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Redakteur
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Videospiele werden in Sachen Grafik immer realistischer, das wirklich „echte“ Gefühl beim Spielen bleibt aber oftmals aus. Schuld sind die zumeist „platten“ Displays, die das Eintauchen in die virtuelle Welt erschweren. Dieses Problem lässt sich aber lösen, BenQ hat mit dem Curved Gaming Monitor XR3501 einen ernstzunehmenden Vorschlag im Angebot.

Ein Gaming-Monitor für Rennspiel-Enthusiasten und Freunde von First Person Shootern: der BenQ XR3501.

Ein Gaming-Monitor für Rennspiel-Enthusiasten und Freunde von First Person Shootern: der BenQ XR3501.

Das wichtigste Argument zuerst: 35 Zoll groß ist das im 21:9-Format gehaltene Bild, das der Gaming-Monitor XR3501 präsentiert. Das ist mal eine Ansage! Eine, die allerdings noch getoppt werden kann. Wie das gehen soll? Mit einer extremen Krümmung des Displays, die BenQ wenig zurückhaltend „2000R Ultra Curve“ nennt. Klingt hochtrabend, ist aber tatsächlich durchaus angemessen. Denn dieses kurvige Design sorgt dafür, dass das Sichtfeld des Nutzers fast vollständig abgedeckt wird und auch der periphere Blickwinkel fast ausschließlich aufs Spielgeschehen ausgerichtet ist. Genau das ist bei herkömmlichen Displays ja meist das in der Einleitung beschriebene Problem – kann der Fokus auf einem noch so realistisch wirkenden Spiel liegen, so verhindert ein unwillkürlicher Augenwinkel-Blick auf die Wohnumgebung dennoch, dass man richtig ins Spiel eintauchen kann. Mit dem XR3501 soll dem ein Ende gesetzt werden, hier wird jegliche Ablenkung durch die extreme Krümmung verbannt.

 

Optik und Design der Spitzenklasse

Ein derart stark gekrümmtes Display will beim Transport deutlich besser geschützt sein als die flachen Kollegen. Dementsprechend steckt der XR3501 auch zwischen Styroporplatten sicher verpackt im Karton. Dieser ist auch nicht unbedingt handlich, dann selbst ohne Schutzverpackung misst der Gaming-Monitor circa 50 x 85 Zentimeter (Höhe x Breite). So wird dann auch kein Zweifel daran gelassen, dass es sich hier um ein wahres Schwergewicht handelt. Etwas mehr als elf Kilogramm bringt der XR3501 auf die Waage – ist doch nichts, glauben Sie? Nun ja, das gilt vielleicht beim olympischen Gewichtheben, aber für einen Monitor ist das schon ein stattliches Gewicht. Und das wird von einem chromfarbenen Standfuß aus Kunststoff gehalten, der sich in V-Form nach vorne spreizt.

Da zeigt sich allerdings auch eine kleine Schwäche des XR3501, denn obwohl er für Action auf dem Bildschirm immer zu haben ist, fällt die eigene Beweglichkeit ziemlich eingeschränkt aus. Lediglich das Neigen ist möglich, von -5 bis +15 Grad reicht der Spielraum. Ein mehr als ausreichender Bereich. Drehen oder Schwenken ist hingegen keine Option und auch die Höhenverstellung fehlt. Pech für großgewachsene Personen, zumal die Montage an alternativen Halterungen auch nicht ohne Weiteres möglich ist.

Ein extrem breites Bild im 21:9-Format und die extreme Krümmung sorgen für das Eintauchen in die Spielwelt.

Ein extrem breites Bild im 21:9-Format und die extreme Krümmung sorgen für das Eintauchen in die Spielwelt.

Pluspunkte sammelt der XR3501 eindeutig in anderen Bereichen, zum Beispiel bei seinem sehr schicken Erscheinungsbild, das durch hervorragende Verarbeitung sehr gut in Szene gesetzt wird. Das Display sitzt in einem matten Rahmen, der unten etwas dicker ausfällt, als an den übrigen Seiten. Das liegt unter anderem an den Bedienelementen in der rechten Hälfte, bei denen es sich um von unten in den Rahmen eingelassene Druckknöpfe handelt. Diese lassen sich sehr gut ertasten und drücken – auch ohne Gegendruck von oben kann man so einhändig durch die Menüs navigieren. Gut ablesbare Einblendungen sorgen dafür, dass die Tasten ohne Beschriftung auskommen. Der clevere Bildschirmassistent geleitet einen so sicher durchs Menü.

Anschlüsse sind genug vorhanden, die kleinen Kabelführungen ein schönes Detail.

Anschlüsse sind genug vorhanden, die kleinen Kabelführungen ein schönes Detail.

Außerdem verantwortlich für den etwas dickeren Rahmen unten ist das silberfarbene Herstellerlogo in der Mitte. Das ist auch auf der Rückseite zu sehen, hier ist es allerdings deutlich größer ausgefallen und am oberen Rand platziert. Der Standfuß beziehungsweise dessen Fortsetzung mündet darunter in das eigentliche Display, wobei eine runde Abdeckung diese Verbindung und die Anschlüsse verdeckt. Noch ein Stück weiter unten ist ein rot ausgekleidetes Loch in der Strebe als Kabelführung und Hingucker integriert.

Die Kabelführung im Standfuß lässt Kabel aus dem Blickfeld des Gamers verschwinden.

Die Kabelführung im Standfuß lässt Kabel aus dem Blickfeld des Gamers verschwinden.

Keine integrierten Lautsprecher

Was bei der Ausstattung direkt auffällt: Integrierte Lautsprecher gibt es beim XR3501 nicht, hier sind also externe Aktiv-Boxen oder ein ordentliches Headset Pflicht. Wer allerdings Wert auf ein realistisches Gaming-Erlebnis mit räumlicher Soundkulisse legt und einen für diese Zwecke dedizierten Monitor sucht, wird diese Alternativen ohnehin vorziehen. Insofern dürften die fehlenden Speaker leicht zu verschmerzen sein. Das Headset kann dann übrigens problemlos am XR3501 eingestöpselt werden, denn die Audiosignale werden direkt an die entsprechenden Ausgänge weitergegeben. Als Ausgleich zum fehlenden Lautsprecher zeigt sich BenQ an anderer Stelle gleich wieder großzügig, denn im Lieferumfang sind gleich diverse Kabel enthalten. Im Detail sind dies ein HDMI-, ein Adapterkabel für DisplayPort auf MiniDisplayPort und ein 3,5-Millimeter-Klinkenkabel. Durchaus erwähnenswert, so viel Auswahl gibt es nämlich nicht bei jedem Display. Der XR3501 spielt allerdings auch in einer Preisklasse, in der man das eben auch ohne schlechtes Gewissen erwarten darf. Zusätzlich zu den Kabeln gibt es übrigens eine Abdeckung für das Anschlussfeld sowie eine Kurzanleitung in Papierform sowie eine CD-ROM mit Treiber und ausführlichem Handbuch im PDF-Format.

Die Bedienelemente sitzen zentral in der rechten Hälfte am unteren Rand.

Die Bedienelemente sitzen zentral in der rechten Hälfte am unteren Rand.

Entsprechend der Kabel im Lieferumfang sind natürlich auch diverse Anschlüsse vorhanden, auch einen Line-In- und einen Line-Out-Slot gibt es. Besonders interessant dürften aber die beiden HDMI-Ports sein. So bietet sich nämlich die Möglichkeit, sowohl den PC als auch die Spielkonsole anzuschließen und den XR3501 gleich für beide Gaming-Varianten zu nutzen. Wichtig hierbei: Die HDMI-Stecker sollten nicht allzu groß sein, ansonsten trifft man die im 90-Grad-Winkel installierten Buchsen nicht richtig. Schön hingegen ist die Kabelführung unter jedem Anschluss; hier kommt erst gar kein Chaos auf und die Signalleiter rutschen beim Aufsetzen der rückseitigen Abdeckung nicht in den Weg. So schafft Kabelführung zugleich auch optische Ordnung, denn alle Strippen laufen nun sauber und einigermaßen versteckt hinter dem Standfuß zum Display.

Das Herstellerlogo auf der Front ist klein, auf der Rückseite hingegen deutlich prominenter dimensioniert.

Das Herstellerlogo auf der Front ist klein, auf der Rückseite hingegen deutlich prominenter dimensioniert.

Die inneren Werte des XR3501 wissen ebenfalls zu überzeugen: Im Seitenverhältnis von 21:9 versammeln sich maximal 2560×1080 Pixel, die 16,7 Millionen Farben abbilden können. Die Bildwiederholfrequenz liegt mit 144 Hertz im hohen Bereich und sorgt für ein deutlich klareres Bild als bei Geräten mit geringerem Wert. Zusätzliche Technologien zur Bildoptimierung sind Senseye, AMA und „Black eQualizer“, das dunkle Bildbereiche deutlich sichtbarer macht, ohne hellere Elemente in Mitleidenschaft zu ziehen. Selbstverständlich lassen sich sämtliche Einstellungen über das Bildschirmmenü auch noch anpassen, um den persönlichen Bildgeschmack zu treffen. Und natürlich gibt es – bei einem Gaming-Monitor wenig überraschend – auch schon verschiedene Presets. Der XR3501 ist vor allem für Rennspiele prädestiniert, neben diesem Szenario gibt es aber auch noch zwei weitere Voreinstellungen für First Person Shooter – kurz FPS – oder auch „Ego-Shooter“ genannt. Der ambitionierte Rennpilot ist beim XR3501 genauso gut aufgehoben wie der Soldat, der sich durch diverse Maps schießt. Und genau das probieren wir auch mal aus.

Das Bildschirmmenü ist dezent gestaltet, die einzelnen Menüpunkte liegen direkt über den entsprechenden Bedientasten.

Das Bildschirmmenü ist dezent gestaltet, die einzelnen Menüpunkte liegen direkt über den entsprechenden Bedientasten.

Ein neues Level fürs Gaming

Die beiden größten Stärken des XR3501 – die extreme Breite und Wölbung – sorgen tatsächlich auf Anhieb für ein völlig neues Gaming-Gefühl. Jetzt ist man nämlich tatsächlich drin, statt “nur dabei”, wie es ein bekannter Werbespruch hier absolut treffend beschreibt. Viel mehr Inhalte und kleine Details drängen sich ins Blickfeld und viel mehr Feinheiten fallen auf. Einzige Voraussetzung dafür: das gewählte Spiel muss auch das 21:9-Format unterstützen. Als grobe Faustformel lässt sich hier festhalten: Je aktueller der Titel, desto größer die Chance auf ein entsprechendes Seitenverhältnis. Und obwohl der XR3501 nach subjektivem Eindruck auch aus qualitativ schlechter produzierten Spielen noch deutlich mehr herausholt als andere Displays, schadet natürlich auch eine hochqualitative Grafik nicht, damit Details entsprechend zur Geltung kommen. Die „Crysis“-Serie ist da ein gutes Beispiel wie realistisch Gaming aussehen und wirken kann, wenn man sich solch einem Spiel mit einem hochwertigen Monitor wie dem XR3501 widmet. Insbesondere in Kombination mit einem Headset fühlt man sich schon nach wenigen Augenblicken so, als würde man selbst im Nanosuit stecken und sich dem Kampf mit den Ceph und anderen Gegnern stellen. Ja, selbstverständlich wissen wir auch, dass ein Virtual-Reality-Device da nochmal einen draufsetzt, aber es soll ja auch Leute geben, die mit diesen den Kopf umschließenden Gadgets wenig anfangen können. Und da ist so ein Curved Gaming Monitor auf jeden Fall mehr als nur ein adäquater Ersatz.

Die starke Krümmung und das breite Bild sorgen für ablenkungsfreies Gaming, inklusive Einbezug des peripheren Sichtfelds.

Die starke Krümmung und das breite Bild sorgen für ablenkungsfreies Gaming, inklusive Einbezug des peripheren Sichtfelds.

Vor dem Band sitzend kommt dann sogar Fahrspaß bei Gamern auf, die mit Rennspielen sonst eher wenig anfangen können. Schließlich ist es ja ein großer Unterschied, ob man beim Autofahren nur durch die Windschutzscheibe oder obendrein aus den Augenwinkeln auch durch die Seitenfenster schauen kann (Formel-1-Boliden lassen wir bei dieser Veranschaulichung natürlich außen vor). Genau das ist ein erstaunlicher Effekt, sobald man zum ersten Mal ins virtuelle Auto steigt und plötzlich eine ganz neue Racing-Erfahrung macht. Dafür muss man übrigens noch nicht mal reine Rennsimulationen spielen, auch bei Titeln wie „GTA V“ stellt sich sofort ein ganz anderes Spielgefühl ein und es macht gleich doppelt so Spaß, kreuz und quer durch Los Santos zu heizen. Wer schonmal auf einem Curved-Monitor gezockt hat, weiss sicher sofort was gemeint ist.

Der chromfarbene Standfuß spreizt sich in V-Form nach vorne. Das Herstellerlogo im Rahmen darf natürlich auch nicht fehlen.

Der chromfarbene Standfuß spreizt sich in V-Form nach vorne. Das Herstellerlogo im Rahmen darf natürlich auch nicht fehlen.

Falls übrigens zwischendurch mal eine kleine Pause vom Gaming eingelegt werden soll: kein Problem, der XR3501 eignet sich auch gut als hochauflösender Bildschirm für Filme und Serien. Das Bild steht der tollen Gaming-Optik hier in nichts nach. Da es sich im einen 16:9-Monitor handelt, werden je nach zugespieltem Bildmaterial dann aber auch mal schwarze Balken sichtbar – da unterscheidet sich der BenQ-Monitor also ausnahmsweise mal nicht von den klassischen 16:9-Modellen. Wer also einen Monitor sucht, der den Schreibtisch zur Zuckerbude und zum Heimkino macht, der ist mit dem BenQ XR3501 absolut richtig beraten, denn 35 Zoll Bildschirmdiagonale und das “Mitten-Drin-Gefühl” sind hier absolute Pro-Argumente. Erst bei mehr als zwei Zuschauern wird es dann etwas knapp, denn je weiter aussen man zu einem Curved-Monitor sitzt, umso schwächer wird das wahrgenommene Bild. Aber das große Kino für mehr als zwei Personen ist bei einem dedizierten Gaming-Monitor nun auch nicht das Spezialgebiet.

Fazit

Für ein realistisches Gaming-Erlebnis führt kein Weg an gekrümmten Monitoren im Breitbild-Format vorbei. Und da setzt der BenQ XR3501 ohne Frage Maßstäbe, insbesondere das enorme Curved Design ist ein dominantes Argument im Konkurrenzkampf. Klar kostet solch ein Exemplar dann auch ein paar Euro mehr. Die hier aufgerufenen knapp 960 Euro werden allerdings nicht nur in einem schlichten Monitor zum Zocken angelegt und sind angesichts der gebotenen Materialqualität, des einfachen Handlings, der enormen Bildschirmdiagonalen, der gebotenen Möglichkeiten und des sehr guten Praxiseindrucks auch absolut gerechtfertigt.

Test & Text: Martin Sowa
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Spitzenklasse
Preis-/Leistung: gut - sehr gut

95 %

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90 %

160410.BenQ-Testsiegel

Technische Daten

Modell:BenQ XR3501
Produktkategorie:Curved Gaming Monitor
Preis:959,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:schwarz
Vertrieb:BenQ, Oberhausen
Tel.: 0208 / 409420
www.benq.de
Abmessungen (HBT):499 x 853 x 206 mm
Gewicht:11,1 Kilogramm
Seitenverhältnis:21:9
Bildschirmdiagonale:35 Zoll
Bildauflösung (max.):2560 x 1080 Pixel
Neigung (runter/rauf):-5°~15°
Natürlicher Kontrast:2000:1 (Herstellerangabe)
Blickwinkel (L/R;O/U) (CR>=10)178/178
Bildschirmfarben:16,7 Mio. (RGB 8 Bit)
Reaktionszeit:12ms, 4ms (GtG)
kompatibel mit:- Windows 7
- Windows 8
Anschlüsse:2 x HDMI
1 x DP
1x Line-In
1x Line-Out
1x Kopfhörerausgang
Lieferumfang:- Stromkabel (1,8m)
- HDMI 1.4-Kabel (1,8m)
- mDP-auf-DP-Kabel (1,8m)
- Audiokabel (1,8m)
- Garantiekarte
- Quick Start Guide
- CD
Besonderes:- extremes Curve-Design
- Black eQualizer
- AMA-Technologie
- Senseye-Technologie
- hoher Designfaktor
- doppelte Kabelführung
- abdeckbares Anschlussfeld
Benotung:
Bildqualität (40%):1,0
Ausstattung (20%):1,1
Praxis (40%):1,0
Gesamtnote:1,0
Klasse:Spitzenklasse
Preis-/Leistunggut - sehr gut

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