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Es gibt normale Mehrfachsteckdosen, bessere Steckdosenleisten und es gibt die EVO3 Polaris von IsoTek. Die ist sowas, wie der Rolls-Royce unter den Netzleisten. In unserem Praxistest musste sie sich ihre Lorbeeren aber erstmal verdienen …

IsoTek EVO3 Polaris: Der Rolls Royce unter den Netzleisten ...

IsoTek EVO3 Polaris: Der Rolls Royce unter den Netzleisten …

 

 

Unter HiFi-Enthusiasten gibt es kaum umstrittenere Produkte als solche, die mit der Stromversorgung zu tun haben: Netzfilter, Netzkabel, Netzleisten und Power Conditioner. Während dem einen beim bloßen Gedanken an diese Geräte die Haare zu Berge stehen, kämen die anderen nie auf die Idee ihre Anlage ohne zu betreiben. Dabei ist eine derart ideologisierte Sicht gar nicht notwendig, denn eigentlich ist es doch ganz einfach: Eine HiFi-Anlage braucht Strom, um zu funktionieren und eine hochwertige HiFi-Anlage braucht Bitteschön auch eine hochwertige Stromversorgung. Schließlich käme auch niemand auf die Idee seinen geliebten Rolls-Royce mit minderwertigem Sprit zu befüllen, um mal bei dem Auto-Vergleich zu bleiben.

 

 

Wer ist IsoTek?

Der britische Hersteller IsoTek hat es sich darum zur Aufgabe gemacht, eben diese hochwertigen Stromversorgungen für hochwertige HiFi-Anlagen herzustellen. Und damit hat das Team um Firmengründer Keith Martin großen Erfolg, denn innerhalb von nur 15 Jahren haben es die Ingenieure aus der Grafschaft Hampshire in England geschafft, sich international einen Namen zu machen und ihre Produkte in 45 Ländern auf der ganzen Welt zu verkaufen. In Deutschland kümmert sich seit kurzem die IDC Klaassen aus dem westfälischen Lünen um den Vertrieb der luxuriösen Stromversorgung.

Die mittig platzierte LED leuchtet blau, sobald Netzstrom anliegt und ein störungsfreier Betrieb gewährleistet ist.

Die mittig platzierte LED leuchtet blau, sobald Netzstrom anliegt und ein störungsfreier Betrieb gewährleistet ist.

 

 

Die EVO3 Polaris

… aus der Discovery-Serie ist das Einstiegsmodell der Engländer und auf den ersten Blick für den Laien womöglich gar nicht von einer normalen Netzleiste zu unterscheiden. Dass man es aber nicht mit einem Produkt von der Stange zu tun hat, fällt dann bereits beim Öffnen der hochwertigen Verpackung auf. Ist die 449,00 Euro kostende EVO3 erst von der schützenden Hülle befreit, hält man eine Netzleiste in Händen, deren Verarbeitungsqualität Ihresgleichen sucht. Die Oberflächen sind absolut makellos, wobei keinerlei Spuren einer mechanischen Bearbeitung zu finden sind. Das Gehäuse ist aus zwei Teilen zusammengesetzt: einem schwarz beschichteten Unterteil und dem silbernen Oberteil, das auch die sechs Schuko-Steckplätze aufnimmt, die in zwei Gruppen angeordnet sind. Dazwischen befindet sich das Typenschild und eine kleine blaue LED. Diese leuchtet, sobald die Steckdosenleiste am Netz angeschlossen und die störungsfreie Funktionalität gesichert ist. Zum Betrieb braucht man übrigens noch ein Kabel, denn an der Polaris EVO3 selbst, ist nur eine Kaltgeräte- (oder korrekt: IEC-Buchse) montiert, an der ein passender Leiter angeschlossen werden kann. Das hat den großen Vorteil, dass man je nach Gegebenheiten ein Kabel der passenden Länge verwenden kann und sich so den Drahtverhau hinter dem Rack erspart.

Zentralisiert: Jeder Steckplatz ist autonom und gleichberechtigt.

Zentralisiert: Jeder Steckplatz ist autonom und gleichberechtigt.

 

 

Ein Blick ins Innere

Durch das Lösen von acht kleinen Schrauben, lässt sich die Netzleiste in ihre beiden Hälften teilen, denn richtig interessant wird es, wenn man einen Blick ins Innere des Stromverteilers wirft. Jetzt nämlich werden auch schnell die Unterschiede zu einer normalen Steckdosenleiste klar. Diese beginnen gleich am Eingang, denn dort befindet sich eine kleine Feinsicherung, über die alles Folgende gegen Überlast abgesichert ist. Die Kehrseite der Medaille ist eine maximale Belastbarkeit der Leiste von 2300 Watt. Das sollte in den allermeisten Fällen aber dicke ausreichen. Folgt man den Leitern, entdeckt man eine kleine Platine, auf der sich ein paar elektrische Bauteile befinden. Diese Schaltung hat zwei Aufgaben:
Erstens: die angeschlossenen Geräte gegen tödliche äussere Einflüsse (wie zum Beispiel Blitzschlag) zu schützen. Dazu befinden sich drei kleine Varistoren auf der Platine, die einem maximalen Strom von bis zu 13.500 Ampere widerstehen können. Das geschieht im Normalfall, ohne das die Bauteile selbst schaden nehmen. Nach einem Blitzschlag kann es also umgehend weiter gehen.
Die zweite Aufgabe ist die Unterdrückung von Störungen, denn das Stromnetz ist keineswegs eine Einbahnstraße und daher auch nicht frei von unerwünschten Verschmutzungen. Das können Gleichspannungsanteile oder Wechselspannungen sein, die eine andere Frequenz haben als die üblichen 50 Hertz im europäischen Stromnetz. Und genau solche Störungen filtert die IsoTek Polaris heraus bzw. bedämpft sie genauer gesagt um bis zu 30dB.
Damit die bis zu sechs angeschlossenen Geräte sich nicht auch gegenseitig beeinflussen, sind die Steckdosen sternförmig an der Filterschaltung angeschlossen. Das heißt, alle Ausgänge sind völlig unabhängig von einander und haben die gleiche Priorität. Sie sind also nicht der Reihe nach angeordnet, wie es bei normalen Steckdosenleisten der Fall ist. Und diese Aufbereitungsqualitäten sind nicht bloß ein Verkaufsargument, sondern messbar, wie unser Praxistest zeigt. Während der „Blue Horizon Mains Noise Analyser“ direkt in die Steckdose eingesteckt maximale Verschmutzung anzeigte, gab das Display nach dem Einstecken in die EVO3 Polaris einen um mehr als 80 Prozent geminderten Störspannungspegel aus.

Alle sechs Steckplätze sind sternförmig mit der mittig platzierten Filterschaltung verbunden.

Alle sechs Steckplätze sind sternförmig mit der mittig platzierten Filterschaltung verbunden.

 

 

Das Kabel

Dem Testexemplar liegt ein eineinhalb Meter langes Kabel vom Typ „EVO3 Premier Power Cable“ bei, das mit 109,00 Euro extra zu Buche schlägt, der Polaris-Netzleiste in Sachen Verarbeitungsqualität aber um nichts nach steht. Das Kabel selbst besteht aus hochreinem, sauerstofffreiem OFC-Kupfer dessen vierzig einzelne Litzen versilbert und dadurch besonders leitfähig gemacht sind. Um das Kabel vor elektromagnetischen Einstrahlungen zu schützen, liegen die drei Leiter nicht einfach nebeneinander in ihrer Ummantelung, sondern sind miteinander verdrillt. Dadurch wird zum Beispiel verhindert, dass Funksignale (z.B. von Mobiltelefonen) während des Empfangs in das Kabel einstrahlen. Jede Adern ist zudem in eine Schicht Baumwolle gewickelt, die störende Mikrofonieeffekte verhindern soll. Mikrofonie nennt man das Phänomen, wenn elektrische Bauteile ungewollt als Schallwandler arbeiten, also Körper- oder Luftschall in elektrische Störungen umwandeln. Zu guter Letzt ist das Kabel ganz außen mit einer schützenden und besonders flexiblen, blauen Isolierung ummantelt. Die extramassiven Stecker werden von IsoTek selbst gefertigt und sind komplett vergossen, können also nicht geöffnet werden. Wozu auch? Die Kontakte sind ebenfalls aus bereits erwähntem, hochreinen Kupfer und zusätzlich 24 Karat vergoldet. Dabei erfüllt das Gold nicht etwa eine ästhetischen Zweck, sondern einen Technischen. Es ist nämlich das Material mit dem niedrigsten Kontaktwiderstand. Im Gegensatz zu den meisten anderen Metallen korrodiert es nicht und bietet so auch nach mehreren Jahren noch beste Kontakteigenschaften.

IsoTek EVO3 Premier: Das ebenfalls zur EVO3 gehörige Netzkabel ist sinnvoll aufgebaut, hervorragend verarbeitet und erweist sich als perfekter Partner der EVO3 Polaris.

IsoTek EVO3 Premier: Das ebenfalls zur EVO3 gehörige Netzkabel ist sinnvoll aufgebaut, hervorragend verarbeitet und erweist sich als perfekter Partner der EVO3 Polaris.

 

 

In der Praxis

Bei der Inbetriebnahme der IsoTek Netzleiste ist nichts weiter zu beachten. Sie ist identisch zu der einer herkömmlichen Steckdosenleiste. Durch die schon erwähnte Gleichwertigkeit der Ausgänge muss man sich zudem auch keine Gedanken über die Anordnung der Geräte machen. Wir können also gleich mit unserem Praxistest bzw. HiFi-Test mit der Wiedergabe von Vinyl beginnen – gleich nachdem alle angeschlossenen Geräte ihre Betriebstemperatur erreicht haben natürlich. Nachdem es dann endlich losgeht, überzeugt die IsoTek EVO3 von Beginn an auf ganzer Linie. Dabei wirkt die Wiedergabe sofort etwas leichtfüßiger und lockerer, vielleicht auch ein bisschen stimmiger als zuvor. Für diesen Test mussten ein mal mehr Johnny Cashs American Recordings herhalten. Sechs Alben, die kurz vor dem Tod der Country-Legende in seinem privaten Studio aufgenommen wurden und weitgehend auf üppige personelle oder technische Ausstattung verzichten und somit besondern authentisch wirken.
Mir fiel dabei am deutlichsten ein Unterschied in den Höhen auf. Meine Platten schienen viel feiner aufzulösen als zuvor, es waren mehr Details zu erkennen und das Klangbild schien klarer zu werden. Das liegt vermutlich an den Reinigungsqualitäten der Netzleiste, denn die Musik, die wir hören ist schließlich nichts anderes als modulierter Steckdosenstrom und wenn der besonders sauber ist, dann wird es wohl auch die Wiedergabe. Mich hat haben die gebotenen Qualitäten jedenfalls vollends überzeugt.

Mit dem Mains Noise Analyser von Blue Horizon gemessen, zeigt der Steckplatz hinter dem HiFi-Rack maximale Verschmutzung an (schwankend, je nach Uhrzeit). Mit der EVO3 Polaris dazwischen, wird ein Grossteil der "Verschmutzung" herausgefiltert und gelangt erst gar nicht zur Anlage.

Mit dem Mains Noise Analyser von Blue Horizon gemessen, zeigt der Steckplatz hinter dem HiFi-Rack maximale Verschmutzung an (schwankend, je nach Uhrzeit). Mit der EVO3 Polaris dazwischen, wird ein Grossteil der “Verschmutzung” herausgefiltert und gelangt erst gar nicht zur Anlage.

 

 

Fazit

Eine Sechsfach-Steckdosenleiste für rund 550,00 Euro inklusive des benötigten Kabels ist sicher kein Pappenstiel. Gemessen jedoch an Verarbeitungsqualität und dem Fertigungsaufwand, den die englische Manufaktur betreibt, wird schnell klar, dass der Preis keinesfalls aus der Luft gegriffen ist. Hält man sich ausserdem vor Augen, dass die Investition in die EVO3 Polaris Netzleiste von IsoTek die geliebte Anlage zum Beispiel vor Schäden durch Überspannung schützen kann, wird daraus schnell ein lohnendes Geschäft. Zumal die Klangqualitäten der eigenen Kette von einer hochwertigen Stromversorgung ebenfalls profitieren.

 

Test & Text: Jonas Bednarz

Fotos: www.lite-magazin.de

Modell:IsoTek
EVO3 Polaris
Produktkategorie:Netzleiste
Preis:449,00 Euro
Ausführungen:silber
Vertrieb:IDC Klaassen, Lünen
Tel.: 0231 / 9 86 02 85
www.idc-klaassen.com
Abmessungen (HBT):45 x 480 x 80 mm (ohne Stecker)
Gewicht:ca. 0,5 Kg
Anschlüsse:6 x IEC320-Ausgänge
1 x IEC320-Eingang
Lieferumfang:- IsoTek EVO3 Polaris
- Bedienungsanleitung
Besonderes:- kappt Spannungsspitzen
- Schützt gegen Überspannung
- Beseitigt Stromschmutz
- sehr gute Verarbeitung
Benotung:
Preis-/Leistungangemessen
150109.IsoTek_TESTsiegel

 

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