller Line-Treiber ausgelegt ist.
Die Vinyl-Engine – Hommage an die Schallplatte
Mit der Vinyl-Engine feiert Alders & Lange die analoge Musikkultur in ihrer schönsten Form. Dieses modulare Phono-System richtet sich an Liebhaber des schwarzen Goldes, die mehr wollen als nur guten Klang – sie wollen die Musik fühlen. Kunden können zwischen verschiedenen Phono-Modulen wählen, angepasst an ihre bevorzugten Tonabnehmer-Systeme und persönlichen Hörpräferenzen. Ebenso frei wählbar ist das Design: Bedienelemente können klassisch an der Front, dezent rückseitig oder – für Puristen – ganz ohne sichtbare Regler platziert werden. Jede Entscheidung wirkt sich auf das Gesamtbild aus, jede Variante ist Ausdruck individueller Gestaltung. Klanglich besticht die Vinyl-Engine durch eine präzise, warme Wiedergabe mit feinstem Detailreichtum – ein Erlebnis, das selbst anspruchsvollste Analogfans begeistert. Sie ist kein beliebiges Gerät, sondern eine Verneigung vor der Schallplatte und all den Emotionen, die sie transportiert. So wird die Vinyl-Engine zur Brücke zwischen technischer Perfektion und musikalischer Seele.

Die Vinyl-Engine bringt das Beste aus jeder Schallplatte zum Vorschein. Neben den klassischen Cinch-Eingängen steht ein 5-Pol-XLR-Anschluss bereit, der das empfindliche Phonosignal sicher und störungsfrei überträgt. Im Herzen arbeitet ein besonders rauscharmer Instrumentationsverstärker, der sowohl symmetrischen als auch asymmetrischen Betrieb unterstützt – perfekt für anspruchsvolle MC-Tonabnehmer und alle, die Vinyl in seiner reinsten Form erleben wollen.
Handarbeit, Individualität und Qualität
Bei Alders & Lange ist jedes Gerät ein handgefertigtes Unikat. Vom ersten Lötpunkt bis zum finalen Test entstehen alle Produkte am Niederrhein, präzise gefertigt und sorgfältig kontrolliert. Sobald der Kunde seine Wunschkonfiguration und Farbe gewählt hat, beginnt die Fertigung – ein Prozess, der zwischen acht und zwölf Wochen dauert. Diese Zeit ist kein Nachteil, sondern Ausdruck echter Manufakturarbeit. Hier wird nichts vom Band produziert, sondern jedes Gerät individuell aufgebaut. Die Gehäuse sind makellos verarbeitet, die Bauteile von höchster Qualität, die Montage akribisch. Auch optisch lässt sich jedes Produkt personalisieren – gegen Aufpreis ab 300 Euro sind nahezu alle RAL-Farbtöne möglich. Das Ergebnis sind Geräte, die nicht nur klanglich überzeugen, sondern auch visuell ein Statement setzen. Alders & Lange zeigt, dass moderne HiFi-Technik keine anonyme Massenware sein muss, sondern ein Stück persönlicher Lebensqualität – gebaut für Menschen, die Musik mit Herz und Verstand genießen möchten.

Jedes Alders & Lange-Produkt entsteht in Handarbeit am Niederrhein und wird individuell auf Kundenwunsch (in Farbe und Ausstattung) gefertigt.
Besuch in Kempen – Klang trifft Kompetenz
Wir wollten die Menschen hinter der Marke kennenlernen – und haben Alders & Lange zweimal vor Ort in Kempen besucht. Schon beim ersten Betreten des Hörraums wird deutlich: Hier arbeitet ein Team, das Klang lebt. In entspannter Atmosphäre konnten wir die Produkte in Ruhe hören und uns selbst von der handwerklichen Präzision, der Materialqualität und der klanglichen Performance überzeugen. Besonders beeindruckend war die Leidenschaft, mit der Martin Alders und Heiko Lange über ihre Arbeit sprechen – authentisch, offen und mit tiefem Verständnis für Musik. Inzwischen ist das Team um zwei engagierte Mitarbeiter gewachsen: Richarda Pasch und Daniel Jennen unterstützen die Marke mit derselben Begeisterung. Zusammen bilden sie ein Team, das Technik und Emotion perfekt verbindet. Unser Fazit nach beiden Besuchen: Alders & Lange ist keine Fabrik, sondern eine echte Manufaktur – ein Ort, an dem Musik nicht produziert, sondern mit Hingabe erschaffen wird.

Ansehen, anfassen und anhören kann man jedes Alders & Lange-Modell nach persönlicher Terminabsprache im Showroom in Kempen.
Fazit
Alders & Lange steht für HiFi in Reinform – individuell, handgefertigt und mit echter Leidenschaft gebaut. Die Marke aus Kempen verbindet technische Präzision, klangliche Exzellenz und ein unverwechselbares Design. Wer Musik nicht nur hören, sondern erleben möchte, findet hier den perfekten Partner. Alders & Lange beweist: Wenn Leidenschaft auf Know-how trifft, entsteht mehr als Klang – es entsteht Musik, die unter die Haut geht.
Die Köpfe dahinter: Interview mit Martin Alders, Heiko Lange und Daniel Jennen

Heiko Lange (links), Daniel Jennen (mitte) und Martin Alders (rechts) sind die Köpfe hinter der Marke.
Wie kam es zur Gründung der neuen Firma Alders & Lange, die sich nun auf audiophile Produkte spezialisiert?
Martin Alders: Die Gründung der Marke Alders & Lange entstand aufgrund einer Umfrage Ende 2019 bei den Mitarbeitern, welche Produkte man entwickeln könnte, um die Firma ALDERS electronic GmbH zukünftig breiter aufzustellen. Heiko Lange kam damals auf mich zu und fragte mich, ob ich mich schon einmal mit High-End-Hifi Komponenten auseinandergesetzt habe. Dies hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht, weshalb ich mich dann mit einigen Magazinen von Heiko Lange ausgestattet eingelesen habe. Kurz darauf stand der Plan, die MRC (Modern Record Console) zu entwickeln und als Produkt auf den Markt zu bringen.
Was war der ausschlaggebende Punkt, der Sie dazu bewegt hat, in die audiophile Welt einzutauchen?
Martin Alders: Wir wollten die Firma auf breitere Füsse stellen, also bot sich eine Produktdiversifikation an.
Heiko Lange: Noch mehr Freude an der täglichen Arbeit zu finden.
Was war Ihre persönliche Motivation, sich diesem Projekt anzuschließen?
Martin Alders: Ich liebe Musik und höre in jeder Lebenslage Musik. Tagsüber auch gerne Radio, ich brauche immer etwas im Hintergrund was „dudelt“. Ich bin begeisterter Konzertgänger und kann mir ein Leben ohne „Musikkonsum“ nicht vorstellen.
Daniel Jennen: Technik hat mich schon immer begeistert – besonders, wenn sie dazu beiträgt, Emotionen erlebbar zu machen. Schallplatten waren ein wichtiger Teil meiner Jugend und haben mich damals wie heute fasziniert. Die Kombination aus analogem Charme und technischem Feingefühl hat mich nie losgelassen. Als sich die Möglichkeit ergab, meine Leidenschaft für Musik, Klang und Technik in einem eigenen Projekt zu vereinen, war für mich klar: Da will ich mit dabei sein.

Martin Alders: „Wir sind keine Gegner der Großen – sondern die, die das tun, was die Etablierten nicht können“.
Hatten Sie bereits vorher Erfahrung mit audiophiler Audiotechnik oder war das Neuland für Sie?
Heiko Lange: Schon sehr lange. Viele Eigenentwicklungen, Röhrentechnik, Transistortechnik, Lautsprecher, Verstärker in allen Variationen, Plattenspieler usw.. Immer wieder mit Pausen aber stetig „am Ball“. Erfahrung aus persönlichem Forschergeist und mit professionellem industriellen Background als Dipl.Ing. Elektrotechnik mit Stationen bei z.B. Infineon.
Daniel Jennen: Die Faszination für die analoge Welt war schon da, aber richtig entfacht wurde sie erst durch Heiko. Als ich zum ersten Mal bei ihm zu Hause war und mehr als ein Dutzend selbstentwickelter Röhrenverstärker gesehen habe, hat mich seine Leidenschaft sofort angesteckt. Das hat in mir den Wunsch geweckt, mich intensiver mit audiophiler Technik auseinanderzusetzen.
Welche audiophilen Produkte bietet Alders & Lange aktuell an?
Martin Alders: Begonnen haben wir mir der Entwicklung einer Modern Record Console, die moderne Interpretation einer Musiktruhe. Als diese vor uns stand kamen wir zu dem übereinstimmenden Entschluss, dass diese zu groß ist für ein Wohnzimmer. Daraufhin haben wir begonnen, kleinere Verstärker zu entwickeln. Momentan gibt es zwei Linien, einen Phonovorverstärker (Vinyl-Engine) sowie einen Kopfhörerverstärker (Headman).
Was unterscheidet Ihre Produkte bzw. die Kundenansprache von denen etablierter Hersteller?
Heiko Lange: Wir verbinden das ingenieursgetriebene Design der Technik im Stile der alten Studiotechnik von z.B. Studer, Neumann oder EMT (modular, flexibel, servicefreundlich, sinnvoll) mit der modernen (äußerlichen) Gestaltung der Neuzeit.
Daniel Jennen: Unsere Systeme überzeugen durch klar definierte Signalwege, eine modulare und wartungsfreundliche Architektur sowie eine auf das Wesentliche reduzierte Verdrahtung. Ergänzt durch den Einsatz hochwertiger Komponenten steht unsere Entwicklung für durchdachte Ingenieursleistung auf höchstem Niveau.

Heiko Lange: „Unsere Systeme überzeugen durch klar definierte Signalwege, eine modulare und wartungsfreundliche Architektur sowie eine auf das Wesentliche reduzierte Verdrahtung“.
Sehen Sie sich als Herausforderer etablierter Marken – oder eher als Ergänzung mit frischen Ideen?
Martin Alders: Wir sind keine Gegner der Großen – sondern die, die das tun, was die Etablierten nicht können.
Heiko Lange: Ich sehe uns als Ergänzung. Wir haben weder eine Marktrecherche gemacht, um zu sehen wem man Konkurrenz machen muss, noch um die eine Nische zu finden. Wir haben einfach Geräte entwickelt die nach unserem Empfinden sinnvoll, funktionell, technisch sauber sind und beim Musikhören Freude machen.
Was ist Ihre langfristige Vision: Nische, Luxussegment, Massenmarkt? Wo liegt insbesondere Ihre Zielgruppe?
Martin Alders: Ich sehe uns zwischen Nische und Luxussegment. Aufgrund der hohen Fertigungstiefe können wir sehr gut auf individuelle Wünsche eingehen. Dennoch planen wir zu Beginn mit 100 Geräten/Jahr, was uns eher in der Nische verortet.
Heiko Lange: Alleine durch die Entwicklung, Produktion und Fertigung in Deutschland und durch die zu erwartenden Stückzahlen werden wir immer von Nische bzw. Luxussegment reden müssen. Wir versuchen dennoch durch eine saubere Kalkulation dem Kunden immer einen Gegenleistung für sein Investment zu bieten. Unsere Zielgruppe liegt im Wesentlichen bei den analogbegeisterten Audiophilen. Da unsere Geräte den 100%igen Analogpfad von der Quelle bis zum Lautsprecher bzw. Kopfhörer beschreiten.
Welche weiteren Produkte sind bereits in Planung?
Heiko Lange: Kurzfristig: Ausbau der beiden aktuellen Produkte Vinyl-Engine bzw. Headman was die Ausstattung (s. Modularität) betrifft. Mittelfristig: Eine ergänzende Endstufe im A&L Design, höchstwahrscheinlich als Monoblock und 100ig analog. Langfristig: Ausbau der Produktpalette in der Breite, Eventuell auch eine Einsteigerserie …
Sind in den kommenden zwei Jahren Messe-Auftritte geplant. Falls ja, wo wird man Ihre Produkte sehen können?
Martin Alders: Wahrscheinlich werden wir auf der High End in München ausstellen, darüberhinaus ein paar regionale, jedoch eher kleinere Messen.
Heiko Lange: Beispielsweise noch die SDHT in Stuttgart, die NDHT in Hamburg und das Analogforum in Moers.
Was war der bisher schönste Moment im Verlauf dieses Projekts?
Heiko Lange: Immer wenn ein Prototyp die gestellten Erwartungen trifft oder manchmal übertrifft.
Martin Alders: Das erste Mal die Geräte einzuschalten und erleben, also hören, zu können. Das war ein Gänsehautmoment.
Daniel Jennen: Der bisher schönste Moment war ganz klar die erste Hörprobe des Prototyps der Modern Record Console – noch bevor überhaupt eine finale Produktentscheidung zu Headman und Vinyl-Engine gefallen war. Wir standen ganz am Anfang, als ich die Modern Record Console im Keller von Heiko das erste Mal gehört habe. Was dann passierte, war überraschend intensiv: Der Klang war so eindrucksvoll, dass ich Gänsehaut bekam – ein Moment, der sich tief eingeprägt hat. Diese Erfahrung hat uns gezeigt, welches Potenzial in unserem Ansatz steckt – und sie war letztlich ein starker emotionaler Antrieb für alles, was danach kam.

Daniel Jennen: „In Kempen bieten wir dem Kunden die Möglichkeit, Klangqualität und Verarbeitung in entspannter Atmosphäre kennenzulernen und sich individuell beraten zu lassen“.
Wo kann man Ihre Produkte hören, testen oder kaufen?
Martin Alders: In unserem stylishen Showroom in der schönsten Stadt am Niederrhein – Kempen.
Daniel Jennen: Hier bieten wir dem Kunden die Möglichkeit, Klangqualität und Verarbeitung in entspannter Atmosphäre kennenzulernen und sich individuell beraten zu lassen. Darüber hinaus sind wir regelmäßig auf ausgewählten Fachmessen vertreten, wo Sie unsere Produkte ebenfalls live erleben und direkt mit unseren Experten ins Gespräch kommen können. Derzeit sind unsere Geräte über unseren Webshop erhältlich, wo wir weitere Produkte ergänzen und Ihnen einen einfachen und sicheren Bestellprozess bieten.
Hören Sie privat gerne Musik – wenn ja, auf welchem Setup?
Heiko Lange: Ja. Plattenspieler Garrard 401 mit zwei Jelco Tonarmen 12- und 9-Zoll. Diverse Tonabnehmer. Alternativ Plattenspieler Eigenbau im Stile Micro Seiki RX-5000 mit drei verschiedenen Tonarmen und Tonabnehmern. Das Ganze mit den A&L Produkten Vinyl-Engine und Headman. Alternativanlage vollaktiv mit DSP Weiche von DBX und acht Kanälen mit diversen Röhrenverstärkern im Eigenbau mit z.B. 300B Single-Ended und andern Röhrendesigns (würde hier zu weit führen). Das Ganze an Lautsprechern mit PHL und Beyma Treibern, dazu 21-Zoll-Subwoofer von Precision Devices. Alles Eigenentwicklungen. Irgendwo muss es ja herkommen …
Martin Alders: Ich höre immer und überall Musik, gerne über meine Airpods während eines Spazierganges mit unserem Hund oder im Büro über eine Sonos One.
Daniel Jennen: Ja, ich höre privat sehr gerne Musik – und zwar auf einem Setup, das mir besonders am Herzen liegt. Mein Plattenspieler ist ein Transrotor Golden Shadow, kombiniert mit einem selbstgebauten Röhrenverstärker, dessen Entwicklung ich Heiko zu verdanken habe. Ergänzt wird das System durch einen Arcam Vollverstärker, hochwertige Piega-Lautsprecher und einen eigens konstruierten Subwoofer mit aktivem Verstärker, der sorgfältig auf mein Wohnzimmer eingemessen und eingestellt ist.
Haben Sie persönliche Lieblingsalben oder Genres?
Martin Alders: Seit meiner Jugend bin ich dem Heavy Metal und guter Rockmusik verfallen. Meine persönliches Lieblingsalbum ist das schwarze Metallica-Album aus dem Jahre 92. In diesem Jahr sind innerhalb von sechs Wochen weitere grandiose Alben von Nirvana, Rage against the Machine und Guns n‘ Roses rausgekommen. Das war eine tolle Zeit in meiner Jugend, wir haben Stunden in Plattenläden verbracht um diese Alben zu hören.
Heiko Lange: Progressive Rock, diverser Jazz und diverse (frühe) Electronic. Oder Porcupine Tree, Steven Wilson, Riverside, Blackfield, Gleb Kolyadin, Dream Theater, Tori Amos, Jasmine Myra, Nils Frahm, Keith Jarret, Chick Corea und natürlich die Trees.
Daniel Jennen: Ich höre eigentlich so ziemlich alles aus den 80er Jahren – von Hardrock über Pop bis hin zu Deutschrock. Ein absolutes Lieblingsalbum ist für mich „Hysteria“ von Def Leppard, das ich für ein echtes Meisterwerk halte.
Text & Fotos: Roman Maier
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