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Redakteur
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Mit seinem TK850i hat BenQ kürzlich einen neuen Heimkino-Projektor mit modernen Smartfunktionen, 4K-UHD-Auflösung und HDR vorgestellt. Reichlich verfügbare Apps bieten Zugriff auf beliebte Streaming-Dienste. Wie flexibel der Beamer zu installieren ist und wie er sich im Heimkino-Einsatz schlägt, verraten wir in diesem Test.

Der BenQ TK850i macht im Wohnzimmer, wie in meinem Heimkino eine exzellente Figur.
Foto: Michael B. Rehders

In moderne Projektoren integrierte Smartfunktionen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Aus gutem Grund: Mediatheken und Streaming-Dienste ermögliche, dass Zuschauer selbst über das Programm entscheiden. Völlig unabhängig vom Regel-TV mit fixen Sendezeiten können Tatort, Lieblingsserien und Sportschau geschaut werden, und zwar wann immer Zeit und Lust dafür vorhanden ist. Und ohne externe Quellen. Bis vor kurzer Zeit waren Apps und smarte Funktionen noch ausschließlich Fernsehern vorbehalten. Einmal mit dem Netzwerk verbunden, kann auf die ganze Smart-TV-Vielfalt zugegriffen werden. Dazu gehören Mediatheken von Fernsehsendern, Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime Video, Disney+ und Sky. Wer diese praktischen Tools auch auf der großen Leinwand erleben wollte, musste bislang nach anderen Lösungen suchen. Beispielsweise über einen 4K-Blu-ray-Player mit Online-Zugang, die Spielekonsole oder den Amazon Fire TV Stick. Damit macht BenQ nun Schluss. Der 4K-Beamer TK850i unterstützt jede Menge Apps, auf die man direkt zugreifen kann. Damit wird der Filmfreund zu Hause zum Sender-Manager.

Von oben wird der Smart-TV-Stick in den Beamer gesteckt. Schon kann die praktische App-Nutzung beginnen.
Foto: Michael B. Rehders

Auf die inneren Werte kommt es an

Im letzten Jahr haben wir im Lite-Magazin den BenQ TK850 getestet. Unser aktueller Testgast sieht diesem Projektor zum Verwechseln ähnlich. Allenfalls weist das an der Produktbezeichnung angehängte „i“ darauf hin, dass es sich beim TK850i um ein anderes Modell handelt. Dieses unscheinbare Kürzel hat es in sich: Unter dem Gehäusedeckel kann hier nämlich ein WiFi-Dongle eingesteckt werden. Dieser gehört zum Lieferumfang des BenQ dazu. Ist er eingesteckt, bietet der TK850i Smartfunktionen und zahlreiche Apps. Alle weiteren nützlichen Features bleiben davon selbstverständlich unberührt. Dank seiner geschwungenen Form, den abgerundeten Kanten und Ecken sieht mein Testgast zudem wirklich edel aus. Und er fordert wenig Raum ein. Die erforderliche Aufstellungsfläche ist nicht viel größer als ein DIN-A4-Blatt. Damit lässt sich der TK850i unauffällig im Wohnzimmer integrieren. Beispielsweise mittels einer handelsüblichen Deckenhalterung an die Zimmerdecke. Alternativ kann er allerdings auch auf den Tisch gestellt werden.

Der leicht zu entfernende Aufkleber beschreibt, wie der WiFi-Dongle angeschlossen wird.
Foto: Michael B. Rehders

TK850I: 4K-Auflösung, High Dynamic Range und 3D

Mit einer nativen Auflösung von 1920 x 1080 Pixel, gehört der TK850i zu den Ein-Chip-DLP-Projektoren. Um ultrahochaufgelöste Filme mit 3840 x 2160 Pixeln wiederzugeben, behilft sich BenQ eines cleveren Kniffes: Via XPR-Technologie stellt der Beamer jedes Pixel viermal dar, leicht versetzt aber übereinander. Auf diese Weise wird zwar nicht ganz die feine Detailauflösung nativer 4K-Projektoren erreicht, das Ergebnis kommt dem aber schon recht nah. Die Darstellung geschieht übrigens so schnell, dass der Zuschauer nichts von der sequentiellen Wiedergabe mitbekommt. Das Highlight ist die Unterstützung der beiden HDR (High Dynamic Range)-Formate HDR10 und HLG (Hybrid Log Gamma). Somit ist der BenQ in der Lage alle ultrahochaufgelösten Filme mit ihren 8,3 Millionen Pixeln von 4K-Blu-ray und Streaming-Diensten wie Apple TV zu projizieren. Auch 3D-Filme können flimmerfrei wiedergegeben werden. Erforderlich dafür ist nur eine 3D-Brille, die von BenQ optional erworben werden kann.

Zusätzlich zur bekannten Fernbedienung hat BenQ dem TK850i einen weiteren Handsender spendiert. Über ihn gelingt die Smartsteuerung ganz bequem. Darüber hinaus können auch alle anderen Features damit eingestellt werden.
Foto: Michael B. Rehders

Schnelle Installation

Wie von BenQ gewohnt, befinden sich sämtliche Anschlüsse auf der Rückseite des Projektors. Hier können neben dem AV-Receiver noch der Blu-ray-Player oder die Spielekonsole verbunden werden. Der WiFi-Dongle ist ebenfalls schnell eingesteckt. Dafür werden die obige Klappe abgeschraubt, der Stick eingesteckt und anschließend in den dortigen HDMI-Port eingestöpselt. Das ist besonders unterwegs sehr praktisch. Zum Beispiel um die die Spiele der anstehenden Fußball-EM am Abend im Garten erleben zu können. Via App können alle übertragenen Spiele von ARD und ZDF gestreamt werden. Auch der Ton wird direkt vom TK850i ausgegeben. Via Audio Return Channel (ARC) oder über den digitalen Audioausgang kann der Ton zusätzlich noch zum AV-Receiver übertragen werden. Damit hat BenQ alle für die mobile Nutzung und fixe Installation erforderlichen Eventualitäten berücksichtigt. Das 1,3-fache Zoomobjektiv und Lens-Shift bieten obendrein mehr Flexibilität bei der Aufstellung, so dass ich das Bild schnell auf die Leinwand ausrichten kann.

Die Auswahl an Apps ist wirklich großzügig bemessen. Netflix steht aktuell allerdings nicht zur Verfügung. Das Erste, ZDF, YouTube und Prime Video sind sofort nutzbar.
Foto: Michael B. Rehders

Hohe Lichtausbeute und präzise Farben

BenQ beziffert die Maximalhelligkeit mit satten 3.000 Lumen. Ein Wert, den mein Testgerät mit gemessenen 2.970 Lumen fast exakt erreicht. Dabei fällt mir auf, dass das Bild des TK850i nicht diesen unschönen Grün-Look aufweist, wie manch andere Bildwerfer im lichtstärksten Preset. Dieser Modus ist bei suboptimalen Raumbedingungen tatsächlich durchaus brauchbar. Speziell, wenn tagsüber die Sonne scheint und das Wohnzimmer leicht aufhellt – oder am Abend im Garten, wenn es auf jedes Lumen ankommt. Für die natürliche Farbwiedergabe eignet sich der Bildmodus „Cinema“ aber noch besser. Hier wird der Farbraum Rec.709 zu 100 Prozent abgedeckt. Satte 1.650 Lumen knallt der BenQ nun auf die Leinwand. Das reicht aus für strahlend helle 4,40-Meter-Bildbreiten im abgedunkelten Heimkino – oder entsprechend kleinere Diagonalen mit zunehmendem Umgebungslicht. Der dynamische Kontrast beträgt ordentliche 4.650:1 (On/Off). Der deutlich größere Rec.2020/P3-Farbraum für HDR wird immerhin noch mit rund 90 Prozent abgedeckt.

Ab Werk steht der BenQ TK850i im Bildmodus „Sport“. Schon hier ist die Farbdarstellung sehr ordentlich. Allenfalls die Säume an den Gebäudespitzen gibt es zu bemängeln.

Lite-Magazin-Einstellungstipp für natürliche Farben:

Wie bereits aus zahlreichen früheren Testberichten gewohnt, zeige ich hier, wie man dem TK850i eine vorzügliche Grundeinstellung verpasst. Hält man sich daran, lässt sich ein Bild mit einer überaus realistischen Farbdarstellung aus dem BenQ kitzeln.
Nehmen Sie einfach die folgenden Änderungen vor:
– Bildmodus: Cinema
– Helligkeit: 50
– Kontrast: 50
– Bildschärfe: 9
– Erweitert => Brilliant Color: 5 – 10
– Erweitert => Dynamische Blende: Hoch
– Erweitert => Lichtmodus: Hoch
– Erweitert => Gamma: 2.3
– Erweitert => Cinema Master => Pixel Enhancer 4K: 3

Für HDR-Filme, wenn der Film läuft, zusätzlich:
– Helligkeit: 48
– Kontrast: 75
– Erweitert => HDR-Kontrast: 0

Wer sich die Mühe macht und die aufgeführten Werte eingibt, wird mit überaus natürlich erscheinenden Bildern und Farben belohnt.

Mit den oben genannten Änderungen wirken Farben einfach natürlicher. Der blaue Himmel ist richtig satt und die unschönen Säume an den Gebäudespitzen sind verschwunden.

Streaming macht was her

Aktuell steht die Handball WM an. Die Fußball Bundesliga läuft ebenfalls auf vollen Touren. Grund genug, hier mal genauer hinzuschauen. Nach der wirklich kinderleichten Installation des WiFi-Dongles kann das Live-Programm von ARD und ZDF im Handumdrehen aufgerufen werden. Die Netzwerkverbindung ist stabil. Abbrüche gibt es nicht zu verzeichnen. Die grüne Farbe des Rasens im Fußballstadion wirkt absolut realistisch. Die roten Trikots der Bayern-Spieler leuchten kräftig und satt. Schalte ich den „Motion Enhancer 4K“ hinzu, werden die Bewegungen der Spieler nochmals klarer und schärfer. Hinter diesem kryptischen Begriff verbirgt sich die sogenannte „Frame Insertion“. Also eine Zwischenbildberechnung, die bei Spielfilmen leichtes Ruckeln beseitigt und bei der Fußball-Übertragung für zusätzliche Klarheit sorgt. Zu finden ist dieses leicht versteckte Feature hier: Im Bildmenü => Erweitert => Cinema Master. Jetzt rollt der Ball klar erkennbar über das Spielfeld. Auch in schnellen Szenen kann ich ihn weiter gut verfolgen.

Unter „Kanäle anpassen“ lässt sich festlegen, welche Apps auf dem Startbildschirm des BenQ TK850i zu sehen sein sollen.
Foto: Michael B. Rehders

Full HD und HDR begeistern

Weiter geht es im Test mit „New Mutants“, der neuen Generation der X-Men aus der Marvel-Comic-Welt. Während die Blu-ray bereits klare und deutliche Bilder ausgibt, legt die 4K-Blu-ray noch eine große Schippe drauf. Farben erscheinen einfach satter. Vor allem das Feuer am Ende des Film erscheint irgendwie bedrohlicher und heller. Die etwas höhere Auflösung der 4K-Version transportiert der TK850i 1:1 ins Heimkino. Die Full-HD-Fassung ist schon tadellos, kann hier aber nicht mehr ganz mithalten. Nachtaufnahmen erreichen nicht ganz das satte Schwarz, das deutlich teurere Projektoren darzustellen vermögen. HIer wirkt es eher Dunkelgrau. Aber in Summe ist die Charakteristik überaus glaubwürdig. Die auf „Hoch“ geschaltete Auto-Blende verstärkt den Kontrasteindruck dann allerdings deutlich. Das Anwesen vor der Klinik der X-Men, in dem die jugendlichen Mutanten untergebracht sind, gefällt mit natürlichen grünen Wiesen. Das Kraftfeld, das das Gelände umgibt, leuchtet strahlend hell, als eine der Protagonistinnen es berührt.

Bringt das große Kinoerlebnis nach Hause und begeistert durch seine Ausstattung und wirklich kinderleichte Installation: Der BenQ TK850i.
Foto: Michael B. Rehders

Fazit

Der TK850i ist ein leistungsstarker 4K/UHD-Home-Entertainer, der mit seinen cleveren Smartfunktionen überzeugt. Einrichtung und Installation gehen flott von der Hand. Dank moderner Features wie HDR, 3D und App-Center bietet der BenQ eine für einen Projektor unerwartete Flexibilität bei der Programmauswahl. Live-Sport, Serien und Blockbuster profitieren von der hohen Lichtausbeute und der natürlichen Farbreproduktion. Kurz zusammengefasst: Der BenQ TK850i ist ein erstklassiger Allrounder, der für ein beeindruckendes Großbilderlebnis im Wohnzimmer, Garten und in dedizierten Heimkinos sorgt.

Test, Text und Fotos: Michael B. Rehders

Gesamtnote: 89/90
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

88

90

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Technische Daten

Modell:BenQ
TK850i
Preis:1599,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Weiß/Blau
Vertrieb:BenQ, Oberhausen
Tel.: 0208 / 409420
www.benq.de
Abmessungen (HBT):127 x 380 x 263 mm
Gewicht:4,2 Kg
Technik:1-Chip DLP
Helligkeit:2970 Lumen (1650 nach Kalibrierung)
Kontrast:680:1 (On/Off)
240:1 (ANSI)
Schwarzwert:2,42 Lumen (nach Kalibrierung)
Bildauflösung:1920 x 1080 Pixel (3840 x 2160 mit XPR-Technologie)
Lens-Shift:Ja, vertikal
3D-Wiedergabe:Ja (120 Hz)
3D-TransmitterJa
3D-Brille:optional erhältlich
Eingänge2 x HDMI (HDMI-2.0/HDCP-2.2-fähig)
2 x USB
1 x Mini Jack (Audio In)
1 x RS232
Ausgänge:1 x Mini Jack (Audio Out)
Lieferumfang:- BenQ TK850i
- Netzkabel
- Fernbedienung
- Batterien
- Bedienungsanleitung
Pros und Contras:+ 4K/UHD via XPR-Technologie
+ HDR10, HLG
+ Smartfunktionen und Apps
+ sehr hell
+ Rec.709 Farbraum (100 %)
+ 3D fähig
+ scharfe Bilddarstellung
+ beleuchtete Fernbedienungen
+ Zwischenbildberechnung

- Kontrast und Schwarzwert etwas verbesserungswürdig
Benotung:
Bildqualität (50%):88/90
Praxis (25%):90/90
Ausstattung (25%):90/90
Gesamtnote:89/90
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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