von

Redakteur
English
Zur Übersetzung unserer Seiten nutzen wir Google Translate. Dazu wird eine Verbindung zu Google-Servern hergestellt und Daten werden übertragen (weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung). Wenn Sie damit einverstanden sind, können Sie über folgenden Button Google Translate aktivieren.

 

Die Auswahl an Kompaktboxen ist eigentlich groß. Bei hohen Ansprüchen an Optik und Klang schrumpft das Angebot jedoch zusehends. Insbesondere dann, wenn das Budget maximal den kleinsten vierstelligen Betrag erlaubt. Wohl dem, der sich an den Namen Magnat erinnert – mit der Signature 903 liefert das Unternehmen aus Pulheim genau die richtige Lösung, um in allen oben genannten Belangen glücklich zu werden.

Die Magnat Signature 903 ist exzellent verarbeitet und üppig ausgestattet.

Produkte aus dem Hause Magnat durften wir schon des Öfteren zum Test begrüßen und es ist immer wieder eine abwechslungsreiche Freude. Seit 1973 ist das Portfolio der amerikanischen Traditionsmarke stetig gewachsen und umfasst nahezu alles, was man im HiFi- und Heimkinobereich erwarten kann. Allein die Signature-Serie deckt mit zwei Standlautsprechern (die Modelle 909 und 905), der hier vorgestellten Regalbox 903 sowie dem Center 93 und dem Aktivsubwoofer Sub 930A diverse Einsatzszenarien wirkungsvoll ab. Auch Zuspieler sind reichlich verfügbar, sei es nun für Freunde von Vinyl, CD oder rein digital gespeicherter Musik inklusive Multiroom-Ambitionen. Das Schönste dabei: Nicht nur Ausstattung und Klang sind aller Ehren wert, die Magnat-Komponenten sehen auch alle noch ganz hervorragend aus.

Unebenheiten, Einschlüsse oder andere Unkorrektheiten sind selbst bei genauerer Betrachtung nicht zu finden.

Makassar für maximale Eleganz

Wie gewohnt setzt Magnat auch bei den Signature 903 auf ein zeitloses und klares Design. Das robuste MDF-Gehäuse steckt in einem eleganten Kleid aus wahlweise schwarzem Pianolack oder hochglanzlackiertem Echtholz-Furnier. Dabei handelt es sich konkret um edles Makassar-Ebenholz, das nach dem Hafen der gleichnamigen Stadt benannt wurde. Schon allein die charakteristische Maserung des abwechselnd dunklen und honigfarbenen Holzes verleiht den Signature 903 einen hochwertigen Look. Sauber abgerundete Kanten und ein sich nach hinten leicht verjüngender Korpus verstärken diesen hervorragenden Eindruck.

Besonders schön ist die magnetische Halterung der mit feinmaschigem, schwarzem Stoff bespannten Frontblende. So wird die Schallwand nicht durch Steckverbindungen gestört. Dadurch kommt das Hochtonmodul besonders gut zur Geltung, das inmitten eines Einsatzes aus gebürstetem Aluminium bündig in die Schallwand eingelassen ist. Neben dem Herstellerlogo deutet hier schon das begehrt Hi-Res-Logo auf die besonderen Qualitäten der Signature 903 hin. Ein weiterer Hinweis auf die überdurchschnittliche Ausstattung der Kompaktboxen: Im Lieferumfang sind neben selbstklebenden Silikonfüßen auch Metall-Spikes vorhanden. Ein kleines Detail, das nicht nur der Entkoppelung vom Untergrund und damit dem Klang zuträglich ist, sondern auch den Anspruch an die Signature 903 als HiFi-Lautsprecher unterstreicht.

Wer die Technik nicht sehen möchte, setzt einfach die zum Lieferumfang gehörigen Abdeckungen auf. Sie haften selbstverständlich magnetisch.

Schon allein aus optischen Gründen sollte man die Signature 903 also bewusst in Szene setzen und nicht etwa in eine Ecke verbannen. Zusätzlich weist der rückseitige und großzügig bemessene Bassreflexport darauf hin, dass ein wenig Wandabstand auch klangliche Vorteile mit sich bringt. Die kompakten Magnat-Lautsprecher verfügen schließlich über ernstzunehmende Kraftreserven.

Doppelt klingt besser

Die für eine druckvolle Darbietung nötige Power schöpfen die Signature 903 aus ihrem Drei-Wege-System. Ganz richtig gelesen, die Kompaktboxen verfügen über ein Treiber-Trio anstelle des ansonsten vorherrschenden Doppelpacks. Auf den ersten Blick fällt das allerdings gar nicht so sehr auf, schließlich dominiert der 17 Zentimeter große Mitteltieftöner optisch das „Gesicht“ der Magnat-Schallwandler. Bei ihm handelt es sich um ein Exemplar mit einer Keramik-Aluminium-Membran. Diese Kombination sorgt für eine hohe Steifigkeit und damit eine hervorragende innere Dämpfung, zu der auch die inverse Dustcap beiträgt. Im Kampf gegen Störgeräusche steht ihnen ein großzügig belüfteter Aluminium-Druckgusskorb zur Seite. Auch die Unterstützung eines verzerrungsoptimierten Magnetsystems ist ihnen gewiss.

Der 170er-Tiefmitteltöner sorgt für Zug im Grundton und für ordentliches Volumen im Tiefbassbereich.

Da lässt sich natürlich auch die aufwändig optimierte Frequenzweiche nicht lumpen, die den bis zu 30 Hertz hinabreichenden Einsatzbereich des Mitteltieftöners ab 2.400 Hertz an den Hochtöner übergibt. Den ersten der beiden Hochtöner, um genau zu sein. Schließlich verfügen die Signature 903 über ein neu entwickeltes Modul, das zwei fmax-Signature-Kalotten beherbergt. Mit dieser Bezeichnung kennzeichnet Magnat die hauseigene „Spezialentwicklung“, die für eine Wiedergabe mit besonders hoher Detailtreue steht. Eine Qualität, die ihr auch die eingangs erwähnte High-Res-Zertifizierung eingebracht hat. Dafür muss bekanntlich eine Frequenz von mindestens 40 Kilohertz erreicht werden – die 903er gehen hier mit 55 Kilohertz definitiv auf Nummer Sicher. Klanglich macht sich das übrigens primär indirekt bemerkbar, indem der Klang luftiger und räumlicher erscheint. Aber zurück zu den Frequenzen, die das menschliche Ohr noch problemlos ohne Umwege empfängt.

Auffällig ist das hier eingesetzte, Hi-Res-zertifizierte Doppelhochtonmodul.

Der Noch-Höher-Töner

Die Anbindung des Hochton-Moduls an den Mitteltonbereich obliegt der 30 Millimeter großen Kalotte. Sie liegt auch in der Schallwand näher am Tiefmitteltöner und passt mit ihrem langhubigen Antrieb und der breiten Sicke in allen Belangen ganz hervorragend zu ihm. Natürlich weist sie auch die typischen Hochtöner-Charakteristika auf, wie zum Beispiel eine feine Gewebemembran oder einen Waveguide für ein optimiertes Abstrahlverhalten.

Selbiges gilt auch für den zweiten Hochtöner im Bunde, der sogar als „Superhochtöner“ gilt – obwohl er mit 20 Millimetern Durchmesser etwas kleiner ausfällt als sein Begleiter. Er übernimmt ab 17.500 Hertz und komplettiert damit die Wiedergabe der Signature 903 mit einem idealen Rundstrahlverhalten. Angesichts dieser Bestückung ist es keine Überraschung, dass das Anschlussfeld der Kompaktboxen ebenfalls den Standard übertrifft. Die robusten und vergoldeten Schraubklemmen nehmen auch größere Kabelquerschnitte auf. Zudem ist es möglich, den Magnat-Lautsprechern Signale per Bi-Wiring zuzuspielen, um weitere Störfaktoren zu eliminieren und den Klang nochmals zu verbessern.

Das Anschlussmodul ist mit massiven Schraubklemmen in Bi-Wire-Anordnung ausgeführt.

Superhochtöner = Superklang

Wirklich notwendig ist das bei den Signature 903 aber nicht. Die Kompaktlautsprecher spielen „aus dem Stand“ auf höchstem Niveau. Den Anfang unseres Hörtests macht Brian Fallon mit seiner neuen Single „You Have Stolen My Heart“, die in gewohnter Manier mit ungeschliffenem, ehrlichen Sound aufwartet. Hier beweisen die Signature 903 direkt, dass sie nichts von künstlicher Schönfärberei halten. Sie verfälschen nichts und ehrliche Musik darf auch genau so klingen. Die Magnat-Boxen verschlucken dank ihres Hochtonmoduls keine Details und bieten eine hervorragende Auflösung. Auch die Gesangswiedergabe lässt keine Wünsche offen und klingt wunderbar plastisch.

Das zahlt sich verstärkt aus, als anschließend die mit einer wesentlich klareren Stimme gesegnete Britin Jess Glynne übernimmt. Ihre kraftvolle Ballade „Take Me Home“ rückt den Gesang noch stärker in den Mittelpunkt als es in Fallons Werken der Fall ist. Folgerichtig bietet sich den Signature 903 nun ebenfalls die Gelegenheit, sich primär auf die Stimmwiedergabe zu konzentrieren und ihre diesbezüglichen Stärken auszuspielen. Daran mangelt es wahrlich nicht. Sowohl die ruhigen Passagen als auch die plötzlich kraftvoll gesungenen Parts glänzen mit hervorragender Präzision und könnten wohl kaum besser klingen. Die Stimme löst sich sofort von den Boxen, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren. So schafft sie eine raumgreifende Atmosphäre, die bis in jede Ecke dringt. Jede Silbe, jeder Ton, einfach alles wird hier so detailliert dargestellt, dass Phonetiker ihre helle Freude daran haben dürften.

In Test musste sich die Signature 903 an diversen Zuspielern und Verstärkern beweisen.

Elegant und extrovertiert

Da wir uns aber nicht nur linguistischen Teildisziplinen widmen wollen, legen wir nun mit „You Worry Me“ von Nathaniel Rateliff & The Night Sweats einen groovigen Titel nach. Ein wenig balladesk ist der Song natürlich trotzdem noch, allerdings zeigen die Signature 903 hier schon, wie viel Dynamik sie mitbringen. Die Impulstreue ist hervorragend und die Wiedergabe reißt die Zuhörer sofort mit. Speziell im Refrain legen die Magnat-Boxen einen Gang zu und sorgen für Stimmung. Soviel Groove traut man den eleganten Kompaktlautsprechern auf den ersten Blick gar nicht zu, doch ihr edles Gewand hindert sie nicht an einem extrovertierten Auftreten.

Etwas über zwei Meter Abstand und leicht auf den Hörplatz ausgerichtet. In dieser Aufstellung spielte die Signature 903 in unserem Hörraum am besten auf.

Die einzige Frage, die da noch bleibt, ist die nach den Bassqualitäten. Kompakte Boxen sind hier bekanntlich oftmals aufgrund ihrer Abmessungen und ihres Volumens limitiert. Die Signature 903 ist allerdings nicht die kleinste Regalbox und das Duo liefert bereits mit den ersten Takten aus Dermot Kennedys „Power Over Me“ den Beweis, dass es auch tiefen Oktaven und purer Power zugetan ist. Der Beat flutet satt und voluminös den Hörraum und selbst beim sehr rohen „The Whistler“ von The White Buffalo behalten die Magnat-Schallwandler einen klaren Kopf – mit weiterhin sauberem und präzisem Klang begegnen sie der Herausforderung, die Lautsprecher ihrer Größe eigentlich vor weitaus höhere Hürden stellen müsste. Aber wer kann, der kann …

Der rückseitig untergebrachte Reflexport sorgt für eine Extraportion Tiefgang.

Fazit

Die hohe Qualität von Magnat-Lautsprechern sollte eigentlich niemanden mehr überraschen. Die schicken Signature 903 übertreffen allerdings erneut unsere Erwartungen. Bereits die elegante Oberfläche aus lackiertem Makassar-Ebenholz verdeutlich eindrucksvoll, dass wir es hier mit einer echten High-End-Box zu tun haben – obwohl sie preislich ab 999 Euro pro Paar durchaus noch im erschwinglichen Bereich liegen. Angesichts ihres hervorragenden Klangs ist das kaum zu glauben, so exzellent wie die Kompaktlautsprecher aufspielen. Keine Frage, wer bei einem entsprechenden Budget kleine oder mittelgroße Räume stilvoll beschallen möchte, kommt an den Signature 903 nicht vorbei.

Test & Text: Martin Sowa
Fotos: Simone Maier

Gesamtnote: 90/90
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

90

89

90

Technische Daten

Modell:Magnat Signature 903
Produktkategorie:Kompakt-Lautsprecher
Preis:Schwarz: 999 Euro / Paar
Makassar: 1149 Euro / Paar
Garantie:5 Jahre
Ausführungen:- Piano Schwarz
- Piano Makassar
Vertrieb:Magnat Audio Produkte, Pulheim
Tel.: 02234 / 807120
www.magnat.de
Abmessungen (HBT):370 x 225 x 352 mm
Gewicht:9,3 kg / Stück
Prinzip:Drei-Wege, Bassreflex
Wirkungsgrad:91 dB
Hochtöner:1x 20-mm-Superhochtöner
1x 30-mm-Hochtonkalotte
Mitteltieftöner:1 x 170 mm
Frequenzbereich:30 Hz - 55 kHz
Übergangsfrequenzen:2.400 / 17.500 Hz
Lieferumfang:- Signature 903
- Frontblende
- Silikon-Füße
- Metall-Spikes
- Bedienungsanleitung
Pro und Kontra:+ Doppel-Hochtonmodul
+ HiRes-Zertifizierung
+ satter Grundton
+ hervorragende räumliche Darstellung
+ hohe Präzision
+ sehr gute Staffelung
+ exzellente Verarbeitung
+ Bi-Wiring/Bi-Amping möglich
+ magnetische Frontblenden
Benotung:
Klang (60%):90/90
Praxis (20%):89/90
Ausstattung (20%):90/90
Gesamtnote:90/90
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistunghervorragend

lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN Über uns | Impressum | Datenschutz | Kontakt