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Der KEF KF92 ist ein Subwoofer, der viele Facetten hat und sich hervorragend für den Einsatz in modern eingerichteten Wohnumgebungen eignet. Hier sorgt er für mächtig Dampf bei beeindruckender Kontrolle. Und für einen Punch, den man sonst nur von deutlich größeren Bassmeistern kennt. Das ist aber noch nicht alles …

Der KF92 ist exzellent verarbeitet und gemessen an seinem leistungspotenzial vergleichsweise kompakt.

Wer nicht gerade große Drei-Wege-Lautsprecher mit mächtigen Tiefton-Chassis besitzt, kommt kaum um einen zusätzlichen Subwoofer herum, wenn es im Wohnzimmerkino untenrum tiefschwarz und voluminös klingen soll. Entsprechende Bassmeister sind meist allerdings ziemlich klobig, nehmen viel zu viel Platz in Anspruch und sehen meist auch nicht besonders gut aus. Der KEF KF92 stellt das genaue Gegenteil dieser typischen Spezies dar: Mit einer Grundfläche von 33 x 36 Zentimetern nimmt er weniger als die Fläche von zwei DIN A4-Seiten ein. Er ist erstklassig verarbeitet und optisch wirklich ansprechend gestylt. Dem visuellen Eindruck folgt die Technik. So verfügt der vergleichsweise kompakte Basswürfel über eine leistungsstarke Antriebseinheit und massive Treiber. Und: Dieser Subwoofer soll sich auch hervorragend für die Musikwiedergabe eignen. Dem gehe ich mal genauer auf den Grund!

Die Verarbeitung des KEF KF92 ist in jedem Detail erstklassig!

Push/Pull-Anordnung

Nach dem Auspacken fällt mein Blick zuerst auf das edel anmutende Gehäuse des KF92. Kaum zu glauben, dass so viel Membranfläche in einen Würfel mit einer Seitenlänge von maximal 36 Zentimetern passt. Um das zu realisieren, bedient sich KEF eines effektiven Kniffs. Statt ein großes Basschassis in die Front zu setzen, kommen hier zwei aktiv betriebene Neun-Zoll-Treiber zum Einsatz. Sie thronen bündig und Rücken an Rücken in den Seitenwänden des geschlossenen Gehäuses. KEF nennt das „Hybrid-Doppel-Treiber in Force-Cancelling-Konfiguration“. Beide Schwingsysteme arbeiten hier in einem Push/Pull-System. Bedeutet: Während die eine Seite einlenkt, lenkt die andere Seite aus. Da sich beide Chassis somit in die gleiche Richtung bewegen, ist die Luftbewegung im Innern des Gehäuses deutlich geringer und die Treiber haben mit wesentlich weniger „Gegenwind“ zu kämpfen. Eine Anordnung, die bevorzugt in kleinen Gehäusen eingesetzt wird und hier einen richtig tiefen Bass zaubern soll.

Jede Seitenwand beherbergt ein 9-Zoll durchmessendes Bass-Chassis.

Leistung pur!

Ganz nebenbei heben sich durch diese Anordnung aber auch unerwünschte Gehäusevibrationen gegenseitig auf, die sich klangschädigend darstellen könnten. Es gibt aber noch einen weiteren Grund für diese Anordnung: Der KF92 wurde für Höchstleistungen bei einem zugleich möglichst niedrigen Gehäusevolumen konzipiert. Um hier auch richtig Druck erzeugen zu können, hat sich KEF für den Einsatz einer 1000 Watt leistenden Endstufeneinheit entschieden. Diese wäre allerdings schlichtweg zu stark, um ein großes Chassis effektiv antreiben zu können. Die Aufteilung in zwei 500-Watt-Einheiten, die jeweils ein Schwingsystem antreiben, stellte sich schnell als ideale Lösung für diese Herausforderung heraus. Zu welchen Leistungen das Antriebs-Duo imstande ist, lässt ein Blick auf die Rückseite erahnen. Hier befinden sich die stilvoll platzierten Kühlrippen, die größtenteils von einer sanft geschwungenen Metallplatte verdeckt werden. Und die werden im Betrieb dann schnell mehr als Handwarm. Aber dazu später mehr …

Die auf der Gehäuserückseite platzierten, massiven Kühlrippen werden zum Großteil von einer Metallplatte verdeckt.

Effektive Werkzeuge

Auf der Rückseite ist auch das Anschlussfeld verortet. Das ist üblich so. Unüblich ist hingegen die hier gebotene Ausstattungsvielfalt: Auffällig sind die beiden großen Drehsteller zur Justage der Trennfrequenz und der Lautstärke. Direkt darunter gibt es ganz links einen Umschalter zwischen Manual und LFE. Dank ihm ist es möglich den KF92 direkt am AV-Receiver (LFE) oder einem Stereo-Verstärker (Manual) anzuschließen. Daneben sitzt dann der EQ-Wahlschalter, den ich gleich ausführlicher beschreibe. Rechts davon sind der Phasen-Umschalter (0/180°) und nebenan der „GND LIFT“ platziert. Letztgenannter Umschalter ist dann hilfreich, wenn sich ein Massebrummen über die Verkettung diverser Geräte in Ihr System geschlichen hat. Das geht zwar meist nicht vom Subwoofer aus, wird hier aber hörbar. Und es kann vom KEF auch behoben werden. Ist ein solches Brummen bei Ihnen zu hören, stellen Sie den Schalter einfach in die On-Stellung. Das Brummen sollte nun verschwunden oder zumindest deutlich reduziert sein.

Oberhalb der Drehregler findet sich das Extension Port. Hier kann das optional erhältliche KW1 Wireless Kit angeschlossen werden.

Ein- und Ausgänge

Direkt darunter geht es in Sachen Ausstattung dann sogar noch weiter. Zunächst ist hier die Eingangssektion zu nennen. Links finden sich diesbezüglich zwei Hochpegeleingänge. Die werden dann benötigt, wenn der vorhandene Verstärker keinen dedizierten Subwoofer-Out besitzt. Ist der aber am AV-Receiver vorhanden, wird der nebenan befindliche LFE-Eingang am Sub verwendet. Der KF92 bietet davon sogar gleich zwei. Der rechet der beiden ist mit „Smart Connect“ beschriftet. Hier können entsprechende Funkmodule angeschlossen werden, über das eine kabellose Verbindung zum AV-Receiver hergestellt werden kann. Flexibler geht’s kaum! Direkt darunter sitzen die Line-Ausgänge. Über sie lassen sich Eingangssignale an weitere Subwoofer weiterleiten. Links davon findet sich noch der sogenannte „Line Out HPF“. Der ist wichtig, wenn man eingehende Signale mit einem zweiten Subwoofer teilen will. Über einen vierstelligen Code wird hier nämlich die Übergangsfrequenz für ausgehende Signale eingestellt.

Equalizer-Presets

Nun zum bereits erwähnten Equalizer: Hierbei handelt es sich um ein kinderleicht zu bedienendes Werkzeug. Zur Auswahl stehen stehen fünf Presets für verschiedene Aufstellungsvarianten. „Room“ eignet sich am besten für die freie Aufstellung des KF92 in der Front zwischen Center und Hauptlautsprecher, „Wall“ für die wandnahe Platzierung. „Corner“ wird gewählt, wenn der Sub in der Raumecke steht. Ist „Wall“ oder „Corner“ gewählt, wird die Bassintensität in unteren Frequenzbereichen etwas reduziert, um nerviges Dröhnen oder unkontrolliertes Wummern zu vermeiden. Steht der KEF in einem (offenen) Möbel, wählt man „Cabinet“. Zu guter Letzt gibt es noch den Punkt „Apartment“. Dieser wird empfohlen, wenn der Subwoofer in einer kleinen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus verwendet wird. In diesem Fall werden alle Frequenzanteile unterhalb von 40 Hertz gekappt. Aus meiner Sicht stellt dieser EQ ein wertvolles Werkzeug dar, über das auch Technikeinsteiger die Bassgewalt in den eigenen vier Wänden in den Griff bekommen.

Das Equalizer-Kontrollboard findet sich links neben den unteren Cinchbuchsen.

Anschluss

Nach der ausführlichen Begutachtung geht es nun an die Auf- und Einstellung. Nehmen Sie sich dafür etwas Zeit, es lohnt sich. Aber der Reihe nach:
Zuerst verbinde ich den KF92 mit einem gut geschirmtem Cinchkabel mit dem Verstärker. Dieses führt vom Sub-Out am AV-Receiver direkt zur LFE-Input-Buchse am KF92. Dann geht es an die Aufstellung:
Der neue Subwoofer soll sich harmonisch in das Klangbild einfügen. Dabei soll er weder dominant, noch zurückhaltend agieren. Von der Aufstellung in der Zimmerecke rate ich deshalb ab, denn hier haben Raumresonanzen ihr Maximum. Das wiederum kann zu Dröhneffekten und wummerigen, unpräzisen Bassläufen führen, die den Spaß am Heimkino- bzw. Musikerlebnis verderben können. Ziehen Sie den Sub deshalb so weit wie möglich aus der Zimmerecke. Nehmen Sie sich etwas Zeit und probieren Sie verschiedene Plätze aus. Bereits um wenige Zentimeter verschoben, kann sich ein völlig anderes Klangbild ergeben.

Das Anschlussfeld des KEF-Woofers stellt Hoch- und Niederpegeleingänge bereit.

Ideale Trennfrequenz

Mittels des am Anschlussmodul befindlichen Reglers (Crossover), wird der Übergang zwischen Lautsprecher und KF92 bestimmt. Gemeint ist damit, bis zu welchem (Frequenz-)Punkt der Subwoofer spielen soll und ab wann die Lautsprecher übernehmen. Der voreingestellte Wert beschreibt aber keinen plötzlichen Schnitt, sondern einen sanften Übergang ab der gewählten Frequenz. Verfügt Ihr AV-Receiver oder Vollverstärker über die Möglichkeit der Trennfrequenzeinstellung, drehen Sie den Regler am KEF bis zum Ende auf und wählen Sie die gewünschte Trennung im Menü des AV-Gerätes. Spielen kompaktere Lautsprecher im Verbund mit dem KF92 empfiehlt sich der Übergang bei etwa 100 bis 120 Hertz. Stehen größere, bassgewaltigere Standboxen in Ihrer Heimkino- oder HiFi-Kette, ist ein Wert zwischen 80 und 100 Hertz meist ideal. Das heisst, dass die AV-Zentrale die Wiedergabe aller Frequenzen unterhalb von 80 (oder 100) Hertz dem Subwoofer überlässt und den Lautsprecher von diesem Knochenjob befreit.

Die richtige Phaseneinstellung

Ein Punkt, dem in ganz vielen Heimkino-Ketten leider kaum Beachtung beigemessen wird. Dabei ist die korrekte Phaseneinstellung enorm wichtig. Der Phasenschalter zeichnet sich für die Angleichung des Subs an die mitspielenden Schallwandler verantwortlich. Ist der Subwoofer in einem anderen Abstand als die Hauptlautsprecher zur Referenzposition aufgestellt, können sich unterschiedliche Laufzeiten ergeben. Über seine Phasenumschaltung lässt sich der KW92 aber perfekt an seine Mitspieler angleichen. Idealerweise geht man dafür zu zweit vor. Während eine Person an der Referenzposition sitzt und dem Testton (idealerweise ein wiederkehrendes Basssignal) lauscht, wechselt die zweite Person die Phase. Reicht die Umschaltung nicht ganz, lässt sich auch ein bisschen mit der Entfernung spielen. Ziehen Sie den Subwoofer wenige Zentimeter nach vorn oder hinten, bis das Klangbild passt. Die richtige Einstellung ist gefunden, sobald der Bass am lautesten erscheint. Hat man den Sub einmal ideal verortet, fügt er sich wunderbar in das Klangbild ein.

Sollte die Phasenumschaltung keinen EInfluss auf den Klang haben, empfiehlt es sich die Entfernung zum Sitzplatz zu verändern. Kleine Schritte können hier einen deutlichen Klangunterschied zur Folge haben.

Wucht & Vehemenz

Inzwischen ist der KF92 auf- und eingestellt, so dass es endlich in den Praxiseinsatz starten kann: Diesen starte ich mit “Transformers 3”. Ein Effekt-Feuerwerk jagt hier das nächste. Besonders imposant ist für mich aber die Szene in der Stadt, als sich der Decepticon-Wurm durch das Hochhaus frisst. Hier geht es nämlich so richtig zur Sache! Die Szenerie auf unserem OLED-TV ist bedrohlich. Der Wolkenkratzer gleicht schnell einem Schlachtfeld. Dabei wird der optische Eindruck vom Sound in jedem Detail unterstützt. Jetzt geht der KF92 mit einer enormen Vehemenz und einem Volumen zur Sache, die augenblicklich vermuten lassen, hier wäre ein deutlich größerer Sub am Werk. Die Wucht des Decepticons und die Treffer der einschlagenden Raketen drücken mich regelrecht in meinen Sessel. Diese Performance ist genial. Und sie ist ganz offensichtlich auch auf die richtige Einstellung und die sorgsam gewählten Positionierung zurückzuführen.

DAs KEF-Logo thront erhaben im unteren Teil der Front des Subwoofers.

Presets im KF92

Der KEF steht in meinem Setup übrigens vorn rechts neben dem rechten Lautsprecher – aber noch locker einen Meter von der Seitenwand entfernt. Hier habe ich dann auch mal die verschiedenen EQ-Presets ausprobiert. Die Einstellungen „Wall“ und „Corner“ empfinde ich zwar als sehr präzise, dafür fehlt es mir erwartungsgemäß etwas an Tiefgang. „Apartment“ zeigt sich dagegen überraschend Grundtonstark – aber niemals überzogen. Dafür fehlt es an Druck in den ganz tiefen Passagen. Für eine Filmsession am späten Abend ist dieses Preset sicher die ideale Wahl. Da mein Test aber am frühen Abend stattfindet und ich allein im Hause bin, kann ich so richtig Gas geben. Das funktioniert in unserem Hörraum am besten im Preset „Room“, wie sich schnell herausstellt. Der Effekt ist imposant. Hier steht der vergleichsweise kompakte Sub vorn, während das Hochhaus in sich zusammenbricht und der erzeugte Tiefbass die Wände beben lässt.

In meinem Test kam der KF92 vorn rechts zwischen Center und Lautsprecher zum Einsatz.

Richtiger Tiefbass

Dass dabei genug Körperschall erzeugt wird, um meinen Stuhl vibrieren zu lassen, ist mehr als nur ein netter Nebeneffekt. Das ist Heimkino! Für den nächsten Testabschnitt wechsle ich dann zu „Tron: Legacy“. Als das riesige Raumschiff auf dem Raster landet, wird der Hörraum von drückender Bassgewalt gefüllt. Erneut erzittern die Wände und doch ist etwas anders, als in vielen vorherigen Tests. Den tiefen Abstieg in den Basskeller beherrschen viele – allerdings nicht mit der Kontrolle und Präzision, wie ich sie jetzt erlebe. Besonders imposant wird es, als das langsam absinkende Flugobjekt ultradynamisch und voluminös dargestellt wird und der Bass den Hörraum bis in den letzten Winkel füllt. Dass dies brachial und ganz kurz auch etwas unangenehm erscheint, ist stilistisch gewollt. Das geht bei vielen Mitbewerbern dann meist mit einem flatternden Bass einher, der den Tiefton in einen undefinierbaren Klangbrei verwandelt. Exakt das erlebe ich hier ausdrücklich nicht!

Unangestrengter Punch

Den beiden seitlich eingelassenen Neunzöllern gelingt es, selbst aus diesem kleinen Gehäuse einen Bass zu befördern, der knackig und voluminös klingt. Das Beste dabei aber ist: Diese Performance wirkt nicht die Spur angestrengt, sondern wird fast schon spielerisch erreicht. Für ambitionierte Heimkinofans, die ihr Setup im Wohnzimmer installiert haben, dürfte allein das ist schon ein Grund sein, diesen Sub in die engere Auswahl aufzunehmen. Richtig aufgestellt, liefert der KEF hier einfach eine Tieftonperformance, die Spaß macht und selbst die Bassperformance einiger CinePlex-Säle in den Schatten stellt. Es bedarf aber nicht immer extreme Lautstärken, um echtes Kinofeeling zu erzeugen. Wie das geht, beweist der KF92 dann im nächsten Testabschnittmit „Salt“. Die Kamera begleitet Evelyn Salt auf ihrer Flucht aus dem CIA-Gebäude. Sofort gelingt es dem perfekt getakteten Grundton eine innerliche Spannung aufzubauen. Ich bin mitten im Geschehen – auch (noch) ohne wilde Schusswechsel oder wilde Verfolgungsjagden.

Die beiden seitlich eingelassenen Chasiss sind hart aufgehängt und liefern einen nicht erwarteten Punch im Grundton.

Leise mit Nachdruck

Übrigens: Ich höre gerade auf einem Pegel, der leicht unter der vielzitierten Zimmerlautstärke liegt. Eher Nachbarn-freundlich und keinesfalls übertrieben laut. Schritte, kleinere Schläge, das Schließen der automatischen Tore im Obergeschoss; jedes Detail wird also nicht ultralaut oder mega-effektvoll, dafür aber mit Nachdruck und ordentlich Knack reproduziert. Und zwar absolut realistisch, sauber und superschnell. Selbst die zwischenzeitliche – durch das Feuerlöscher-Geschoss erzeugte – Explosion, ist ebenso schnell wieder vorbei wie sie begann. Auch das spricht für ein fixes Ausschwingverhalten und ein Höchstmaß an Präzision. Die beiden anschließend folgenden Schüsse auf die Glasscheibe bestätigen meinen zuvor erlebten Höreindruck dann zu 100 Prozent. Auch hier überzeugt der KF92 durch Schnelligkeit und Präzision. So macht das Filmeschauen auch zu vorgerückter Stunde noch Spaß, ohne dass die Nachbarn vom Sofa geschüttelt werden. Und wenn ein Subwoofer so kontrolliert zu Werke geht, ist er doch sicher auch eine Empfehlung für die Musikwiedergabe?

Musikalischer Antreiber

Mit Daft Punks „Something About Us“ wird das nun getestet: Ein Titel, der mich aufgrund seiner unglaublichen Dynamik schnell packt und mitreisst. Dieser imposante Nachdruck macht sich dann schnell in unseren Hörraum breit. Erneut legt der KEF eine Energieleistung an den Tag, die mir unverzüglich unter die Haut geht. Und die auch jetzt wieder gebotene Impulskraft beeindruckt! Der KF92 strotzt auch jetzt nur so vor kontrollierter Kraft und treibt die Musik regelrecht an. Und er strotzt vor Tiefgang, was mich kurzerhand zu einem unvernünftigen Rechtsdreh am Lautstärkesteller verleitet. Für den vergleichsweise kompakten Basswürfel scheint aber auch diese Aufforderung kein Problem. Kaum ist der Pegel erhöht, schieben sich energiegeladene Bass-Drumm-Attacken in den Testraum. Ganz nebenbei wird auch jetzt wieder eine satte Portion Körperschall mitgeliefert, die sich deutlich in der Magengegend bemerkbar macht. Alles übrigens ohne nerviges Gewummer oder anstrengende Verzerrungen! So macht auch das Musikhören so richtig Spaß.

Sollte die Platzierung in der Front nicht möglich sein, empfiehlt es sich den KF92 im vorderen Bereich an der Seitenwand zu platzieren.

Fazit

Wo kompakte Abmessungen, zugleich aber auch abgrundtiefe Bässe gefordert sind, ist dieser Subwoofer zu Hause. Deshalb ist der KEF KF92 aus meiner Sicht die Ideallösung für den Einsatz im Wohnzimmer oder in kleineren Heimkinoräumen. Dank vorinstallierter EQ-Presets spielt er hier auch unter suboptimalen Aufstellbedingungen ganz groß auf. Auffällig ist die akkurate und kontrollierte Wiedergabe im Grundton und Tiefbassbereich. Leise wie laut, dieser Subwoofer sorgt in jedem privaten Filmpalast für ein wirklich wohliges Fundament, Punch und einen überraschend tiefen Abstieg in den Basskeller. Hinzu kommen die hervorragende Verarbeitung und das wirklich gefällige Design mit seinen gerundeten Kanten. Ergänzt man den KF92 dann noch um das KEF KW1 Wireless Subwoofer Adapter Kit, lässt sich dieser Bassmeister auch noch kabellos mit Signalen füttern. All das macht den KF92 für mich zu einer uneingeschränkten Empfehlung für ambitionierte Filmfans, die reichlich Basspower einfordern, zugleich aber wenig Platz zu Verfügung haben.

Test & Text: Roman Maier
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 98/100
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

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Technische Daten

Modell:KEF
KF92
Produktkategorie:Aktiv-Subwoofer
Preis:um 2.200 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:GP Acoustics, Essen
Tel.: 0201 / 170390
www.kef-audio.de
Abmessungen (HBT):353 x 330 x 361 mm
Gewicht:20,0 Kg
Tieftöner:2 x 22,8 cm/9 Zoll (aktiv)
Leistung:2 x 500 Watt RMS
Bauart/Prinzip:geschlossen
Frequenzbereich:11 - 200 Hz (Herstellerangabe)
Equalizer: ja (Presets)
Phaseneinstellung:0/180° umschaltbar
Lieferumfang:- KEF KF92
- Anleitung
- Netzkabel
Pros und Contras:+ exzellente Verarbeitung
+ kompakte Abmessungen
+ Equalizer
+ Hochpegeleingänge
+ Kaskadierung möglich

- ausschließlich in Schwarz erhältlich
Benotung:
Klang (60%):98/100
Praxis (20%):98/100
Ausstattung (20%):99/100
Gesamtnote:98/100
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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