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Mit der Menuet SE legt Dali das attraktive kleine Modell in einer Special Edition neu auf. Der wunderbar kompakte Lautsprecher erhält ein Echtholzfurnier mit Hochglanzfinish und das Anschlussterminal der High-End-Reihe Dali Epicon. Das Innenleben wurde einer sanften Überarbeitung unterzogen und macht die Menuet SE dank hochwertiger Bauteile zu einem echten Highlight. Die Verarbeitung ist wie gewohnt auf Höchstniveau, also hören wir uns einmal an, wie sich die Kleinen im neuen Gewand so schlagen.

Kompakt und exzellent verarbeitet: Die Dali Menuet SE benötigt kaum Stellfläche, wird hier aber zum echten Blickfang.

Dali gehört aktuell zu den angesehensten Audio-Marken der Welt. Eigentlich muss man zur Marke kaum etwas sagen. Für alle, die dänischen Lautsprecher- und Kopfhörer-Spezialisten aber noch nicht so gut kennen: Die 1983 gegründete Marke, die aus einer Audio-Einzelhandelskette hervorging, hat ihren Sitz in Nørager, einem kleinen Ort im Norden Jütlands. Mit seinen über 100 Mitarbeitern entwirft Dali dort Klangwandler in individuellem Design und vertreibt sie in weltweit über 70 Ländern. Das Unternehmen hat sich den Parametern Größe, Design, Leistungsfähigkeit, Klangentwicklung und Preis verschrieben und schon häufig unter Beweis gestellt, dass es ausgezeichnete Produkte auf die Beine stellen kann. Wir haben schon einige Meisterwerke aus dem Hause in unseren Hörräumen einem ausgiebigen Test unterziehen können. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Special Edition der ultrakompakten Dali Menuet hier schlagen kann.

Die Verarbeitung der Dali Menuet SE ist schlichtweg perfekt …

In wilde Walnuss gehüllt

Die Dali Menuet SE fällt als erstes durch ihr gefälliges Äußeres aus. Das hochglanzpolierte Echtholzfurnier, das auf den Namen „Wild Walnut“ hört, zieht meine Blicke sofort auf sich. Freunde moderner und neutral eingerichteter Wohnzimmer kommen hier vielleicht nicht immer auf ihre Kosten, das Gehäuse der Special Edition ist nämlich ein echter Blickfang. Damit jedes Stereo-Paar optisch perfekt miteinander harmoniert, wird die Walnuss-Zierde sorgfältig vorsortiert. Meine Gäste konnten sich mit dem wohlverzierten Äußeren der Menuet SE sehr gut anfreunden und waren von der Abkehr des üblichen Schwarz oder Weiß positiv angetan. Aufgrund der holzverkleideten Balkendecke und dem alten Schrank aus Walnuss fühlte sich die Dali in meinem Wohnzimmer optisch in bester Gesellschaft. Unter der Lautsprecherabdeckung geht es dann ebenso sauber gearbeitet weiter: Die haftet allerdings nicht magnetisch. Dennoch hat Dali hier ganze Arbeit geleistet, alle Löcher sind unauffällig in die Chassiskörbe integriert.

Sind die Gewebeabdeckungen aufgesteckt, geben sich die Dalis optisch etwas zurückhaltender.

Etwas Bauch geht auch

Die Dali Menuet SE folgt keinem kantigen Standardaufbau. Stattdessen sind Front- und Rückenplatte leicht nach außen gewölbt. Mit der Frontabdeckung fällt das nicht so auf, da sie nach vorn gerade ausläuft. Wer sie aber abnimmt, erkennt sofort den wahren Reiz dieser Form. Die Chassis sind bündig in die Schallwand eingelassen. Sie ragen aufgrund besagter Wölbung aber an den Außenseiten aber leicht aus der Front heraus, was ihnen einen wirklich erhabenen Anblick verleiht. Zugleich ragt der Tieftöner in die Abdeckung des Hochtöners hinein. So wirkt das Design noch etwas kompakter, zugleich aber auch moderner. Unter dem Tieftöner sitzt ein ebenfalls im Zierrahmen eingefasstes, glänzendes Dali-Logo. Sämtliche Gehäusekanten sind ausgezeichnet verarbeitet, der gesamte Korpus wirkt wie aus einem Stück gefräst. Rückseitig präsentiert sich zudem das wuchtige Anschlussterminal aus der Epicon-Reihe. Eine Besonderheit der Special Edition ist ihr Typenschild, das eigenhändig vom Mitarbeiter der Qualitätsprüfung gegengezeichnet wird.

Gut zu sehen: Rück- und Schallwand sind leicht geschwungen. Die Gewebeabdeckung ist perfekt an die Form angepasst.

Technische Finessen in der Dali Menuet SE

Auch in technischer Hinsicht hat die SE einige Feinheiten zu bieten: Das beginnt beim Signaleingang, der mit vergleichsweise monströs erscheinenden Buchsen aufwartet. Die vergoldeten Schraubklemmen stammen aus der Highend-Serie Dali Epicon. Damit die Kabel auch ganz sicher festen Halt finden, sind die Klemmen mit extra-griffigen, acrylbeschichteten Muttern ausgestattet. An ihnen finden sowohl Kabelschuhe, wie auch offene Kabelenden oder Bananenstecker den perfekten Kontakt. Im Inneren geht es dann über die Frequenzweiche mit ihren hochwertigen Mundorf-Kondensatoren zu den Treibern in der Front. Hier befindet sich der 115 Millimeter messende Tiefmitteltöner mit der für Dali typischen Holzfasermembran. Die leichte Bauweise verspricht exzellentes Impulsverhalten und hohe Detailtreue. Darüber ist die 28 Millimeter große Gewebekalotte eingelassen. Das besonders leicht ausgeführte Schwingsystem wird von einem starken Magneten angetrieben und übernimmt die Signalwandlung ab 3000 Hertz. So spielt die Menuet SE ab 59 bis hinauf zu 25 000 Hertz.

Auch in der Menuet SE setzt Dali auf seine typische Holzfaser-Membran.

Aufstellung mit minimalem Wandabstand

In Sachen Aufstellung geben die Menuet SE keinerlei Rätsel auf. Obwohl es sich hier um einen Lautsprecher im Bassreflexgehäuse handelt, empfiehlt Dali lediglich mindestens zwei Zentimeter Wandabstand. Tatsächlich habe ich die Lautsprecher wirklich dicht an der Wand positioniert. Von Beginn an war ich davon angetan, dass sich am Hörplatz sofort ein ausgezeichneter, unverfärbter Sound einstellte. Und auch frei im Raum positioniert wissen die kleinen Menuet SE rundum zu überzeugen. Bildet man ein gleichschenkliges Dreieck mit den Lautsprechern und dem Referenzplatz, baut die SE eine wundervolle Kulisse im Hörraum auf, die einen direkt zum genießen einlädt. Tatsächlich fällt mir hier auf, dass der analytische Lauschangriff auf die Lautsprecher durch einen eher gemütlicheren Musikgenuss abgewehrt wird. Nicht dass die kleinen Walnuss-Böxchen nicht in der Lage wären, feine Details abzusondern. Das sind sie zweifelsfrei, sie tun dies allerdings mit Bedacht und vermeiden es aufdringlich zu erscheinen.

Die Menuet SE erfordert keinen übermäßigen Abstand zur Rückwand um groß aufzuspielen.

Einmal Bass mit Punch bitte

Auch wenn die Abmessungen der Menuet SE mit 25 Zentimetern Höhe und 15 in der Breite eher winzig ausfallen, weiß die Holzfasermembran dieses passiv angetriebenen Lautsprechers doch knackfreche Akzente zu präsentieren. So fährt mir die Bass-Drum in „Back To The River“ von Susan Tedeschi zwar nicht so kraftvoll in den Bauch wie mit größeren Exemplaren von Dali. Dennoch vernehme ich das Auftreffen des Filz auf dem Trommelfell mit einem Lächeln des Erstaunens, ob der Kraft, die das kleine Wunderwerk hier entfaltet. Gerade in der Wiedergabe natürlicher Instrumente fällt kaum nicht auf, dass hier die ultrakompakten Menuets am Werk sind. Im Gegenteil, man ist stets auf der Suche nach den eigentlichen Lautsprechern, die hier die Musik machen, denn das SE-Duo macht auch vor hohen Lautstärken nicht Halt. Selbst bei Zulieferung der angegebenen Verstärkerleistung von 100 Watt tönen die Menuets sauber und knackig mit jedem Punch.

Die Special Edition der Menuet ist mit massiven Schraubklemmen ausgestattet, die sonst der Epicon-Reihe vorbehalten sind.

Bass-Kombination

Generell unterhalten mich die Menuet SE unter hoher Lautstärke ganz ausgezeichnet. Es ist atemberaubend zu hören und zu spüren mit welcher Präzision und Kraft die kleinen Schallwandler austeilen können. Und: Der mitreißende Sound erfüllt auch größere Räume ohne Mühe. Nicht falsch verstehen, irgendwann geht den Kleinen bauartbedingt dann auch der Tiefgang aus. Sobald synthetische Tiefbasswiedergabe gefordert ist, wie zum Beispiel in „30 000 Days“ von Yello, können die Menuets allerdings mehr als nur andeuten, was ganz unten passiert. Wer hier mehr erwartet, sollte sich einen Subwoofer für den Bereich unter 60 Hertz zulegen, den dieser Tieftöner konstruktionsbedingt einfach nicht mehr bearbeiten kann. In einer solchen Bass-Kombination liefern die Menuets dann reichlich Punch und die Spielfreude, der der Subwoofer nur ein Fundament verleihen muss. So gestaltet, wird der Bass sehr feinfühlig wiedergegeben und erhält ungeahnte Plastizität. Dabei macht sich die wendige, leichte und superschnelle Membran absolut bezahlt.

Die Dali wird idealerweise in wenigen Zentimetern abstand zur Rückwand aufgestellt und nur leicht auf den Hörplatz ausgerichtet.

Stimmungsvoll

So richtig unter die Haut geht es mir aber mit „Liberty“ von Anette Askvik. Der Tiefmitteltöner der Menuet SE reagiert äußerst gewandt auf die betörende Stimme der Norwegerin. Die schmale Dali bietet der Künstlerin ein stimmiges und volles Fundament, die anschließend in höchsten Tönen durch die Oktaven wandert. Dabei klingt sie jederzeit als stünde sie direkt an meinem Klavier. Als bei 3:40 Minuten das Saxophon die Erzählung übernimmt, überkommt wohl jeden Zuhörer Gänsehaut. Anfangs erklingt dieses im leicht dreckigen Sound, um die Geschichte später um so klarer und sauberer abzuschließen. Ebenso beeindruckend sind die weit aufgefächerte Bühne und die präzise Staffelung der Instrumente im Raum. So bereitet es mir unglaubliche Freude den Musikern beim Arrangement ihrer Instrumente in Santanas „Corazon Espinao“ zu Lauschen. Und erneut bin ich fasziniert von der Spielfreude der Special Edition. Der Bass fühlt sich richtig griffig an und knurrt vor Freude.

Die Gewebekalotte spielt frei und sauber auf. Trotz ihrer Größe neigt sie nicht dazu zu bündeln.

Eine lebendige Bühne

Die Hochtonkalotte meines Testgastes bereitet ebenfalls viel Freude. Sie agiert sehr lebendig und agil. Und sie ist immer so portioniert, dass sie zwar alle Details offenlegt, sich aber keinesfalls in den Vordergrund drängt. So verleiht sie den Toms in „The Dark“ von Thrice den nötigen Drive. Man kann sogar das sanfte Ticken der Holzsticks auf dem Hi-Hat vernehmen. Dennoch habe ich nicht den Eindruck, dass die Menuet mir diese Details direkt auf dem Silbertablett serviert. Sie fallen mir auf, wenn ich aufmerksam hinhöre. Dabei verwebt die Menuet SE alles immer wieder mit dem Gesamtwerk, da sie trotz ihrer kompakten Bauart eine lebendige Bühne zaubert. Die Kombination aus analytischer Darstellung und entspannter Atmosphäre gelingt den Dalis ausgezeichnet. Diese Bühne lässt mich in Yellos „Dark Side“ auch vergessen, dass es untenherum etwas dünner zugeht, da mir die Verteilung der ganzen Sounds um mich herum einfach Freude bereitet.

Lautsprecher, Plattenspieler, Verstärker: So kompakt und visuell ansprechend kann ein modernes HiFi-Setup heute ausschauen.

Fazit

Mit der Neuauflage der Menuet in Form der Special Edition ist Dali ein echtes Meisterwerk gelungen. Das edle Walnuss-Finish unterstreicht die hochwertige Ausführung dieser Version. Dieser kompakte, passive Lautsprecher in Bassreflex-Ausführung gefällt durch seine unproblematischen Aufstellungsmöglichkeiten. Wer seinen Lautsprechern nur wenig Raum bereitstellen kann, zugleich aber Klang auf einem sehr hohen Niveau erwartet, ist hier genau richtig. Speziell in der Wiedergabe akustischer Instrumente und Gesang spielt das Dali-Duo dabei ganz vorn mit. Die Menuet SE kann sogar richtig laut spielen und packt mit ihrer kleinen Membran so fest zu, dass es in der Magengrube kitzelt. Begeistert haben mich die detailreiche Wiedergabe und die breit aufgespannte Bühne. Hier kitzeln die Dalis viele Details aus der Musik, spielen aber trotzdem ganz entspannt und glasklar auf. Ich habe die Lautsprecher jetzt gute vier Wochen spielen lassen und selten so gelassen meiner Musik gelauscht.

Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: Highlight
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: gut - sehr gut

89 of 100

90 of 100

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Technische Daten

Modell:Dali Oberon 3
Produktkategorie:Zwei-Wege-Bassreflex-Kompaktlautsprecher
Preis:1.398 Euro / Paar
Garantie:5 Jahre
Ausführungen:- Wild Walnut
Vertrieb:DALI GmbH, Bensheim
Tel.: 06251 / 9 44 80 77
www.dali-deutschland.de
Abmessungen (HBT):150 x 150 x 230 mm
Gewicht:4,0 kg / Stück
Prinzip:Zwei-Wege, Bassreflex
Hochtöner:28 mm Gewebekalotte
Mitteltieftöner:115 mm Holzfasermembran
empf. Verstärkerleistung:20 - 100 Watt
Lieferumfang:- Dali Menuet SE
- Frontabdeckung
- Gummidämpfer
- Handbuch und Schnellanleitung
Pros und Contras:+ exzellente Verarbeitung
+ harmonische Abstimmung
+ flexible Einsatzmöglichkeiten
+ massive Anschlussklemmen
+ hohe Belastbarkeit
+ sehr gute Raumdarstellung
Benotung:
Gesamtnote:Highlight
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistunggut - sehr gut

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