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Redakteur

Besser geht immer – deshalb zeichnen sich pfiffige Geräte durch ihre Fähigkeit zum Update aus, so können Leistungsvermögen und Funktionsvielfalt gesteigert werden. Pioneers Netzwerk-Musiksystem Fayola ist hier ein gutes Beispiel: Zum kabelfreien HiRes-Streaming und Multiroom-Management per App kommt nun dank frischer Firmware die Befähigung zur Sprachsteuerung über Alexa und Google Assistant. Wie das geht und was noch geht, haben wir uns angeschaut.

Die Pioneer Fayola besteht im Hifi-Setup aus dem Sound-System-Controller als Media-Center und zwei WLAN-Satellitenlautsprechern. Wer mehr Bass möchte, nimmt den Subwoofer hinzu, wer mehr Kino-Sound will, erweitert die Fayola mit zwei zusätzlichen Satelliten zur 4.1-Anlage.

Gutes bleibt – und deshalb ist die Pioneer Fayola auch mit der neu aufgespielten Firmware grundsätzlich die Gleiche geblieben. Das Wireless Music System, das wir schon als 2.0/2.1.-HiFi-Set und als 4.1-Heimkino-Set getestet haben, punktet nach wie vor mit den gleichen Vorzügen: Die Fayola ist eine kompakte Komplettanlage für HiFi und Heimkino, sie besteht im Stereo-Setup gerade mal aus einem schick-schlanken Media-Center und zwei kleinen Boxen, lässt sich aber mit einem Subwoofer und zwei weiteren Satelliten schnell bis zum 4.1-Heimkino-Set ausbauen. Der Knüller: Die Boxen werden nicht verkabelt, sondern per Streaming mit Signalen versorgt. Durch diese Kabelfreiheit ist die Anlage völlig aufstellungsflexibel. Zweiter Clou: Die Güte der Funkübertragung ist erstklassig. Dadurch streamt die Pioneer Fayola Musik und Filmton in Top-Qualität, die WLAN-Funkstrecke ermöglicht eine hochauflösende Audioqualität von PCM 96 Kilohertz/24 Bit. Über das kabelgebundene LAN ist dann sogar eine HiRes-Güte von PCM 192 Kilohertz/24 Bit sowie DSD128 möglich. Die Pioneer Fayola ist zudem in der Lage, unkomprimierten Mehrkanalton-Ton auszugeben und ihn auch in andere Räume zu übertragen. Damit sind wir beim dritten Trumpf: Das Streaming funktioniert zimmerübergreifend – also: Hausbeschallung per Multiroom. Um hier Kontrolle und Übersicht zu behalten, braucht man eine geeignete Bedienoberfläche, da erweist sich die leicht bedienbare Pioneer Remote-App für Android- und iOs-Geräte (also iPad, iPhone und iPod) als weiteres As. Nächster Pluspunkt: Die Pioneer Fayola ist sehr zugänglich. Das beweist sie mit elf Schnittstellen, die von Ethernet, Bluetooth und WiFi über den optischen Digitaleingang und USB sowie den analogen Input und die FM-Radio-Antenne bis hin zu den vier HDMI-Eingängen für Ultra-HD-Inhalte plus HDMI-Ausgang mit Audio-Return-Channel (ARC) reichen – die Pioneer Fayola ist halt auch ein kabelfreier Heimkino-Receiver. Ihre Zugänglichkeit zeigt die Fayola ebenso über das zugrundeliegende offene Multiroom-Audio-System, das in ihr steckt – und hier setzt das Update als erstes an.

Anschlussvielfalt: Der Sound-System-Controller glänzt mit elf Schnittstellen und Zugängen. Vier HDMI-Eingänge und ein HDMI-Ausgang sind die Highlights für die Heimkino-Fraktion.

Next Level: Aus „FireConnect“ wird „FlareConnect“

Das hinter Fayolas Fassade arbeitende Multiroom-Audio-System, eine Eigenentwicklung von Pioneer und der Schwestermarke Onkyo, hat eine Überarbeitung erfahren – und im Zuge der Aktualisierung auch einen Namenswechsel: Aus „FireConnect“ wird nun „FlareConnect“. Die Aufgabe ist immer noch dieselbe: Es sorgt als Multiroom-Standard dafür, dass die netzwerkfähigen Receiver, Streamer und Komplettsysteme von Pioneer und Onkyo vollkommen kompatibel sind – und als herstellerübergreifender Standard sorgt FlareConnect dafür, dass auch Produkte anderer Firmen eingebunden werden können. FlareConnect kooperiert deshalb mit DTS Play-Fi, dieser Standard wird von zahlreichen hochwertigen und namhaften HiFi-Marken unterstützt. FlareConnect setzt aber zudem auf Google Cast, so sind Geräte, die mit diesem Standard funktionieren, ebenso mit im Boot wie Komponenten, die über einen Google Chromecast-Dongle netzwerkfähig gemacht worden sind. Beide Kooperationen führen nun zu der wohl wichtigsten Neuerung des Fayola-Updates: Die Befähigung zu Sprachsteuerung.

Aus 2.0 wird 2.1: Mit einem Subwoofer wird der Klang der Anlage noch kräftiger im Tiefton. Der passende Pioneer-Woofer arbeitet nach dem Downfire-Prinzip, sein Lautsprecher strahlt nach unten gen Boden ab.

Optionale Sprachsteuerung mit Amazon Alexa oder Google Assistant

Im Zuge von Alexa und Co. ist die Sprachsteuerung aktuell das Top-Thema, wenn es um Anwendungskomfort geht. Pioneer und Onkyo sind hier durch ihr offenes FlareConnect-System am Puls der Zeit: Durch die Play-Fi-Fähigkeit funktionieren die Komponenten, also auch die Fayola, mit Amazons Alexa Voice Service-Technologie. Dafür benötigt man allerdings zusätzlich einen entsprechend Smart Speaker, einen sprachsteuerbaren Lautsprecher, der die zur Kommunikation nötigen Mikrofone und Schallwandler besitzt und WiFi-fähig ist. Pioneers Schwestermarke Onkyo hat für Alexa-Anhänger den Smart Speaker P3 in petto. Einen weiteren Kommunikationsweg eröffnet die Chromecast-Ausstattung der Pioneer/Onkyo-Komponenten: Sie können dadurch einerseits mit sämtlichen Streaming-Media-Adaptern von Google betrieben und über die App „Google Home“ gesteuert werden – und sie sind andererseits nun mit Google Assistant kompatibel. Auch hierfür braucht man einen entsprechenden Zusatzlautsprecher. Onkyo bietet in diesem Fall den Smart Speaker G3 an, er ist quasi das Pendant zum Alexa-Modell P3. So oder so: Diese kleinen Lautsprecher bieten der Pioneer Fayola das Entrée in das fingerlose Zeitalter, in die Fernbedienung per Sprachsteuerung.

Der Onkyo Smart Speaker G3 ist mit Google Assistant ausgestattet, mit ihm kann die Fayola an die Sprachsteuerung angebunden werden. Für Alexa-Anhänger gibt es den Onkyo Smart Speaker P3.

Pfiffige Neuerungen für Soft- und Hardware

Was ändert das Update der Fayola noch? Es macht mit etlichen Modifikationen die gesamte Performanz von Soft- und Hardware geschmeidiger. Das heißt im Klartext: Die Fayola arbeitet schneller und läuft stabiler – selbst in schwachen und labilen Funknetzen. Es gibt auch neue Features und spürbare Verbesserungen, die über die Pioneer Remote App abgerufen werden können. Zu den Novitäten gehört die PlayQueue-Funktion: Eine Playlist kann nun aus Titeln bestehen, die von ganz unterschiedlichen Quellen des heimischen Netzwerks stammen. Ob die einzelnen Tracks vom Computer kommen, vom USB-Speicher oder vom NAS-Server, also einem netzwerkgebundenen Speicher – das ist ab jetzt egal. Prima! Auch hardwareseitig ist die Fayola noch flexibler geworden. Nun kann auch Musik von ganz konventionellen Zuspielgeräten bis hin zum analogen Plattenspieler in das heimische Netzwerk eingespeist und in anderen Räumen über eine Streaming Box abgespielt werden. Damit der Funkverkehr klappt, muss dieser Zuspieler natürlich an einen FlareConnect-fähigen Verstärker oder Receiver angeschlossen werden. Da die Fayola auch über einen analogen Eingang verfügt, macht das Netzwerk-Musiksystem nun selbst Vinylisten happy. Das passt zum klangvollen Namen: Fayola bedeutet „die Glückliche“. Mit dem Update bedeutet Fayola zugleich „die Flexible“, denn als FlareConnect-fähige Anlage kann sie nun verschiedenen Rollen einnehmen. War zuvor klar festgelegt, wer als Master Signale liefert und wer als Slave die Signale empfängt, so können FlareConnect-Komponenten nun frei als Master oder als Slave definiert und eingesetzt werden. Das ist ein großer Fortschritt gerade für die Verwaltung und Steuerung auch größerer Systeme, also etwa der Fayola in einem Multiroom-Betrieb mit mehreren Zimmern und verschiedenen Zuspielern.

Die Pioneer Remote App für Tablet und Smartphone macht das Multiroom- und Musikmanagement einfach: Räume lassen sich leicht einrichten und mit anderen Zimmern verknüpfen, schließlich hat man über das Tablet die Kontrolle über das gesamte musikalische Geschehen in der Wohnung.

Udaten und Downloaden, Installieren und Initiieren

Wir testen die Netzwerk-Musiksystem diesmal als Stereoset mit Subwoofer, in dieser Konfiguration nennt sich das Set Pioneer Fayola FS-W50. Als erstes erledigen wir das Update der Firmware. Die Aktualisierung geht fixer als verkündet: Statt der angegebenen halben Stunde dauert sie gerade mal zwölf Minuten. Dann öffnen wir die Pioneer Remote App, die noch von den vorherigen Tests auf unserem Tablet ist, und spielen mal ein wenig mit den Möglichkeiten. Die Reaktionszeit der Fayola ist offenbar kürzer geworden, das Anwählen von Tracks geht noch flotter vonstatten. Auch angenehm: Wenn wir die Lautstärke verändern, wird über dem Schieber in einem Kreis der aktuell erreichte Pegel als Zahlenwert angezeigten. So hat man eine bessere Kontrolle. Das sind zwei Beispiele für die angesprochenen Performanz-Verbesserungen, die man eher so nebenbei findet und erlebt. Uns interessiert natürlich am meisten, wie sich die Fayola nun mit der Sprachsteuerung macht. Dafür benötigen wir einen kompatiblen Smart Speaker, also beispielsweise den Onkyo G3 (für den Google Assistant) oder Onkyo P3 (für Alexa). Dann brauchen wir die kostenlose „Google Home“-App für Android oder iOs (das ist die Version für iPhone und iPad), die wir auf dem Tablet oder Smartphone installieren und so die Einrichtung des Smart Speakers vornehmen. Hierfür ist im Fall des P3 ein Amazon-Account nötig, analog hierzu ist für den G3 ein Gmail-Konto unabdinglich.

Für die Sprachsteuerung über den Onkyo Smart Speaker G3 installiert man auf dem Smartphone oder Tablet die Google Home-App und konfiguriert dann den Google Assistant. Mit „Voice Match“ kann man man die Spracherkennung auf die eigene Stimme trainieren und somit später auf persönliche Ergebnisse zugreifen. Über „Musikdienste hinzufügen“ werden die Anbieter integriert, für die man einen Account hat.

Mit dem Smart Speaker zur Sprachsteuerung

Wir haben uns für die Sprachsteuerung mit dem Google Assistant entschieden und dementsprechend den Onkyo Smart Speaker G3 hinzugezogen. Der Account bei Gmail dürfte wohl bei den meisten schon existieren, darum geht dieser Einrichtungsschritt flott. Ansonsten: Konto einrichten. Dann folgen schon die nächsten Account-Fragen: Wer Musik seiner bevorzugten Musikstreaming-Dienste abspielen möchte, wählt sie gleich bei der Einrichtung aus. Zur Verfügung stehen Spotify, Google Play Music und Deezer. Für diese Verknüpfung muss man gestatten, dass Google die Standort-Informationen verwenden darf, sonst könne der Google Assistant nicht korrekt arbeiten. Mit dieser Datenpreisgabe wird aber wohl niemand, der mit Alexa oder dem Assistant willentlich einen 24-Stunden-Zuhörer in sein Heim lässt, ein Problem haben. Zur Nutzung von Google Play Music und Deezer ist per se ein kostenpflichtiges (Premium-)Abo erforderlich. Spotify ist grundsätzlich als kostenloser Dienst verfügbar, mit der Free-Version ist allerdings keine Songauswahl per Sprachsteuerung möglich, wie wir direkt nach dieser Einrichtung des G3 beim ersten Test erfahren. Die freundliche Frauenstimme des Google Assistant weist uns darauf hin, dass die Auswahl eines spezifischen Songs nur mit der (bezahlpflichtigen) Premium-Version geht. Also: Abo – und dann steht einem die völlig freie Auswahl des bevorzugten Dienstes zur Verfügung. Den favorisierten Online-Musikdienst kann man übrigens leicht mit zwei Fingertipps in der Google Home-App neu festlegen. Nun wollen wir unsere Songs natürlich nicht über den kleinen, aber trotzdem erstaunlich gut klingenden G3 hören, sondern über das Netzwerk-Musiksystem Pioneer Fayola FS-W50, das mit seiner 2.1-Konfiguration klanglich doch deutlich überlegen ist.

Sage „Ok Google“ – und schon geht’s los. Mit der Google Home-App richtet man dann die gefundenen Komponenten in den verschiedenen Hörzonen ein. Hier heißt unsere Fayola-Anlage noch „Pioneer AC 400 E068D8“, aber das ändert man schnell über den Menüpunkt „Einstellungen. Der zweite Menüpunkt „Gruppe erstellen“ bietet die Möglichkeit, die über den Onkyo Smart Speaker G3 per Sprachbefehl angeforderte Musik auch über andere Geräte und damit in anderen Räumen wiederzugeben.

Fayola meets Google Assistant

Dafür benutzen wir die Google Home-App, gehen in das Hauptmenü und dann in den Menüpunkt „Geräte“. Hier hat der G3 nun ein eigenes Fenster, in dem seine aktuelle Aktivität angezeigt wird: Interpret und Song samt Cover-Foto sowie Quelle des Tracks – sie ist in unserem Fall Spotify. Dieses Fenster in der App steht für eine Hörzone in der realen Wohnung, in der das Gerät steht. Wir haben hier schließlich ein System, das Multirooom möglich macht, also die Beschallung des gesamten Hauses. Zurück zur Zone: In dem angezeigten Feld sieht man rechts oben drei Punkte, wer dort draufdrückt, findet die Einstellungen für den G3. Hier geht man nun zu „Standardlautsprecher für Musik“ – und schon hat man die Wahl, welche Komponente die Wiedergabe leisten soll. Wir wählen die Fayola, die die Google Home-App sofort gefunden hat, sie wird als „Pioneer AC-400 E068D8/Lautsprecher mit integriertem Chromecast“ ausgewiesen. Den Namen ändern wir sofort hin zum griffigeren „Fayola FS-W50“. Klappt nun alles? Machen wir den Test: „Hey Google, spiele Queen“. Prompt antwortet der Assistent: „Alles klar, Queen wird von Spotify auf dem Gerät AC-400 E068D8 abgespielt.“ Später kann die freundliche Frauenstimme stattdessen auch „Fayola“ sagen, sehr angenehm. Fast genauso prompt hören wir dann über die Fayola in sattem 2.1-Ton den Titeltrack vom Album „Innuendo“ in der Remaster-Version von 2011. Diese Informationen samt Coverfoto bekommen wir über die Google Home-App angezeigt. Das ist schön übersichtlich, so weiß man schnell, was in welchem Raum der Hausbeschallung gerade läuft. Alternativ sehen wir diese Informationen auch in der Pioneer Remote App, hier firmiert der G3 als zugefügte Quelle unter der Bezeichnung „Chromecast built in“. Die Daten werden uns des Weiteren über eine Laufschrift im Display des Sound-System-Controllers der Fayola angezeigt – oder, wenn man den Fernseher per HDMI angeschlossen hat, über den Flatscreen. Beim Testen, was geht, erleben wir eine Überraschung: Die Musikauswahl gelingt mit dem Spotify Free-Account bis hin zum Album des von uns gewünschten Interpreten! Nur beim gezielten Songwunsch werden wir wieder auf den dafür nötigen Premium-Zugang verwiesen.

Alternativ lässt sich im Menü der Google Home-App der Standardlautsprecher für die Wiedergabe festlegen. Wir haben es über die Sprachsteuerung sogar hinbekommen, im Hörraum auf die Fayola „Moon Over Bourbon Street“ von Sting zu wünschen und in der Küche auf den G3 „Sweet Dreams” von den Eurhythmics. Google Assistant hat’s verstanden, umgesetzt und in der App angezeigt – doch beim gleichzeitigen Streamen zweier Songs streikt Spotify. Was über den G3 zur Pioneer Fayola gestreamt wird, können wir alternativ auch in der Pioneer Remote-App sehen und in der Lautstärke steuern.

Welcher Lautsprecher spielt nun welche Musik? Da sind die Management-Möglichkeiten durch das Update und die Einbindung der Sprachsteuerung noch vielfältiger geworden. Mit der Pioneer Remote-App steuern wir alle Komponenten, die innerhalb des FlareConnect-Netzwerks als Ein-Zimmer-Lösung oder als Multiroom-Setup zusammenarbeiten – in unserem Fall also die Fayola. Wenn wir nun den Smart Speaker samt Sprachsteuerung einbinden, wechseln wir erst mal zur Google Home-App. Hier können wir einstellen, wo das, was wir über den G3 an Audio-Inhalten anfordern, schließlich abgespielt wird. So lässt sich zum Beispiel der G3-Lautsprecher als reine Steuer-Einheit für die Befehle verwenden, während die Fayola-Anlage die eigentliche Audio-Wiedergabe leistet. Das betrifft übrigens nicht nur die Musikauswahl, sondern das gesamte Informationsangebot, das eine Sprachsteuerung heute so liefert. Wir bekommen also auch das Wetter oder das Witzrepertoire des Google Assistant serviert – im erstklassigen Sound der Pioneer Fayola FS-W50. In der Google Home App können wir aber ebenfalls Gruppen erstellen und so die im Hörraum stehende Fayola und den in der Küche postierten G3 koppeln. Das geht ruck-zuck mit drei Fingertipps, und so spielt nun in beiden Zimmern die gleiche Musik – das ist schon Multiroom-Betrieb! Lief vorher über die Fayola ein File von einem anderen Zuspieler, wird auf den Musikwunsch per Sprachsteuerung umgeschaltet – dieser Weg hat also Vorrang. Die Lautstärke kann man aber stets über beide Apps regeln – also über Google Home und Pioneer Remote. Musik von der Fayola auf den G3 spielen geht dann allerdings nicht, weil der G3-Lautsprecher auf Chromecast geeicht ist, nicht aber auf FlareConnect. Seine Hauptfunktion ist in diesem Setup, der Pioneer Fayola die Welt der Sprachsteuerung zu eröffnen – und das klappt ja ausgezeichnet.

Die Fayola versteht sich auch mit der Google Home-App, so gelingt die Einbindung des Smart Speakers für die Sprachsteuerung und die Zuweisung zu den Hörzonen.

Fazit

Die Pioneer Fayola erweist sich als clevere Anlage für HiFi und Heimkino: Hat das Netzwerk-Audiosystem bislang schon durch sein kabelfreies HiRes-Streaming und Multiroom-Management per App gepunktet, so kann die Fayola nun allein durch ein Update der Software ihre Performanz nochmals steigern. Der auffälligste Zugewinn ist die Möglichkeit zur Sprachsteuerung: Mithilfe eines smarten Lautsprechers kann die Fayola nun die Songs von verschiedenen Musikstreaming-Diensten auch auf verbales Kommando hin spielen – wahlweise über Amazons Alexa oder den Google Assistant. Dazu gesellen sich weitere frische Funktionen und Fähigkeiten: PlayQueue etwa erlaubt nun eine völlig freie Musik-Zusammenstellung von verschiedensten Zuspielern im heimischen Netzwerk, die neue FlareConnect-Version ermöglicht eine flexible Master/Slave-Rollenverteilung der vernetzten Komponenten und sorgt zudem dafür, dass selbst analoge Abspieler wie den Plattenspieler als Musiklieferant in das Beschallungssystem eingebunden werden können. Besser geht halt immer: Mit dem Update erweist sich die Pioneer Fayola als noch flexibler und vielseitiger, stabiler und schneller.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

91 %

87 %

99 %

180307.Pioneer-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Pioneer
Fayola FS-W50
Produktkategorie:Wireless Music System
Preise:- 2.0-Set ohne Subwoofer (= FS-W40): 1.199,00 Euro
- 2.1-Set mit Subwoofer (= FS-W50): 1.499,00 Euro
- optionaler Subwoofer FS-SW40: 429,00 Euro
- optionale Surround-Satelliten FS-S40: 549,00 Euro (Paarpreis)
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:Titan, Weiß
Vertrieb:Pioneer & Onkyo Europe, Willich
Telefon: +49 2154 / 913 13-0
www.pioneer.de
Abmessungen (HBT):- Sound-System-Controller: 680 x 445 x 290 mm
- Satellitenlautsprecher: 220 x 125 x 145 mm
Gewicht:- Sound-System-Controller: 3,2 kg
- Satellitenlautsprecher: 1,7 kg
Eingänge/Schnittstellen:1 x LAN (Ethernet, RJ45)
1 x WLAN (WiFi-Antenne)
1 x USB-A (2.0)
1 x digital optisch (TOSLink)
1x Bluetooth (Version 4.1+LE)
1 x analog (Cinch)
1 x Antenne (FM)
4 x HDMI (mit HDCP 2.2)
1x Radio-Tuner (FM)
Ausgänge1 x HDMI (mit HDCP 2.2 und ARC)
Unterstützte Audio-Formate:DSD (bis DSD128)
WAV, FLAC, ALAC, AIFF (bis 192 kHz/24 bit)
Apple Lossles (bis 192 kHz/24 bit)
LPMC (bis 48 kHz/16 bit)
mp3 (MPEG Layer III), WMA (44,1 kHz und 48 kHz)
Dolby TrueHD, Dolby Digital, Dolby Digital Plus, DTS, DTS-HD Master Audio, DTS-HD High Resolution Audio, DTS 96/24, DTS ES, DTS-HD Express
Maximale Samplingraten/
Auflösungen:
192 kHz/24 bit (LAN)
96 kHz/24 bit (WLAN)
Frequenzgang der Satelliten:65 Hz - 20 kHz (ohne Subwoofer)
85 Hz - 20 kHz (mit Subwoofer)
Lieferumfang:- 1 x Sound-System-Controller AC-400
- 2 x WLAN-Satellitenlautsprecher FS-400
- Fernbedienung (RC-932S)
- FM-Zimmerantenne
- 2 Netzkabel für die Satellitenlautsprecher FS-400
- 2 Batterien (AAA)
- Schnellstartanleitung
- Sicherheitsbroschüre
- Garantiekarte
Besonderes: kabelloses Streaming, Multiroom und Heimkino
- offenes System, unterstützt Google Cast und PlayFi
- neue Funktionen nach Firmware-Update: Sprachsteuerungs-Anbindung per Alexa oder Google Assistant (nur mit optionalem Smart Speaker), Komponenten flexibel als Master oder Slave definierbar, freiere Einbindbarkeit analoger/digitaler Zuspieler, freie Playlisten per PlayQueue
- kompatibel mit Tidal, Spotify, Deezer und Tunein
- kompatibel mit Ultra HD-Video
- einfache Steuerung mit der Pioneer Remote App
- einfach erweiterbar
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,1
Ausstattung (20%):1+
Gesamtnote:1,0
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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