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Die Entwickler von Sprach-Apps bewerben derzeit fleißig ihre Produkte. Mit ihren Apps versprechen sie, Sprachnieten quasi über Nacht zu versierten Konversationsprofis in verschiedenen Fremdsprachen zu machen. Besonders beliebt sind die üblichen Verdächtigen: Neben Englisch sind das Spanisch und vor allem Französisch. Aber sind diese Smartphone-Anwendungen tatsächlich auch die ideale Lösung für diejenigen, die es beruflich nach Frankreich verschlägt? Oder sind die Werbeversprechen vielleicht doch mehr heiße Luft als ein geniales Lernkonzept? Tatsächlich haben Sprachapps einige Vorteile gegenüber diversen VHS-Kursen oder dem privaten Sprachinstitut. Sie haben aber auch ihre Grenzen.

Das Smartphone ist fast immer und überall dabei. So kann man seine Sprachkenntnisse jederzeit trainieren und verbessern.

Französisch oder doch lieber Chinesisch?

Ein großer Vorteil von Sprach-Apps ist die Vielfalt des Angebots. Während an vielen Sprachinstituten nur eine Handvoll Sprachen angeboten werden, sind es bei Sprach-Apps gerne einmal ein Dutzend oder mehr. Neben den europäischen Sprachen finden sich auch exotische wie Chinesisch oder Russisch. Da kann die Auswahl schwer fallen. Die Französische Sprache ist die Weltsprache, die neben Englisch in vielen internationalen Organisationen verwendet wird. Die Chinesische Sprache dürfte hingegen im Laufe der nächsten Jahrzehnte weiter an Bedeutung gewinnen. Allerdings ist sie für Europäer in der Regel deutlich schwerer zu erlernen. Apps ermöglichen es, in verschiedene Sprachen hinein zu schnuppern und so die richtige zu finden.

Zeit und Geld sparen

Ein altmodischer Französisch-Kurs mit Präsenz-Unterricht, Büchern und allem drum und dran kann schnell ins Geld gehen. Mehrere hundert Euro werden in der Regel pro Kurseinheit fällig. Auf dem Weg vom Anfänger zum Profi entstehen so oft Kosten im vierstelligen Bereich. Nicht nur das: Meist sind Wochen oder gar Monate nötig, um in das nächsthöhere Niveau aufzusteigen. Hier kann die App punkten: Sowohl Abonnements mit Monatsgebühren zwischen 5 und 10 Euro als auch kostenlose Angebote sind verfügbar. Und da eifrige Lerner nicht auf ihre langsamen Klassenkameraden warten müssen, können sich die Lernerfolge auch deutlich schneller einstellen. Voraussetzung ist natürlich entsprechender Ehrgeiz.

Die digitale Schulbank drücken

Auch wenn das Lernen per App günstig ist: Manche Nutzer sind nicht zufrieden. So gaben beispielsweise Nutzer einer beliebten Sprachapp an, die verwendeten Lernmethoden nicht zeitgemäß zu empfinden. Durch den Lernansatz fühlten sie sich in ihre Schulzeit zurückversetzt, wo jeder Lernschritt genau vorgegeben wurde. Wer seine Ziele gerne selbst einteilt, kann sich auf diese Weise bevormundet fühlen. Das trübt die Freude am Lernen erheblich. Passt das Lernschema nicht zu den Lerngewohnheiten kann es darüber hinaus auch noch das Tempo ausbremsen.

Keine Praxis-Erfahrung

Der größte Schwachpunkt der Lernapps dürfte allerdings die fehlende Sprachpraxis sein. Wer gerade noch von der App-KI für seine Aussprache gelobt wird, kann eine böse Überraschung erleben, wenn er in Paris aus dem Flugzeug steigt. Im atemberaubenden Tempo reden die Einheimischen auf ihn ein und verwenden dabei Begriffe, die sich in keinem Wörterbuch wiederfinden. Das verpasst dem Selbstbewusstsein dann manchmal einen gehörigen Dämpfer. Solche Erfahrungen können zumindest teilweise verhindert werden, wenn die Sprache bei einem Muttersprachler erlernt wird.
Wer nicht viel Zeit hat oder den Geldbeutel schonen will, für den lohnt sich auf jeden Fall ein Blick in den App-Store. Wer aus beruflichen Gründen beispielsweise Französisch erlernen möchte, wird aber früher oder später nicht um andere Lernmethoden herumkommen.

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