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Redakteur
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Es gibt kaum einen direkteren Weg anspruchsvoll Musik zu genießen, als über Kopfhörer. Direkt am MP3-Player oder Laptop angeschlossen, bleiben selbst die besten Exemplare allerdings meist hinter ihren Möglichkeiten zurück. Abhilfe schafft da ein spezieller Kopfhörerverstärker, der speziell für diese Aufgabe entwickelt wurde. So einen haben wir hier für Sie im Test.

Der kompakte Matrix Audio M-Stage HPA-2 USB ist ein kombinierter Kopfhörerverstärker und DAC.

Der kompakte Matrix Audio M-Stage HPA-2 USB ist ein kombinierter Kopfhörerverstärker und DAC.

 

 

Es hat viele Vorteile Musik über Kopfhörer zu genießen: Es klingt zumeist hervorragend und die lieben Nachbarn oder Mitbewohner haben auch ihre Ruhe. Noch dazu sind selbst die besten Kopfbügler meist deutlich günstiger als ein Paar Lautsprecher entsprechender Qualität. Je besser jedoch die Kopfhörer werden, umso eher gelangen herkömmliche Zuspieler bzw. Verstärkerbausteine an ihre Grenzen. Schließlich sind die Anforderungen zum Antreiben von Kopfhörern gänzlich andere, als die für Lautsprecher. Noch deutlich schlechter ist es um die Klangqualität am MP3-Player oder Notebook bestellt, denn die dort eingebauten Verstärkersektionen müssen in erster Linie kompakt, energieeffizient und billig sein und sind somit zumeist nicht auf guten Klang ausgelegt. Hegt man also einen gewissen Anspruch an die Musikwiedergabe, so kommt man auf lange Sicht kaum um den Kauf eines Kopfhörerverstärkers herum.

In unserem Test musst e sich der Matrix Audio M-Stage HPA-2 USB an einem Kennerton Magister beweisen.

In unserem Test musste sich der Matrix Audio M-Stage HPA-2 USB an einem Kennerton Magister beweisen.

Matrix Audio M-Stage HPA-2 USB – Das Klangupgrade

Einen interessanten wie spannenden Lösungsansatz bietet hier der amerikanische Vertrieb Matrix Audio. Ein Hersteller, der neben einigen hochwertigen Digital-Analog-Wandlern, vor allem durch eine Reihe anspruchsvoller Kopfhörerverstärker Bekanntheit erlangte. Während in den USA entwickelt wird, fertigt Matrix Audio überwiegend in China. Das hält die Kosten gering, muss die Qualität aber keinesfalls schmälern. Der beste Beweis dafür ist der „M-Stage HPA-2 USB“ Headphone-Amp. Ein kleines, schmuckes Kästchen, das in Sachen Fertigungsqualität kaum Wünsche offen lässt. Hier fällt bereits beim Auspacken das relativ hohe Gewicht des mit 28×11,5×5 Zentimeter ausgesprochen kompakt ausfallenen Gerätes auf. Die knapp 1,5 Kilogramm entfallen zum Großteil auf das massive Gehäuse, das komplett aus Aluminium gefertigt wurde und zugleich als Kühlkörper der im Innern thronenden Elektronik dient. Die mächtige, aufgesetzte Frontplatte ist wahlweise in schwarzer oder silberfarbener Ausführung lieferbar, wobei letztere Variante einen hübschen Kontrast zu dem ansonsten schwarz beschichteten Gehäuse bildet und sich optisch ausgesprochen gut im HiFi-Rack macht.

Blick ins Innere: Der Matrix Audio M-Stage HPA-2 USB - Kopfhörerverstärker ist mit hochwertigsten Bauteilen bestückt.

Blick ins Innere: Der Matrix Audio M-Stage HPA-2 USB – Kopfhörerverstärker ist mit hochwertigsten Bauteilen bestückt.

 

Neben dem großen und erstaunlich sanft laufenden Drehknopf, über den die Lautstärke eingestellt wird, befindet sich in einer kleinen Vertiefung in der Front die 6,3 Millimeter-Klinkenbuchse. Diese dient dem vorhandenen Kopfhörer als Anschluss. Dafür kann (je nach Modell) ein Adapter nötig sein, der den Durchmesser des Anschlusses auf die – hauptsächlich bei portablen Geräten – üblichen 3,5 Millimeter verringert. Ein solcher liegt hochwertigen Kopfhörern in der Regel bei. Links daneben befinden sich zwei LED-Indikatoren, die Auskunft darüber geben, ob das Gerät eingeschaltet ist oder nicht und ob der Ausgang „scharf“ geschaltet ist. Denn nach dem Einschalten bleibt der Amp noch etwa zwei Sekunden stumm, bis er einen Ton von sich gibt. Hier gaben die cleveren Amerikaner mitgedacht, denn diese Verzögerung ist gewollt wie sinnvoll und hilft empfindliche Kopfhörer vor den berüchtigten Einschaltknackimpuls zu schützen. Nun sind diese beiden Leuchtdioden ja recht praktisch und auch eigentlich nichts Besonderes, so dass kein weiteres Wort darüber zu verlieren sein sollte. Wenn da nicht die Farbe wäre, denn die beiden Statusanzeigen leuchten blau und recht hell. Das kann gefallen, muss es aber nicht. Mir persönlich wäre eine etwas dezentere und wärmere Variante deutlich lieber, aber das ist meine rein subjektive Meinung. Das wäre es in Sachen „Kritik“ dann aber auch schon, denn sonst gibt es absolut nichts an diesem Gerät auszusetzen.
Also weiter im Text: Rechts des Ausgangs befindet sich ein kleiner Kippschalter, über den sich der gerade mit Signalen versorgte Eingang wählen lässt. Ein eher unübliches Feature in dieser Geräte- und Preisklasse, denn anders als viele Mitbewerber, besitzt der der HPA-2 nicht einen, sondern gleich zwei Eingänge. Rückseitig platziert nehmen diese Audiosignale über ein Paar solider und vergoldeter Cinch-Buchsen sowie via USB-B-Anschluss entgegen. Rechts daneben befindet sich ein weiteres Paar Cinch-Buchsen, das die Beschriftung „Output“ trägt. Eine weitere Überraschung, denn somit kann der kleine Amp kann nicht nur Kopfhörer antreiben, sondern auch Endstufen. Eingesetzt als puristische Vorstufe lässt sich mit der M-Stage USB somit eine kleine (aber feine) Anlage, beispielsweise bestehend Audio-PC, Plattenspieler und Aktivlautsprecher aufbauen.

Frontseite: Funktionsumfang des M-Stage HPA-2 USB.

Frontseite: Funktionsumfang des M-Stage HPA-2 USB.

 

Rückansicht: Ein- und Ausgänge am M-Stage HPA-2 USB.  Wichtig: via USB empfängt der Matrix Audio Dateien bis zu einer Abtastrate von 192 Kilohertz.

Rückansicht: Ein- und Ausgänge am M-Stage HPA-2 USB.
Wichtig: via USB empfängt der Matrix Audio Dateien bis zu einer Abtastrate von 192 Kilohertz.

 

In der Praxis

Genau das habe ich dann auch gemacht und meinen Laptop, mit iTunes und BitPerfect ausgestattet, als Quelle benutzt. Windows-Nutzer müssen, bevor es los gehen kann, nun einen Treiber von der beiliegenden Mini-CD installieren. Am Mac funktioniert es (wie üblich) sofort und ohne Treiber. Einfach Anstöpseln und fertig. Ist der Amp richtig erkannt, verkünden die Einstellungen dann, dass der integrierte Digital-Analog-Wandler (DAC) Daten bis zu einer maximalen Wortbreite von 24-Bit bei einer Abtastfrequenz von 192 Kilohertz (kHz) entgegen nimmt. Das ist deutlich mehr, als auf CDs üblich und bedeutet, dass die entsprechenden Dateien deutlich mehr Dynamik und Feininformationen enthalten können. Gerade beim Hören über hochwertige Kopfhörer kann diese Tatsache einen erheblichen Unterschied im Klangerlebnis ausmachen. Alle anderen gängigen Formate, inklusive der Standard-Auflösung von CDs, nimmt der DAC natürlich ebenfalls anstandslos entgegen. Für den Hörtest des kleinen Kopfhörer-Amps musste dann ein Kennerton Magister Holz-Kopfhörer herhalten, der sich in unserem kürzlich veröffentlichten Test bereits Bestnoten verdiente. Also Computer an, USB-Kabel angesteckt, iTunes gestartet, Kopfhörer aufgesetzt und in ungeduldiger Erwartung den ersten Song angewählt. Danach Kopfhörer gleich wieder abgesetzt. Der Klang war bassarm und zugleich spitzer und schriller, als es gefallen könnte. Aber was war passiert? Ganz einfach: die kleine M-Stage kam direkt aus meinem nur spärlich beheizten, kleinen Lager. Daher lag ihre Kerntemperatur bei um die zehn Grad Celsius, was natürlich deutlich zu kalt für anspruchsvolle HiFi-Elektronik ist! Ein Problem, das schnell gelöst werden kann, indem ich meinem kleinen Gast zunächst eine Stunde Zeit gebe, um auf Betriebstemperatur zu kommen, bevor ich einen zweiten Anlauf versuchte. Ein Vorgang, der in normal beheizten Wohnräumen natürlich nicht mehr nötig, sondern nur vonnöten ist, sobald ihr Kopfhörerverstärker (oder auch jedes andere HiFi-Equipment) einmal zu kalt gelagert wurde.
Handwarm ist der HPA-2 dann klanglich auch nicht wiederzuerkennen. Keine Spur mehr von übertriebener Härte im Klangbild oder mangelndem Bass. Ganz im Gegenteil, denn nun überrascht der kleine Verstärker durch ein besonders entspanntes und lässiges Klangbild. Höhen kommen nun glänzend und seidig und der Bass ist rund und auf den Punkt. Besonders imponierend gelingt der Kombination zudem die Positionierung der einzelnen Musiker. Den Mitschnitt von Eric Claptons, mittlerweile schon legendär gewordenem, „Crossroads Guitar Festival“ von 2013 reproduzieren die beiden Spielpartner derart realistisch, dass die hochkarätigen Künstler zum Greifen nah vor mir auf der Bühne zu stehen scheinen, sobald ich die Augen schließe. Den Test am Kopfhörer hat der kompakte Matrix Audio M-Stage HPA-2 USB also mit Bravour bestanden! Sehr gut! Doch nun gilt es noch die Qualitäten des kleinen Amerikaners in seiner Funktion als Vorstufe zu überprüfen. Also schnell ein paar Aktivlautsprecher am Ausgang angeschlossen, Kopfhörer ausgesteckt (wichtig, denn ansonsten bleibt der Cinch-Ausgang stumm) und die hochauflösende Ausgabe des Eagles Klassikers „Hotel California“ angewählt. Ein Titel, der trotz seines Alters noch immer fasziniert und hervorragend klingt – vor allem in der großen 24 Bit/192 kHz-Version! So auch mit meiner hier agierenden Kombi, denn auch an meinen großen Lautsprechern bleibt die M-Stage ihren Qualitäten treu und liefert ein ausgesprochen tiefes Klangbild, in dem jedes Instrument seinen Platz findet. Dabei spielen die Bässe druckvoll, bleiben dabei aber dennoch jederzeit strukturiert und detailliert. Die Höhen lösen fein auf und geben dem Klangbild etwas Erfrischendes und Offenes. Kurz gesagt: So macht Musikhören einfach Spaß!

Digital auf dem PC, Mac oder auf NAS abgelegte Audiodateien nimmt der M-Stage HPA-2 via USB entgegen, wandelt über seinen internen DAC und gibt sie dann an den Kopfhörer aus.

Digital auf dem PC, Mac oder auf NAS abgelegte Audiodateien nimmt der M-Stage HPA-2 via USB entgegen, wandelt über seinen internen DAC und gibt sie dann an den Kopfhörer aus.

 

Fazit

Wenn Sie Wert auf hochwertigen Klang legen und mit dem Gedanken spielen, sich ein gutes Paar Kopfhörer zu gönnen (oder vielleicht schon eines besitzen), dann probieren Sie unbedingt die „M-Stage HPA-2 USB“ dazu aus! Dieser kleine Kopfhörerverstärker von Matrix Audio lässt Ihren neuen Kopfbügler garantiert zur Höchstform auflaufen! Für Kopfhörerfreunde ein absoluter (Klang-)Luxus, dessen Preisgestaltung von rund 350 Euro, gemessen an Fertigungsqualität, Klangperformance und Ausstattung geradezu als Schnäppchen zu bezeichnen ist. Und das im doppeltem Sinne, denn schließlich verstärkt dieses Gerät nicht nur analoge Signale, sondern dient gleichzeitig als erstaunlich präziser DAC für digitale Daten vom Computer.

Test & Text: Jonas Bednarz

Fotos: lite-magazin, Herstellerbilder

 

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Technische Daten

Modell:Matrix Audio
M-Stage HPA-2 USB
Produktkategorie:Kopfhörerverstärker/DAC
Preis:349,00 Euro
Garantie:2 Jahre (Gewährleistung)
Ausführungen:schwarz, silber (Front)
Vertrieb:PSB Lautsprecher, Hofheim/Ts
Tel.: 0700 / 77200000
www.psb-lautsprecher.de
Abmessungen (HBT):50 x 115 x 280 mm
Gewicht:ca. 1,5 Kg
Eingänge:- USB
- analog Audio (Cinch)
Ausgänge:- Kopfhörerausgang (6,35mm)
- analog Audio (Cinch)
Besonderes:- hochwertiges Aluminium-Gehäuse
- exzellente Verarbeitung
- USB DAC (extern nutzbar)
- 2 Eingänge
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1,0 >
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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