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Der HiBy R5 ist ein handlicher Musik-Player mit Android-Betriebssystem. Auf seinem übersichtlichen Display hat der Benutzer die Musiksammlung in Form einer Zigarettenschachtel für alle nur erdenklichen Abhörgeräte in der Tasche. Mithilfe einer SD-Card kann der Kleine sogar locker 1000 CDs in Originalqualität mitführen. Dank Android ist es ausserdem möglich, unterwegs Videos wiederzugeben oder Fotos anzuzeigen, falls das Handy mal zu Hause bleiben soll. Des Weiteren stehen ihm auch alle wichtigen Streamingdienste zur Verfügung. Neugierig? War ich auch, weshalb ich mir den R5 mal ausführlich angesehen habe.

Auf den ersten Blick gleicht der HiBy R5 einem klassischen Smartphone.

Ein Smartplayer

Ich habe wohl etwas überrascht dreingeschaut, als mein Chefredakteur mit dem HiBy R5 um die Ecke kam. Im Zeitalter des Smartphones, das sich anschickt Kamera und iPod zu ersetzen, drückt er mir voller Überzeugung dieses zigarettenschachtelgroße Gerätchen in die Hand. Andererseits begegnen mir beim täglichen Spaziergang auch stetig Menschen mit den ungewöhnlichsten Kopfhörern auf oder in den Ohren. Also warum nicht ein eigenes Gerät, wenn es mehr kann als das Smartphone und auch noch viel besser klingen soll.
Der R5 ist angenehm klein, auch wenn er im Vergleich zum Handy etwas schwerer daherkommt. Der für heutige Verhältnisse winzige Bildschirm misst gerade einmal vier Zoll in der Diagonale. Das gab es zuletzt beim iPhone 5. Das hat andererseits aber den Vorteil, dass der Musikspieler bequem in jede Hosentasche passt. Wer kann das noch von heutigen Telefonen behaupten, die man vor wenigen Jahren noch als „Phablet“ bezeichnet hatte.

Alle Anschlüsse befinden sich auf der Geräteunterseite.

Äußerlichkeiten

Gut, etwas dicklich ist der HiBy mit seinen 15,6 Millimetern schon geraten. Dafür zieren es an den Seiten aber ordentliche Buttons für Lautstärke, Wiedergabe, Vor- und Zurückspringen und Power. Sie verfügen über einen gut fühlbaren Druckpunkt und hinterlassen sofort einen vertrauenswürdigen Eindruck. Das Gehäuse besteht aus Aluminium, mit aufgesetzten Glasplatten auf Vorder- und Rückseite. Die schmalen Unter- und Oberseiten wurden mit hochwertigerem Kunststoff abgeschlossen. In der Unterseite befinden sich gleich zwei Anschlüsse für Klinkenstecker zum Betrieb von Kopfhörern oder an einem Verstärker. Eine Buchse nimmt Klinkenstecker im Format 3,5 Millimeter Stereo entgegen. Die andere 4,4 Millimeter Balanced Output-Stecker, wie ihn neuere Kopfhörer wie der auch von mir getestete SendyAudio Aiva mitbringen. Über diesen Weg soll es noch besser klingen, da es sich hier um einen symmetrische, gegen Störeinflüsse weniger anfälligen, Audiotransfer handelt.

Die wichtigsten Tasten finden sich in den schmalen Seiten des HiRes-Players.

Besonderheiten

Natürlich können Kopfhörer aber auch per Bluetooth-Verbindung erreicht werden. Eine zusätzliche Besonderheit besteht darin, dass dem R5 Musik auch per Bluetooth zugespielt werden kann. Das ist schonmal sehr cool! Ebenfalls auf der Unterseite befindet sich die USB-C-Buchse. Über sie kann der Player in zwei Stunden voll aufgeladen oder Musik digital übertragen werden. Der Audiotransport erfolgt dann klassische vom PC oder Mac. Dazu aber gleich noch einige nähere Infos. Eine robuste Schutzhülle legt HiBy seinem R5 auch noch mit in den Karton. Auch wenn ich es nicht ausprobiert habe, bin ich davon überzeugt, dass der Player hiermit auch den einen oder anderen Sturz aus der Jackentasche auf glatten Böden schadlos überstehen wird.

Hard- und Software des HiBy R5

Der HiBy R5 wird mit einem Android 8.1 ohne unnötige Schnörkel und ohne Ballast ausgeliefert. Der Startbildschirm ist sehr übersichtlich. Ich finde lediglich die Google-Zugaben, die Android ausmachen: Einen Dateimanager, die Galerie zur Anzeige von Bildern, einen Kalender, Play Musik, eine Uhr und eine YouTube-App. Zusätzlich ist die HiBy-Musik-App installiert. Die hat der ein oder andere vielleicht auch schon so im Play Store für sich entdeckt. Einige Veränderungen der Google-Oberfläche befinden sich in den Einstellungen versteckt. Die betreffenden Punkte lassen sich daran erkennen, dass sie (noch) nicht lokalisiert wurden. In den Audio-Settings können einige Einstellungen am Filter vorgenommen werden. Hier befinden sich auch Regler für die Maximallautstärke und die Balance. Beide Ausgänge lassen sich hier ausserdem als Phone Out oder Line Out konfigurieren. Das ist praktisch, damit der Zuspieler an einem externen Verstärker mit optimalem Pegel eine ordentliche Figur abgibt.

Die HiBy-App ist übersichtlich gestaltet und bietet gede Menge Spielraum für individuelle Möglichkeiten.

Musik drauf

Der HiBy R5 bietet 16 Gigabyte internen Speicher, von denen allerdings bereits acht Gigabyte belegt sind. Um Musikinhalte von 70 – 80 unkomprimierten CDs zu speichern reicht der übrige Speicherplatz aber noch locker aus. Wer noch mehr Musik mitnehmen oder schnell mal seine Playlists austauschen möchte, der weiß den SD-Card-Slot zu schätzen. Der HiBy R5 nimmt hier Medien mit bis zu 512 Megabyte entgegen. Beim Einschieben der SD-Card fällt mir allerdings auf, dass der Halter nicht sauber geführt wird. Ich hatte erst das Gefühl, er würde irgendwo klemmen. Mit etwas Wackeln lässt er sich aber gewaltfrei und bündig einsetzen. Füllen lässt sich der R5 dann sowohl über die USB-C-Schnittstelle als auch über die HiBy-App via WLAN und Bluetooth. Letzteres sollte eher als letztes Mittel dienen, da die Datenübertragung hier eher gemächlich vonstatten geht.

Android macht’s möglich

Wer sich mit Android auskennt, findet sich auf dem HiBy R5 sofort zurecht. Mit einem Wisch von oben können das WLAN gewählt, Bluetooth umgeschaltet und die Audio-Einstellungen erreicht werden. Am unteren Rand warten die üblichen Buttons für Zurück, Oberfläche und Task-Manager. Alle installierten Apps befinden sich auf dem Home-Screen, der schon in der Werkseinstellung angenehm übersichtlich daherkommt. Dank der Integration ins WLAN und des offenen Android-Systems kann der Player auch andere Musikdienste in Anspruch nehmen. Hier ist alles möglich, was der Google-Playstore so hergibt. Dazu gehören Dienste von Spotify, Amazon Music, Tidal, Google Music und Deezer. So besteht sowohl im Büro-WLAN oder zu Hause die Möglichkeit, sich neuen Sphären abseits des vorhandenen Musikspektrums zu widmen. Und selbstverständlich kann man sich hier auch entsprechende Offline-Playlists für unterwegs auf den HiBy R5 ablegen.

Aufgeräumt: Die Software des R5 wurde so geateltet, dass nur die für die Audiowiedergabe wichtigsten Features zu Verfügung stehen.

Höchster Komfort

Sehr gut gefällt mir die Möglichkeit, den HiBy R5 drahtlos via WLAN mit neuer Musik bestücken zu können. Hierfür stellt die HiBy-App den Menüpunkt „Musik via Wi-Fi importieren“ zur Verfügung. Anschließend zeigt die App, unter welcher Adresse der Player nun im internen Netz per Browser zu erreichen ist. Über den Webbrowser kann der R5 nun bequem mit Musik aus der eigenen Sammlung befüllt werden. Wie im Screenshot zu sehen, unterstützt der Player hierbei alle gängigen Musikformate von MP3, AIFF, AAC, OGG bis hin zu FLAC und WAV.

Die Liste der unterstützen Dateiformate ist lang. Wer sich nicht socher ist, ob seine Dateien vom R5 wiedergegeben werden können, findet dazu auch Auskunft im Browserfenster.

Selbst Album-Cover können hier hinterlegt werden, damit auch das passende Bild zur Musik auf dem R5 erscheint. Auf dieser Website können Inhalte, die auf dem R5 liegen, aber auch gelöscht oder in andere Ordner verschoben werden. Bequemer geht’s kaum! Da der HiBy R5 alle aktuellen WLAN-Protokolle beherrscht, geht diese kabellose Übertragung der Dateien ähnlich flink von der Hand wie per USB-Kabel. In der App werden anschließend alle Titel alphabetisch und mit Album-Cover aufgelistet. Alternativ bietet sich aber die Sortierung nach Ordnern, Alben, Künstlern oder Genre an. Darüber hinaus kann der R5 Musik von DLNA-kompatiblen Servern wiedergeben.

Auch Album-Cover können auf dem Vier-Zoll-Display dargestellt werden.

Der Hauptzweck: Die Wiedergabe

So vielfältig wie sich die Befüllung des HiBy R5 gestaltet, so reichhaltig sind die Ausgabemöglichkeiten. Den häufigst verwendeten Weg stellt sicher die Ausgabe via Kopfhörerbuchse dar. Sie nimmt einen normalen Klinkenstecker mit 3,5 Millimetern Durchmesser auf, wie ihn heutzutage jeder Kopfhörer mitbringen sollte. Die beiden vor den Ausgängen sitzenden Digital-Analog-Konverter aus dem Hause Cirrus Logic leisten hier hervorragende Vorarbeit. Damit auch an Kopfhörern mit hoher Impedanz höhere Lautstärken ankommen, hat HiBy hier zwei Verstärker von Analog Devices implementiert. Mit meinen u.a. zum Test verwendeten Sennheiser HD 540 Reference II breitet sich ein sehr homogenes Klanggeschehen aus. Der HiBy R5 stellt eine angenehm breite Bühne mit einer wirklich schönen Kanaltrennung auf. Er brilliert mit fein gezeichneten Höhen und sattem Bass. Selbst bei einer Lautstärke von 100 Prozent treten keinerlei Verzeichnungen auf. Ich höre zwar gern laut, aber das ist selbst mir schon zu viel.

Mehr Details

Sollte es Ihnen nicht laut genug sein, könnte es daran liegen, dass der Ausgang in den Einstellungen auf Line-Out gestellt ist. Noch brillanter wird das Klangbild, sobald ich mit dem SendyAudio Aiva von 3,5 Millimeter Klinke auf den Balanced Output wechsle. Jetzt legt der R5 noch ein bisschen mehr an Details in den Höhen frei. Zugleich spielt er ausdrucksstärker und auch der Bass weist etwas mehr Druck auf. Gerade bei der Wiedergabe rockigerer Stücke oder von elektronischer Musik kann das einen völlig neuen Klangeindruck vermitteln. Mir gefällt das auf jeden Fall richtig gut. Sollte der Sound nicht ganz mit dem eigenen Geschmack harmonieren, so hält die HiBy-App noch zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten parat. Hier steht dann unter anderem ein 10-Band-Equalizer zur Verfügung. In diesem kann der Nutzer in den Oktavbändern jeweils um bis zu zwölf Dezibel korrigierend eingreifen. So lässt sich die Wiedergabecharakteristik fast perfekt auf das eigene Hörempfinden abstimmen.

Für den zweiten Test habe ich den Kopfhörer am rechten, symmetrischen Ausgang des HiBy angeschlossen.

Schön und langzeittauglich

Für meinen Geschmack sind keine Änderungen nötig. Mir gefällt dieser ausgeglichene, weder aufdringliche noch langweilige Klang sehr gut. Die ausgewogene Soundkulisse mit ihren beschriebenen, leichten Betonungen trägt nämlich auch ganz nebenbei zur Langzeittauglichkeit bei. Die ist hier auf jeden Fall gegeben. Selbst nach mehreren Stunden des Hörens bin ich nicht angestrengt oder genervt. Exakt das ist es, was man von einem Player für die Unterwegs-Wiedergabe erwarten darf und muss. OK, seinen Teil zu der tollen Performance trägt natürlich auch der SendyAudio Aiva bei, den ich inzwischen auch privat besitze. Wer es dann doch lieber etwas plastischer hat, für den steht mit dem MSEB ein passendes Werkzeug zur Verfügung. Über dieses Werkzeug lassen sich die Klangtemperatur (warm, kalt), die Basserweiterung, das Bassgefüge oder auch die Stimmwiedergabe optimieren. Ist die passende Einstellung einmal ermittelt, kann sie in der App für einen späteren Abruf abgespeichert werden.

Der HiBy R5 ist der ideale Begleiter für unterwegs und passt in jede Hosen- oder Handtasche.

Fazit

Der HiBy R5 gibt eine ausgezeichnete Figur als Mediaplayer für unterwegs aber auch für zuhause ab. Der große Akku sorgt selbst bei hohen Lautstärken und intensiver Nutzung durchgängig für mindestens zwölf Stunden Musikgenuss. Dank Android-Betriebssystem können auch Musikstreamingdienste im WLAN verwendet werden. Die Oberfläche der HiBy-App ist übersichtlich und bietet zahlreiche Optionen, um den ausgezeichneten Klang des R5 weiter auf Hörgeschmack und Abhörequipment einzurichten. Die Befüllung des Speichers über den Webbrowser geht schnell und ohne zusätzliche Kabel vonstatten. Nur das vergleichsweise kleine Display ist aus meiner Sicht zu bemängeln. Hier könnte HiBy aber mit einem Software-Update sicher Abhilfe schaffen. Mir hat es Spaß gemacht, eine Woche lang mit diesem R5 herumzulaufen und Musik in hochaufgelöster Qualität zu genießen. Die handliche Größe und die auf die Audio-Wiedergabe abgestimmte Hardware machen den HiByR5 zu einer echten Empfehlung für alle, die ihre Musik auch unterwegs in bestmöglicher Güte genießen wollen.

Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: Simone Maier

Gesamtnote: 88/90
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

88

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Technische Daten

Modell:HiBy
R5
Produktkategorie:HiRes-Player, mobil
Preis:Um 300 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
- Gold
- Grau
Vertrieb:digital highend, Essen
Tel.: +49 (0)201 – 507 39 50
www.digital-highend.de
Abmessungen (HBT):107,7 x 61,2 x 15,6 mm
Gewicht:158 Gramm
Anschlüsse:- Kopfhörerausgang (3,5 mm)
- Kopfhörerausgang (4,4 mm)
- USB C-Port
- microSD-Kartenslot
- WLAN
- BLuetooth
Ladefunktion:- via USB C-Kabel
Akkuleistung:> 12 Stunden
Akku:- 3500 mAh
- Quickcharge 3.0
Interner Speicher:- 2GM RAM
- 16GB (Flash-Speicher)

erweiterbar auf:
- bis 512 GB mittels microSD
Betriebssystem:- Android 8.1
Kommunikation:-WLAN 5 GHz und 2,4 GHz 802.11 a/b/g/n
- Bluetooth 4.2
- USB-C
- 3,5 Millimeter Klinke
- 4,4 Millimeter Balanced Out
Lieferumfang:- HiBy R5
- Ladekabel
- Bedienungsanleitung
Pros und Contras:+ sehr guter Klang
+ Aluminium-Gehäuse
+ sehr gute Verarbeitung
+ symmentrischer Ausgang
+ Equalizer
+ HiRes-DAC
+ Bluetooth
+ kabellose Datei-Zuspielung
+ Cover-Darstellung
+ flexible Ordnerübersicht

- kleines Display
Benotung:
Klang (60%):88/90
Praxis (20%):88/90
Ausstattung (20%):88/90
Gesamtnote:88/90
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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