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Der offene Over-Ear-Kophörer Aiva von SendyAudio liefert dank seines elektromagnetischen Antriebs ein überzeugend luftiges Klangbild. Dazu beeindruckt er durch den Einsatz von hochwertigen, natürlichen Materialien. Ohrmuscheln aus Zebraholz, Applikationen aus Leichtmetall und Kunstlederpolstern. Positiv ist auch der vornehmliche Verzicht auf Kunststoffe und die Tatsache, dass er erfreulich viele Details erklingen lässt. Auch von der Außenwelt …

Der SendyAudio Aiva ist edel gemacht, technisch auf dem neuesten Stand und klanglich ein echtes Brett.

Wenn Sie von SendyAudio noch nie gehört haben, geht es Ihnen wie mir vor gar nicht allzu langer Zeit. Viele Informationen gibt das Internet zu dieser Marke noch nicht her. SendyAudio gehört laut eigener Beschreibung zur Shi Yi Technology Co. LTD., die 2015 in China gegründet wurde. Im Unternehmen werden, nach eigener Aussage, Elite-Teams beschäftigt, die erfolgreich in der Audiobranche tätig waren. In diesen Teams wird sehr viel Wert auf Handwerkskunst und den Einsatz natürlicher Materialien gelegt. Drei Jahre lang haben die Experten an den Produkten der „Black Beauty“-Serie gearbeitet, die dieses Jahr ihr Debüt feiert. Mit dem Elektrostaten-Modell Namens Aiva stellt SendyAudio nun einen High-End-Kopfhörer vor, der es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat.

Das Signalkabel ist rund 1,50 Meter lang, verdrillt und mit einer hübschen Holzapplikation verschönert.

Schutz

Als mir mein Chef-Redakteur den Karton in die Hand legt, wundere ich mich, ob er vielleicht Steine in die schicke Schatulle aus Recyclingmaterial gelegt hat. Etwas über drei Kilogramm bringt die Kartonage auf die Waage, die sich äußerst hochwertig anfühlt. Dass Apple mit dem iPhone die Messlatte für Verpackungen hoch anlegt, ist natürlich auch in China nicht unbemerkt geblieben. Jetzt schießen sie mit einer außerordentlich formidablen Verpackung zurück. Wer die Schatulle mit der Skizze des Kopfhörers und der ästhetisch ansprechenden Gestaltung dann öffnet, staunt nicht schlecht. Zum Vorschein kommt ein Hartlederetui mit Trageschlaufe und stabilem Reißverschluss. Soll der Kopfhörer mal nicht auf dem Kopf, sondern im Rucksack befördert werden, findet er in diesem Case eine sichere Behausung. Die Verarbeitung ist makellos und das Etui kann sogar aufrecht hingestellt werden. Der Reißverschluss wird tausende Öffnungsvorgänge überleben, so robust wirkt er. Dafür verfügt er über eine breite und feste Lederschlaufe.

Geliefert wird der Aiva in einem robusten Hartleder-Etui.

Massiv aber nicht klobig

Die Trageschlaufe, die für europäische Hände vielleicht etwas klein geraten ist, ist mit einem massiven Karabinerhaken befestigt und kann entsprechend ausgetauscht werden. In besagt hochwertigem Case findet sich dann der Aiva. Als ich den Kopfhörer zum ersten Mal in die Hand nehme, fällt sofort auf, dass nicht nur das Case robust gearbeitet ist. Stolze 440 Gramm zeigt mir meine Küchenwaage an, als ich den Aiva drauflege. Das hochwertige vieradrige Kupferkabel mit den Metallsteckern legt noch einmal 35 Gramm dazu. Was sofort positiv auffällt: Sie Stecker rasten mit einem satten Klick fest in die Buchsen am Kopfhörer ein. Am Zuspielerende befindet sich ein 4,4 Millimeter Klinkenstecker für den Anschluss an symmetrisch gespeiste Kopfhörerbuchsen. In der Stofftasche für das Kopfhörerkabel liegt außerdem ein Adapter für 3,5-Millimeter-Klinkenbuchsen bei. So kann der SendyAudio Aiva an jedem HiRes-Mobil-Player und jedem Smartphone verwendet werden – vorausgesetzt, eine entsprechende Ausgangsbuchse ist vorhanden.

Das schafft Vertrauen: Die Steckverbindungen rasten satt ein und sitzen dann absolut fest in der Buchse.

Besser geht’s kaum

Wie seine Behausung ist auch der SendyAudio Aiva extrem hochwertig verarbeitet. Die Muschelgehäuse sind aus einem durchgängigen Stück Zebraholz gefertigt. Dieses wurde mehrfach geschliffen, geölt und poliert. Das sieht nicht nur super aus, es fühlen sich auch absolut hochwertig an. Der Hersteller verspricht eine einzigartige Oberflächenstruktur eines jeden Kopfhörers. In der Muschel-Innenseite sitzen bequeme und sehr dicke Polster aus sehr weichem Kunstleder. Von außen sieht der Beobachter eine wabenartige, schwarze Zierstruktur, die die darunterliegende Lochblende angenehm verfeinert. Der Bügel ist aus einem Stück gefertigt und weist für einen besseren Tragekomfort eine Spangenform auf. Die Ohrmuscheln selbst sind mit leichtgängigen und äußerst wuchtigen Scharnieren am Bügel befestigt. Ich habe keine Zweifel, dass die Mechanik es mit der Qualität eines Mercedes aufnehmen kann. Der Tragekomfort ist trotz des hohen Gewichts tatsächlich exzellent. Dazu komme ich aber später noch einmal.

Feinstes Holz, robustes Metall. Der Aiva lässt beide Materialien fast schon fließend ineinander übergehen.

Es geht los

Die Einstellung des SendyAudio gelingt mühelos und fühlt sich an, als wäre auch sie für die Ewigkeit gemacht. Mit meinem normal großen Kopf muss ich den Bügel allerdings schon auf das engste Niveau einstellen, damit der Kopfhörer vom Kopf und nicht von den Kieferknochen getragen wird. Menschen mit kleinerem Kopf könnten hier vielleicht Schwierigkeiten haben. Auffallend angenehm ist die offene Bauweise des Aiva. Auch wenn der Kopfhörer die Ohren sauber umschließt, ist jedes noch so leise Geräusch im Raum wahrnehmbar. Selbst meine Frau – die bislang von jedem Kopfhörer sagte, dass er immer den Eindruck vermittelt, einen Druck in der Muschel aufzubauen – trägt ihn mit Begeisterung. Pausiert die Musik, kann ich mich unterhalten, als hätte ich keine Kopfhörer auf.

Sehr bequem

Noch einmal zurück zum Tragekomfort: Der SendyAudio Over-Ear ist zwar nicht leicht, dank seiner ausgeklügelten Konstruktion verteilt sich das Gewicht aber sehr gut auf dem Kopf. Wenn ich teste, dann auch gern bis ins Extrem. Während meines Praxistests habe ich den Aiva mehrere Stunden getragen. Trotz des hohen Gewichts hatte ich aber nie ein ungutes Gefühl dabei. Die Treiber drücken nicht auf den Ohren, der Kopfhörer sitzt perfekt und wackelt auch nicht. Was ebenfalls auffällt: Mein Kopf schwitzt auch nicht unter den Polstern. Eine Eigenschaft, auf die mich der deutsche Vertrieb bereits vor dem Test aufmerksam gemacht hat und der ich dann auch besondere Beachtung schenkte. Tatsächlich, auch nach einer längeren Testphase hatte ich nie das Gefühl, dass ich meine Ohren jetzt mal vom Kopfhörer befreien oder lüften müsste.

Die Kunstlederpolster sind auch nach einigen Stunden Tranezeit noch sehr bequem.

Kurz erzählt

Eines wird schnell klar: Der SendyAudio Aiva liefert einen ausgesprochen satten und runden Sound. Eigentlich könnte ich hier aufhören zu schreiben, dieser Kopfhörer spielt die Musik nämlich genauso, wie ich sie mag. Und er scheut sich vor keinem Genre. Ich höre mit ihm Klassik, Blues, Pop-Musik, Heavy Metal, Songs aus den 80ern und aktuelle Tracks. Darunter viele Stücke mit akustischen Instrumenten. Mein neuer Test-Favorit ist „No Sanctuary Here“ von Chris Jones. Dieses Stück fasziniert bereits im Intro. Bass- und Akustikgitarre werden mit sattem Bass und hauchfeinen Flageoletts und anschließend vom fetten „Ooohmmm“ der Hintergrundstimme angereichert. Der Aiva liefert hier einen fülligen knackigen Bass mit perfektem Druck. Im Vergleich zu meinem guten alten Sennheiser HD 540 Reference II punktet der SendyAudio mit einer kräftigeren und etwas lebhafteren Darstellung im Mitteltonbereich. Sennheiser ist bekannt für eine äußerst ausgewogene Abbildung, der Kollege Aiva steht ihm hier aber in nichts nach.

Hinter dem wabenartigen Gitter sitzt der elektromagnetische Antrieb.

Leichtfüßig tief

Im Gegenteil, er legt eine noch leichtfüßigere, lebendigere Darstellung mit feiner gezeichneten Details drauf. Auch die Stimmabbildung gelingt dem Aiva noch etwas nuancierter. Gitarrenstücke sind beispielsweise eine wahre Freude. Das Intro zu „Keith Don’t Go“ von Nils Lofgren macht mit den hell klingenden Saiten der Gitarre ebenfalls richtig Freude. Dabei erklingt Lofgrens helle Stimme angenehm fundiert und facettiert. Um mir einen Eindruck von der Spielfreude im Frequenz-Keller zu gönnen, lege ich „Oi-1“ von Biosphere auf. Der Aiva gibt sich auch hier keine Blöße und spielt locker in die untersten Bereiche bis zum tiefen E hinab. Selbstverständlich bleibt er dabei sauber und kontrolliert. Erst bei sehr hoher Lautstärke beginnt der Sound etwas zu wabern. Mein Lieblingssong „Kiss The Cloud“ von Yello fußt auf einem spielfreudigen Bass. Fifi Rong schwebt inmitten feiner Synthieklänge mit ihrer seidenweichen Stimme durch den Raum. In den Höhen erfreuen sanfte Highhat-Sounds das Ohr.

Der Aiva spielt, was der Zuspieler hergibt

Bisher habe ich alles, was ich gehört habe über den Adapter auf 3,5 Millimeter Klinke sowohl am PC mit externem Digital-Analog-Konverter, wie auch über den Magnat Röhren-Hybrid-Amp RV 4 zugespielt. Hierbei zeigen sich die Spielfreudigkeit der Röhren und der hochwertige Wandler klar im Vorteil. Selbstverständlich habe ich mir aber auch ein Gerät beschafft, das über eine 4,4-Millimeter-Buchse verfügt. Beim HiBy R5 handelt es sich im einen tragbaren Mediaplayer, der zahlreiche Medienformate abspielen kann. Über besagte Buchse kann er den Aiva dann symmetrisch antreiben. Das erhoffte Soundupgrade folgt prompt. Das Klangbild öffnet sich gerade in den Mitten noch etwas weiter. Hier spannt der Player eine feinere Bühne auf, die vom SendyAudio perfekt transportiert wird. Kopfhörertypisch bleibt hier natürlich alles auf den Raum zwischen den Ohren begrenzt. Räumliche Effekte gelingen erst mit speziellen Surround-Kopfhörern. Aber darum geht es hier ja auch gar nicht.

Empfehlenswerte Kombi: Im Verbund mit dem HiBy R5 kann der SendyAudio Aiva sein ganzes Können beweisen.

Symmetrisch bevorzugt

Speziell unter sehr hohen Lautstärken liefert die symmetrische Signalübertragung deutlich mehr Druck als über die asymmetrische Klinkenbuchse. Wenn man es nicht schon vorher war, ist man jetzt mitten in der Musik. Jetzt wirkt die Wiedergabe fundierter, aufgeräumter und plastischer. Mein subjektiver Eindruck: Die Bühne wird etwas feiner aufgefächert, die Nuancen gerade in den Höhen gewinnen etwas an Plastizität. Die gebotene Räumlichkeit ist sehr schön und bleibt jederzeit realistisch. Der Kopfhörer macht aber über beide Anschlussvarianten eine sehr gute Figur. Selbst per 3,5 Millimeter-Klinke ans Handy gehängt, spielt er richtig groß auf. Im Vergleich ist der symmetrische Anschluss aber im klaren Vorteil. Hier gewinnt er vor allem an Lautstärke. Deshalb ist es auch fast nicht möglich einen objektiven, direkten Vergleich zu ziehen. Über den symmetrische Ausgang klingt es nämlich gut doppelt so laut spielt, wie über den asymmetrischen.

Kein Satz heißer Ohren

Nach etwa vier Stunden mit nur kurzen Unterbrechungen muss ich sagen: Der Aiva bringt die Ohren nicht zum Glühen. Der guten Belüftung sei dank! Die Bügel drücken trotz strammer Einstellung nur soweit wie nötig. Erst nach einigen Stunden Hörgenuss sehnt sich mein Kopf dann nach etwas Entlastung. Auffallend angenehm sind die Polster, mit ihren weichen Lederdämpfern. Sie sind glücklicherweise so dick, dass die Ohren nicht an die Membranabdeckung stoßen. Aufgrund der sanften Polsterung konnte ich sie sogar beim Spaziergang mit dem Hund aufgesetzt lassen, ohne an das dumpfe Poltern meiner Schritte zu hören. Andere Hundeführer kann ich bei gedämpfter Musik gut wahrnehmen und sogar zivilisiert begrüßen, ohne dass sich das Gegenüber angebrüllt fühlt. Sehr angenehm ist auch, dass ich am Kabel wackeln kann, ohne ein Schaben in den Muscheln zu hören. Hier macht sich die Konstruktion aus einem massiven Stück Holz dankenswerterweise bemerkbar.

Der SendyAudio Aiva ist exzellent verarbeitet, ausgestattet und für jeder Kabelquelle vorbereitet.

Fazit

Der SendyAudio Aiva ist ein sehr interessantes Exemplar seiner Gattung. Ein äußerst ansehnlicher Kopfschmuck, der sich klanglich mit den Kollegen seiner Klasse messen kann. Mit seinem symmetrischen 4,4-Millimter-Anschluss ist er auch für die Spitze des audiophilen Hochgenusses gerüstet. Zur Markteinführung des Aiva liegt der Preis bei rund 700 Euro. Der Verzicht von Plastik ist SendyAudio zudem sehr hoch anzurechnen. An das hohe Gewicht habe ich mich im Test schnell gewöhnt. Trotz dessen lässt sich der Aiva viel angenehmer Tragen als viele andere Kopfhörer. Besonders beeindruckt hat mich der offene Charakter. Er sorgt für ein weniger Bedrängendes Gefühl auf den Ohren. Das Case stellt zudem einen robusten Aufbewahrungsort für raue Umgebungen dar. Der zukünftige Besitzer sollte das gute Stück aber auf jeden Fall anprobieren, denn der Einstellbereich des Bügels reicht nur bis zu mittelgroßen Kopfgrößen.

Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: Simone Maier

Gesamtnote: 94/95
Klasse: Spitzenklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

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Technische Daten

Modell:SendyAudio
Aiva
Produktkategorie:Kopfhörer, Over-Ear,
Magnetostat
Preise:- 699 Euro (uvP)
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:Schwarz
Vertrieb:digital highend, Essen
Tel.: +49 (0)201 – 507 39 50
www.digital-highend.de
Gewicht:- 0,440 kg (ohne Kabel)
- 0,475 kg (mit Kabel)
Prinzip:- Magnetotstat
- offene Bauweise
- ohrumschließend
Treiber:2 x 97 x 76 mm (Magnetostat)
Impedanz:32 Ohm
Anschluss:Kabel (beidseitig geführt)
Lieferumfang (Standard-Ausführung):- SendyAudio Aiva
- symmetrisches Stereo-Kabel (1,50m)
- 4,4mm -> 3,5mm-Adapter
- Transportcase
Pros und Contras:+ hoher Tragekomfort
+ exzellente Materielien
+ räumlich-offene, neutrale und natürliche Abbildung
+ hervorragende Verarbeitung
+ robuste 4-Pin-Mini-XLR-Steckverbindung

- nicht unbedingt für kleine Köpfe geeignet
Benotung:
Klang (60%):94/95
Praxis (20%):93/95
Ausstattung (20%):94/95
Gesamtnote:94/95
Klasse:Spitzenklasse
Preis/Leistungsehr gut

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