Home » Videos » Wharfedale Diamond 12.4: Mehr Klang, mehr Gefühl, mehr fürs Geld
23. Januar 2026
von Roman Maier
Inhaber/GeschäftsführerDie Wharfedale Diamond 12.4i hat uns in unserem ausführlichen Test bereits imponiert – genau deshalb möchten wir ihre Highlights jetzt noch einmal gebündelt im Video vorstellen: Die üppige Ausstattung, die außergewöhnlich angenehme Oberfläche, die sehr saubere Verarbeitung und stimmige Proportionen machen diesen Standlautsprecher sofort sympathisch. Dazu kommt ein Klang, der auf Anhieb begeistert und mit zunehmender Spielzeit sogar noch reifer und souveräner wird. Wer einen budgetfreundlichen, wohnraumtauglichen Lautsprecher mit echtem Mehrwert und langfristigem Hörspaß sucht, sollte sich unser Video unbedingt mal ansehen.
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Bereits auf den ersten Blick wirkt die Wharfedale Diamond 12.4 angenehm modern, ausgewogen und bewusst zurückhaltend gestaltet. Die schlanke Silhouette mit ihren sehr gelungenen Proportionen fügt sich nahtlos in zeitgemäß eingerichtete Wohnräume ein, ohne dabei dominant oder aufdringlich zu wirken. Ein echtes Highlight ist die Oberfläche des Gehäuses: Sie fühlt sich leicht weich an, fast wie Nextel, und vermittelt eine hochwertige, beinahe samtige Haptik, die man so in dieser Preisklasse nicht häufig findet. Auch die Verarbeitung weiß durchweg zu überzeugen – saubere Übergänge, präzise eingesetzte Chassis und ein insgesamt sehr solides, resonanzarmes Gehäuse sprechen für eine hohe Fertigungsqualität. In Sachen Ausstattung zeigt sich Wharfedale praxisnah und großzügig zugleich. Die Diamond 12.4 stellt keine überzogenen Ansprüche an Raumgröße oder Einrichtung und lässt sich unkompliziert integrieren. Genau diese gelungene Mischung aus Design, Qualität und Alltagstauglichkeit sind die Gründe dafür, dass sich dieser Lautsprecher in Sachen Preis/Leistung das Prädikat „hervorragend“ verdient hat.

Gelungene Proportionen, eine sehr gute Verarbeitung, ein überzeugender Klang und ein unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis: Die Wharfedale Diamond 12.4i.
Einspielzeit und Aufstellung
Wie viele andere Lautsprecher profitieren auch unsere Testgäste von einer ausreichend langen Einspielphase. Mit zunehmender Spielzeit gewinnt sie hörbar an Souveränität und Gelassenheit, was sich in erster Linie in der Basswiedergabe bemerkbar macht. Je länger man diesen Lautsprecher besitzt, desto freier, kontrollierter und zugleich druckvoller spielt er auf. Kurz gesagt: der Tiefton wirkt runder, der Grundton straffer. Nach Abschluss der Einspielzeit folgt die Feinabstimmung der Aufstellung, wobei sich die Diamond 12.4 erfreulich flexibel und unkompliziert zeigt. Weit vor der Rückwand stehen muss sie nicht. Etwa 35 bis 40 Zentimeter genügen vollkommen, um ein sauberes Klangbild zu erzielen. Auch bei der Ausrichtung bleibt sie flexibel: Eine leichte Einwinkelung auf den Referenzplatz reicht bereits aus, um eine stabile Bühne, eine gute Fokussierung und eine saubere Mittenabbildung zu erreichen. Das macht sie ideal für alle, die hervorragenden Klang ohne aufwendiges Möbelrücken im Wohnzimmer erwarten.
Breite Bühne
Mit „Another Way To Look At It“ von George Duke lassen sich die audiophilen Qualitäten der Wharfedale Diamond 12.4 sehr schnell erfassen. Die Klangbühne spannt sich breit und stabil zwischen den beiden Lautsprechern auf. Instrumente werden klar voneinander getrennt und sauber im Raum positioniert. Besonders der Grundton fällt positiv auf: Er überzeugt durch Impulskraft, Schnelligkeit und ein sehr stimmiges Maß an Kontrolle, was dem Stück Rhythmus und Drive verleiht. Mit „Disfruto“ von Carla Morrison wechselt die Atmosphäre anschließend spürbar. Zunächst baut sich eine sanfte, fast intime Bühnenpräsenz auf, bevor die nur von einer Gitarre begleitete Stimme der Mexikanerin klar fokussiert in der Mitte erscheint. Kurz darauf setzt dann das Piano ein. Der bewusst eingesetzte Nachhall zieht die Bühne soweit auf, dass sie bis rechts und links neben den Hörplatz reicht. Die Klarheit, Ruhe und emotionale Ausstrahlung, mit der die Wharfedales dieses Arrangement präsentieren, ist wirklich beeindruckend.

Das sauber eingelassene ZWeieinhalb-Wege-System spielt auch uinter höheren Pegeln souverän und kontrolliert.
ntensität und Tiefe
Mit ARY und „The Sea“ verlassen wir die jazzige Umgebung und tauchen ein in deutlich sphärischere, atmosphärische Klangwelten. Erneut zeigen die Wharfedales, wie souverän sie mit Raum und Stimmung umgehen kann. Die Bühne wird erneut weit aufgezogen, der Hörraum scheint sich regelrecht zu öffnen. Das rhythmische Klopfen zu Beginn des Songs sitzt punktgenau, wirkt trocken und präzise und gibt dem Stück sofort Struktur und Halt. Mittig, leicht aus dem Hintergrund, taucht die markante Stimme der Norwegerin auf und gewinnt im Verlauf immer stärker an Präsenz und Ausdruck. Besonders spannend ist der Hall auf der Stimme, dessen Intensität immer wieder variiert und dem Song eine schwebende, fast hypnotische Tiefe verleiht. Die Synthesizer verteilen ihre Sounds großflächig im Raum und sorgen für ein umhüllendes, intensives Hörerlebnis. Wer atmosphärische Musik liebt, die Räume füllt und unter die Haut geht, sollte diesen Titel unbedingt einmal über die Diamond 12.4 hören.

Setzt man die magnetisch haftenden Frontblenden auf, verschwendet die Technik im HIntergrund.
Ärmel hoch und „lets rock“
Zum Abschluss wird es mit „Bombtrack“ von Rage Against The Machine deutlich härter. Jetzt gibt es kein vorsichtiges Herantasten – der Lautstärkeregler wandert direkt über Zimmerlautstärke hinaus. Das Intro packt mich sofort und zieht einen mitten ins Geschehen. Die von der Band gewollte dreckige, aggressive Grundstimmung wird kompromisslos in den Hörraum transportiert. Verzerrte Gitarren knallen roh und direkt, der Bass ist druckvoll, punchig und treibt den Song gnadenlos voran. Wer Rock mag, wird diese Performance lieben! Die wütende Stimme Zack de la Rochas sorgt für zusätzliche Spannung und Energie. Doch die Diamond 12.4 bleibt jederzeit souverän und behält auch unter höheren Pegeln die Kontrolle. Nichts wirkt angestrengt oder überfordert. Im Gegenteil: Die Wharfedales scheinen sich in diesem Genre richtig wohlzufühlen. Also darf „Killing In The Name Of“ direkt folgen – mit dem gleichen Ergebnis: Dynamik, Aggression und pure, ungefilterte Freude an der Musik.

Auch bei genauerem Hinsehen wird schnell klar: Die Wharfedales sind wirklich gut und hochwertig verarbeitet.
Fazit
Die Wharfedale Diamond 12.4 ist ein durchweg stimmiger Standlautsprecher, der in nahezu allen Disziplinen überzeugt. Sie verbindet modernes, wohnraumfreundliches Design mit sehr guter Verarbeitung und einem Klang, der mit zunehmender Spielzeit immer reifer und souveräner wird. Dank ihrer entspannten Anforderungen an Aufstellung und Raumgröße bleibt sie angenehm unkompliziert. Klanglich spielt sie dynamisch, räumlich und emotional zugleich. Wer viel Lautsprecher für vergleichsweise wenig Geld sucht und langfristig Freude haben möchte, findet hier einen echten Volltreffer.
Text, Fotos & Video: Roman Maier
Klasse: Einstiegsklasse
Preis-/Leistung: hervorragend
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Technische Daten
| Modell: | Wharfedale Diamond 12.4i |
|---|---|
| Produktkategorie: | Standlautsprecher |
| Preis: | 999 Euro / Paar |
| Garantie: | 5 Jahre |
| Ausführungen: | - Walnuss - Schwarz - Grau |
| Vertrieb: | IAD, Korschenbroich Tel.: 02161 / 617830 www.iad-audio.de |
| Abmessungen (HBT): | - 110 x 200 x 350 mm |
| Gewicht: | 22 Kg / Stück |
| Hochtöner: | 25 mm |
| Tiefmitteltöner: | 2 x 165 mm mit Klarity-Membran |
| Lieferumfang: | - Wharfedale Diamond 12.4i - magnetisch haftende Abdeckungen - Traversen + höhenverstellbare Füße - Anleitung |
| Pros und Contras: | + exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis + perfekte Proportionen + schöne Haptik + sehr gute Verarbeitung + hohe Dynamik und Impulskraft + punchiger Grundton + flexibel in der Aufstellung + hohe Pegelfestigkeit - keine Contras |
| Benotung: | |
| Gesamtnote: | Highlight |
| Klasse: | Einstiegsklasse |
| Preis-/Leistung | hervorragend |








































