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Der Engländer Robinson Crusoe erleidet Schiffbruch und strandet auf einer einsamen Insel. Doch ganz allein ist Robinson dort nicht und der junge Mann sieht... Robinson Crusoe – Ein Schiffbruch kann auch lustig sein

Der Engländer Robinson Crusoe erleidet Schiffbruch und strandet auf einer einsamen Insel. Doch ganz allein ist Robinson dort nicht und der junge Mann sieht sich plötzlich mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert.

Kaum wagt sich der junge Robinson Crusoe (Matthias Schweighöfer) an Bord eines Schiffes, gerät dieses in Seenot und er landet auf einer einsamen Insel. (© Studiocanal)

Kaum wagt sich der junge Robinson Crusoe (Matthias Schweighöfer) an Bord eines Schiffes, gerät dieses in Seenot und er landet auf einer einsamen Insel. (© Studiocanal)

 

Das Leben auf See ist hart und rau, Robinson Crusoe (Matthias Schweighöfer) ist damit allerdings nicht vertraut und hat sich seine erste Fahrt ganz anders vorgestellt. Während er sich seekrank über die Reling beugt, zieht ein riesiger Sturm auf, der dem Schiff mit hohen Wellen schwer zusetzt. Robinson rettet sich so gerade eben noch unter Deck, doch als er am nächsten Morgen feststellt, dass das Schiff direkt an einer einsamen Insel auf Grund gelaufen ist, ist die restliche Mannschaft verschwunden. Robinson und sein Hund sind die einzigen verbliebenen Besatzungsmitglieder an Bord des zerstörten Schiffs. Also beschließen sie, sich zunächst möglichst gut auf der Insel einzurichten, um dort auf Rettung zu warten.

 

Allerdings sind sie auf der Insel nicht alleine, eine Gruppe von Tieren lebt dort bereits abgeschieden vom Rest der Welt. Für den Papagei Mick (Kaya Yanar) ist die Ankunft der fremden Gestalten der Beweis, dass die Welt größer ist als die Insel allein. Seine Freunde sind allerdings skeptisch, ob die Neuankömmlinge vertrauenswürdig sind und gehen erst mal auf Distanz. Doch langsam bauen die unterschiedlichen Inselbewohner Vertrauen zueinander auf, arrangieren sich mit der neuen Situation und wachsen zu einem schlagkräftigen Team zusammen. Das ist auch bitter nötig, denn ausgerechnet die fiesen Schiffskatzen sind mit Robinson gestrandet und haben sich auf der kargen Nachbarinsel zum Angriff auf die
neuen Freunde gerüstet…

Auf dem Eiland leben allerdings einige Tiere, darunter ein vorwitziger Papagei (Kaya Yanar), der Robinson neugierig beobachtet. (© Studiocanal)

Auf dem Eiland leben allerdings einige Tiere, darunter ein vorwitziger Papagei (Kaya Yanar), der Robinson neugierig beobachtet. (© Studiocanal)

Mit dem Klassiker von Daniel Defoe hat der Animationsfilm nur noch die Basiselemente gemeinsam, wichtige Details finden sich allerdings zumindest in Andeutungen wieder. Der Hinweis auf Kannibalen (die es in der kindgerechten Geschichte natürlich nicht gibt), der Name „Dienstag“ für den Papagei und der Versuch, eine „Festung“ zu errichten, sind der literarischen Vorlage entnommen. Ansonsten löst sich Robinson Crusoe aber recht schnell von der bekannten Geschichte und geht eigene Wege. Die verlaufen mitunter zwar ein wenig seltsam, halten dafür aber eine Menge lustiger und komischer Situationen bereit, die das eigentlich tragische Schicksal Robinsons in ein rasantes Abenteuer verwandeln.

Die übrigen tierischen Bewohner der Insel stehen dem Neuankömmling allerdings eher skeptisch gegenüber. (© Studiocanal)

Die übrigen tierischen Bewohner der Insel stehen dem Neuankömmling allerdings eher skeptisch gegenüber. (© Studiocanal)

Großen Anteil an der gelungenen Umsetzung der originalfernen Geschichte ist die Besetzung der Synchronsprecher. Vor allem Kaya Yanar als vorlauter Papagei und die sehr selbstironisch auftretende Cindy aus Marzahn alias Ilka Bessin (sie leiht der tollpatschigen Tapirdame Rosie ihre Stimme) sind immer wieder für Lacher gut – es ist eben nicht ihr erster Animationsfilm. Matthias Schweighöfer („Der Nanny“) ist als Stimme Robinsons sofort zu erkennen und es fällt leicht, sich ihn anstelle der animierten Figur vorzustellen – Bewegungen und Synchronisation passen einfach hervorragend zusammen. Weitaus überraschender ist die Erkenntnis, dass die süße Stimme hinter dem kleinen Stachelschwein Epi der Schauspielerin Aylin Tezel („Macho Man“) gehört, der die Sympathien damit sicher sind.

Doch mit der Zeit gewöhnen sich die Tiere und Robinson aneinander. (© Studiocanal)

Doch mit der Zeit gewöhnen sich die Tiere und Robinson aneinander. (© Studiocanal)

Ebenfalls überraschend ist die unglaublich gute Qualität von Bild und Ton der Blu-ray. Kräftige Farben, brillante Kontraste, liebevolles Setting – bei der Gestaltung der Insel und der Schiffe wurde ganze Arbeit geleistet. Die detaillierten Animationen kommen so wunderbar zur Geltung und Robinson Crusoe reiht sich nahtlos in die Riege der hochgelobten Animationsfilme ein. Die allein durch die hervorragende Optik entstehende Atmosphäre wird von wunderbarem Surround-Sound verstärkt. Unglaublich präzise und klar werden die einzelnen Lautsprecher angesteuert und sorgen für eine rundum gelungene Klangkulisse, was sich besonders bei unerwarteten Hintergrundgeräuschen bemerkbar macht – etwa, als Robinson im Hintergrund euphorisch seinen Schussübungen nachgeht oder Rosie und Zottel hinter Robinsons Rücken laut schmatzend Früchte und Kekse genießen.
Zusätzlich punktet die Blu-ray mit sehr umfangreichem Bonusmaterial, das Einblicke in so gut wie jeden Bereich des Films gibt. Und wer damit immer noch nicht genug hat, sollte mal einen Blick auf die ebenso wie der eigentliche Film sehr liebevoll gestaltete Website zum Film werfen!

Das ist auch wichtig, denn neben Robinson sind auch die fiesen Schiffskatzen auf der Insel gestrandet und haben es auf die neuen Freunde abgesehen - ein Plan und Teamarbeit müssen her! (© Studiocanal)

Das ist auch wichtig, denn neben Robinson sind auch die fiesen Schiffskatzen auf der Insel gestrandet und haben es auf die neuen Freunde abgesehen – ein Plan und Teamarbeit müssen her! (© Studiocanal)

Fazit

Gestrandet auf einer einsamen Insel, ohne Kontakt zur Außenwelt – was sich nach purem Überlebenskampf anhört, wird in Robinson Crusoe zu einem spaßigen Abenteuer. Der Animationsfilm verleiht der literarischen Vorlage eine ganz neue Note und lässt die Geschichte in prächtigen Bildern und mit herausragendem Surround-Sound in sehr viel freundlicherem Licht erstrahlen und wird mit Sicherheit sowohl kleine Zuschauer als auch mit Robinson Crusoe vertraute Erwachsene begeistern.

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„Robinson Crusoe“ ist ab dem 9. Juni 2016 als DVD und Blu-ray im Vertrieb von Studiocanal erhältlich.

Genre
Animationsfilm

Altersfreigabe
ab 0 Jahren

Laufzeit
ca. 90 Minuten

Regie
Vincent Kesteloot, Ben Stassen

Cast
Matthias Schweighöfer, Kaya Yanar, Aylin Tezel, Cindy aus Marzahn, Dieter Hallervorden, Melanie Hinze, Tobias Lelle, Gerald Schaale

75 of 100

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