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Neben den Strompreisen steigen auch die Gaspreise aktuell deutlich an. Insbesondere für diejenigen, die mit Gas heizen, ist das ein echtes Problem. Glücklicherweise haben Verbraucher aber auch beim Gas – genau wie bei Strom – prinzipiell die freie Anbieterwahl. Zwar gibt es beim Wechsel des Gasanbieters einiges zu beachten. Durch bedachtes Wechseln lässt sich allerdings viel Geld sparen.

Heizen mit Gas wird immer teurer (Foto: pixabay.com/ri).

Hohe Öl- und Gaspreise: Zeit zum Handeln

Seit Anfang des Jahres 2021 wird die neue CO2-Steuer auf Gas und Öl erhoben. Für eine Tonne CO2 werden dabei 25 Euro berechnet. Zunächst machte sich die neue Steuer insbesondere in Form von höheren Benzinpreisen an der Tankstelle bemerkbar. Mittlerweile ist sie jedoch durch steigende Heizkosten direkt in den Häusern und Wohnungen der Verbraucher angekommen. Für viele ist das ein echtes Problem. Schließlich lässt sich die Zahl der mit dem Auto gefahrenen Kilometer zur Not reduzieren. In einem kalten Zuhause hingegen lassen sich weder Games, das neue Heimkino noch der Aufenthalt im Allgemeinen genießen.
Außerdem problematisch: Anders als steigende Strompreise (mehr dazu auf statista.com), treffen höhere Gaspreise erst einmal nur Wohnraumeigentümer. Schließlich sind sie für die Versorgung von vermietetem Wohnraum unter anderem mit Gas verantwortlich. Allerdings muss der Vermieter den höheren Gaspreis später nicht selbst tragen. Vielmehr ist er dazu berechtigt, die höheren Kosten vollständig auf die Mieter umzulegen. Über die Kostenumlage berichtete unlängst daserste.de.

Teures Gas kommt meist von Grundversorgung

Um Mieter nicht mit horrenden Gaspreisen zu überfordern, ist es aktuell gerade für Vermieter wichtig, Gaspreise und verschiedene Anbieter zu vergleichen. Unkompliziert und schnell geht das etwa auf tarifcheck.de. Auch Mieter mit eigenem Gaszähler können den Service selbstverständlich nutzen. Gemeinsam mit Vermietern müssen jedoch auch Mieter rund um den Gasanbieterwechsel einiges beachten. Viele Wohnraumeigentümer und Mieter beziehen Energie vom örtlichen Grundversorger. Das ist nicht immer sinnvoll. Schließlich wäre Energie bei anderen Anbietern oft deutlich günstiger zu haben: Erdgas wird in Deutschland von etwa 900 Firmen an Endkunden verkauft. Prinzipiell können Abnehmer auch wählen, wer sie mit Gas beliefern soll. Die Wahl muss nicht zwingend auf den ortsansässigen Versorger fallen. Der örtliche Versorger muss allerdings einen sogenannten Grundversorgungstarif anbieten, der sich kurzfristig kündigen lässt. Allerdings ist der Grundversorgungstarif oft vergleichsweise teuer und Endkunden sind nicht verpflichtet, diesen Tarif zu wählen. Insbesondere für diejenigen, die bisher einen Grundversorgungstarif nutzen, lohnt sich ein Anbieterwechsel daher besonders.

Vergleichsrechner nutzen und clever wechseln

Gas kann von verschiedenen Anbietern bezogen werden. Besonders teuer ist es meist im Grundversorgungstarif. Allerdings können sich auch diejenigen, die bereits vor einiger Zeit zu einem damals günstigeren Anbieter gewechselt sind, nicht ausruhen. Schließlich sind die Gaspreise der unterschiedlichen Anbieter stets in Bewegung und schwanken stark. Es lohnt sich daher, auch einen vermeintlich günstigen Tarif regelmäßig zu überprüfen. Unkompliziert und schnell gelingt ein Tarifvergleich dabei über spezialisierte Internetportalen. Sie vergleichen unzählige Strom- sowie Gaspreise und geben Verbrauchern einen verlässlichen Überblick.

Um günstige Energie zu beziehen, ist ein Anbietervergleich wichtig (Foto: pixabay.com/stevepb).

Beachtet werden muss jedoch:

Oft werden einmalige Gutschriften und Neukundenboni in Vergleichspreise einbezogen. Die Folge: Im ersten Jahr ist der neue Anbieter besonders günstig – im Folgejahr hingegen vergleichsweise teuer. Wichtig ist es darum, Tarifchecks regelmäßig durchzuführen.
Außerdem sollten Verbraucher bei der Auswahl eines neuen Tarifs Folgendes beachten:

– Grundlaufzeit sollte nicht mehr als ein Jahr betragen (um häufigeres Wechseln zu ermöglichen)
– Kündigungsfirst sollte einen Monat betragen
– keine Einschränkungen der Preisgarantien
– keine Tarife mit Kaution oder Vorkasse

Kündigungstermine beachten und unkompliziert wechseln

Während die Grundversorgung unkompliziert und flexibel gekündigt werden kann, gelten für sonstige Tarife andere Laufzeiten. Häufig können günstigere Tarife daher nur jährlich und zu einem festen Termin gekündigt werden. Wann genau eine Kündigung möglich ist, verrät der aktuelle Versorgungsvertrag. Ist der mögliche Kündigungstermin aber klar, gelingt der Umstieg auf einen neuen Anbieter meist unkompliziert. Dem neuen Anbieter müssen neben persönlichen Daten lediglich einige Verbrauchsinformationen und solche zum Voranbieter sowie die Zählernummer übermittelt werden. Ist das geschehen, kümmert sich der neue Anbieter um die Kündigung und alle weiteren Formalitäten. Übrigens: Sollte es bei dem Wechsel zu Problemen kommen, muss der Grundversorger die Gasversorgung dennoch sicherstellen. Ohne Gasversorgung bleibt daher niemand zurück.

Prinzipiell kein Anbieterwechsel per Telefon möglich

Was vor einiger Zeit noch alltäglich war, ist seit dem 27. Juli 2021 nicht mehr möglich: Seit diesem Datum dürfen Energielieferverträge nicht mehr mündlich oder rein telefonisch abgeschlossen werden. Eine telefonische Beratung ist zwar nach wie vor möglich – rechtsverbindlich sind Verträge aber erst dann, wenn sie in Textform vorliegen. Das bedeutet: Wer sich telefonisch beraten lassen möchte, muss nicht befürchten, „versehentlich“ seinen Gasanbieter zu wechseln.

Warum die Gaspreise steigen: Rohstoffpreis ist nicht der alleinige Grund

Neben Strom- ziehen auch die Gaspreise erheblich an. Viele Verbraucher fragen sich, ob das allein an den gestiegenen Rohstoffpreisen liegen kann. Zu bedenken ist allerdings: Hierzulande besteht der Gaspreis nur etwa zur Hälfte aus Rohstoffkosten. Die übrigen 50 Prozent des Preises kommen durch Abgaben, Steuern, Händlergewinne und Netzentgelte zusammen. Informationen hierzu und zu Energiepreisen im Allgemeinen finden sich auf bundesnetzagentur.de.
Die höheren Preise kommen dennoch nicht allein durch höhere Steuern oder ein höheres Gewinnstreben der Anbieter zustande. Vielmehr hängen auch Angebot und Nachfrage mit steigenden Preisen zusammen: Während der Gas- und Strombedarf auch durch die nach vielen Lockdowns hochfahrende Industrieproduktion steigt, ist das Angebot gering. Das geringere Energieangebot hängt etwa mit geopolitischen Spannungen und leeren Gasspeichern zusammen. Während etwa die Gaspipeline Nord Stream 2 Grund für Spannungen ist, hängen leere Gasspeicher mit dem letzten eher kalten Winter zusammen. Das Zusammenspiel beider Faktoren verteuert das verfügbare Gas.

Hinzu kommt schließlich außerdem:

Viele Länder wenden sich zugunsten von erneuerbaren von fossilen Energien ab. Das ist sinnvoll – allerdings erscheint die Geschwindigkeit des Ausstiegs aus den fossilen Energien schneller voranzugehen als der Einstieg in die erneuerbaren. In der Folge sehen sich Verbraucher mit höheren Preisen für das knappere Gut Gas konfrontiert. Außerdem muss befürchtet werden, dass es in manchen Teilen Europas zeitweise sogar knapp werden könnte.

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