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Als Fritz Sennheiser im Jahr 1945 das Unternehmen gründete, begann er damit etwas, das man heute als „Start-up“ bezeichnen würde. Zwar startete das Unternehmen nicht in einer Garage, aber die Geschichte ähnelt sehr stark der klassischen HiFi-Gründergeschichte: Die Gründung erfolgte zunächst in einem Bauernhaus bei Hannover.

Heute bietet die Marke Sennheiser fast weltweit eine Vielzahl von Audio-Produkten an. Das fängt bei Lösungen für den Konsumenten an (an Sonova lizenziert), geht aber auch hin zu professionellen Systemen, die das Audio-Erlebnis an Ort und Stelle verbessern sollen. Ob im Café in Berlin, dem Pub in London oder im Casino von Las Vegas, Sennheiser Systeme finden sich überall auf der Welt wieder. Grund genug, uns mal die Erfolgsgeschichte des Traditionsunternehmens aus Deutschland etwas genauer anzuschauen.

Im Laufe der Firmengeschichte ging Sennheiser auch diverse Kooperationen mit anderen Marken ein – beispielsweise mit EPOS.

Gründung und erste Erfolge mit Mikrofonen in den 1950er-Jahren

Das Unternehmen wurde 1945, nur wenige Wochen nach Ende des Zweiten Weltkriegs, von Fritz Sennheiser und sieben Ingenieurskollegen der Universität Hannover im Laboratorium Wennebostel (abgekürzt „Labor W“) gegründet. Benannt wurde das Laboratorium nach dem Dorf Wennebostel in der Gemeinde Wedemark, in die es kriegsbedingt verlegt worden war. Das erste Produkt war ein Voltmeter, das Sennheiser letztlich an Siemens verkaufen konnte. Danach begann man 1946 mit dem Nachbau von österreichischen Mikrofonen (DM1) und 1947 mit der Entwicklung eigener Mikrofone (DM2). Bis 1955 beschäftigte das Unternehmen 250 Mitarbeiter und begann mit der Produktion zahlreicher weiterer Produkte. Darunter nicht nur Mikrofone, sondern auch Mischpulte und magnetische Miniaturkopfhörer. Labor W wurde 1958 schließlich in „Sennheiser Electronic“ umbenannt.

Erfolgreiche erste Expansion bis in die 80er-Jahre

Ende der 1950er lernte Sennheiser Thomas Schillinger kennen mit dem er eine strategische Partnerschaft eingig. Schillinger wurde damit beauftragt die Präsenz von Sennheiser in den Vereinigten Staaten aufzubauen, was durchaus erfolgreich gelang. Später in 1980 stieg das Unternehmen zudem in die Luftfahrttechnik ein und belieferte die Lufthansa mit Headsets. Nachdem der Gründer Fritz Sennheiser die Geschäftsführung 1982 an seinen Sohn Jörg Sennheiser übergab, begann die Produktion moderner drahtloser Mikrofone. Ein weiterer Erfolg für das inzwischen international etablierte Unternehmen folgte dann 1987, als man bei den 59. Academy Awards für sein Rohrrichtmikrofon MKH 816 ausgezeichnet wurde.

Aufstieg zum globalen Player für Audiotechnik

In den späten 1980er-Jahren begann sich der Wettbewerb unter den Herstellern von Audiogeräten – und damit auch der Kostendruck – zu verschärfen. Sennheiser reagierte darauf mit der Erschließung neuer Märkte, der Intensivierung der Marketingkommunikation, der Verlagerung der Produktion in Niedriglohnländer und der Übernahme eines Wettbewerbers. Auf Anfrage der Lufthansa führte Sennheiser 1988 das Headset „NoiseGuard“ für Piloten ein, dessen Technologie später auch für Hörgeräte genutzt wurde. In den 1990er-Jahren entwickelte Sennheiser drahtlose Technologien auf Hochfrequenz- und Infrarotbasis für Mikrofone, Kopfhörer und Übertragungssysteme sowie für High-End- und HiFi-Anlagen weiter. Eine weitere Erfindung, die „AudioBeam“-Technologie, wurde im Jahr 2000 vorgestellt. AudioBeam ermöglichte es, Schallwellen ähnlich wie Lichtstrahlen zu bündeln. Zu den ersten Anwendern der AudioBeam-Technologie gehörten Museen und Messen.

Sennheiser verkauft das Privatkundengeschäft an Sonova Holding

Der aktuell letzte Paukenschlag erfolgte dann Mitte letzten Jahres (2021), als Sennheiser ankündigte, das Privatkundengeschäft an Sonova Holding zu verkaufen. Das Schweizer Unternehmen wird jedoch weiterhin Produkte unter der Marke Sennheiser entwickeln und vermarkten. Vielleicht kommt also sogar noch ein Nachfolger der Soundbar Ambeo, die für Heimkino Enthusiasten besonders interessant sein könnte. Sennheiser selbst beschäftigt heute über 2400 Mitarbeiter in 90 Ländern und erzielt dabei mehr als 500 Mio. Euro Umsatz. Man möchte sich in Zukunft noch stärker auf professionelle Lösungen konzentrieren, während der Partner Sonova über das Lizenzgeschäft den privaten Sektor der Marke Sennheiser bedienen soll. Ob der Verkauf der Sparte einen Einfluss auf die Qualität der Sennheiser Produkte haben wird? Im Moment steht das noch in den Sternen, aber Sonova übernimmt zumindest alle Mitarbeiter am Traditionsstandardort Wedemark.

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