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Ein Kino in den eigenen vier Wänden, davon träumt jeder Filmfreund – und zwar idealerweise mit Front- und Surroundlautsprechern, einem Center und mindestens einem Subwoofer. Ein absoluter Traum. Allerdings lässt sich so etwas nicht immer leicht zu Hause realisieren. Sei es aus Platzmangel oder optischen Gründen, Argumente gibt es viele, warum sich mancher davor scheut sein Wohnzimmer in ein High-End-Kino zu verwandeln. Das bedeutet aber nicht, dass man zwangsläufig auf packenden Surroundsound im eigenen Wohnzimmer verzichten muss, denn für solche Fälle gibt es clevere, platzsparende und darüber hinaus preisgünstige Lösungen. Soundbar (mit Surround-Simulation) heißt hier das Zauberwort und erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit in der Heimkino-Gemeinschaft. Als „Virtual-Surround“-Pionier der ersten Stunde beschreibt Canton seine Systeme als „vielseitig einsetzbar, optisch zurückhaltend, klanglich präsent“. Genauer gesagt also als DIE Lösung, auf die alle Filmfreunde bis heute gewartet haben, die ihr Wohnzimmer nicht in einen Technikraum verwandeln wollen.

Flachbildschirm an die Wand, Soundbar drunter, Sub in die Ecke. Fertig ist das Wohnzimmerkino.

Flachbildschirm an die Wand, Soundbar drunter, Sub in die Ecke. Fertig ist das Wohnzimmerkino.

 

 

Canton
Der Name Canton steht für eine Kombination aus dem lateinischen “cantare” (singen) und “Ton”. Wenn vier Gründer ihrer Firma einen solchen Namen geben, dann sagt das schon sehr viel über die Ziele und die Firmenphilosophie aus. Stets höchste Klangqualität – in der Tradition von “pure music” – war ihr Anliegen, weshalb Hubert Milbers, Otfried Sandig, Günther Seitz und Wolfgang Seikritt am 17. Oktober 1972 die Lautsprecherschmiede Canton aus der Taufe hoben und am ersten Januar des darauf folgenden Jahres mit 35 Mitarbeitern in einer alten Dorfschule in Niederlauken offiziell mit der Entwicklung hochwertigster Audioprodukte begannen. Seitdem sind viele Jahre vergangen und das Unternehmen hat sich zu einem der weltweit angesehensten und größten Hersteller für Lautsprecher entwickelt. Ihre Innovationen sind wegweisend und zeigen stets die technische Meisterleistung der Canton-Ingenieure auf, welche bis heute stets dem Firmenmotto „pure music“ entwickeln und fertigen.

Klare Linien, zeitlos-schickes Design und eine hochwertige Schleiflack-Oberfläche. So präsentiert sich der zum Set gehörige Sub, der eigentlich zu hübsch ist, um versteckt zu werden.

Klare Linien, zeitlos-schickes Design und eine hochwertige Schleiflack-Oberfläche. So präsentiert sich der zum Set gehörige Sub, der eigentlich zu hübsch ist, um versteckt zu werden.

 

 

Haptik und Optik
In seidenmattem Schwarz steht unser Test-Exemplar DM900 vor uns. Die perfekt verarbeitete Oberfläche fällt umgehend ins Auge und gefällt sofort. Sehr edel und stimmig ist die Auswahl der hier verwendeten Materialien. Glatt, ohne den kleinsten Makel oder Einschluss und extrem unempfindlich für Fingerabdrücke, so präsentieren sich die Gehäuse der Soundbar und des zum Lieferumfang gehörigen Subwoofers. Beide Akteure sind sehr gut und stoßsicher verpackt, damit bereits auf dem Transportweg keinerlei Beschädigungen am Korpus entstehen können. Die Spaltmaße und Fertigungstoleranzen sind perfekt bzw. sehr gering und bestätigen den exquisiten Gesamteindruck des Sets, welcher sich bis hin zu den ausgesucht hochwertigen Anschlussterminals fortsetzt. Bei der Fernbedienung angekommen, fällt sofort das hohe Gewicht selbiger auf. Auch hier hat Canton nicht gespart und liefert einen solide und robust gefertigten Infrarotgeber mit, der zum Teil sogar über Aluminium-Applikationen verfügt. Insgesamt vermittelt das gesamte Set einen erstklassigen Eindruck, welcher weder durch Unstimmigkeiten oder Produktionssünden getrübt wird.

Canton DM900: So kompakt kann ein komplettes Heimkino-Setup sein.

Canton DM900 in schwarzer Schleiflack-Ausführung: So kompakt kann ein komplettes Heimkino-Setup sein.

 

 

Ausstattung und Anschluss
„Alles drin, was man braucht“, könnte man nach einem Blick auf die Ausstattungsliste des DM900 sagen. Einen optischen Eingang, einen analogen Stereo-Eingang und einen digitalen Cinch-Eingang hat das extraschlanke All-In-On-System ebenso zu bieten, wie den kabellose Datenempfang per Bluetooth. Somit ist das Canton-Set sowohl für den Heimkinoeinsatz wie die Musikwiedergabe geeignet und wird obendrein zur Schaltzentrale im eigenen Wohnzimmer. Dabei denkt Canton noch einen Schritt weiter und steckt alles in den Karton, was man zum Verkabeln der Anlage braucht. Zum Lieferumfang des DM900 gehören so – neben den dringend benötigten Stromkabeln – ein Stereo Cinch-Kabel sowie je ein koaxiales und ein optisches Digitalkabel. Somit kann man gleich nach dem Auspacken mit der Installation beginnen. Für die Montage an der Wand haben die Hessen eine Bohrschablone beigelegt, was die Vorbereitungen extrem erleichtert. So wird die Schablone einfach mittig unter dem TV-Gerät ausgerichtet und mit Abdeckband befestigt. Jetzt noch Löcher bohren, Dübel und Schrauben rein und schon hängt die Soundbar an der Wand. Ist die Installation abgeschlossen und das Gerät eingeschaltet, wird das hinter der feinmaschigen Gewebeabdeckung befindliche Display sichtbar. Hier hat Canton wieder einmal mitgedacht und seiner DM900 ein in seiner Geräteklasse einzigartiges Feature spendiert, das in großen blauen Lettern Auskunft über Surround-Modi, Quelle oder den gerade gewählten Lautstärkepegel gibt. Genial! Und es wird noch besser, denn um den Film- bzw. Musikgenuss nicht zu stören, schaltet sich selbiges nach wenigen Sekunden automatisch aus. Ebenfalls ein Kinderspiel ist die Aufstellung des Subwoofers. Auch hier wurde größter Wert auf Flexibilität und Einfachheit gelegt. So wird die schlanke Soundbar durch einen ebenfalls sehr kompakten, kabellos zu verbindenden Bassisten ergänzt, der seine Signale via Bluetooth von der Haupteinheit erhält. Und auch das macht Sinn, dank dieser cleveren Lösung entfällt das nervige Strippenwirrwarr, und es ergeben sich völlig neue Möglichkeiten in der Subwooferplatzierung. Um den Sub mit der Soundbar zu Paaren, wird lediglich die Pairing-Taste etwas länger als drei Sekunden gedrückt. Im Display erscheint nun „WLP“. Anschliessend wird der Subwoofer eingeschaltet der sich völlig selbstständig mit der Soundbar verbindet. Ist der Anmeldevorgang abgeschlossen, erscheint „CON“ im Display und dem Tieftonspaß steht nichts mehr im Wege. Wie von anderen Canton-Soundbar-Systemen gewohnt, verfügt auch dieses Modell über drei verschiedene Equalizer-Presets, die sich die Klangeingeschaften der DM900 je nach Aufstellungsort und Hörgeschmack anpassen und verbessern lassen. Ebenso verfügt unser Testproband über eine so genannte „Dynamic Range Compression“, welche die verschiedenen Lautstärken der Tonspur anpasst und auf einen Pegel einstellt. Im Detail bedeutet dass z.B., Dass Explosionen nicht mehr ganz so dynamisch dargestellt werden, der Film allerdings auch noch zu vorgerückter Stunde noch in einer höheren Lautstärke zu erleben ist, ohne die Nachbarn zu stören.

Sehr praktisch. Sämtliche Anschlussbuchsen wurden in eine Nische innerhalb des Gehäuses eingelassen. Hier finden sich u.a je ein koaxialer und optischer Digitaleingang, ein Analogeingang und ein optionaler Subwooferausgang. Über letzteren lässt sich alternativ ein kabelgebundener Bassist konnektieren.

Sehr praktisch. Sämtliche Anschlussbuchsen wurden in eine Nische innerhalb des Gehäuses eingelassen. Hier finden sich u.a je ein koaxialer und optischer Digitaleingang, ein Analogeingang und ein optionaler Subwooferausgang. Über letzteren lässt sich alternativ ein kabelgebundener Bassist konnektieren.

 

 

Der zum Lieferumfang gehörige Subwoofer ist gerade einmal 27 Zentimeter breit und 33 hoch. Da er via Bluetooth mit der Soundbar verbunden wird, gestaltet sich die Platzierung als sehr flexibel.

Der zum Lieferumfang gehörige Subwoofer ist gerade einmal 27 Zentimeter breit und 33 hoch. Da er via Bluetooth mit der Soundbar verbunden wird, gestaltet sich die Platzierung als sehr flexibel. Alternativ lässt sich der Sub aber natürlich auch via Kabel mit der Haupteinheit verbinden.

 

 

Jetzt gibt’s was auf die Ohren
Nachdem nun alles angeschlossen, eingerichtet und die übliche Einspielzeit beendet ist, kann’s endlich los gehen. Zu Beginn lassen wir Angelina Jolie in „Wanted“ zeigen, was Canton so alles möglich macht. Druckvoll legt das Set los und presst den Zuhörer mächtig ins Sofa. Spätestens, als die ersten Kugeln quer durch den Raum jagen, wird klar, dass dies ein echtes Hörerlebnis werden wird. Die Surround-Simulation erweist sich als räumlich ausgeprägt und bringt ein deutliches Plus im Vergleich zum TV-Stereoton. Stimmen im Film sind gut zu verstehen und weisen keinerlei nasale Klangfärbung auf. Dialoge lassen sich hervorragend orten und tragen zu einem exzellenten Filmerlebnis bei. Man vergisst die Soundbar während des Films komplett und hat das Gefühl, die Ereignisse finden im gesamten Hörraum statt. Der Subwoofer geht kraftvoll und mit Tiefgang ans Werk und verliert während des gesamten Films nie die Kontrolle. Die Dynamik des Downfire-Würfels ist für ein Gerät dieser Preisklasse erstaunlich und unterstreicht die Qualität unseres Test-Duos. Als Angelina schliesslich in ihrer Corvette vorfährt, klingt es als würde der V8 vor der Couch parken, so unglaublich exakt und präzise geht der Tieftonmeister hier ans Werk. Er wird perfekt durch die Soundbar im Mittel- und Hochtonbereich unterstützt und realisiert eine durchweg gelungene Vorstellung. Müsste ich es in einem Satz beschreiben, würde ich sagen: „Hier drängt sich nichts auf, aber alles ist da“. Nach dem Kinoeinsatz kommt es nun zur Stereoprobe. Und auch hier schlägt sich das Set hervorragend. Äußerst dynamisch geht unser Testkandidat an Pink Floyd heran und beweist eindrucksvoll, wie groß eine Bühne auch von einer ultraschlanken Soundbar gestaltet werden kann. Extrem präsent und mitreißend reproduzieren die Mittel- und Hochtöner die ihnen zugespielten Tonsignale und schaffen es auch hier, den letzten Skeptiker zu überzeugen.

Alternativ ist Cartoons DM900 auch in weisser Schleiflackausführung erhältlich.

Alternativ ist Cantons DM900 auch in weisser Schleiflackausführung erhältlich.

 

 

Fazit
Ganz großes Kino! Das ist es, was Canton mit seiner DM900 auf die Beine gestellt hat. Ein, in eine ansprechende Hülle verpacktes Set mit einem unglaublich dynamischen Klang, welcher prädestiniert ist, um Filme und Musik in ansprechender Qualität wiederzugeben. Was kann man sich als Filmfreund für sein Wohnzimmerkino mehr wünschen?

 

Test, Text: Bernd Heuer

Fotos: lite-magazin

 

Modell:Canton
DM900
Preis:799,00 Euro / Set
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:schwarz, weiß (seidenmatt)
Vertrieb:Canton, Weilrod
Tel.: 06083 2870
www.canton.de
Abmessungen (HBT):60 x 890 x 65 mm (Soundbar)
330 x 270 x 270 mm (Subwoofer)
Gewicht:2,9 Kg (Soundbar)
8,4 Kg (Subwoofer)
Hochtöner:2 x 19 mm
Mittelöner:4 x 50 mm
Tieftöner:1 x 220 mm (Subwoofer)
Frequenzbereich:30 Hz - 23 kHz (Herstellerangabe)
Ein-/Ausgänge:- Bluetooth
- koaxialer Digitaleingang
- optischer Digitaleingang
- analoger Eingang
- Subwooferausgang
Besonderes: - Virtual Surround
- Dolby-Digital-Dekoder
- DTS TrueSurround
- LipSync-Funktion
- wireless Subwoofer
- Bluetooth
- HDF-Gehäuse
Lieferumfang:- DM900 Soundbar
- wireless-Subwoofer
- Fernbedienung
- Bedienungsanleitung
- Montage-Schablone
- Netzkabel
- Analog- und Digitalkabel
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,1
Ausstattung (20%):1,1
Gesamtnote:1,1
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistunghervorragend

 

 

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