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Mit der ersten Generation seiner Mu-so setzte Naim neue Design- und Klang-Maßstäbe für kabellose All-in-One-Musiksysteme. Mit der Mu-so 2 legen die Briten jetzt noch einen drauf. Geblieben sind das zeitlos gestylte, überaus edle Alu-Gehäuse, hinzugekommen sind unter anderem erweiterte Multiroom-Funktionen und ein Versprechen von einem „Hörgenuss wie es ihn bisher bei einem All-in-One-Wireless-System noch nie gab“. Das wollte ich genauer wissen …

Zeitlos elegant gestylt: Die Naim Mu-so 2.

Nie wurde soviel Musik gehört wie aktuell. Egal wo wir gehen und stehen läuft Musik. Ein Grund dafür sind die vielfältigen Möglichkeiten der Wiedergabe. Wo früher der klassische HiFi-Turm für guten Sound sorgte, stehen heute oft mehr oder weniger kompakte Audio-Systeme. Und die sollen dann bitteschön richtig gut ausschauen, viel können und selbstverständlich hervorragend klingen. Mit der Markteinführung seiner Mu-so-Reihe hat Naim hier vor etwa fünf Jahren den Trend erkannt und eine Vorreiterrolle eingenommen. Besonderes Augenmerk erlangte dabei das Serien-Flaggschiff, die Mu-so: Dank cleverer App-Oberfläche war der bequeme Direktzugriff auf vorhandene Spotify- und Tidal-Accounts hier ebenso möglich wie der Empfang tausender Internetradio-Stationen oder das Musikstreaming per UPnP – sogar in HiRes-Auflösung. Zur Ausstattung kamen ein bahnbrechendes Design und eine exzellente Verarbeitung. Jetzt hat Naim seinen Meilenstein nochmals überarbeitet. Auf den ersten Blick ist kaum ein Unterschied feststellbar, tatsächlich ist hier aber jede Menge neu bzw. nochmal verbessert worden.

Weniger ist mehr

Würde man beide Mu-so-Varianten nebeneinander stellen, könnte man meinen die Mu-so 2 wäre lediglich ein Facelift ihres Vorgängers. Tatsächlich aber stecken in der altbekannten „Verpackung“ jede Menge neue Bauteile und Features. Laut Herstellerangaben ist hier aus technischer Sicht kaum Stein auf dem anderen geblieben. 95 Prozent des Mu-so 2 sollen neu sein. Dazu gehören ein leicht überarbeitetes Gehäuse, ein besseres Bedienkonzept, neue Antriebseinheiten, eine optimierte digitale Signalverarbeitung und noch mehr Konnektivität. Zur Ausstattung aber später mehr. Zunächst einmal bleiben wir beim Design und der Verarbeitung:
Wie ihr Vorgänger besteht die Mu-so 2 im wesentlichen aus einem edlen, knapp 63 Zentimeter breiten Aluminium-Quader, der auf einer etwas schmaleren Plexiglasplatte ruht. In Opposition zur gebürsteten Alu-Optik steht dann die gewebebezogene Frontabdeckung, deren sanfte Formgebung das strenge Äussere gezielt auflockert. Sie ist wunschgemäß in vier Farbausführungen zu haben.
Auffälligstes Merkmal war und ist dagegen das markante Bedienfeld auf der Gehäuseoberseite: Ein integrierter Sensor weckt das Setup aus dem Standby-Schlaf und aktiviert die dezente Beleuchtung, sobald sich eine Hand nähert. Ein wirklich schöner Effekt, der das All-in-One-System gleich nochmal wertiger macht. Leuchtet das Bedienfeld auf, kann es mit einfachen Fingertipps ganz einfach direkt kontrolliert werden. Eine zweite Illumination im gläsernen Fuß macht dann fast den Eindruck als würde das Mu-so 2 schweben. In nur sanft oder hintergrundbeleuchteten Umgebungen kommt dieser Effekt richtig stark zur Geltung.

Mu-so 2 steht auf einem, dezent beleuchteten Plexi-Sockel.

Ab ins Netzwerk

Die Installation ist kinderleicht – wenn man weiß, wie es geht. Leider geben weder der beiliegende Quick Start Guide, noch die App genaue Auskunft darüber wie man das Mu-so 2 ins Netzwerk einbindet. In meinem Test hat es über folgende zwei Wege funktioniert:

Kabelgebunden:
1. Mu-so 2 per Netzwerkkabel mit dem Router verbinden
2. App aufrufen und Installations-Assistenten folgen
3. Mu-so 1148 aus verfügbaren Geräten wählen (ggfls. Update durchführen)
4. Land und Region auswählen
5. Namen vergeben (z.B. Wohnzimmer)
6. Fertig

Kabellos:
1. App aufrufen und Installations-Assistenten folgen
2. Resetnadel in dafür vorgesehene Öffnung stecken (neben USB-Port)
3. Nadel rausziehen, sobald Status-LED Violett blinkt
4. Mu-so 1148 aus verfügbaren Geräten wählen
5. Zielnetzwerk in App auswählen und Passwort eingeben
6. Fertig

Bevor es nun in den Praxistest geht, noch ein Wort zur Ausstattung: Da es sich beim Mu-so 2 um ein Wireless Musicsystem handelt, sind in erster Linie der implantierte Verstärker und die integrierten Lautsprecher als Ausstattung zu nennen. Satte 450 Watt sorgen hier für den Antrieb von gleich sechs Lautsprecher-Chassis. Als Doppel-Drei-Wege-System konzipiert, finden sie ihren Platz direkt hinter der bereits beschriebenen Gewebeabdeckung. Das zeitlos gestylte Naim-Setup hat aber noch viel mehr zu bieten: Beispielsweise ein neues, umfassendes Streaming-Modul. Über diese Plattform ist mein Testgast beispielsweise in der Lage HiRes-Dateien per UPnP in einer Abtastrate von bis zu 384 Kilohertz zu verarbeiten. Selbstverständlich kann Mu-so 2 hierüber aber auch tausende von Internetradiosender empfangen und direkt auf Musikdienste wie Spotify und Tidal zugreifen – immer vorausgesetzt, man hat ein entsprechendes Abo.

Geordnete Vielfalt per App

Die Quellwahl erfolgt dann wahlweise über die handliche Infrarotfernbedienung oder per Naim-App. Sie ist kostenlos für Apple- und Android-Devices in den jeweiligen Stores zu haben und aus meiner Sicht auf jeden Fall zu bevorzugen, bietet sie doch mehr Komfort und eine wirklich intuitive Benutzerführung. Die App ist dann auch die erste Wahl, in Sachen Multiroom: Das abwärtskompatible Mu-so 2 kann beispielsweise mit anderen Mu-so 2, mit dem Vorgänger Mu-so oder mit Mu-so Qb-Lautsprechern und weiteren kompatiblen Naim-Produkten gekoppelt werden. Und das auf gleich drei Wegen: Über Naims eigene Software, per AirPlay 2 oder via Google Chromecast. Ist das Multiroom-Setup eingerichtet, kann man dann im Wohnzimmer seinen Lieblings-Internetradiosender hören, während auf der Terrasse die favorisierte Tidal-Playlist spielt. Alles zentral per App kontrolliert und gesteuert. Alternativ lassen sich auch alle Räume mit gleicher Musik beschallen – selbstverständlich in unterschiedlicher Lautstärke und ebenfalls von einem Punkt justierbar.

Die App ist übersichtlich und richtig gut gemacht. Selbst die Datenrate des aktuell gespielten Songs (rechts) wird dargestellt.

Mu-so 2 für noch mehr Komfort

Ist die Applikation geöffnet, werden einem gleich alle verfügbaren Quellen in übersichtlicher Form im oberen Bereich angeboten. Wischt man diese Übersicht nach links, lässt sich mit einem einzigen Fingertipp auf einen der kabelgebundenen Eingänge (Analog, Digital, HDMI) umschalten.
In diesem Zusammenhang ist der HDMI-Port besonders interessant: Als HDMI/ARC ausgelegt, ist dieser so vorbereitet, dass er als Ein- und Ausgang dient. Musik kann über diesen Weg also in die Mu-so 2 oder auch hinaus transportiert werden. Ist beispielsweise der Fernseher über diesen Weg mit dem Naim-Setup verbunden, lässt sich die Lautstärke auch bequem über die Fernbedienung des Fernsehers kontrollieren.

Sämtliche Anschlüsse befinden sich rechts in einer Vertiefung unter dem Gehäuse.

Jede Menge Extras

Ein Klick auf das Symbol „Einstellungen“ eröffnet dann den Zugang zu jeder Menge weiterer Funktionen: Angefangen bei der Einstellung des Sleep-Timers oder der Alarmfunktion können hier alle Eingänge auch direkt bearbeitet werden. Das beginnt bei deren Aktivierung/Deaktivierung. Ist ein Eingang deaktiviert, taucht er in der oben beschriebenen Übersicht der verfügbaren Quellen dann auch gar nicht mehr auf. Darüber hinaus sind hier noch die Wahl der Basislautstärke und die Anpassung der Lippensynchronität möglich. Über besagten Menüpunkt lassen sich zudem der App-Hintergrund ändern, das Produkt direkt registrieren, nach Updates suchen oder das Mu-so 2 individuell benennen.
Der Punkt „Audio“ erlaubt dann die Loudness-Zuschaltung oder die Wahl der Maximallautstärke. Durchdacht sind die hier ebenfalls hinterlegten Presets „Keine Anpassung, „In der Nähe einer Wand“ und „In der Nähe einer Ecke“. So kann das Klangbild auf den Standort der Mu-so 2 angepasst werden. Ein sehr praktisches Feature! Hinzu kommen weitere Möglichkeiten der Anpassung, deren Aufzählung hier den Rahmen sprengen würde. Um ein paar Beispiele zu nennen, können Cover aktualisiert, die Auto-Standby-Zeit geändert oder die Intensität der Illumination des Bedienfeldes verändert werden.

Über das kleine Einstellungs-Symbol rechts oben in der App gelangt man u.a. an diverse Werkzeuge zur Klanganpassung.

Illuminiertes Touchfeld

Damit wäre ich auch schon beim markantesten Element, dem runden, bündig in die Gehäuseoberseite eingelassenen On-Unit-Bedienfeld. Genau genommen ein richtig cooles Touchfeld, das automatisch aufleuchtet, sobald sich die Hand nähert. Streicht man von links nach rechts über den Rand, erhöht man die Lautstärke, streicht man zurück, wird es wieder leiser. Auf welchem Lautstärkelevel man sich befindet, wird über den Lichtfortschritt symbolisiert. Eine Berührung auf die Mitte des Bedienfeldes genügt dann, um die klassischen Symbole für Play, Pause, Skip forward und Skip back aufleuchten zu lassen. Ein Fingertipp auf das direkt darüber platzierte Stern-Symbol erlaubt den Direktzugriff auf fünf zuvor hinterlegte Presets. So lässt sich beim Frühstück beispielsweise der Lieblingsradio-Sender direkt anwählen, ohne dass man Smartphone oder Fernbedienung zur Hand nehmen muss. Über einen Fingertipp auf die drei unter den Wiedergabefeldern dargestellten Punkte gelangt man dagegen in die Quell-Übersicht. Multiroom, Bluetooth, externe Eingänge, USB oder Spotify Connect – alles mit nur einem Klick anwählbar.

Die Annäherung mit der Hand genügt, schon leuchtet das Touchfeld auf.

Streaming einfach gemacht

Um die bereits sehr gute Klangperformance des Nachfolgers nochmal zu verbessern, hat Naim der Mu-so 2 in Sachen Technik keinen Stein mehr auf dem anderen gelassen. In Zusammenarbeit mit Focal entstand so ein völlig neues Lautsprecher-Setup, das von einer 450-Watt starken Endstufen-Einheit angetrieben wird. Und das wird jetzt sofort getestet. Und zwar mit einem kabellos von der NAS-Platte zugespielten Song in CD-Auflösung. Katy B eröffnet die Testsession mit „Little Red“. Nach dem zunächst zurückhaltenden Beginn, geht es kurz tief in den Basskeller, bevor die britische Künstlerin einsteigt. Die Stimme, durchzugsstark, facettenreich und präsent. Ich habe die erste Mu-so nie gehört, aber was die Mu-so 2 hier gleich zu Beginn raushaut, beeindruckt sofort. Vor allem, weil dem Sound trotz der enormen Präsenz jede Spur von Harschheit oder Härte fehlt. Eine Eigenschaft, die ihre positive Bestätigung findet, als die Synthies einsteigen. Statt nerviger Aufdringlichkeit bleibt das Klangbild ausgewogen, aber niemals plattgebügelt. Eine wirklich tolle Performance!

Die Befehligung kann wahlweise am Gerät, per App oder auch über die zum Lieferumfang gehörige Fernbedienung erfolgen.

HiRes? Kein Problem!

Mit „Use Me“ von Grace Jones greife ich dann eine Etage höher ins HiRes-Regal. Die 96-Kilohertz-FLAC-Datei gehört zu meinem festen Testrepertoire. Ein Song, den ich fast in- und auswendig kenne. Trotzdem weiß mich das kompakte Musiksystem hier gleich zu überraschen. Klar, der Klang ist jetzt hier nicht auf dem Niveau, das dedizierte High-End-Streamer wie der Naim Uniti Atom oder der Auralic Aries G1 an ausgewachsenen Audio-Systemen liefern. Das ist schon aufgrund der kompakten Abmessungen und der enormen Ausstattungsvielfalt des Naim nicht möglich. Meilenweit von genannten Boliden entfernt ist die Mu-so 2 aber auch nicht. Nein, ganz im Gegenteil, die Mu-so 2 spielt richtig gut. Zunächst ist hier die überraschend gute Räumlichkeit zu nennen. Mein Testgast spannt tatsächlich eine sehr schöne Bühne auf, die deutlich über seinen physikalischen Standort reicht. Auf dieser Bühne: Grace Jones in vollem Ausdruck. Links dahinter die typischen 80er-Synthies. Alles unterlegt von einer tiefen Bassdrum, die den Rhythmus vorgibt. Das Klangbild passt. Alles ist stimmig und macht sofort Spaß! Was mich aber mindestens genauso beeindruckt: Die Stimmpräsenz der Jamaikanerin. Scheinbar sauber aus ihrer Instrumentalumgebung herausgeschält, aber nie vor dem Eindruck sie sei separiert. Der musikalische Fluss stimmt und beweist Engagement, Spielfreude und Emotionalität.
Inzwischen bei „Nightclubbing“ angekommen, folgt die unweigerliche Pegelerhöhung. Spätestens jetzt macht sich die technische Aufrüstung der neuen Mu-so bemerkbar. Wenn man dem Naim-Alleskönner innerhalb weniger Augenblicke eines bescheinigen kann, ist es Leistungsstärke. Und noch etwas: Nach dem sanften Streichen über den Rand des Touch-Controllers wird es lauter, sonst passiert kaum etwas. Was sich hier vielleicht komisch liest, ist keine Selbstverständlichkeit. Denn während gerade kompakte Systeme deutliche Lautstärkeanstiege mit erhöhtem Rauschen oder einem kratzigem Hochton quittieren, spielt die Mu-so 2 einfach nur lauter. Ohne hörbare Einbrüche oder Verzerrungen bis locker über Zimmerlautstärke.

OIptional bietet Naim andersfarbige Frontabdeckungen für sein Mu-so 2 an.

Ans Eingemachte

Im nächsten Testabschnitt soll das hübsche Musiksystem dann mal so richtig die Ärmel hochkrempeln: Diesmal mit „Killing In The Name Of“ von Rage Against The Machine per Bluetooth. Ein Song, der seine Kraft erst so richtig entfaltet, wenn man ihn laut hört, sehr laut. Dynamik, Durchzug, Präsenz, sind die ersten Attribute, die mir dann auch sogleich einfallen. Was mir unter nochmals erhöhter Lautstärke mir aber ein bisschen fehlt, ist der Punch im Grundton. Aber kein Problem, das lässt sich in den Griff kriegen. Im Einstellungsmenü tippe ich auf den Punkt „Audio“, dann auf „Raumanpassung“ und wähle das Preset „In der Nähe einer Wand“. Sofort nimmt die Mu-so 2 den Tiefbass etwas zurück, liefert dafür aber einen verstärkten Grundton. Gute Entscheidung, denn jetzt spielt mein Testgast, trotz des gewählt hohen Pegels, in den unteren Frequenzetagen deutlich kontrollierter. Der Gesamtklang gewinnt dadurch an Ordnung und wirkt stimmiger. Das wiederum erhöht den Spaßfaktor und macht die Wiedergabe deutlich langzeittauglicher. Wem das an Bass aber nicht reicht, dem bieten sich zwei Möglichkeiten um Abhilfe zu schaffen:
Entweder man deaktiviert besagte Raumanpassung oder man schaltet die Loudness zu. Beides ist mit wenigen Fingertipps in Sekunden erledigt.

Die strömungsoptimierte Bassreflex-Öffnung sitzt links unter dem Alu-Gehäuse.

Ruhiger aber nicht langweilig

Zum Abschluss meines Checks wird dann noch die Einbindung des Musikdienstes Tidal getestet. Nach kurzer Suche entscheide ich mich für „Black Moon Rising“ von den Black Pumas. Ein eher ruhiger Song mit Ausdruck und Atmosphäre. Kaum ist das Play-Symbol gedrückt, strömt die sanfte Dynamik des Stücks in den Hörraum. Mit feinen Einzelheiten, farbig und einer wunderschönen Grundwärme. Eric Burdons Stimme ist perfekt verständlich, das begleitende Schlagzeug im Hintergrund aber jederzeit präsent und die Gitarre bestens freigestellt aber niemals aufdringlich. Der Naim-Allesspieler manövriert leichtfüßig und gelassen durch den Song. Substanziell, unangestrengt, wohlig und frei von Verzerrungen oder anderen Beschränkungen. Ähnlich geht es dann mit „Colors“ vom gleichen Album weiter. Der Song ist ein anderer, mein Eindruck gleich. Auch jetzt spielt die Mu-so 2 mit größter Gelassenheit, ohne es jedoch an klanglichem Zug vermissen zu lassen. Auch jetzt intoniert Burden den Song mit leicht dunklem Charme und Wärme. Es tönt ungekünstelt, direkt und so, als stünde der Texaner direkt auf der imaginären Bühne im Hörraum. So muss das sein. Die Wiedergabe ist so imposant, dass ich mich im Sessel zurücklehne und mir gleich noch ein paar Songs des erst im Juni erschienenen Albums gebe. Wer auf eher ruhige, dafür aber perfekt durchgearbeitete und richtig gut interpretierten Soul steht, für den ist das Album „Black Pumas“ der gleichnamigen US-Band eine absolute Empfehlung.

Drückt man die drei Punktchen auf der Touch-Oberfläche, ist die Quellwahl direkt am Gerät möglich. Um beispielsweise auf “Bluetooth” zu wechseln, genügt eine kurze Berührung des entsprechenden Symbols.

Fazit

Gemessen an der Ausstattung darf man im Falle des Mu-so 2 durchaus von einem kompakten Audio-System sprechen. HiFi-Streaming-System wäre die treffendere Beschreibung. Der zweiten Mu-so-Generation gelingt es traditionelle HiFi-Tugenden perfekt mit heutigen Ansprüchen an die moderne Musik-Wiedergabe zu kombinieren. Analoge und digitale Anschlüsse erlauben den Signalempfang externer Quellen wie CD-Player oder LED-TV. Hinzu kommt der kabellose Direktzugriff auf Internetradio-Sender, Online-Musikdienste oder NAS-Platten. Letzteres sogar in HiRes-Auflösung bis 384 Kilohertz. Die Einbindung in ein Multiroom-Setup ist zudem ebenso möglich wie die Bluetooth-Zuspielung von mobilen Quellen. Die Bedienung ist trotz des umfangreichen Einstellmenüs einfach und intuitiv. Klanglich ist das Mu-so 2 zudem über jeden Zweifel erhaben. Egal ob sanfte Sounds oder hammerharte Rocksongs, das Naim-Setup nimmt sich jedem Genre gleichberechtigt an und überzeugt durch eine feine Auflösung, Impulskraft und Dynamik. Wer auf der Suche nach einem edel gemachten, zeitlos gestylten, modern ausgestatteten und richtig gut und authentisch klingenden All-in-One-System ist, MUSS sich die Mu-so 2 unbedingt mal anhören!

Test & Text: Roman Maier
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 94/95
Klasse: Spitzenklasse
Preis-/Leistung: gut - sehr gut

93

95

94

190721.Naim-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Naim
Mu-so 2
Produktkategorie:Wireless-Musiksystem
Preis:1.499 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:Gehäuse:
- Anthrazit

Abdeckung:
- Schwarz
- Oliv
- Terrakotta
- Pfauenblau
Vertrieb:Focal Naim Deutschland, Rosengarten
Tel.: 04105 7705-0
www.music-line.biz
Abmessungen (HBT):122 x 628 x 264 mm
Gewicht:11,2 kg
Prinzip:Drei-Wege, Bassreflex
Verstärkerleistung:450 Watt
Anschlüsse:1 x HDMI
1 x Analog Audio (3,5mm)
1 x optisch digital
1 x Ethernet
- Bluetooth
- Wifi
Lieferumfang:- Naim Mu-so 2
- Fernbedienung
- Stromkabel
- QuickStart-Guide
Pros und Contras:+ zeitloses Design
+ umfangreiche Ausstattung
+ zuverlässiges Touchfeld
+ HiRes-Streaming bis 384 kHz
+ sehr pegelfest
+ präzise Detailwiedergabe
+ umfangreiche Bedien-App
+ intuitive Bedienung

- kein Sub-Out
Benotung:
Klang (60%):93/95
Praxis (20%):95/95
Ausstattung (20%):94/95
Gesamtnote:94/95
Klasse:Spitzenklasse
Preis-/Leistunggut -sehr gut

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