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Der In-Ceiling 7 Speaker ist quasi unsichtbar, beansprucht kaum Platz, macht das Wohnzimmer zugleich aber zum akustischen Konzertsaal oder Heimkino. Mit weniger als 10 Zentimetern Einbautiefe lässt er sich in Zwischendecken oder in der Wand unterbringen. Die Installation ist kinderleicht und auch preislich ist dieser Quadral-Einbaulautsprecher hochattraktiv.

Auf den ersten Blick vielleicht unsexy – dafür aber extrem praktisch: Die Quadral In-Ceiling 7 Speaker.

Atemberaubenden Sound – aber bitte ohne sichtbare Lautsprecher: Beides ist tatsächlich parallel möglich. Die Wohnumgebung kann ihren Charme entfalten, ohne sich in ein Techniklager zu verwandeln. Und der Sound kann zur gleichen Zeit intensiv und brachial sein. Die Lösung: In-Wall- oder In-Ceiling-Lautsprecher. Einfach erklärt, handelt es sich dabei um Lautsprecher, die einfach in die Wand oder in die Decke montiert werden. Das ist superpraktisch und blitzsauber, gilt unter Hifi-Enthusiasten aber als wenig anspruchsvolle Audio-Lösung. Zu Unrecht, denn inzwischen gibt es einige richtig gut klingende Einbaulautsprecher, die sich auch vor klassischen Stereo-Schallwandlern keineswegs verstecken müssen. Einer davon soll der In-Ceiling 7 Speaker von Quadral sein, den wir mal zum Test geladen haben.

Die superflachen, magnetisch haftenden Abdeckungen gehören hier selbstverständlich zum Lieferumfang.

Keine Angst vor Einbau-Lautsprechern

Recherchiert man mal ein bisschen im Internet, findet man jede Menge In-Wall- und In-Ceiling-Lautsprecher. Was man aber kaum findet: Tests zu solchen Systemen. Kein Wunder, schließlich soll die Installation entsprechender Soundlösungen ziemlich aufwendig sein. Und ausserdem, so wird gern behauptet, funktioniert das ja nur in Ländern wie den USA, „wo Häuser aus Holz und Gipskarton gebaut sind“. Das stimmt aber nur bedingt, denn auch in Stein- und Stahlbeton-Bauten lassen sich Lautsprecher in Wand und/oder Decke bringen. Man muss nur Ideen haben und sollte sich vor kleineren Umbauarbeiten nicht scheuen. Wohnt man beispielsweise, so wie ich, in einen Stahlbeton-Mehrfamilienhaus, heisst das Zauberwort „Abkoffern“. Mit Ständerprofilen (Holz oder Metall) und ein paar Gipskarton-Platten lässt sich für wenig Geld eine Wand vor die eigentliche Wand setzen. Hier kann man dann gleich noch eine nette Hintergrundbeleuchtung oder – ideal auf die eigenen Wünsche zugeschnittene – Regaleinheiten einlassen.

Der In-Ceiling 7 Speaker wird bündig in die Decke eingelassen. Will man von der Technik nichts mehr sehen, werden die magnetisch haftenden Frontblenden aufgesteckt.

Einfache Montage

Gleiches ist natürlich auch an der Decke möglich. Und wer ohnehin schon immer Einbauleuchten bevorzugt hat und die alte Hängelampe nicht mehr sehen kann, kann das Upgrade gleich mit der Installation entsprechender Decken-Lautsprecher verbinden. Doch egal ob an Wand oder Decke, in beiden Fällen verschwinden ganz nebenbei auch noch sämtliche Kabel. Das Ganze ist nicht teuer, ist vergleichsweise schnell und einfach durchgeführt und wertet den Wohnraum optisch auf. Hat man sich für die In-Ceiling 7 Speaker entschieden, sind tatsächlich weniger als zehn Zentimeter Tiefe erforderlich, um diese bündig in die Wand einzulassen. Den korrekten Ausschnitt (nur 203 Millimeter) nimmt man über die zum Lieferumfang gehörige Schablone vor. Sind die Löcher geschnitten, lassen sich die Lautsprecher passgenau einsetzen. Die Befestigung erfolgt über vier rückseitig platzierte Klammern. Sie werden über die frontseitig sichtbaren Schrauben herausgeklappt und anschliessend fest angezogen. Hat man alles richtig gemacht, rappelt und klappert absolut nichts.

Keine Platzverschwendung und auch kaum zu sehen: Deckenlautsprecher bieten jede Menge Vorteile.

Ideale Voraussetzungen

Das funktioniert auf nahezu jedem Untergrund. Wichtig ist nur, dass die Decken- oder Wandplatten nicht dicker als als 30 Millimeter sind. Handelsübliche Gipskarton-Platten (z.B. Rigips) messen in der Regel zwischen 12,5 und 30 Millimetern. Ähnliches gilt für MDF-, OSB- und Spanplatten. Sie sind meist 19 bis 28 Millimeter stark. In diesem Zusammenhang habe ich noch zwei Tipps: Achten Sie zuerst darauf, dass jeder Deckenlautsprecher mindestens 50 Zentimeter von der Wand entfernt platziert wird. Ausserdem empfehle ich die zuführenden Lautsprecherkabel hinter der Abkofferung mit etwas mit Klebeband zu fixieren. Durch vibrierende Signalleiter auftretende und klangschädigende Geräuschentwicklungen lassen sich so vermeiden. Optional bietet die Marke Loxone sogar passende Einbaugehäuse für die In-Ceiling 7 Speaker. Und: Diese Lautsprecher sind auch für den Einsatz im geschützten Aussenbereich geeignet. Beispielsweise auf Terrassen, im Gartenhäuschen oder auf dem Balkon. Wichtig ist nur, dass sie keiner direkten Feuchtigkeit, beispielsweise Regen, ausgesetzt werden.

Mittels schraubbarer Klemmen zieht sich der Lautsprecher fest an die Decke.

Die Punktschallquelle bringt´s

Kommen wir zu den Hardfacts, die haben es nämlich in sich: Dank Single-Frame-Konstruktion misst die Einbautiefe der Quadral-Speaker exakt 91,7 Millimeter. Der Durchmesser des Koaxial-Chassis liegt bei 16,5 Zentimeter. Stattlich! Koaxial bedeutet, dass es sich hier um einen echten Zwei-Wege-Aufbau handelt. Es beschreibt aber auch den besonderen Aufbau der beiden Schwingsysteme: In einem Koax-System sitzt der Hochtöner nämlich im Zentrum des ihn umgebenden Tiefmitteltöners. Der Grund dieser einzigartigen Konstruktion begründet sich in der phasengenauen Abstrahlung. Ein Effekt, der eben nur mit einer Punktschallquelle erzielt werden kann. Dank der speziellen Membranform verspricht der In-Ceiling 7 Speaker ausserdem ein breites Abstrahlverhalten. Das ist wichtig, schließlich sitzt das Auditorium ja nicht direkt vor dem Lautsprecher, sondern räumlich verteilt unter ihm. In diesem Zusammenhang: Quadral empfiehlt zwei Lautsprecher um Raumgrößen bis 20 Quadratmeter zu beschallen. Misst der Raum bis zu 40 Quadratmeter Fläche, sollten vier In-Ceiling 7 Speaker eingeplant werden.

In der In-Ceiling 7 setzt Quadral auf einen koaxialen Zwei-Wege-Aufbau.

Breite Bühne

So, genug der Theorie. Jetzt soll sich das Koax-Duo auch im Klangtest beweisen. Zunächst angetrieben von meinem Auralic Polaris. Auch wenn der Streaming-Amp mit 2 x 120 Watt keine aufsehenerregenden Werte in seine Ausstattungstabelle schreibt, ist die vorhandene Leistung für mein In-Ceiling-Duo locker ausreichend. Kaum ist der erste Tack meiner Tidal-Playlist angespielt, werden sofort zwei Dinge deutlich: Das eine wäre, dass Quadral mit seiner Aussage „Der quadral In-Ceiling 7 Deckenlautsprecher überzeugt mit außergewöhnlich gleichmäßigem und breitem Abstrahlverhalten, was für ein exzellentes Klangbild sorgt“, nicht im Ansatz übertrieben hat. Auch ohne dass man die Lautsprecher einwinkelt – was in einer Einbausituation ohnehin kaum möglich ist – ziehen sie vom ersten Ton an eine imposante Klangbühne auf. Das Coole hier: Die Bühne bleibt auch dann bestehen, wenn man einen halben Meter nach links oder rechts rückt. Dabei endet sie auch nicht an den physischen Standpunkten der Lautsprecher.

So gelingt alles fehlerfrei: Mit Hilfe der mitgelieferten Schablone lässen sich die Ausschnitte für die Installation perfekt anzeichnen.

Ehrlich & agil

In meinem Test sind die Lautsprecher etwa 1,70 Meter voneinander entfernt. Die Klangkulisse spannt sich allerdings in eine Breite von gefühlten vier Metern auf. Trotz dieses Effekts verharrt Shaggys Stimme in „44/876“ aber wie angenagelt in der Mitte. Dahinter und daneben die begleitende Instrumentierung, die dem Song Fülle und Leben verleiht. Ein dynamisches Pop-Stück, das schon so manchen Lautsprecher vor schwere Herausforderungen gestellt hat. Von Schwierigkeiten ist hier aber weit und breit nichts zu hören. Nach einem eher gelassenem Intro sind die Quadrals sofort agil und schnell, als es drauf ankommt. Damit komme ich zum zweiten auffälligen Punkt, dem Bass: Aufgrund der Größe und des fehlenden definierten Gehäusevolumens verzichten meine Testgäste auf den Abstieg in tiefere Bassgefilde. Das war aber zu erwarten und ist auch überhaupt nicht negativ gemeint. Statt nämlich tiefste Bässe herauszupressen, setzt man bei Quadral bevorzugt auf Sauberkeit, Verzerrungsarmut und ein anspringendes Impulsverhalten.

Rückseitig ist der Deckenlautsprecher mit klassischen Lautsprecherklemmen ausgestattet. Sie nehmen Kabel bis zu einem Querschnitt von 4mm2 auf.

Neutral & sauber gestaffelt

Und Angst vor zu wenig Bass muss man auch nicht haben, ein gewisses Fundament ist selbstverständlich vorhanden, sobald die In-Ceiling 7 in der Decke oder Wand verbaut ist. Das alles einhergehend mit einer räumlichen Darstellung, wie man sie sonst nur von richtig guten Standlautsprechern kennt. In diesen Zusammenhang wird die Ehrlichkeit dieser Lautsprecher auch wieder deutlich. Statt Markensound wirkt die Wiedergabe im besten Sinne neutral. Und die Proportionen stimmen auch. Instrumente und Stimmen wirken abbildungsgenau und sind auch in der räumlich korrekten Staffelung korrekt. Eine Darstellung, die sich nach dem Wechsel auf „Blue Monday“ von Nouvelle Vague – einem Remake der New-Order-Hymne – erneut bestätigt. Auch hier gewähren meine Testgäste einen großartigen Einblick in die Raumtiefe und -breite und beeindrucken durch eine fein säuberliche Staffelung von Gitarren, Rasseln, Bongos, Trommeln und Gesang. Oder anders beschrieben: Eine klar strukturierte und zu jederzeit präsente Instrumentierung.

Details & Raum

Eine, über die Mèlanie Pains Stimme regelrecht zu schweben scheint. Was dabei sehr schön ist: Die Künstlerin ragt niemals aus dem musikalischen Ganzen heraus, sondern gliedert sich gleichberechtigt und einmütig in das Gesamtbild ein. Eine Charaktereigenschaft, die besonders gut zu handgemachter, akustischer Musik passt. Als Beispiel wäre hier die Live-Aufnahme des Eagles-Songs „Hotel California“ zu nennen. Die intronierende Akustikgitarre macht den Anfang und wird blitzsauber halb rechts vom Zentrum dargestellt. Kurz darauf steigen dann links hinten die Bongos ein. Räumlich perfekt in Szene gesetzt und mit einem gewissen Punch. Als das Intro dann endet und die ersten bekannten Gitarrenriffs gespielt werden, ist das jubelnde Publikum zu hören. Selbstverständlich vor und neben der Band. Den akustischen Platz in der Mitte nimmt nur wenig später Don Henley ein, dessen markante Stimme von den beiden In-Ceiling 7 Speakern in jedem Detail perfekt in unseren Testraum übertragen wird.

Von hinten schön zu sehen: Dank massiver Klemmen ziehen sich die Lautsprecher fest an die Deckenplatte.

Dialog-Upgrade

Im nächsten Schritt muss sich das Quadral-Set dann im Praxis-Check als Unterstützung im Fernsehbetrieb bewähren. Was liegt da näher, als den Test mit einer Nachrichtensendung fortzuführen? Und hier liefert das Niedersächsische Duo dann gleich die nächsten interessanten Aspekte: Statt nämlich näselnd und undeutlich zu klingen, steht die Stimme des TV-Moderators vom ersten Augenblick an standfest direkt vor mir im Raum. Der Sound ist zugleich erfreulich kräftig und selbst kleinere Zwischentöne und Nebengeräusche, beispielsweise das Knistern der umgeblätterten Nachrichtenzettel, sind deutlich hörbar. Alles wirkt vom ersten Moment an sauber, zielgerichtet und substanziell. Oder besser gesagt: Einfach nur richtig! Um wieviel besser die Nachrichten über die In-Ceiling 7 Speaker aber tatsächlich klingen, bemerke ich, als ich die Wiedergabe wieder über die integrierten TV-Lautsprecher fortsetze. Während Dialoge und Details eben noch körperhaft und facettenreich vor mir standen, bricht das Klangbild nun regelrecht in sich zusammen. Also: schnell wieder umschalten!

Heimkino & Multiroom

Hat man seine Decken-Speaker erstmal installiert, lassen sich aber auch ganz andere Szenarien realisieren. Beispielsweise die Einrichtung eines Multiroom-Setups. Mit Unterstützung eines entsprechenden AV-Receivers lässt sich die Lieblingsmusik in mehrere Räume verteilen – Einbaulautsprecher vorausgesetzt. Alles mit nur einem Verstärker, ohne dass überall Lautsprecherboxen herumstehen und ganz ohne sichtbare Kabel. Und wenn man schonmal dabei ist, kann die besagte AV-Zentrale auch gleich noch die Verstärkung eines fünf-, sieben- oder neunkanaligen Heimkino-Setups übernehmen. Lediglich die Ergänzung um einen aktiven Subwoofer sei hier empfohlen, schließlich sollen Explosionen oder die Angriffe überdimensionaler Filmmonster ja auch spürbar sein. Auch hier hat Quadral passende Lösungen im Portfolio. Selbstverständlich lassen sich die In-Ceiling 7 Speaker aber auch um markenfremde Bassmeister erweitern. Und auch wenn die Bezeichnung anderes vermuten lässt, können die Quadrals sogar als Wandlautsprecher eingesetzt werden. Klanglich ist das sogar empfehlenswert, sollte aus bautechnischen Gründen eine Kombination aus Decken- und Wandlautsprechern erforderlich sein.

Alternativ lässt sich der In-Ceiling 7 Speaker auch als In-Wall-Lautsprecher einsetzen.

Fazit

Die Installation der Quadral In-Ceiling 7 Speaker ist wirklich leicht und sicher. Einmal platziert, spart man jede Menge Platz und auch die störenden Kabel verschwinden vollständig aus dem Sichtfeld. Das bietet ungeahnte Möglichkeiten für umfassende Heimkino- und/oder Multiroom-Installationen im Wohnzimmer. Klanglich zeichnen sich die Quadrals durch ein hohes Leistungspotenzial und eine überragende Raumdarstellung aus. Der Sound verteilt sich gleichmäßig im Raum, die musikalische Reproduktion bleibt aber schön gestaffelt. Das alles gibt es zu einem attraktiven Preis von rund 145 Euro pro Lautsprecher.

Test & Text: Roman Maier
Fotos: Branislav Ćakić

Gesamtnote: Highlight
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

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Technische Daten

Modell:Quadral
In-Ceiling 7 Speaker
Produktkategorie:Deckenlautsprecher
Preis:um 145,00 Euro / Stück
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
- Weiß
Vertrieb:Quadral, Hannover
Tel: 0511 / 7 90 40
www.quadral.com
Abmessungen (HBT):- 232 x 232 x 95 mm
Prinzip:Koaxial-System (Zwei-Wege)
Hochtöner:1 x 30 mm
Tiefmitteltieftöner:165 mm
Frequenzgang:50 Hz - 28 kHz (Herstellerangabe)
Impedanz:8 Ω (Herstellerangabe)
Nenn-/Musikbelastbarkeit:80 Watt (Herstellerangabe)
Anschluss:Lautsprecherklemmen
Lieferumfang:- Quadral In-Ceiling 7 Speaker
- Schablone
- Abdeckungen (magnetisch haftend)
- Anleitung
Pros und Contras:+ exzellente Räumlichkeit
+ perfekte Hoch-Mitteltonabstimmung
+ sehr gutes Rundstrahlverhalten
+ einfache Installation
+ gute Auflösung und Transparenz
+ raumsparendes Design
+ sehr gute Verarbeitung
+ magnetisch haftende Abdeckung
+ attraktiver Preis
Benotung:
Gesamtnote:Highlight
Klasse:Mittelklasse
Preis/Leistung:sehr gut
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