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BenQ präsentiert mit dem W1800i einen 4K/Ultra-HD Projektor in Champagner-Braun/Weiß, der durch seinen Filmmaker-Modus und einer natürlichen Farbreproduktion überzeugt. Welche Features er noch so bietet und für wen dieser Beamer ideal ist, verraten wir im Test.

Der BenQ W1800i sieht in seinem Champagner-Braun/Weiß edel aus und offeriert überdies eine luxuriöse Ausstattung zum Niedrig-Preis.
Foto: Michael B. Rehders

Ein Heimkino-Projektor muss heutzutage mehr können, als XXL-Bilder auf die Leinwand zu werfen. Ultrahohe Auflösung und HDR sind inzwischen Standard. Dazu kommen jede Menge cooler Smartfunktionen. Durch die Integration von Streaming-Diensten wie YouTube, Amazon Prime Video, Netflix und Google Music werden Beamer zu echten Allroundern. Das nicht nur im dedizierten Heimkino, sondern auch in Wohnzimmer, Garten und unterwegs bei Freunden und Familie. Wer überdies bereits einen Full-HD-Beamer besitzt und nun in die fantastische 4K-Welt eintauchen möchte, wird sicherlich seinen Projektor schnell und einfach austauschen wollen. Idealerweise ganz ohne aufwändige Montage, Bohren von Löchern in der Zimmerdecke und bestimmt ohne den Kauf einer neuen Deckenhalterung. Wer sich all diese Dinge von seinem neuen Projektor wünscht und auch noch den aktuell bestmöglichen Kontrast in dieser Preisklasse anstrebt, sollte sich den brandneuen BenQ W1800i einmal genauer anschauen. Dieser schicke Projektor erfüllt all diese Wünsche und ist auch noch richtig hell.

Vor Auslieferung kalibriert BenQ jeden W1800i individuell. Ein Kalibrier-Report liegt jedem Gerät bei.
Foto: Michael B. Rehders

Ausstattung und Technik

Das weiße Gehäuse des W1800i wird um die elegante Champagner-Braune-Frontblende abgerundet. Damit macht der Beamer im dedizierten Heimkino oder auch im hell eingerichteten Wohnzimmer eine luxuriöse Figur. Die Regler für Zoom und Fokus sind oben in das Gehäuse eingelassen. Die neue Fernbedienung unterstützt die Sprachsteuerung für Smartfunktionen, während man auf übliche Weise durch das On-Screen-Menü navigiert. Mit 3,1 Kilogramm ist unser Testgast leicht genug, um ihn gelegentlich mit in den Garten oder zu Freunden zu nehmen. Spannenden Live-Events und aufregenden Kinofilmen außerhalb des eigenen Wohnzimmers steht damit nichts mehr im Wege.
Bis zu 3.840 x 2.160 Pixel kann der W1800i entgegen nehmen, verarbeiten und via XPR-Technologie sequentiell über seinen Full-HD-DLP-Chip projizieren. CinematicColor verspricht die Wiedergabe natürlicher Farben. Im „Filmmaker“-Modus zeigt der W1800i Blockbuster genauso, wie es sich viele Regisseure in Hollywood vorstellen. Fans von 3D-Filmen kommen ebenfalls auf ihre Kosten, da der BenQ alle gängigen Standards unterstützt.

Die nicht beleuchtete Fernbedienung funktioniert auf Funkbasis, so dass sie nicht zwingend in Richtung Projektor gehalten werden muss.

Moderne Smartfunktionen und HDR

In der Produktbezeichnung befindet sich am Ende ein „i“. Dieses Kürzel steht für „Intelligenz“, womit die Integration aktueller Smartfunktionen beschrieben wird. Neben Chromecast und Bluetooth (für die kabellose Signalübertragung vom Smartphone), kann via Android-TV auf zahlreiche Apps zugegriffen werden. Dazu gehören beispielsweise Google Play, YouTube und Prime Video von Amazon. Alleine diese Plattformen bieten Zugriff auf tausende Filme, Serien und unzählige Musikstücke. Ermöglicht wird das durch den WLAN-Stick, der zum Ausstattungspaket des BenQ gehört. Mit seiner Hilfe wird der Beamer einfach mit dem gewünschten Netzwerk verbunden.
Ein weiterer Knaller ist High Dynamic Range (HDR). Die gängigen Standards HDR10 und Hybrid Log Gamma (HLG) für Broadcast werden unterstützt. Damit können alle aktuellen Filme von 4K-Blu-ray, Streamingdiensten und HDR-Sportsendungen in XXL-Größe projiziert werden. Sogar HDR-Games werden erkannt und korrekt wiedergegeben. Der Vorteil von HDR gegenüber SDR sind der bessere Kontrast und eine höhere Lichtausbeute.

Der WLAN-Stick wird nur in den rückseitigen HDMI-Port eingesteckt. Die Stromversorgung erfolgt via USB. Darüber hinaus ist der HDMI-2-Eingang ARC-fähig. Das bedeutet: Der Ton kann von den empfangenen Streaming-Portalen über das HDMI-Kabel zum AV-Receiver übertragen werden, um dann das große 5.1-Soundsystem zu befeuern. Sollte kein HDMI-Kabel mit Audio-Return-Chanel (ARC) vorhanden sein, kann der Ton alternativ auch mit einem optischen Kabel vom Beamer ausgegeben werden.
Foto: Michael B. Rehders

Installation leicht gemacht

Wie von BenQ bereits seit Jahren gewohnt, ist auch die Montage dieses Projektors ganz einfach. Habe ich den Lichtwerfer am gewünschten Platz aufgestellt, mit dem AV-Receiver verbunden und eingeschaltet, gehts los. Dank des 1,3-fachen Zoom-Objektivs kann eine Zwei-Meter-Leinwand aus einer Distanz von 2,24 bis 2,92 Metern vollständig ausgeleuchtet werden. Das Installationsmenü führt uns durch alle notwendigen Einstellungen. Innerhalb von drei Minuten richten wir damit den W1800i komplett ein – inklusive Netzwerkanbindung. Anschließend haben wir sofort Zugriff auf zahlreiche Apps. Weitere Streamingdienste wählen wir im App-Center aus und installieren diese mit einem einzigen Tastendruck. Wer noch einen älteren BenQ-Projektor besitzt – zum Beispiel einen W2000, W1090 oder W1070 – dem wird der Gerätetausch ganz leicht gemacht. Einfach den alten Projektor abbauen und durch den W1800i ersetzen. Zoom, Brennweite und Abstrahlwinkel sind identisch, dadurch ist der neue Beamer sofort einsatzbereit. Die Navigation durchs übersichtliche On-Screen-Menü gelingt in Windeseile.

Aus Lizenzgründen unterstützt der W1800i kein Netflix. Das ist aber nicht dramatisch, Netflix-Kunde können sich auch via Prime-Abo in den eigenen Netflix-Account einloggen und darüber ihre Lieblingsserien aufrufen und projizieren.

Aus dem Messlabor

Die von BenQ angegebene Maximalhelligkeit von 2.000 Lumen übertrifft unser Testsample mit 2.033 Lumen sogar noch geringfügig. Diese Ehrlichkeit ist uns ein paar Extrapunkte wert. Im „Bright“-Modus ist uns das Bild dann aber etwas zu grünstichig. Für Fußballspiele und Grafiken mag das ausreichen, um in lichtdurchfluteten Räumen ein noch ansprechendes Ergebnis auf der Leinwand zu erhalten. Besser gefällt uns dagegen der „Filmmaker“-Modus. Dieser ist ab Werk aktiviert. Ohne weiteres Zutun werden hier 1.070 Lumen in perfekter Farbdarstellung erzielt. Das reicht für bis zu 3,50 Meter breite Leinwände, um diese strahlend hell mit Bildinhalten zu befeuern. Weitere Extrapunkte vergeben wir für den sehr guten Kontrast von beachtlichen 1.020:1. Dieser lässt sich dynamisch noch auf bis zu 3.125:1 steigern. Exzellente Werte für einen Beamer in diesem Preissegment. Der Farbraum Rec.709 für HDTV wird 100 Prozent abgedeckt. 88 Prozent beträgt die Abdeckung des P3-Farbraums für UHD/HDR.

Ein vollständiges Sechs-Achsen-Farbmanagement ist vorhanden. So können die Farbräume für HDTV und UHD ideal angepasst werden.

Experten-Tipp für die präzise Farbdarstellung:

An dieser Stelle geben wir wie gewohnt Tipps, um eine optimale Grundeinstellung zu erhalten. Diese Vorgaben können auch genutzt werden, um eine Kalibrierung darauf aufzusetzen. Der BenQ W1800i bedarf zwar im Grunde keiner Änderung. Farben werden bereits in der kalibrierten Werkseinstellung sehr gut dargestellt. Mit kleinen Änderungen im Menü gelingt es aber die bereits exzellente Performance nochmals weiter zu steigern.

SDR
Bildmodus: Filmmaker Mode
Helligkeit: 50
Kontrast: 56
Schärfe: 0
Brilliant Color: 0
Gamma: 2.4
Farbtemperatur: Normal
Farbverwaltung: Unverändert

HDR
Bildmodus: Filmmaker Mode
Helligkeit: 50
Kontrast: 56
Schärfe: 5
Brilliant Color: 10
DR-Helligkeit: 1
Farbtemperatur: Warm
Farbverwaltung: RGBCM-Sättigung wie in obigen Screenshot übernehmen

Der Schriftzug „STADTRUNDFAHRT“ wird vollständig auf dem roten Doppeldecker reproduziert. Die Wolken erscheinen mit hoher Plastizität und der graue Asphalt ist farbneutral.
Foto: Michael B. Rehders

SDR-Wiedergabe

Nach umfangreichen Fotoaufnahmen und Messungen geht es weiter. Jetzt steht der schönste Teil des Testprozederes an: Das Filmeschauen. Wir setzen uns entspannt in unseren Screening-Room, haben Kaltgetränke und Popcorn in Griffweite. Das Licht fährt langsam herunter und der rote Vorhang öffnet sich vor der Leinwand. DVDs, Blu-rays, ARD, ZDF, YouTube-Videos und eigene Fotoaufnahmen werden mit originalgetreuen Farben im „Filmmaker“-Bildmodus dargestellt. Die Navigation durch Prime Video gelingt zügig. Filme und TV-Serien starten prompt. Spielfilme wie „Tomb Raider“ werden mit 24 Hz in originaler Kinofrequenz ruckelfrei und flüssig dargestellt. Als Lara Croft durch den Dschungel vor ihren Verfolgern flüchtet, sind sogar kleine Schweißperlen auf den Gesichtern erkennbar. Ihr Teint ist sonnengebräunt. Jede einzelne Haarsträhne ist zu erkennen. In dunklen Szenen liegt ein leichter Grauschleier auf dem Bild. Kommen helle Elemente ins Spiel, läuft der BenQ zur Hochform auf und zeigt seine Stärken. Schlagartig sprüht das Bild vor Plastizität.

Auf der Flucht vor ihren Verfolgern erreicht Lara Croft die Schlucht. Die Farben des Films werden vom BenQ W1800i präzise reproduziert. Allen voran erscheint die grüne Vegetation natürlich.

HDR-Wiedergabe:

Alle Eigenschaften der Full-HD-Wiedergabe lassen sich Eins-zu-Eins auch mit ultrahochaufgelösten Bildmaterial beobachten. Via 4K-Blu-ray abgespielt, erscheint die HDR-Version von „Tomb Raider“ in sensationell prächtigen Farben. Dabei werden feinste Inhalte aus dem Bild herausgeschält, die die Full-HD-Fassung aufgrund ihrer geringeren Auflösung noch unterschlägt. Im Hafen von Hong Kong sind einzelne Personen jetzt bestens differenziert. Dank des größeren Farbraums Rec.2020/P3 erscheinen Farben noch einen Tick brillanter. Dunkle Bereiche sind hervorragend durchgezeichnet. Alle Inhalte von 0,005 bis 1.000 Nit werden vom BenQ via Tone Mapping dargestellt. Der gute Kontrastumfang des W1800i sorgt für ein brillantes Filmerlebnis. Dschungelaufnahmen gefallen uns aufgrund ihrer realistischen Reproduktion und versprühen fast schon Urlaubsfeeling. Rot leuchtet extrem satt, Goldfarben werden prächtig auf der Leinwand dargestellt. An Landschaftsaufnahmen können wir uns kaum sattsehen. Sollte ein Film in HDR doch mal zu dunkel erscheinen, begegnen wir dem mittels „HDR Helligkeit“. Übrigens: Der W1800i surrt im Test erfreulich leise.

Das rote Taxi leuchtet sattrot und strahlend hell im Sonnenlicht, als Lara Croft es in Hong Kong verlässt.

Fazit

Der BenQ W1800i ist ein moderner 4K-Beamer in feinster Champagner-Optik. Einer, der sich ideal in gemütliche Wohnzimmer und Heimkinos integrieren lässt. Wer noch einen älteren Projektor von BenQ besitzt, kann diesen ganz leicht durch den W1800i ersetzen. Filmfans profitieren von den flexiblen Aufstellungsmöglichkeiten, zahlreichen Smartfunktionen und von der individuellen Werkskalibrierung. Spielfilme, TV-Serien und Live-Sport-Events werden in natürlichen Farben, mit sehr gutem Kontrast und in exzellenter Schärfe zum spannenden XXL-Großbilderlebnis. All das bietet der W1800i zu einem überaus attraktiven Preis.

Test, Text und Fotos: Michael B. Rehders

Gesamtnote: 90/90
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

90 of 90

90 of 90

89 of 90

Technische Daten

Modell:BenQ
W1800i
Preis:1199,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:Champagner-Braun/Weiß
Vertrieb:BenQ, Oberhausen
Tel.: 0208 / 409420
www.benq.de
Abmessungen (HBT):110 x 312 x 246 mm
Gewicht:3,1 Kg
Technik:1-Chip DLP
Helligkeit:2.033 Lumen / 1.070 Lumen kalibriert
Kontrast:1.020:1 (On/Off) / 280:1 (ANSI)
Schwarzwert:1,04 Lumen (nach Kalibrierung)
Bildauflösung:1920 x 1080 Pixel (3840 x 2160 mit XPR-Technologie)
HDR-Techniken:HDR10, HLG
Lens-Shift:nein
3D-Wiedergabe:Ja
3D-TransmitterJa
3D-Brille:nein
Zwischenbildberechnung:nein
Zoom:1,3x
2 Meter Bildbreite aus:2,24 - 2,92 Meter
Betriebsgeräusch:30 Dezibel / 28 Dezibel (Eco)
Stromverbrauch:380 Watt / < 0,5 Watt (Stand by)
Eingänge3 x HDMI (HDMI-2.0/HDCP-2.2-fähig)
1 x USB
1 x RS232
Ausgänge:1 x Mini Jack (Audio Out)
Lieferumfang:- BenQ W1800i
- WiFi-Stick
- Netzkabel
- Fernbedienung
- Batterien
- Bedienungsanleitung
Pros und Contras:+ 4K/UHD via XPR-Technologie
+ HDR10 und HLG
+ ab Werk kalibriert
+ exzellente Farben
+ sehr guter Kontrast
+ viele Smartfunktionen
+ leichte Installation

- verbesserungswürdiger Schwarzwert
Benotung:
Bildqualität (50%):90/90
Praxis (25%):90/90
Ausstattung (25%):89/90
Gesamtnote:90/90
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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