lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN

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Redakteur
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Elac präsentiert in der Referenz-Reihe „Concentro“ das geballte Portfolio seiner Technologien – natürlich inklusive dem berühmten JET-Hochtöner. Doch gerade das eleganteste und kompakteste Modell der Serie, die Elac Concentro S 507, bietet eine weitere Finesse: den neuen stepX-JET, also die koaxiale Kombination des Top-Tweeters mit einem Mitteltöner. Als Extra-Clou ermöglicht dieses Chassis eine dreifache Anpassung an den Raum – mit austauschbaren Ringen. Wie geht das?

Die Elac Concentro S 507 ist mit ihrem extravaganten Design bereits optisch eine Attraktion.

Die Elac Concentro S 507 ist mit ihrem extravaganten Design bereits optisch eine Attraktion.

Wow! – das ist die unwillkürliche Reaktion, die dieser Standlautsprecher auf Anhieb hervorruft: Die Elac Concentro S 507 ist mit ihrer extravaganten Formgebung eine echte Ausnahmeerscheinung. Die trapezförmige Grundfläche und die sanfte Korpusneigung erinnern an das klare, elegante Design der Vela-Serie, die nach allen Seiten gerundete Front und die in die Wangen eingelassenen Tieftöner hingegen sind konkrete Charakteristika der Concentro-Reihe. Hier enden jedoch die Gemeinsamkeiten mit den mächtig-imposanten Top-Boliden dieser Referenz-Serie: Die S 507 ist mit den Maßen 122 mal 27 mal 38 Zentimeter der kompakteste Schallwandler der vier Standlautsprecher umfassenden Reihe. Die Eleganz wird durch die wunderschöne mehrschichtige Hochglanzlackierung unterstrichen – wahlweise in Schwarz oder, wie bei unserem Testmodell, in Weiß. Die Extravaganz hingegen betont die außergewöhnliche Bodengruppe: Die Unterseite des Gehäuses ist abgeschrägt, für die notwendige Stütze und Standfestigkeit bürgt eine filigrane Fußkonstruktion mit zwei metallenen Absätzen. Sie sorgen tatsächlich für eine „High-Heel“-Anmutung, wie Elac selbst treffend bemerkt.

Die zu allen Seiten gewölbte Front, die klar definierten, aber sanft verrundeten Kanten und die trapezförmige Grundfläche des Gehäuses verleihen der S 507 ihre außergewöhnliche Formgebung. Sie weckt Assoziationen an ein Segel – eine maritime Reminiszenz, mit dem der Kieler Lautsprecher-Spezialisten auf seine Herkunft verweist. Rein akustisch begünstigt die Wölbung der Schallwand die Schallabstrahlung, während die Trapezform die Bildung klangverunklarender stehender Schallwellen im Korpusinneren vermeidet.

Die zu allen Seiten gewölbte Front, die klar definierten, aber sanft verrundeten Kanten und die trapezförmige Grundfläche des Gehäuses verleihen der S 507 ihre außergewöhnliche Formgebung. Sie weckt Assoziationen an ein Segel – eine maritime Reminiszenz, mit dem der Kieler Lautsprecher-Spezialisten auf seine Herkunft verweist. Rein akustisch begünstigt die Wölbung der Schallwand die Schallabstrahlung, während die Trapezform die Bildung klangverunklarender stehender Schallwellen im Korpusinneren vermeidet.

Chassis-Reichtum

Dieser Design-Kniff hat durchaus eine akustische Funktion: Im Boden ist der nach unten abstrahlende Bassreflex-Port eingelassen. Durch dieses Downfiring-Prinzip wird der hier ausgestoßene Bass-Schall gleichmäßig zu allen Seiten in den Raum abgestrahlt – und die Füße sorgen dabei für den genau definierten Abstand zum Untergrund. Die beiden Absätze erhöhen aber auch die Schlankheit und Grazilität dieser Klangsäule. Dabei ist die S 507 ausweislich ihres Gewichts von satten 37 Kilogramm eher Zwölfe denn Elfe. Dafür sorgt einerseits die Korpus-Konstruktion mit der Massivität des dickwandigen MDF-Gehäuses, den Verstrebungen, der Kammeraufteilung und der Dämmung im Innern. Das Gewicht befördert andererseits die schiere Menge an Chassis: Als Vier-Wege-Lautsprecher ist die S 507 mit vier Bass-Woofern, einem Mitteltieftöner, einem Mitteltöner und einem Tweeter bestückt – das macht insgesamt satte sieben Chassis! Sie alle bieten jeweils eine technologische Spezialität – allen voran die neue konzentrische Kreation für die Schallwandlung der Höhen und Mitten.

Die Bodenkonstruktion trägt zur Extravaganz bei, hat aber auch eine akustische Funktion: im abgeschrägten Boden ist der nach unten abstrahlende Bassreflex-Port eingelassen, die Füße sorgen für den genau definierten Abstand zum Untergrund. Für die Ankopplung an den Boden ist die S 507 auf Spikes gelagert.

Die Bodenkonstruktion trägt zur Extravaganz bei, hat aber auch eine akustische Funktion: im abgeschrägten Boden ist der nach unten abstrahlende Bassreflex-Port eingelassen, die Füße sorgen für den genau definierten Abstand zum Untergrund. Für die Ankopplung an den Boden ist die S 507 auf Spikes gelagert.

Innovativer stepX-JET

Bei diesem Koaxial-Chassis kommt eine Menge an Know-how zusammen. Beginnen wir beim Hochtöner: Hier schallwandelt der berühmte JET, der seit Jahren DAS Elac-Markenzeichen schlechthin ist. Der in Handarbeit gefertigte „Jet Emission Tweeter“ ist eine Weiterentwicklung des Air Motion Transformers. Hier schwingt eine hauchzarte, in Falten gelegte Folie, die sich wie eine Ziehharmonika zusammenzieht und streckt. Dies passiert, weil die Membran in ein Magnetfeld eingebettet und von Leiterbahnen durchzogen ist, durch die das musikalische Signal als Strom fließt. Beim Zusammenziehen der Membran wird die Luft, die sich zwischen den Lamellen der Folie befindet, in Richtung des Zuhörers herausgepresst. Das geschieht deutlich flotter als bei einer konventionell vor- und zurückschwingenden Membran. So wandelt der JET bis zu sagenhaften 50.000 Hertz – mit phänomenaler Präzision, Auflösung und Impulskraft. In dem stepX-JET kommt mit dem JET 5c die mittlerweile fünfte Version dieses Wunder-Wandlers zum Zuge, wobei das „c“ auf seine besondere koaxiale Verwendung verweist.

Der JET-Hochtöner ist Elacs Markenzeichen: Die filigrane Ziehharmonika-Membran des ultraflotten Tweeters ist zum Schutz vor Berührungen durch ein Gitter geschützt. In der S 507 kommt der Tweeter in der Weiterentwicklung zum JET5c zum Einsatz – als Zentrum eines koaxialen Hochton/Mittelton-Chassis, das Elac auf den Namen „stepX-JET“ getauft hat.

Der JET-Hochtöner ist Elacs Markenzeichen: Die filigrane Ziehharmonika-Membran des ultraflotten Tweeters ist zum Schutz vor Berührungen durch ein Gitter geschützt. In der S 507 kommt der Tweeter in der Weiterentwicklung zum JET5c zum Einsatz – als Zentrum eines koaxialen Hochton/Mittelton-Chassis, das Elac auf den Namen „stepX-JET“ getauft hat.

Koax mit Raumanpassungs-Ringen

Dieser JET wird von einem Konus-Mitteltöner mit Aluminium-Membran eingefasst. Er übernimmt den Bereich zwischen 2.600 und 400 Hertz. Durch die konzentrische Anordnung werden die Schallanteile von Hoch- und Mitteltöner zeitrichtig und vom gleichen akustischen Zentrum abgestrahlt. Das bürgt für eine höhere Homogenität als die Wiedergabe mit zwei getrennten, übereinander sitzenden Chassis. Eine koaxiale JET/Mitteltöner-Kombination gab es bereits vor etlichen Jahren mit dem X-Jet des Standlautsprechers FS 607. Bei der S 507 geht Elac nun mit dem neuen stepX-JET einen Schritt weiter: Der Mitteltöner wird seinerseits von einem Aluminium-Ring eingefasst. Dieser „Directivity Control Ring“ (DCR) hat eine genau definierte Richtcharakteristik. Er legt damit ein Verhältnis fest – nämlich wie viele direkte und wie viele diffuse Schallanteile des Mitteltonbereichs zum Hörplatz abgestrahlt werden. Nun der Clou: Dieser magnetisch haftende Ring ist auswechselbar. Elac liefert dafür drei DCR mit verschiedenen Richtcharakteristika. So kann man eine Mitten-Anpassung an die akustischen Gegebenheiten des heimischen Hörraums vornehmen.

Der Mitteltöner fasst den JET-Tweeter ein – und ist seinerseits von einem Aluminium-Ring umgeben, der die Richtcharakteristik im Mitteltonbereich beeinflusst. Dieser Directivity Control Ring (DCR) ist austauschbar, die drei mitgelieferten unterschiedlichen DCR ermöglichen eine Anpassung der S 507 an den Hörraum.

Der Mitteltöner fasst den JET-Tweeter ein – und ist seinerseits von einem Aluminium-Ring umgeben, der die Richtcharakteristik im Mitteltonbereich beeinflusst. Dieser Directivity Control Ring (DCR) ist austauschbar, die drei mitgelieferten unterschiedlichen DCR ermöglichen eine Anpassung der S 507 an den Hörraum.

Mitteltieftöner mit markanter Kristallstruktur

Um den Frequenzbereich zwischen 400 und 120 Hertz kümmert sich dann ein ebenfalls von Elac entwickelter Mitteltieftöner mit einer speziellen Sandwich-Membran. Sie besteht aus einer Aluminium-Linse und einem Zellstoff-Konus. Das Aluminium steigert dabei die Steifigkeit, das Papier hingegen dämpft die klanglich unerwünschten Eigenresonanzen des Metalls. Das sorgt für ein Plus an Präzision und größere Verfärbungsfreiheit. Beide Materialien sind nur an genau definierten Stellen miteinander verklebt, auch der Spulenträger ist ausschließlich punktuell mit der Membran verbunden. Elac nennt diese Membran-Technologie „AS-XR Konus“. Dabei steht „AS“ für „Aluminium Sandwich“. „XR“ hingegen bedeutet „Extended Range“, weil Elac die Übertragungsbandbreite dieses Woofers zu hohen Frequenzen hin durch einen abermaligen Kunstgriff erweitert hat: Die Alu-Membran hat eine markante Struktur, die an den Schliff eines Edelsteins erinnert. Diese eingeprägte kristalline Struktur erhöht deutlich die Steifigkeit der Membran. So kann die Materialstärke reduziert werden – und damit die Masse samt ihrer Trägheit, wodurch das Chassis agiler ist.

Beim Mitteltieftöner kommt Elacs AS-XR-Membran zu Zuge: Der als Aluminium/Papier-Sandwich konzipierte Konus besitzt eine kristallförmigen Struktur, die eine Minimierung der Materialstärke ermöglicht.

Beim Mitteltieftöner kommt Elacs AS-XR-Membran zu Zuge: Der als Aluminium/Papier-Sandwich konzipierte Konus besitzt eine kristallförmigen Struktur, die eine Minimierung der Materialstärke ermöglicht.

Geballte Basskraft mit vier Woofern

Die Bässe benötigen keine derartige Höhen-Erweiterung. Darum kommt für den Tiefton das ursprüngliche „AS-Konus“-Chassis zum Einsatz – allerdings gleich viermal: Jede Wange der S 507 ist mit zwei dieser 15-Zentimeter-Woofern bestückt. Das ergibt eine opulente resultierende Membranfläche. Sie bürgt für einen voluminösen, pegelstarken und tiefreichenden Bass. Damit die leistungsstarken Chassis keine mechanischen Resonanzen auf das Gehäuse übertragen, arbeiten die sich jeweils gegenüberliegenden Schallwandler gleichphasig: Ihre Membranen schwingen also zeitgleich in die entgegengesetzte Richtung. Dadurch heben sich die Vibrations-Impulse auf, die diese Chassis verursachen. Das wiederum befördert die Klarheit des Klangs. Elac nennt dieses als „Push-Push/Pull-Pull“ bekannte Prinzip „Impulse Compensated Design“. Zur sauberen Basswiedergabe trägt auch die Langhubigkeit der Chassis bei: Sie haben einen erweiterten Bereich, in dem die Membran linear schwingen kann. Sie vermag also einen größeren Hub ohne Verzerrungen zu vollführen. „Long Linear Drive“ benamst Elac diese Langhub-Fähigkeit – und die darf die Concentro S 507 nun im Test beweisen.

Jede Wange der S 507 ist mit zwei 15-Zentimeter Tieftönern bestückt – das macht insgesamt vier Woofer und ergibt reichlich Membranfläche für einen satten und tiefreichenden Bass.

Jede Wange der S 507 ist mit zwei 15-Zentimeter Tieftönern bestückt – das macht insgesamt vier Woofer und ergibt reichlich Membranfläche für einen satten und tiefreichenden Bass.

Die Elac Concentro S 507 in der Praxis

Wir starten mit „Still Waters Run Deep“ von Caroline No. Die melancholische Electronic-Pop-Nummer ist prima produziert, Caro und Andreas Obieglo haben in ihrem Studio aus dem Vollen geschöpft: Der Song startet mit einem schnell getakteten Sample-Staccato, das sich dann in flächige Moll-Akkorde des Keyboards und einen ultratiefen Synthie-Bass auflöst. Dabei führen hart getriggerte, auf zackigen Impuls getrimmte elektronische Percussion-Sounds von links und rechts ein Töne-Ping-Pong auf. Hier glänzt die S 507 gleich in mehreren Disziplinen. Es begint beim abgrundtiefen und mächtigen Bass: Er besitzt einen Schub, der schon bei moderater Lautstärke im Raum und am eigenen Körper zu spüren ist und uns bei höheren Pegeln regelrecht auf den Magen schlägt. Dabei ist die Tieftonwiedergabe sauber, konturiert und kompressionsfrei. Davon profitiert ebenso der Mittenbereich, in dem sich die Percussion-Sounds mit reichlich Punch entfalten können. Die S 507 liefert sie aber auch mit ausgezeichneter Präzision – und genau hiervon lebt ein solches Kunstklang-Szenario.

Wohliger Schauer bei kleinsten Details

Über diese artifiziellen Sounds legen sich nun verschiedene Instrumente: Eine Western-Gitarre, deren silbriger Saitenklang den Stahl der Drahtbespannung geradezu spüren lässt, ein Piano, das mit seinem gedeckten, warmen Ton an manche Klaviere der Romantik erinnert, ein Drumset, das die S 507 mit ihrer klaren Wiedergabe schnell als Konserven-Schlagzeug entlarvt, eine sehnsuchtsvolle Geige, aber ebenso ab und an verschiedene Glöckchen und ein Xylophon. Auch bei solchen vermeintlichen Kleinigkeiten liefert die S 507 eine beeindruckende Wiedergabe, beginnend beim hochpräzisen Anschlagsgeräusch des Metalls über die aufschwingende Entfaltung des Tons bis hin zum Ausklingen mit dem charakteristischen Changieren der metallischen Klangfarben. So baut sich allmählich ein freier, offener Klangraum auf, der unser reales Hörzimmer vergessen macht. Dies gelingt insbesondere durch den bald einsetzenden Gesang von Caro Obieglo. Schon der zarte Anatmer vor ihrem ersten Einsatz sorgt bei uns für einen wohligen Schauer, der durch die warme, klare, attraktive Stimme der Sängerin noch verstärkt wird.

Das Terminal bietet hochwertige, ultramassive Anschlussklemmen im attraktiven Carbon-Design. An die Polklemmen lassen sich Kabel mit Bananensteckern, Kabelschuhen und blanker Litze anschließen. Hier passen dank der großen Aufnahmen auch querschnittstarke Leiter, durch freilaufende Andruckscheiben werden die feinen Adern beim Festziehen mechanisch geschont. Die vier Klemmen ermöglichen neben dem konventionellen Anschluss auch Bi-Wiring und Bi-Amping – also die getrennte Ansteuerung von Hochton- und Bassbereich mit separaten Kabeln oder sogar mit eigenen Verstärkern. Bei diesen Betriebsweisen werden die ab Werk eingesetzten Brücken zwischen den Klemmen entfernt.

Das Terminal bietet hochwertige, ultramassive Anschlussklemmen im attraktiven Carbon-Design. An die Polklemmen lassen sich Kabel mit Bananensteckern, Kabelschuhen und blanker Litze anschließen. Hier passen dank der großen Aufnahmen auch querschnittstarke Leiter, durch freilaufende Andruckscheiben werden die feinen Adern beim Festziehen mechanisch geschont. Die vier Klemmen ermöglichen neben dem konventionellen Anschluss auch Bi-Wiring und Bi-Amping – also die getrennte Ansteuerung von Hochton- und Bassbereich mit separaten Kabeln oder sogar mit eigenen Verstärkern. Bei diesen Betriebsweisen werden die ab Werk eingesetzten Brücken zwischen den Klemmen entfernt.

Grandezza des Koax-Chassis

Das homogene Hoch-Mittenton-Gespann spielt hier seine ganze Grandezza aus: Caro Obieglo hat eine tolle physische Präsenz, sie scheint förmlich vor uns im Raum zu stehen. Ihre Abbildung gelingt hochreal, denn wir hören selbst kleinste Geräusche, die beim Singen entstehen und für die Echtheit der Abbildung immens wichtig sind. Zu ihren betörenden Lead-Vocals gesellen sich bald auch zum Dahinschmelzen schöne, mehrstimmige, sirenengleiche Background-Gesänge, die ätherisch und losgelöst von irdischer Schwerkraft über unseren Köpfen schweben. Ab und an geistern überdies elektronisch verfremdete Sprachsamples durch die Ebene. All dies trägt zu der scheinbaren Grenzenlosigkeit und Offenheit der gesamten Wiedergabe bei. Der S 507 gelingt das überaus harmonisch, natürlich und entspannt. So schließen wir unwillkürlich die Augen und lehnen uns entspannt zurück, um ganz in diesen herrlichen Klang-Kosmos eintauchen zu können. Dieser Song braucht einen exzellenten Schallwandler, um sein hochgradiges Pathos wirkmächtig entfalten zu können – und die Concentro S 507 meistert das vorzüglich.

Festlicher Abend in der Oper

Zum Weiterschwelgen wechseln wir das Genre und das Format: Wir wählen Georg Philipp Telemanns Barockoper „Orpheus“ in der exquisiten Einspielung von René Jacobs mit der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Rias Kammerchor und einem superben Sängerensemble um Dorothea Röschmann. Die S 507 beschert uns hier einen festlichen Abend in der Oper: Bereits bei der Ouvertüre erleben wir ein prachtvolles, raumfüllendes Orchester, in dem die Stimmgruppen und Instrumente klar und deutlich zu unterscheiden und nachzuverfolgen sind, aber trotzdem einen konsistenten Klangkörper bilden. Auch die barocken Instrumente vom Cembalo bis zur später hinzutretenden Theorbe besitzen eine tolle Plastizität. Der Chor intensiviert das räumlich-akustische Erlebnis dieser Oper, doch der Höhepunkt sind die vor Chor und Orchester agierenden Vokalisten, allen voran Dorothea Röschmann: Gleich mit ihrer Aria „Wie hart ist mir das Schicksal doch“ erleben wir die begnadete Gesangskunst dieser Sopranistin mit ungemeiner Präsens und Intensität – wie auf den besten Plätzen im Opernhaus.

Sehr edel: Wer die S 507 mit den höhenverstellbaren Spikes betreibt, stellt sie zur Schonung empfindlicher Böden auf die attraktiven Teller. Diese großen und gewichtigen metallenen Untersetzer sind auf ihren Unterseiten mit dämpfendem Kork bezogen. So lassen sich die Lautsprecher auch leicht auf dem Boden verschieben. Dies gilt auch für den Betrieb ohne Spikes: hierfür ist der vordere Bereich der des Bodens korkunterfüttert, die beiden Absätze werden dann mit den mitgelieferten, selbstklebenden Korkringen versehen.

Sehr edel: Wer die S 507 mit den höhenverstellbaren Spikes betreibt, stellt sie zur Schonung empfindlicher Böden auf die attraktiven Teller. Diese großen und gewichtigen metallenen Untersetzer sind auf ihren Unterseiten mit dämpfendem Kork bezogen. So lassen sich die Lautsprecher auch leicht auf dem Boden verschieben. Dies gilt auch für den Betrieb ohne Spikes: hierfür ist der vordere Bereich der des Bodens korkunterfüttert, die beiden Absätze werden dann mit den mitgelieferten, selbstklebenden Korkringen versehen.

Ringtausch für die Raumanpassung

Kommen wir nun zu den austauschbaren Ringen, die eine Mittelton-Anpassung an die Raumakustik ermöglichen. Wir haben bislang mit den neutralen N-Ringen gehört, als letztes Eva Cassidys innige Interpretation von „Bridge Over Troubled Water“. Bei dieser wunderbaren Live-Aufnahme aus dem Washingtoner Blues Alley-Club wird die begnadete Sängerin von Gitarre, Keyboard, Bass und Schlagzeug begleitet. Durch die N-Ringe nehmen wir am Hörplatz auch diesen Song mit einem ausbalancierten Verhältnis vom Diffus- zum Direktschall wahr. Das ist die Lösung für normale Räume mit gängiger Aufstellung: Lautsprecher und Hörplatz sind jeweils rund zweieinhalb Meter voneinander entfernt. Nun wechseln wir zu den Fokus-Ringen: Sie sorgen für mehr Direkt- denn Diffusschall am Sofa. Das ist bei großen Räumen und großen Abständen vorteilhaft. Und wirklich: Mit diesen F-Ringen ist die Wiedergabe konzentrierter und kompakter. Die Bühne des Blues Alley-Clubs, auf der Cassidy und ihre Combo stehen, erscheint etwas kleiner, die Musiker sind offenbar ein Stück zusammengerückt.

Stimmige Wiedergabe bei variablem Ambiente

Wir können nun also die Concentro S 507 weiter auseinanderziehen und das Sofa ein Stück nach hinten rücken, so erzielen wir eine ähnliche und gleichfalls stabile Wiedergabe wie mit den neutralen N-Ringen. Cool! Nun die dritten Variante: Mit den Spacious-Ringen bekommen wir am Hörplatz mehr Diffus- als Direktschall. Das empfiehlt sich bei kleinen Räumen und geringen Abständen. Bei unserer Standard-Aufstellung, in die wir die S 507 und unser Sofa wieder zurückversetzt haben, wirkt die Wiedergabe dadurch merklich offener, die Bühne hat eine größere Ausdehnung. Zugleich ist die Abbildung der Musiker nicht ganz so festgefügt. Kaum rücken wir unser Lautsprecher/Sofa-Ensemble etwas zusammen, wie es in einem kleineren Zimmer der Fall wäre, ist die Abbildung wieder stabil und stimmig – und kommt der Wiedergabe mit den neutralen Ringen gleich. Zu ihnen kehren wir schließlich zurück, wie auch zu unserer Grundaufstellung, denn so spielt die Klangkette am schönsten, so sind Harmonie und Hörgenuss vollkommen.

Trotz ihrer extravaganten Erscheinung fügt sich die S 507 dank ihrer wahlweise schwarzen oder weißen Hochglanz-Lackierung geschmeidig in das Ambiente ein.

Trotz ihrer extravaganten Erscheinung fügt sich die S 507 dank ihrer wahlweise schwarzen oder weißen Hochglanz-Lackierung geschmeidig in das Ambiente ein.

Fazit

Der kleinste Schallwandler aus Elacs Referenz-Serie spielt groß auf: Die Elac Concentro S 507 liefert eine phänomenal offene, präzise und detailreiche Wiedergabe, sie schallwandelt ungemein homogen und dynamisch – und sie bietet einen mächtigen Bass mit beeindruckendem Tiefgang. Diese klangliche Klasse hat viele Gründe, denn dieser Vier-Wege-Lautsprecher strotzt nur so vor Finessen. Sie reichen vom legendären JET-Hochtöner, der im Koaxial-Verbund mit dem Mitteltöner als neuer stepX-JET auftritt, über die Alu-Sandwich-Membran, die beim Mitteltieftöner durch das kristallförmige Konus-Design an Agilität gewinnt, bis hin zu den seitlichen Bass-Woofern, die zu viert in impulskompensierter Anordnung und mit Bassreflexabstimmung einen klaren und kraftvollen Tiefton liefern. Der Clou sind die austauschbaren DCR-Ringe des stepX-JET: Mit ihnen ist die S 507 an die räumlichen Gegebenheiten anpassbar. All dieses Know-how steckt in einem Standlautsprecher, der durch sein extravagantes Design ein echter Hingucker ist. So bietet die S 507 zum ausgezeichneten Klang auch eine außergewöhnliche Erscheinung.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 96/100
Klasse: Referenzklasse
Preis/Leistung: gut

96 of 100

97 of 100

97 of 100

210518.Elac-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Elac
Concentro S 507
Produktkategorie:Standlautsprecher
Preis:5.499,00 Euro / Stück
Garantie:5 Jahre
Ausführungen:- Schwarz Hochglanz
- Weiß Hochglanz
Vertrieb:Elac, Kiel
0431/647740
www.elac.de
Abmessungen (HBT):1220 x 270 x 380 mm (mit Spikes und Spiketellern)
Gewicht:37 kg / Stück
Bauart:4-Wege, passiv, Bassreflex-abgestimmt
Hochtöner:1 x JET 5c (Elac, Air Motion Transformer)
Mitteltieftöner:1 x 180 mm (Elac, AS-XR-Konus, Aluminium/Papier-Verbund-Membran)
Tieftöner:4 x 150 mm (Elac, AS-Konus, Aluminium/Papier-Verbund-Membran)
Frequenzbereich:24 Hz - 50 kHz (Herstellerangabe)
Trennfrequenzen:120 / 400 Hz / 2.600 Hz (Herstellerangabe)
Impedanz:4 Ω (Herstellerangabe)
Empfindlichkeit:88 dB bei 2,83 V/1 m (Herstellerangabe)
Belastbarkeit:- 240 W Nennbelastbarkeit (Herstellerangabe)
- 170 W Musikbelastbarkeit (Herstellerangabe)
Empfohlene Verstärkerleistung:60 - 500 W / Kanal, geeignet für Verstärker von 4 bis 8 Ω (Herstellerangabe)
Lieferumfang:- Elac Concentro S 507
- 3 Directivity Control-Ringe (für verschiedene Mittelton-Abstrahlcharakteristika) + 2 Aufbewahrungsbeutel
- 4 Spikes + 4 Spiketeller
- 2 selbstklebende Korkringe für hintere Absätze (bei Aufstellung ohne Spikes)
- Montagewerkzeug
- Bi-Wiring-Brückenset
- Reinigungstuch
- Bedienungsanleitung für Lautsprecher + Nutzung der stepX-JET-Raumanpassung (Deutsch, Englisch)
- Handschuhe
Pros und Contras:+ JET 5c (Air Motion Transformer) für transparent-hochauflösende, detailreiche Wiedergabe
+ Koaxiales stepX-JET-Chassis für homogene Abstrahlung der Höhen und Mitten
+ austauschbarere Directivity Control Rings zur Anpassung der Richtcharakteristik im Mitteltonbereich an den Raum
+ hervorragende Dynamik
+ ausgezeichnetes Bassvermögen mit mächtigem Tiefton und Tiefgang
+ impulskompensierte Basstreiber-Anordnung für klaren Kang
+ elegant-exzeptionelles Design
+ erstklassige Verarbeitung

- filigrane Korkringe für die Absätze (beim Betrieb ohne Spikes)
Benotung:
Klang (60%):96/100
Praxis (20%):97/100
Ausstattung (20%):97/100
Gesamtnote:96/100
Klasse:Referenzklasse
Preis/Leistung:gut

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