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Redakteur
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Der BenQ TK850 ist ein neuer Heimkino-Projektor mit 4K-UHD-Auflösung, 3D, HDR und Sports-Modus. Aufgrund seiner kompakten Form und einfachen Bedienung soll er ideale Voraussetzungen schaffen, um Fußballspiele, Formel 1-Rennen und andere Sport-Highlights im XXL-Format ins Wohnzimmer zu holen. Dieses Versprechen hält der TK850 tatsächlich ohne jegliche Einschränkung und er hat gleich noch ein paar weitere coole Features an Bord.

Der BenQ TK850 spielt in unserem großen Screening-Room imposant auf.
Foto: Michael B. Rehders

So langsam zieht der Alltag bei vielen wieder ein. Vom Home-Office geht es zurück an den Arbeitsplatz in der Firma. Bars, Restaurants und Kinos haben zum Großteil wieder geöffnet. Ebenso finden Formel 1-Rennen und bald auch wieder die Spiele der Fußball Champions League statt. Das allerdings weiterhin vor leeren Tribünen aufgrund der verordneten Kontaktbeschränkungen. Wer deshalb nicht ins Stadion oder an die Rennstrecke darf, sucht eventuell nach einer Möglichkeit, sich die Gänsehaut-Atmosphäre in die gute Stube zu holen. Wer seiner Mannschaft oder seinem Lieblingsrennfahrer auf einer großen Leinwand die Daumen drücken möchte, der macht das idealerweise mit einem Projektor. Genau hier setzt BenQ mit seinem TK850 an, der auch in der Zeit der Beschränkungen mehr Lebensqualität verspricht.

Die handliche Fernbedienung ist mit einer hinterleuchteten Tastatur ausgestattet. So kann auch bei Dunkelheit treffsicher durch das übersichtlich gestaltete On-Screen-Menü navigiert werden. Obendrein erleichtern gleich mehrere Direktwahltasten die bequeme Eingabe.
Foto: Michael B. Rehders

Styling und Design

Mit seiner geschwungenen Form, den gerundeten Kanten und Ecken, sowie der Farbmischung aus Weiß und Metallicblau schaut der BenQ schonmal ziemlich edel aus. Zum Design kommt die Praktikabilität: Da die Grundfläche des TK850 kaum größer als ein DIN A4-Blatt ist, lässt er sich unauffällig im Wohnzimmer installieren. Zum Beispiel unter der Zimmerdecke – oder er wird einfach für das Großbilderlebnis auf den Tisch gestellt. Aufstellen, Kabel dran und schon kann es losgehen. Egal ob Urlaubsvideo, Hollywood-Blockbuster oder Sportveranstaltung. Mit nur wenigen Metern Abstand lässt sich das favorisierte Programm auf einer Diagonalen von locker 2,50 Meter erleben – selbstverständlich immer eine passende Wand als Projektionsfläche vorausgesetzt. Die BenQ-Ingenieure haben ganze Arbeit geleistet, dieser Beamer ist tatsächlich sofort für ein beeindruckendes Seherlebnis einsatzbereit. Übrigens: 3D-Filme können flimmerfrei mit bis zu 120 Hz wiedergegeben werden. Dafür braucht es nur eine 3D-Brille, die von BenQ zusätzlich erworben werden kann.

Ausstattung und Technik

Der BenQ TK850 gehört zu den Ein-Chip-DLP-Projektoren mit einer nativen Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Damit ultrahochaufgelöste Filme mit 3840 x 2160 Pixel wiedergegeben werden können, behilft sich BenQ eines cleveren Kniffes: Via XPR-Technologie stellt der Beamer jeden Pixel viermal dar, leicht versetzt aber übereinander. Auf diese Weise wird zwar nicht die ganz feine Detailauflösung erreicht, die native 4K-Projektoren darzustellen vermögen. Jedoch kommt das Ergebnis dem schon sehr nah. Die Darstellung geschieht so schnell, dass der Zuschauer von der sequentiellen Wiedergabe nichts mitbekommt. Da native 4K-Projektoren aktuell ab 5000 Euro erhältlich sind, bietet der BenQ für 1599 Euro eine beachtlich preiswerte Alternative, um in den Genuss von UHD-Filmen und Sportübertragungen zu kommen.
Die HDR-Formate HDR10 und HLG werden selbstverständlich unterstützt. Damit können alle ultrahochaufgelösten Filme mit 8,3 Millionen Pixeln von 4K-Blu-ray und legalen Streaming-Diensten wie Netflix projiziert werden.

Alle Einstellungen lassen sich direkt am Projektor vornehmen. Fokus, Zoom und Lens-Shift können über die drei Räder eingestellt werden, die in die Oberfläche eingelassen sind. Ein unabsichtliches Verstellen wird damit verhindert. Darüber hinaus kann die Öffnung mittels Klappe bündig geschlossen werden.
Foto: Michael B. Rehders

Schnelle Installation

Alle Anschlussterminals befinden sich auf der Rückseite des TK850. Hier können Blu-ray-Player, Spielekonsole oder Fire-TV-Stick direkt verbunden werden. Das ist besonders unterwegs sehr praktisch. Zum Beispiel beim Sport-Event im Garten am Abend. Ansonsten dient ein AV-Receiver als Schaltzentrale, der alle Bild- und Tonsignale entgegen nimmt. Das Bild wird dann via HDMI-Kabel zum Projektor übertragen. In Verbindung mit dem BenQ hat sich das UGreen HDMI 2.0 High Speed HDMI Kabel bestens bewährt. Während meines gesamten Tests bleibt die Verbindung vollkommen stabil und störungsfrei – auch bei 15 Metern Länge. Das ist praktisch und hilfreich zugleich, weil so auch größere Strecken unauffällig im Wohnzimmer verlegt werden können.
Den TK850 kann auf Höhe der Leinwand-Unterkante positionieren, weil er leicht nach „oben“ abstrahlt. Selbstverständlich kann er mittels Deckenhalter auch Überkopf auf Höhe der Oberkante installiert werden. Dank des 1,3-fachen Zooms ist die Bildgröße schnell auf der Leinwand angepasst. Noch mehr Flexibilität bei der Aufstellung erlaubt das vertikale Lens-Shift. Hiermit kann das Bild noch ein wenig in der Höhe variiert werden.

Leistungsstarke HDMI-Lichtleiterkabel sind richtungsgebunden. Der Stecker mit dem Aufdruck „Display“ kommt in den Projektor, während der andere Stecker mit dem Aufdruck „Source“ am HDMI-Ausgang des AV-Receivers eingesteckt wird. Wird das Kabel andersherum (also falsch) angeschlossen, kommt keine Signalübertragung zustande.
Foto: Michael B. Rehders

Natürliche Farben und hohe Lichtausbeute

BenQ beziffert die Maximalhelligkeit des TK850 mit satten 3000 Lumen, die mein Testgerät mit 2830 Lumen nur knapp verfehlt. Sehr positiv fällt zudem auf, dass das Bild des TK850 nicht diesen unschönen Grün-Look besitzt, wie ihn andere Bildwerfer im lichtstärksten Preset präsentieren. Der Modus ist somit auch unter suboptimalen Raumbedingungen durchaus brauchbar. Zum Beispiel, wenn tagsüber die Sonne scheint und das Wohnzimmer leicht aufhellt.
Besser eignet sich für eine natürliche Farbwiedergabe aber der Bildmodus „Cinema“. Hier knallt der BenQ satte 1575 Lumen auf die Leinwand. Das reicht im abgedunkelten Heimkino locker für eine strahlend helle Ausleuchtung einer 4,30 Meter Breiten Leinwand. Oder für entsprechend kleinere Diagonalen mit zunehmendem Umgebungslicht. Der dynamische Kontrast beträgt richtig gute 4638:1 (On/Off). Ich empfehle, die dynamische Regelung „Hoch“ während des Betriebes aktiviert zu belassen. Die Tiefenwirkung legt hier sichtbar zu und die Arbeitsweise der dynamischen Blende ist kaum zu sehen.

Brillant Color

Wird Brillant Color abgesenkt oder gar deaktiviert, erhöht sich die präzise Farbdarstellung sogar. Die besseren Farben „erkauft“ man sich allerdings mit einer geringeren Lichtausbeute. Nachmittags im Wohnzimmer würde ich daher „Brillant Color „ auf 10 belassen und in den Abendstunden eventuell auf 5 reduzieren. Die Lichtausbeute ist dann mit 1100 Lumen immer noch überaus hoch. Mehr dazu erfahren Sie in meinen Einstellungstipps (siehe weiter unten).
Im Messlabor überrascht mich die Farbtemperatur ein wenig: Im Preset „Kühl“ zeigt mein Testgast nämlich etwas wärmere Farben (5700 Kelvin) als das Preset „Normal“ (6100 Kelvin). Eigentlich sollte das umgekehrt sein. BenQ habe ich darüber in Kenntnis gesetzt und kurz vor Redaktionsschluss erfahren, dass ein Software-Update diesen Fehler beheben soll. Nach der Gain/Offset-Kalibrierung passt die Farbtemperatur perfekt mit 6500 Kelvin (D65). Der dynamische Kontrastumfang beträgt danach immer noch ordentliche 1654:1.

FOTO 200617.BenQ06
Im Bildmodus Cinema werden Farben sehr natürlich dargestellt. Die Schärfe ist fantastisch, selbst einzelne Ziffern sind auf der Uhr erkennbar.
Foto: Michael B. Rehders

100 Prozent Rec.709-Farbraumabdeckung

Werden die dynamischen Helligkeitsregelungen ausgeschaltet, bleibt ein On/Off-Kontrast von 590:1 und eine Lichtausbeute von gut 800 Lumen. Der Farbraum Rec.709 wird hingegen zu 100 Prozent abgedeckt und übertrifft damit die Herstellerangabe von 98 Prozent. Dafür vergebe ich die ersten Extrapunkte. Auch das Gamma verläuft beeindruckend homogen. In Summe sehen Farben und Durchzeichnung sehr ordentlich aus. Durch den kleinen Kontrastumfang werden dunkle Inhalte allerdings leicht aufgehellt. Wer die Sportveranstaltung beispielsweise am Nachmittag schaut oder seine Filme im Wohnzimmer mit zusätzlicher Beleuchtung (z.B. Tischlampe, LED-Hintergrundbeleuchtung) schaut, wird davon allerdings nicht viel mitbekommen. Durch das Umgebungslicht werden diese Elemente ohnehin überstrahlt. BenQ hat den TK850 daher so konzipiert, dass er, dank seiner hohen Maximalhelligkeit, unter typischen Wohnzimmergegebenheiten eine realistische Bildwirkung erzielt.

Einstellungstipp für natürliche Farben:

Wie bereits aus zahlreichen Testberichten gewohnt, zeige ich hier eine optimale Grundeinstellung. Damit lässt sich bereits ein Bild mit realistischer Farbreproduktion erzeugen. Nehmen Sie einfach die folgenden Änderungen vor:
– Bildmodus: Cinema
– Helligkeit: 50
– Kontrast: 50
– Bildschärfe: 9
– Erweitert => Brillant Color: 5 – 10
– Erweitert => Dynamische Blende: Hoch
– Erweitert => Lichtmodus: Hoch
– Erweitert => Gamma: 2.3
– Erweitert => Cinema Master => Pixel Enhancer 4K: 3

Für HDR-Filme, wenn der Film läuft, zusätzlich:
– Helligkeit: 48
– Kontrast: 75
– Erweitert => HDR-Kontrast: 0

Wer sich die Mühe macht und die aufgeführten Werte eingibt, wird mit einer überaus natürlichen Bild- und Farbdarstellung belohnt.

Sehr gute Grundeinstellung für 4K/HDR-Filme, Full-HD-Blockbuster und Sportübertragungen.

Formel 1 im leeren Stadion zu Hause

Die Formel 1 steht an: Qualifikation und Rennen finden gegen 15.00 Uhr am Nachmittag statt. Sämtliche Vorhänge habe ich zugezogen, so dass kein direktes Sonnenlicht ins Wohnzimmer scheint. Aufgrund des Tageslichts ist der Raum aber dennoch gut aufgehellt. Der BenQ TK850 lässt sich davon aber überhaupt nicht beeindrucken. Die Renner sind farbenfroh und in der Boxengasse sind sogar alle Details der Garagen klar und deutlich zu sehen. Sogar die freien Sitze auf der Tribüne werden knackscharf abgebildet. Wird der „Motion Enhancer 4K“ hinzugeschaltet, erscheinen Bewegungen noch klarer und schärfer. Hinter diesem kryptischen Begriff verbirgt sich eine Frame Insertion. Also eine Zwischenbildberechnung, die bei Spielfilmen leichtes Ruckeln beseitigt und beim Fußball für zusätzliche Klarheit sorgt. Zu finden ist dieses leicht versteckte Feature im Bildmenü unter: => Erweitert => Cinema Master.

Die Details machen den Unterschied

Einmal aktiviert, rasen die Fahrzeuge noch flüssiger. Die Nummern auf den Rennern und die Sponsorenaufkleber sind klar definiert. Das glänzende Rot des Ferrari, in dem der deutsche Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel sitzt, sieht absolut realistisch aus. Fast, als würde man direkt neben der Rennstrecke stehen. Um den passen Sound zu realisieren, legt man sich jetzt noch einen AV-Receiver und ein passendes Lautsprecherset zu. Dann hat man zum großen Bild auch den großen Sound. Apropos Bild: Auch das neue schwarze Design von Mercedes sieht auf meiner drei Meter breiten Leinwand so richtig gut aus. Die Details machen halt den Unterschied. Der macht sich übrigens auch bei ganz banalen Dingen, wie den Reifenspuren auf der Rennstrecke bemerkbar. Statt einfacher schwarzer Balken sind die Intensität und die Struktur der Gummireste auf der Fahrbahn hier fast schon greifbar. Wow, so macht mir das Formel 1-Rennen gerade ganz großen Spaß.

Das Urlaubsvideo aus Lissabon läuft herrlich fließend. Die Szenerie gefällt mit präzisem Colorgrading.
Foto: Michael B. Rehders

HDR-Blockbuster auf der Großbildwand

Auf dem Programm steht anschließend ein echtes Highlight: „Ruf der Wildnis“ mit Harrison Ford. Bezogen habe ich die 4K-Blu-ray aus den USA. Da in Deutschland keine 4K-Version angekündigt ist und die US-Fassung sogar deutschen Ton besitzt, habe ich mir diese Version bestellt. Meine Gäste haben es sich bereits bequem gemacht. Kaltgetränke stehen bereit und ein kleiner Snack stillt den Hunger. Es ist kurz nach 19.00 Uhr und draußen ist es immer noch hell. Ich starte den Film:
Während des Goldrausches im 19. Jahrhundert wird der Hund Buck entführt und zum Yukon verschifft. Dort trifft er auf den Einsiedler John Thornton (Harrison Ford). Gemeinsam verbringen sie ihre Zeit in der Wildnis. Allerdings wird Thornton verfolgt, da er beim Goldwaschen zu einem kleinen Vermögen gekommen ist. Immer wieder lausche ich dem Lachen meiner Gäste, wenn der Hund eine Dummheit anstellt und sich schuldbewusst seinem Schicksal ergibt.

Perfekte Hautfarben

Schneebedeckte Landschaften stellt der TK850 dabei bestens differenziert dar. Es gibt keine Verfärbung. Nachtaufnahmen erreichen nicht ganz das satte Schwarz, das deutlich teurere Projektoren darzustellen vermögen. Eher Dunkelgrau, in Summe ist das allerdings überaus glaubwürdig. Die auf „Hoch“ geschaltete Auto-Blende verstärkt den Kontrasteindruck dann aber deutlich. Schwarz wird wieder etwas dunkler und helle Spitzlichter leuchten überzeugend. Der BenQ stellt alle Inhalt von 0,001 bis 1000 Nits dar, wenn der Kontrastregler auf 75 steht. Damit ist der Film angenehm hell. Der HDR-Farbraum Rec.2020/P3 trifft Blau und Rot sehr gut. Allenfalls Grün ist etwas untersättigt. Dadurch erscheinen Wälder und Wiesen vielleicht eine Spur zu Gelb. Explosionen und Feuer sind in Teilbereichen minimal verfärbt. Dafür gefallen Hautfarben, Seen, Flüsse und Himmel. Wenn Führungshund Buck den Schlitten mit der Post durch das Tal hinter sich herzieht, sind selbst einzelne Äste an den Bäumen zu erkennen. Herrlich!

Fotoaufnahmen in Schwarz/Weiß sind wunderbar neutral. Wer ganz genau hinschaut, kann leichte chromatische Aberrationen erkennen. Feine Farbsäume an kontrastreichen Kanten fallen aber nur mit der Nasenspitze an der Leinwand auf. Aus normalen Sitzabständen kann ich davon nichts erkennen. Daher ist das an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber vermerkt.
Foto: Michael B. Rehders

Full-HD-Blockbuster knackscharf

Spielfilme in Full-HD gefallen auf den ersten Blick mit ihrer natürlichen Farbdarstellung. Zu verdanken ist das der sehr guten Abdeckung des Farbraums Rec.709 im Bildmodus „Cinema“ und Brillant Color 5. Braungebrannte Gesichter offenbare feinste Poren und auch Fältchen. Landschaften weisen zahllose Feindetails aus. Selbst einzelne Blätter, Verästelungen und Strukturen in Baumstämmen sind aus der Ferne erkennbar. Was mir richtig gut gefällt: Spiegellungen auf dem Wasser lassen Spitzlichter hell aufleuchten. Das wiederum erzeugt einen absolut realistischen Bildeindruck und man wird zum Detailentdecker. Überhaupt erscheinen Bilder über den TK850 viel feiner als über einen klassischen Full-HD-Projektor. Und das in jeder Einzelheit. Hier macht die XPR-Technologie einen prima Job. Der berüchtigte Regenbogen-Effekt (RBE) fällt angenehm gering aus. Nur ganz vereinzelnd erkenne ich ein leichtes Blitzen – und ich bezeichne mich diesbezüglich als sehr kritisch.

Zwischenbild-Berechnung

Es geht aber noch weiter: Texte werden ebenso gestochen scharf auf die Leinwand gebrannt. Auch ohne Zwischenbildberechnung gefallen mir scharf abgebildete, bewegte Objekte. Das sieht so gut aus, weil diese originalgetreu mit 24 Bildern in der Sekunde reproduziert werden. Wird „Cinema Master“ hinzu geschaltet, verschmiert tatsächlich überhaupt nichts mehr. Der Realismus im Bild nimmt zu – und zwar ganz ohne störenden Soap-Effekt, an dem Zwischenbild-Techniken anderer Beamer schon mal leiden können. Nicht so beim TK850. Darüber hinaus erzeugt er kaum Fehler. Das gelingt selbst einigen teureren Projektoren nicht besser. Nochmal zur Erinnerung: Der TK850 ist im Fachhandel für knapp 1600 Euro zu haben. Gemessen an diesem niedrigen Preis hat BenQ wirklich großartige Arbeit geleistet. Dafür vergebe ich einen weiteren Extrapunkt.
Auch das Betriebsgeräusch ist im Eco-Lampenmodus übrigens angenehm gering. Im hohen Lampenmodus ist es etwas wahrnehmbarer, allerdings noch immer ohne dass es mich stört.

Macht das Wohnzimmer zum großen Kinosaal: Der BenQ TH850.
Foto: Michael B. Rehders

Fazit

Der BenQ TK850 ist ein leistungsstarker 4K/UHD-Home-Entertainment-Beamer mit HDR, 3D und edlen Finish. Dank großzügigem Zoom und flexiblen Lens-Shift ist er ruckzuck aufgebaut und installiert. Die hervorragende Rec.709-Farbraumabdeckung sorgt für eine realistische Farbdarstellung. In Sachen Schwarzeindruck erreicht er nicht ganz das Niveau „echter“ UHD-Beamer, dafür kostet er aber auch deutlich weniger. Schärfe und Bewegungsdarstellungen sind hingegen auf sehr gutem Niveau. Die Wiedergabe von Live-Sports, Games und Blockbustern profitiert von der hohen Lichtausbeute, vor allem am Nachmittag und auf großen Leinwänden. Zusammengefasst ist der BenQ TK850 ein empfehlenswerter Allrounder, der für viel Spaß und Spannung im Wohnzimmer sorgt und so für mehr Quality-Time mit der Familie und Freunden sorgt.

Test, Text und Fotos: Michael B. Rehders

Gesamtnote: 90/90
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

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Technische Daten

Modell:BenQ
TK850
Preis:1599,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Weiß/Blau
Vertrieb:BenQ, Oberhausen
Tel.: 0208 / 409420
www.benq.de
Abmessungen (HBT):127 x 380 x 263 mm
Gewicht:4,2 Kg
Technik:1-Chip DLP
Helligkeit:2830 Lumen (1575 nach Kalibrierung)
Kontrast:590:1 (On/Off)
207:1 (ANSI)
Schwarzwert:2,66 Lumen (nach Kalibrierung)
Bildauflösung:1920 x 1080 Pixel (3840 x 2160 mit XPR-Technologie)
Lens-Shift:Ja, vertikal
3D-Wiedergabe:Ja (120 Hz)
3D-TransmitterJa
3D-Brille:optional erhältlich
Eingänge2 x HDMI (HDMI-2.0/HDCP-2.2-fähig)
2 x USB
1 x Mini Jack (Audio In)
1 x RS232
Ausgänge:1 x Mini Jack (Audio Out)
Lieferumfang:- BenQ TK850
- Netzkabel
- Fernbedienung
- Batterien
- Bedienungsanleitung
Pros und Contras:+ 4K/UHD via XPR-Technologie
+ HDR10, HLG
+ hell
+ Rec.709 Farbraum (100 %)
+ 3D-fähig
+ scharfe Bilddarstellung
+ beleuchtete Fernbedienung
+ Zwischenbildberechnung

- Kontrast und Schwarzwert
Benotung:
Bildqualität (50%):88/90
Praxis (25%):89/89
Ausstattung (25%):88/90
Gesamtnote:88/90
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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