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Redakteur
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Der US-Hersteller Lumagen präsentiert einen High-End-Videoprozessor für 7500 Euro und verspricht: „Ein besseres HDR10-Bild als mit dem Radiance Pro gab es noch nie!“ Tatsächlich: Das Dynamische Tone Mapping für HDR gehört zum Besten, das es aktuell für Projektoren gibt.

Lumagen hat seinen Radiance Pro vollständig in Schwarz gehalten. Auf diese Weise soll er im dunklen Heimkino optisch möglichst unauffällig bleiben.Foto: Michael B. Rehders

Für anspruchsvolle Filmfans haben die Bild- und Tonqualität allerhöchste Priorität. Dafür wird im High-End-Bereich gern mal ins oberste Regal gegriffen. Teure Lautsprecher, Vor/Endverstärker, TV-Geräte und 4K-Projektoren sollen die perfekte Performance gewährleisten. Hinzu kommen aufwändige akustische und visuelle Maßnahmen in den Räumlichkeiten. Gelegentlich wird sogar ein Dienstleister damit beauftragt, ein schlüsselfertiges Heimkino inklusive vollautomatischer Steuerung einzurichten. Diese Exklusivität hat ihren Preis, den viele gerne bereit sind zu bezahlen. Immerhin möchte man das Abschalten vom Alltag auf höchstem Niveau genießen. Dafür werden dann unter anderem Projektoren installiert, die den Wert eines Autos der Oberklasse besitzen. Da sich diesen aber eher selten nachrüsten lassen, müssen andere Lösungen her, will man die großartige Performance seines Luxus-Bildwerfers weiterhin ausschöpfen bzw. erhöhen. Da HDR aktuell groß angesagt ist, bietet die US-Firma Lumagen einen leistungsstarken High-End-Videoprozessor. Mit ihm werden Projektoren und TV-Geräte HDR-fähig gemacht – das sogar Plug & Play für alle nur erdenklichen Anwendungen.

Die Rückseite des Lumagen Radiance Pro ist aufgeräumt und bietet alle nötigen Anschlussterminals für die größtmögliche Flexibilität.
Foto: Michael B. Rehders

Plug & Play für besten Komfort

Ist der Lumagen Radiance Pro erst einmal vom Fachmann zu Hause korrekt eingerichtet, gibt es eigentlich nichts, was er nicht kann. Er nimmt dem Benutzer sämtliche Arbeiten in Sachen Bildoptimierung ab. Liebgewonnene Filme, Serien und spannende Sport-Events kann der Nutzer wie gewohnt starten. Er muss sich allerdings fortan um nichts weiter zu kümmern, als die Play-Taste zu drücken. Das komplette Videoprocessing übernimmt der Lumagen Radiance Pro. Der Zuschauer sieht alle Filme immer korrekt und in bestmöglicher Qualität.
Sogar Projektoren, die kein HDR unterstützen, beispielsweise die Sony-Modelle VPL-VW5000, VPL-VW870 oder der JVC DLA-Z1, werden mit dem Radiance Pro problemlos HDR-fähig gemacht. Wie das funktioniert? Werfen wir einfach mal einen Blick auf die Technik dahinter:

Puristisches Design, moderne Technik

Der US-Hersteller Lumagen hat seinen Radiance Pro vollständig in Schwarz gehalten. Auf diese Weise soll er im dunklen Heimkino optisch möglichst unauffällig bleiben. Zwei LED-Lampen sind in einer länglichen Vertiefung in der Front beherbergt. Ist der Lumagen eingeschaltet, leuchtet eine davon Blau. Sämtliche Anschlüsse sind auf der Rückseite des Gehäuses untergebracht. Unter anderem vier HDMI-Eingänge und zwei HDMI-Ausgänge. Einer davon für Filme bis zu 18 GHz spezifiziert, der andere für Audio. Das ist praktisch. Sind AV-Receiver oder Vorstufe etwas betagter, verfügen diese in aller Regel nicht über diese „schnelle“ Schnittstelle. Der Radiance Pro umgeht die Schaltzentrale in diesem Fall einfach und leitet das bearbeitete Bildsignal direkt zum Projektor. Der Ton geht parallel dazu in den AV-Receiver. Im Grunde werden also Bild und Ton getrennt voneinander bearbeitet. Durch diesen cleveren Kniff können alle UHD/HDR-Filme vollständig mit bis zu 60 Hz in bester audiovisueller Qualität reproduziert werden.

Klare Linien mit eingelassenen LEDs. Die Front des Lumagen Radiance Pro erscheint zurückhaltend elegant.
Foto: Michael B. Rehders

Technik, die begeistert

Optisch hält er sich zurück, innen ist mein Testgast dagegen vollgestopft mit hilfreichen Tools. Lumagens „NoRing“-Scaling ermöglicht eine Skalierung von Full HD auf 4K, ohne dass optische Fehler um kontrastreiche Objekte auftreten, wie zum Beispiel Halos. Für Betreiber eines Anamorphoten erfolgt die Vorverzerrung im Radiance Pro – nicht im Projektor. Das bietet eine deutlich höhere Flexibilität bei der Auswahl der Beamer, denn nicht jeder Lichtwerfer besitzt solch ein anamorphes Tool.
Wer hingegen eine Leinwand im CinemaScope-Format besitzt, aber keinen Anamorphoten, kann sogar 16:9-Filme und Sportübertragungen mit „Non Linear Stretch“ vollformartig auf seiner 2,40:1-Leinwand sehen (siehe unten). Darüber hinaus ist ein Feature namens „Auto Aspect Ratio“ implementiert: Hierbei handelt es sich um eine automatische Formaterkennung. Ein Film mit Letterbox-Balken wird vom Radiance Pro automatisch detektiert und korrekt auf die gesamte CinemaScope-Leinwandbreite skaliert. Dieses Feature ist so spannend und hilfreich, dass ich darauf im Praxisteil noch gesondert eingehe.

HDR-Upgrade

Die 3D-LUT basierte Kalibrierung ermöglicht, dass nicht nur Graustufenverlauf, Weißpunkt und Gamma eingestellt werden, sondern auch die Farben innerhalb des Farbraums. Das Highlight ist allerdings unbestritten das dynamische Tone Mapping. Es macht aus jedem Nicht-HDR-Projektor einen HDR-fähigen Boliden. HDR10-Content wird in bestmöglicher Qualität bearbeitet und anschließend ausgegeben – und zwar in Echtzeit! Das ist ein riesiger Vorteil gegenüber vielen Media-PCs. Filme müssen nämlich nicht erst umständlich auf Festplatte gespeichert werden. Der Radiance Pro erledigt das alles in einem Rutsch. Ich muss HDR-Filme von Netflix und Sky sowie Sportübertragungen einfach nur starten. Simpler geht es nicht!
Einmal richtig eingerichtet, werden Spielfilme und Sport-Events jederzeit korrekt dargestellt. Obendrein ist dieser Videoprozessor ein kleines Energiesparwunder. Unter Volllast verbraucht er lediglich 20 Watt. Das ist insofern bemerkenswert, da andere Videoprozessoren bis über 300 Watt verbrauchen. Da diese Geräte bei jedem Betrieb in Vollzeit mit laufen, ist das nicht zu vernachlässigen.

Unser Testaufbau: Zum Einsatz kommt der JVC DLA-NX9, der Lumagen Radiance Pro (rechts unten) und ein Panasonic BDP-UB824.
Foto: Michael B. Rehders

Installation vom Fachmann

Einfacher geht es nicht: Der Lumagen Radiance Pro wird vom Fachmann geliefert und auch gleich wunschgemäß installiert. Da die englischsprachigen Menüs, Programmierungen und 3D-LUT-Erstellung keineswegs selbsterklärend sind, führt der Installer diese selbst durch. Das dafür benötigte Know-How und Messequipment bringt er mit.
Zunächst werden im Projektor die nötigen Voreinstellungen vorgenommen. Dieser wird zunächst auf seinen besten SDR-Bildmodus (z. B. Natürlich) und seinen größten Farbraum (z. B. BT.2020) eingestellt. Im Anschluss wird der Beamer profiliert. Das geschieht nicht im Projektor, sondern via 3D-Farbkorrektur-Profil im Radiance Pro. Dort wird eine sogenannte Look-Up-Table (LUT) hinterlegt.
Das klingt sehr aufwändig? Stimmt, für Profis ist das allerdings im Handumdrehen erledigt. Der große Vorteil dieser Profilierung ist: Besser können die Farben eines Projektors anschließend nicht aussehen. Das Ergebnis entspricht dem professioneller Color-Grading-Monitore – gemeint sind die Referenz-Displays, auf denen aktuelle Spielfilme fürs Kino gemastert werden.

Die beleuchtete Fernbedienung liegt gut in der Hand. Sie gestattet eine präzise Navigation durch das OnScreen-Menü.
Foto: Michael B. Rehders

Messungen überzeugen auf ganzer Linie

Schauen wir uns das Ergebnis mal an, das sich nach der aufwändigen Profilierung auftut: Der JVC DLA-NX9 besitzt bereits in der Werkseinstellung vorbildliche Werte. Die Farbräume Rec.709 und Rec.2020/P3 werden zu 100 Prozent abgedeckt. Es gibt nur minimale Abweichungen zu bemängeln. Die sind allerdings kaum einer Rede wert. Der Lumagen bringt allerdings das Kunststück fertig, auch diese minimalen Abweichungen auf die Soll-Koordinaten zu verbessern. Wer allerhöchste Ansprüche an die Bilddarstellung in seinem Heimkino hat, wird mit dem Radiance Pro also kompromisslos und bestens bedient.

Das On-Screen-Menü des Radiance Pro ist eher unübersichtlich und etwas altbacken. Es erinnert uns an vergangene Videotext-Zeiten.
Foto: Michael B. Rehders

Automatische Einstellung: CinemaScope und 16:9

Nach der Installation durch den Lumagen-Fachmann, sind alle nur erdenklichen Anwendungszwecke dann vollständig eingestellt.
Obwohl ein hochwertiger AV-Receiver als Schaltzentrale im Test-Kino steht, habe ich beschlossen, Bild und Ton getrennt voneinander zu übertragen. In diesem Fall werden alle Peripheriegeräte an den Lumagen Radiance Pro angeschlossen. Wem die vier HDMI-Ports nicht ausreichen sollten, kann gegen Aufpreis auch bis zu acht HDMI-Eingänge ordern. Das Bildsignal geht dann vom Radiance Pro direkt zum DLA-NX9, der Ton wird über den zweiten HDMI-Ausgang zum AV-Receiver geführt.
In den Praxistest starte ich mit dem bis heute finanziell erfolgreichsten Film: „Avengers: Endgame“. Da wir eine Leinwand im CinemaScope-Format besitzen, übernimmt normalerweise der Beamer mittels Lens-Memory-Funktion die Bildformatwechsel von 16:9 auf 2,39:1. Das geschieht üblicherweise mit drei Fingertipps via Fernbedienung. Mein Testgast nimmt mir diese Arbeit ab. Innerhalb von drei Sekunden erkennt er das Bildformat und stellt es korrekt ein. Wow!

Der Radiance Pro erkennt die Letterboxbalken (oben) automatisch. Innerhalb von drei Sekunden passt er den Film korrekt auf eine CinemaScope-Leinwand an (unten).

Digital-Zoom

Am Filmende angekommen, erkennt der Videoprozessor das Startmenü des Blockbusters und schaltet zurück auf 16:9. Einfacher geht es schlichtweg nicht. Da hierfür nicht das Zoom des Projektors genutzt, sondern das Bild digital verkleinert wird, beträgt die native Auflösung im 16:9-Format 3050 x 1714 Pixel. Also nicht die nativ 3840 x 2160 Pixel, in dem UHD-Filme üblicherweise abgelegt sind. Dieser Unterschied fällt auf Leinwand kaum auf. Allenfalls wenige Zentimeter von der Leinwand entfernt und bei ganz genauer Betrachtung ist zu sehen, dass allerfeinste Nuancen abhandenkommen. Der Vorteil hingegen: Das Bild ist in 2,39:1 genauso hell wie in 16:9, weil das Zoom des Objektivs unverändert bleibt.
Die Auto-Erkennung macht einen hervorragenden Job. Da Filme heutzutage nicht immer in 16:9 und 2,39:1 produziert werden, sondern beliebig viele Zwischenformate besitzen, ist dieses Feature eine geniale Bereicherung. Alle gängigen Formate von Netflix, DVD und Blu-ray können korrekt wiedergegeben werden.

Non Linear Stretch: Der Show-Effekt auf der CinemaScope-Leinwand

Ein weiteres aufregendes Feature ist NLS (Non Linear Stretch). Mit diesem Tool kann das Bild in unterschiedlichen Bereichen verzerrt werden. Wer beispielsweise ein Formel 1-Rennen auf seiner CinemaScope-Leinwand formatfüllend schauen möchte, kann auch das machen. Normalerweise wird Formel 1 in 16:9 gesendet. Damit aber keine relevanten Inhalte verlorengehen, beispielsweise die eingeblendeten Zeiten und Platzierungen, die sich oftmals oben oder unten im Bild befinden, verwendet unser Testgast einen Trick: Er „schneidet“ oben und unten nur wenige Prozent des Bildes ab. So bleiben alle relevanten Anzeigen weiter erhalten. Und damit jetzt nicht alles horizontal verzerrt dargestellt wird, bleibt die Bildmitte unverändert in der Geometrie. Erst zum Rand hin wird eine Stretch-Funktion zunehmend aktiv. In der Praxis ist das allerdings kaum zu sehen.

Der Originalfilm im 16:9-Format auf der CinemaScope-Leinwand: Links und rechts bleibt das Tuch Weiß (oben). Via NLS bleibt die Mitte unverändert. Oben und unten wird wenig abgeschnitten. Links und rechts nimmt die Verzerrung zu, bis die gesamte Bildwand komplett ausgefüllt ist (unten).

HDR: Dynamisches Tone Mapping

Filme mit Full-HD-Auflösung (wir sprechen hier auch von SDR) können bis zu 220 Farbabstufungen darstellen. Das Spitzenweiß beträgt laut Standard 100 Nits. 4K-Filme mit HDR können bis zu 4096 Farbstufen darstellen. Außerdem können Inhalte bis zu 10.000 Nits hell sein – also bis zu 100-Mal stärker im Vergleich.
Bislang gibt es kein TV-Gerät im Handel, das über so eine solch hohe Leuchtdichte verfügt. Auch Projektoren können derlei strahlende Elemente nicht darstellen, jedenfalls nicht auf üblichen Leinwandbreiten zu Hause. Damit diese extrem gleißenden Inhalte nicht „verloren“ gehen (wir sprechen hier von Clipping), bedient sich der Radiance Pro eines weiteren Tricks: Via Tone Mapping werden diese Inhalte in den Bereich verschoben, den ein TV/Projektor darzustellen vermag, auch wenn er kein HDR unterstützen sollte. Auf diese Weise kann über den Lumagen Radiance Pro jeder Projektor HDR-fähig gemacht werden.

HDR-Filme werden vom Radiance Pro in SDR konvertiert, so dass sie jeder Projektor darstellen kann. Vorteil: Der große Rec.2020-Farbraum kann für eine sattere Farbreproduktion verwendet werden.
Foto: Michael B. Rehders

Bessere Durchzeichnung, sattere Farben

Weiter geht es mit „1917“ von 4K-Blu-ray: Zwei britische Soldaten sollen im Ersten Weltkrieg einen schriftlich verfassten Befehl zur Einsatzleitung an die Front bringen. Im Schützengraben begeben sich die beiden ins spärlich beleuchtete Hauptquartier. Während Projektoren üblicherweise den schweren Stoff am Eingang lediglich monochrom abbilden, offenbart der JVC in Verbindung mit dem Lumagen Radiance Pro hier unfassbar viel Zeichnung. Feinste Gewebestrukturen sind erkennbar. Auch der Raum besitzt jetzt eine fantastische Durchzeichnung. Jedes noch so kleine Detail ist vor dunklem Hintergrund sichtbar. Hier säuft überhaupt nichts ins Schwarz ab.
Als ein deutsches Kampfflugzeug am Himmel abgeschossen wird, sind auch Wolkenstrukturen bestens erkennbar. Helle Bereiche werden fantastisch durchgezeichnet. Überdies wirken Farben sehr stimmig, weil authentisch. Während Filme mit anderen Tools vielleicht eine Spur spektakulärer erscheinen – weil ein steilerer Kontrast verwendet wird, der zu überstrahlen Bereichen führen kann – erscheint das Bild via Lumagen sehr ausgewogen.

Upgrade mit Niveau

Full-HD-Filme und TV-Sendungen profitieren vom Lumagen gleichfalls. Das Upscaling auf 4K-Auflösung gelingt dem Radiance Pro so gut, dass kaum noch Unterschiede zu nativen UHD-Filmen ersichtlich sind. Das funktioniert übrigens ganz hervorragend mit Filmen von Disney+ und Amazon Video. Was der Lumagen aus hier an Inhalten herausschält, ist einfach nur umwerfend gut.
Im Vergleich zum Dynamischen Tone Mapping (Frame Adapt HDR), das der JVC ab Werk eingebaut hat, sind die Unterschiede meines Erachtens nicht so groß. Während Frame Adapt HDR Farben etwas satter darstellt, zeichnet der Lumagen-Prozessor dunkle und helle Inhalte noch etwas besser durch. Selbst mit 10.000-Nits-Inhalten von anderen Filmen ist mit dem Radiance Pro kein Clipping erkennbar. Obendrein sind zum Beispiel Schneeflocken vor bewölkten Himmel deutlich herausgeschält, während Frame Adapt HDR diese Flocken bei 10.000 Nits zum Großteil unterschlägt.
Nur um nicht missverstanden zu werden: Der DLA-NX9 überzeugt mit seiner Frame Adapt HDR Funktion so dermaßen, dass alle Filme damit riesengroßen Spaß machen. Ohne die Qualität dieses Feature in irgendeiner Weise schmälern zu wollen, macht der Lumagen aber alles noch eine Spur besser.

Lumagen Radiance Pro: Der eingebaute Darbee-Prozessor funktioniert nur bis Full-HD-Auflösung.
Foto: Michael B. Rehders

Ideal für Projektoren ohne dynamisches Tone Mapping

Nach diesem intensiven Vergleich stellt sich uns folgende Frage: Für wen ist der Lumagen Radiance Pro geeignet? Immerhin kostet dieser Videoprozessor rund 7500 Euro. Für einen 1.000-Euro-Beamer braucht es den Radiance Pro zweifelsfrei nicht.
Wer hingegen bereits einen High-End-Projektor nutzt – zum Beispiel einen JVC DLA-Z1, Sony VPL-VW870, VPL-VW1100, VPL-VW5000 oder einen BenQ X12000 – für denjenigen ist der Radiance Pro wie geschaffen. Da die genannten Beamer allesamt kein dynamisches Tone Mapping unterstützen, ist der Kauf des Lumagen eine sinnvolle Erweiterung. HDR-Content kann fortan auf genannten Boliden mit dem Radiance Pro in bester Qualität genossen werden. Kurz: Die liebgewonnenen Projektoren können mit erweiterten Funktionen weiterhin genutzt werden. Wer darüber hinaus auf die perfekte Farbwiedergabe größten Wert legt, zieht seinen Nutzen zudem aus der Profilierung und 3D-LUT.

Fazit

Der Lumagen Radiance Pro ist ein Videoprozessor auf höchstem professionellem Niveau. Die komplexe Installation wird vom Fachmann zu Hause durchgeführt. Korrekt eingerichtet, werden Bildformate automatisch erkannt und eingestellt. Farben erreichen jetzt Studioqualität. Der Nutzer muss sich dabei um nichts mehr kümmern, alles funktioniert Plug & Play. Das Dynamische Tone Mapping für HDR gehört zum Besten, das es aktuell für Projektoren gibt. Filme, Serien und Live-Sport werden bestmöglich dargestellt. Ältere Heimkino-Projektoren der Referenzklasse, die Dynamisches Tone Mapping nicht unterstützen, erhalten mit dem Lumagen Radiance Pro ein sinnvolles Upgrade. Und sie werden auf ein noch höheres Leistungsniveau katapultiert.

Test, Text und Fotos: Michael B. Rehders

Gesamtnote: 99/100
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: angemessen

100

99

98

Technische Daten

Modell:Lumagen
Radiance Pro
Preis:um 7.500,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:Screen Professional GmbH
91301 Forchheim
Deutschland
www.screenprofessional.de
Abmessungen (HBT):55 x 430 x 240 mm
Gewicht:4,5 Kg
3D-Wiedergabe:Ja
Eingänge4 x HDMI
1 x USB
1 x Command In
1 x RS-232
1 x IR
Ausgänge:2 x HDMI (1 x HDMI 2.0/HDCP 2.2 mit 18 GHz)
Lieferumfang:- Lumagen Radiance Pro
- Netzkabel
- Fernbedienung
Pros und Contras:+ Herausragende Bildqualität
+ hervorragendes Dynamisches Tone Mapping
+ sehr gute Skalierungseigenschaften
+ Profilierung mit 3D-LUT
+ Auto Aspect Ratio und Non Linear Stretch
+ Installation durch Fachmann


- Menüstruktur optisch nicht zeitgemäß
Benotung:
Bildqualität (50%):100/100
Praxis (25%):99/100
Ausstattung (25%):98/100
Gesamtnote:99/100
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistungangemessen

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