Gute Nachricht für Onlinehändler und natürlich für deren Kunden. Google Pay erweitert die ohnehin schon bestehende Kooperation mit PayPal. So sollen Kunden künftig bei teilnehmenden Händlern die Möglichkeit haben, über Google Pay via PayPal zu zahlen, ohne sich erst wieder bei PayPal anmelden zu müssen. Wir erklären, was es mit der Kooperation auf sich hat und wie Nutzer davon profitieren können:

Was bedeutet die Kooperationsausweitung für Händler?

Für Händler ist diese Zusammenarbeit eine gute Nachricht. Da viele Kunden heute über das Smartphone einkaufen und allgemein auf ein sehr simples und schnelles Bestellverfahren vertrauen, war die Nutzung von PayPal immer ein kleines Ärgernis:
Im Shop bestellen: Kunden führten ihre Bestellung aus, bis sie bei den Zahlmethoden waren. Wählten sie nun PayPal aus, geschah Folgendes:
Weiterleitung: Kunden wurden zu PayPal geleitet, wo sie sich anmelden und die Zahlung bestätigen mussten.
Bestellbestätigung: Erst nach diesem Zwischenschritt wurde die eigentliche Bestellung abgeschlossen.
Dieser Zwischenschritt war für viele Kunden ärgerlich und führte nicht selten dazu, dass der gesamte Vorgang abgebrochen wurde. Für Händler waren dann exakt diese Bestellabbrüche nicht zufriedenstellend. Dieser Punkt entfällt nun und die Conversion kann deutlich gesteigert werden:
Google Pay anbieten: Voraussetzung ist, dass ein Händler Google Pay als Zahlungsmethode akzeptiert und seinen Kunden zur Verfügung stellt.
Im Account: Nun muss der Händler im Backend PayPal bei Google Pay freigeben und den Code eintragen.
Künftige Bestellungen: Wählen Kunden jetzt Google Pay aus, können sie die Bestellung mit PayPal beenden, ohne nervige Zwischenschritte auf sich nehmen zu müssen.
Händler erhalten die Bestätigung der Zahlung weiter direkt wie gewohnt von PayPal. Die gesamte Zahlungsweise wird weiterhin wie üblich per PayPal ausgeführt, sofern der Händler einen Händleraccount bei PayPal besitzt.

Via Smartphone per PayPal zahlen: Künftig mit Google Pay noch einfacher (Bild: unsplash.com/ Rami Al-zayat).

Wie können Kunden davon profitieren?

In erster Linie kommt der kürzere Weg aber dem Kunden zu Gute. Gerade bei Käufen über das Smartphone ist die Weiterleitung oft ein störender Einkaufsfaktor. Zudem muss man stets seine Anmeldedaten bereit halten. Dazu kommt, dass viele Kunden ihre Passwörter nur ungern auf dem Smartphone oder Tablet speichern. Es gibt jedoch weitere Vorteile:
Käuferschutz: Wer via Google Pay mit PayPal zahlt, kommt in den Genuss des üblichen Käuferschutzes des Zahlungsdienstleisters. Kunden können also auch in fremden Shops darauf vertrauen ihr Geld bei Nichterhalt der Ware zurückzuerhalten.
Sicherheit: Bank- oder Kreditkartendaten werden weiterhin nicht an Händler weitergeben. Die Privatsphäre bleibt also gewahrt.
Währungsübergreifend: Es kann auch in anderen Währungen gezahlt werden.
Das Einkaufserlebnis für den Kunden wird durch die Kooperation also verbessert und vor allem verkürzt. äKufer können nun ganz einfach Google Pay auswählen und über diesen Weg mit PayPal zahlen, anstelle dass sie PayPal auswählen und weitergeleitet werden. Wer mehr über die Grundfunktionen von PayPal wissen möchte, kann die Vor- und Nachteile auf Techfacts.de nachlesen.

Was ist noch zu beachten?

Grundsätzlich steht beschriebene Option nur Nutzern von Google Pay zur Verfügung. Das eigene Konto muss zudem verifiziert sein, anderenfalls kann nicht mit Google Pay bezahlt werden. Zudem gilt:
PayPal: Verbraucher müssen bei PayPal registriert sein und ihren Account mit einem Bankkonto verbunden haben. Aktuell ist die Kooperation noch nicht auf Kreditkarten ausgelegt, wer also nur eine Kreditkarte mit PayPal verknüpft hat, der kann Google Pay zunächst nicht mit PayPal verwenden.
Verknüpfung: PayPal muss im Account von Google Pay hinterlegt und mit ihm verknüpft sein. Dies ist nötig, damit Google die Zahldaten an PayPal weitergeben kann.
Beim Kauf: Nutzer von Google Pay haben in den teilnehmenden Shops nun immer die Option unter Google Pay zu entscheiden, ob sie über PayPal oder Google Pay bezahlen möchten.

Etliche Nutzer von Google Pay haben ihren PayPal-Account bereits mit Google verknüpft. Bislang galt die bisherige Kooperation bereits für Dienste von Google und natürlich für gewünschte Zahlungen in örtlichen Geschäften. Hier gab es nämlich Einschränkungen:
Banken: Nur einige Banken boten eine Zusammenarbeit mit Google Pay an. Viele Banken schlossen diesen Zahlungsweg zum Start des Dienstes aus und nähern sich erst jetzt langsam einer Zusammenarbeit an. Kunden, die bislang nicht bei der Commerzbank oder Com-Direkt waren, benötigten also einen Umweg.
Wallets: Anfangs waren Online-Zahlungsdienstleister ein geeigneter Umweg. Es wurde ein Account eröffnet, der entweder mit dem Bankkonto oder der Kreditkarte verbunden wurde. Alternativ wurde Geld auf den Account überwiesen. Die Dienstleister stellten nun eine virtuelle Bankkarte aus, die wiederum mit Google Pay verbunden werden konnte.
PayPal: Im Zuge der bisherigen Kooperation konnten Nutzer ihr PayPal-Konto mit Google Pay verknüpfen und so nun auch in Geschäften mit Google Pay zahlen, sofern diese Google Pay oder die Mastercard als Zahlungsmittel akzeptierten. Doch auch hier galt: Das Konto muss mit einem Bankkonto verknüpft sein, denn Kreditkartenverknüpfungen werden bei Zahlungen im Handel nicht anerkannt.
Grundsätzlich beinhaltet die erweiterte Kooperation also nur die Ausweitung des Offline-Handels auf den Online-Handel. Für Kunden ist es nun wesentlich einfacher, und für Händler auch sicherer. Die Absprungrate, weil der Kunde nicht erst eine Anmeldung bei PayPal durchführen und die Zahlung freigeben wollte, war teilweise enorm. Dass gleichzeitig der Käuferschutz für Kunden zum Paket gehört, ist ein weiterer Vorteil für Nutzer und Händler. Viele Kunden kaufen üfr sie unbekannten Händlern eher ein, wenn sie einen Zahlungsanbieter mit Schutzmechanismen vorfinden.

Fazit: Vorteile für alle Seiten

Der Händler muss nicht viel zu machen, um die Integration von PayPal in Google Pay anzubieten. Voraussetzung ist lediglich, dass Google Pay bereits als Zahlungsmethode angeboten wird. Ist das nicht der Fall, ist der Zeitpunkt nun gekommen, diese Integration durchzuführen. Die Absprungrate innerhalb des Bestellprozesses dürfte sinken, da die Weiterleitung zu PayPal entfällt. Für Kunden wird der Onlineeinkauf somit noch komfortabler. Sie müssen sich nicht erst iumständlich bei PayPal anmelden, um ihre Zahlung zu bestätigen. Künftig genügt es, Google Pay auszuwählen und daüber den Zahlungsdienst PayPal zu nutzen. Der Käuferschutz tritt selbstverständlich auch hier ein. Einzige Voraussetzung ist, dass ein PayPal-Konto besteht und dieses schon mit Google Pay verbunden ist.

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