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Mit seinem Highend-Modell vTrue hat sich Velodyne auf Anhieb seinen Platz in der Kopfhörer-Referenzklasse gesichert. Jetzt schieben die Amerikaner mit dem vFree ein Bluetooth-Modell nach, das sich aber auch kabelgebunden betreiben lässt und ebenfalls höchste Klangqualität verspricht. Das wollten wir genau wissen und haben den vFree zum Test geladen.

Leicht, schwarz, kabellos, stark: Der Velodyne vFree erfüllt alle Anforderungen an einen kabellos zu betreibenden Kopfhörer. Und wenn Ihnen schwarz nicht zusagt, bestellen Sie den vFree einfach in weisser oder silberfarbener Ausführung.

Leicht, schwarz, kabellos, stark: Der Velodyne vFree erfüllt alle Anforderungen an einen kabellos zu betreibenden Kopfhörer. Und wenn Ihnen schwarz nicht zusagt, bestellen Sie den vFree einfach in weisser oder silberfarbener Ausführung.

 

 

Der Einsatz eines kabellos mit seinem Zuspieler verbundenen Kopfhörers und die damit verbundene Freiheit ist zwar verführerisch, geht allerdings zumeist auf Kosten der Klangqualität. Ein guter Grund, warum viele Hersteller hochwertiger Headphones erst gar kein solches Modell in ihrem Produktportfolio anbieten. Doch was für andere Anbieter eher ein Hindernis darstellt, ist für Velodyne fast schon traditionell Herausforderung, der Sache nachzugehen, Möglichkeiten zu finden und sich an die Grenzen des Machbaren zu wagen. Das nötige Know-How haben die Amerikaner jedenfalls und das Ergebnis verblüfft, denn mit dem vFree genannten Bluetooth-Kopfhörer gelingt den kalifornischen Audiospezialisten der schwierige Spagat zwischen Komfort und Klang in beeindruckender Manier. Aber Lesen Sie selbst …

 

 

Über Velodyne
Um zu verstehen, welch geballte Kompetenz hinter unserem Testmodell steckt, müssen erst einmal ein paar der wichtigsten Dinge über den Hersteller gesagt werden: Velodyne gehört über 30 Jahren zu den weltweit angesehensten Audio-Spezialisten, wenn es um die kompromisslose und unverfälschte Musik- und Filmtonwiedergabe geht. Das kommt nicht von ungefähr, denn der weltweite Erfolg des amerikanischen Unternehmens begründet sich zum allergrößten Teil in der unablässigen Forschung und dem steten Technologietransfer in der Treiber- und Elektronikentwicklung. Dabei haben sich die Kalifornier regelmäßig selbst übertroffen und die Grenzen der Physik offensichtlich immer weiter ausgedehnt. Und da Innovationen sich schnell rumsprechen, hat sich Velodyne innerhalb kürzester Zeit einen Ruf als absoluter Vorreiter verdient, wenn es beispielsweise darum geht, kompaktesten Subwoofern höchste Pegel und eine schier unbändige aber jederzeit saubere und kontrollierte Bassgewalt zu entlocken. „Und das reicht, um einen Kopfhörer zu entwickeln?“ werden Sie sich fragen. Die Antwort lautet „ja“, denn auch wenn man Subwoofer und Kopfhörer vielleicht nicht in direktem Zusammenhang sieht, war doch gerade das in über drei Jahrzehnten gesammelte Know-How der Schlüssel, als es um die Entwicklung anspruchsvoller Kopfhörertechnologien ging. Und der Erfolg gibt den Kaliforniern auch in diesem Fall Recht, denn die mit exzellenten Testergebnissen überhäuften Velodyne-Bügler galten bereits wenige Wochen nach Markteinführung als absolute Empfehlung vieler Fachmagazine, wenn es um anspruchsvollen Musikgenuss via Kopfhörer geht. Davon konnten auch wir uns bei unserem Test den Velodyne vTrue (Test hier) überzeugen, der sich auf Anhieb einen Spitzenplatz in unserer Referenzklasse sicherte. Gute Gründe also, auch das Bluetooth-Modell vFree in unsere Testräume zu bitten.

Weiche Polster an der Bügelunterseite und an den Ohrmuscheln versprechen bequemen Tragekomfort - auch über Stunden.

Weiche Polster an der Bügelunterseite und an den Ohrmuscheln versprechen bequemen Tragekomfort – auch über Stunden.

 

 

Was bedeutet Bluetooth eigentlich?
Inzwischen ist zwar nahezu jedes Smartphone, Laptop und Tablet mit dieser Funktion ausgestattet, dennoch wissen die meisten User noch immer nicht genau, was Bluetooth eigentlich ist und welchen Komfort es offeriert. Dabei ist die Antwort ganz einfach, basiert diese Verbindung doch auf einer Funktechnik, die die unterschiedlichsten elektronischen Geräte, und zwar ohne umständliche Konfiguration, miteinander kommunizieren lässt. Namensgeber ist im übrigen der im zehnten Jahrhundert regierende dänische König Harald Blåtand (was grob übersetzt „Blauzahn“ bedeutet), der den Großteil Skandinaviens zu einem gleichberechtigten Herrschaftsbereich vereinte. In der Praxis funktioniert der Verbindungsaufbau so, dass sich die einzelnen Bluetooth-Geräte in weniger als drei Sekunden automatisch mittels ihrer unverwechselbaren MAC-Adresse identifizieren. Das Gerät, von dem der Verbindungsaufbau ausgeht, wird automatisch zum „Master“ über den antwortenden Teilnehmer.

Kabellose Freiheit. Mittels Bluetooth-Verbindung zum Zuspieler (Smartphone, Tablet, Computer etc.) gehört die lästige Kabelei der Vergangenheit an. Der vFree lässt sich Dank 3,5mm-Buchse auf Wunsch aber auch via Kabel mit Audiosignalen versorgen. Die passende Kabelverbindung gehört natürlich zum Lieferumfang.

Kabellose Freiheit. Mittels Bluetooth-Verbindung zum Zuspieler (Smartphone, Tablet, Computer etc.) gehört die lästige Kabelei der Vergangenheit an. Der vFree lässt sich Dank 3,5mm-Buchse auf Wunsch aber auch via Kabel mit Audiosignalen versorgen. Die passende Kabelverbindung gehört natürlich zum Lieferumfang.

 

 

Flexibel & komfortabel
Ein Velodyne-Produkt ist etwas ganz Besonderes. Das wird bereits klar, als wir die Verpackung in den Händen halten. Wie der von uns bereits auf Herz und Nieren getestete vTrue (Test hier), erfreut sich auch der vFree eines, speziell auf seine Form zugeschnittenen Schaumstoffwürfels, in dem er zusammengefaltet sicher ruht und nur auf seinen Einsatz zu warten scheint. Als wir ihn dann entnehmen, fällt zuallererst das geringe Eigengewicht unseres Testmodells auf, dass zunächst vermuten lässt, dass noch keine Batterien eingelegt sind. Bei näherer Betrachtung fällt dann aber schnell auf, dass dieses Modell über ein integriertes Akku-Pack verfügt, das via USB-Kabel aufgeladen wird. Das bedeutet: obwohl er eine vollständige Verstärker-/Akkueinheit an Bord hat, ist er dennoch leichter als die meisten kabelgebundenen OnEar-Konkurrenten. Das schlägt sich natürlich in Sachen Komfort nieder, denn aufgrund seines kaum merklichen Gewichtes, ist der vFree auf dem Kopf kaum noch spürbar. Der Tragekomfort ist einfach genial und kaum zu verbessern, was den Velodyne in dieser Disziplin bereits zur absoluten Empfehlung für Musikfans macht, die auf der Suche nach einem Kopfhörer für lange Musiksessions oder den tagtäglichen Betrieb in Bus und Bahn sind. Mitverantwortlich für das angenehme Gefühl auf dem Kopf sind neben des geringen Gewichtes aber auch der flexibel verstellbare Bügel, wie die watteweichen Lederpolster an Ohr und Bügelunterseite. Auch die Verarbeitung ist tadellos. Hier wackelt oder klappert nichts, sämtliche Spaltmasse sind perfekt und auch der Bügel rastet satt und fest ein. Müsste man zwingend einen Kritikpunkt finden, wäre dies für manche User wohl das Kunststoffkleid des vFree. Für mich ist es aber eher von Vorteil, denn neben seines geringen Eigengewichtes erweist sich dieses als echter Handschmeichler, der mich auf Anhieb an die seidige Polycarbonat-Schale des iPhone 5c erinnert, die es mir bis heute angetan hat.

Sehr praktisch: Der vFree kommt den heutigen Ansprüchen an einen hochwertigen Kopfhörer nach und lässt sich platzsparend zusammenklappen.

Sehr praktisch: Der vFree kommt den heutigen Ansprüchen an einen hochwertigen Kopfhörer nach und lässt sich platzsparend zusammenklappen.

 

 

Bedienung & Möglichkeiten
Die kritische Beäugung hat der Bluetooth-Kopfhörer also mit Bestnoten bestanden. Zeit also, sich der technischen Ausstattung und der Bedienführung zu widmen. Doch bis auf den bereits erwähnten Mini-USB-Port, über den der „kleine schwarze“ geladen wird, einer 3,5 Millimeter-Buchse für die optional möglich Kabelverbindung und zwei Lautstärkereglern sind hier keinerlei Bedienelemente zu sehen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass es sie nicht gibt. Fündig werden wir schließlich in der mehrfach unterteilten linken Ohrmuschel, deren einzelne Komponenten sich erst nach ganz genauer Untersuchung als Schaltflächen erweisen. Auch das ist einfach wie genial, denn mittels eines kleinen Tricks hat Velodyne so gleich zwei Klappen geschlagen und Bedienelemente geschaffen, die zwar groß und leicht ertastbar sind, sich optisch aber keineswegs als solche zu erkennen geben. Ein kurzer Blick in die Bedienungsanleitung offenbart dann, welches Element welche Funktionen steuert (siehe Bild).

Sehr schick und zudem einfach gelöst erweist sich die Anordnung sämtlicher Bedienelemente.  1= Nächster Titel 2 = Power on/of bzw. Pairing 3 = Play/Pause und Gesprächsannahme bzw. -beendigung

Sehr schick und zudem einfach gelöst erweist sich die Anordnung sämtlicher Bedienelemente.
1= Nächster Titel
2 = Power on/of bzw. Pairing
3 = Play/Pause und Gesprächsannahme bzw. -beendigung

 

 

Bluetooth-Pairing
Wie bei Bluetooth-Geräten üblich, wird der Verbindungsaufbau über das sogenannte Pairing gestartet. Das klingt zunächst vielleicht etwas kompliziert, ist aber innerhalb weniger Augenblicke erledigt, wenn Sie folgendermassen vorgehen:
1. Die mittlere Taste am Kopfhörer (Nr. 2) für 5 Sekunden gedrückt halten. Mittels der kleinen blau blinkenden LED zeigt der vFree dann Verbindungsbereitschaft.
2. „Velodyne vFree“ aus der Liste der zu Verfügung stehenden Bluetooth-Geräte in Ihrem Smart-Device (Tablet, Smartphone etc.) auswählen.
3. Musikwiedergabe starten

Nachdem die Pairing-Taste (Nr. 2) fünf Sekunden lang gedrückt wurde, zeigt der Bluetooth-Bügler Verbindungsbereitschaft und zeigt sich in der Übersicht der zu Verfügung stehenden Bluetooth-Geräte als "Velodyne vFree".

Nachdem die Pairing-Taste (Nr. 2) fünf Sekunden lang gedrückt wurde, zeigt der Bluetooth-Bügler Verbindungsbereitschaft und zeigt sich in der Übersicht der zu Verfügung stehenden Bluetooth-Geräte als “Velodyne vFree”.

 

 

Bequem & klangstark
Die Verbindung zum Zuspieler (iPhone) ist also superschnell hergestellt, was bedeutet, dass ich mich nun dem schönsten Teil des Checks, dem Hörtest widme. Der Bande-A-Part-Song „Ever Fallen in Love“ liefert dann bereits nach wenigen Sekunden die ersten Erkenntnisse über die klare und sehr offene Klangsignatur dieses federleichten Schönlings. Dabei merkt man ihm seine amerikanische Herkunft nichtmal im Ansatz an, denn statt vor Volumen, strotzt mein Testgerät hier eher durch seine geschliffene Balance und nahezu ansatzlose Agilität. Die Grundtondynamik animiert einfach zum Mitwippen. Impulse sind da, wo sie sein sollen und die Fülle an Details führen dazu, dass dieser Song in seiner vollen Natürlichkeit wiedergegeben wird. Wow, ich war mir zwar sicher, dass ich hier einen guten Kopfhörer vor mir habe, dass das Ganze aber auch kabellos in einer solchen Qualität losgeht, damit hatte ich nicht gerechnet. In Pink Martinis „Hank On Litte Tomato“ findet die eben erlebte Performance dann ihre Bestätigung. Von Leichtigkeit getragen, beweist der vFree auch hier ein unglaubliches Auflösungsgeschick mit dem er sämtliche ihm zur Weiterverarbeitung überlassenen Klanganteile reproduziert. Zugleich erfahren wir eine realistische Klangbühne, die weniger durch Volumen (welches hier auch gar nicht gefragt ist), sondern eher durch seine Fülle an Details und eine nahezu perfekte Struktur imponiert. So wird jeder Musiker, egal ob Pianist, Trompeter oder Bassist auf der sehr schön animierten Bühne realistisch und lebhaft auf seinen festen Platz gestellt. Das ist absolut beeindruckend und dürfte selbst Highender, die bei der Erwähnung kabelloser Kopfhörer bislang nur verächtlich die Nase rümpften, neugierig machen. Zum Testabschluss heisst es dann: „Samthandschuhe aus- und Arbeitshandschuhe anziehen“, denn mit Daft Punks „Something About Us“ wähle ich einen Titel, bei dem es deutlich hemdsärmeliger zur Sache geht. Und auch jetzt lässt sich der schwarze vFree nicht lange bitten und folgt der Vorgabe dieses Stückes von der ersten Sekunde an. Während das eher ruhige Intro zunächst noch zurückhaltend und sanft reproduziert wird, erweckt dieses Stück nach dem Einsetzen der ersten Bassschläge dann schnell den Eindruck, als hätte ich einen völlig anderen Kopfhörer auf den Ohren. Statt der eben noch erlebten Transparenz und Neutralität, bestimmen nun Kraft und Durchzugsstärke das Klangbild – eben genauso, wie es der Titel der französischen Elektro-Künstler vorschreibt. Das bedeutet aber auch, dass der vFree nun, als es erwünscht ist, auch jede Menge Volumen liefert. Gepaart mit der inzwischen aufgebauten, fest zupackenden Grundtondynamik wird mir nun eine satte, unnachgiebige Basswiedergabe geboten, die man sich via Kopfhörer kaum besser wünschen könnte.

Komfort pur: Der vFree ist federleicht und passt sich dank verstellbarem Bügel ideal an jede Kopfform an.

Komfort pur: Der vFree ist federleicht und passt sich dank verstellbarem Bügel ideal an jede Kopfform an.

 

 

Fazit
Ich muss zugeben: Obwohl mich bereits Velodynes vTrue vollkommen überzeugte, war ich gegenüber Bluetooth-Kopfhörern doch eher skeptisch. Das allerdings völlig zu Unrecht, denn in meinem Test konnte der vFree vollends überzeugen und imponierte als perfekte Symbiose aus Komfort und Klang. Er ist federleicht, erweist sich auch über Stunden als bequem zu tragen und sieht gut aus. Das Beste kommt aber noch, denn auch in Sachen Klang spielt der Velodyne in der ersten Liga und beeindruckte durch sein facettenreiches Repertoire, das ihn sowohl für die Wiedergabe feiner, hochaufgelöster Stücke wie derben Rocksongs predestiniert, bei denen es brachialer zu Werke geht. Kurz gesagt: Dieser Bluetooth-Bügler ist eine uneingeschränkte Empfehlung!

 

Test & Text: Roman Maier

Fotos: Frank Metzemacher, Herstellerbilder

 

 

 

Modell:Velodyne
vFree
Produktkategorie:Kopfhörer, Bluetooth
Preis:299,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- schwarz
- silber
- weiss
Vertrieb:Audio Reference, Hamburg
Tel.: 040 / 533 203 59
www.audio-reference.de
Treiber:34 mm
Impedanz:32 Ohm
Anschluss:- Bluetooth (apt-X)
- Kabel
Akkulaufzeit:- 100 Stunden Standby
- 10 Stunden Musikwiedergabe
- 1,5 Stunden Ladezeit
(Herstellerangaben)
Zubehör:1 Kabel (1,20m)
1 USB/Mini-USB-Kabel
1 Textiltasche
Besonderes:- sehr gute Verarbeitung
- auch via Kabel zu betreiben
- sinnvolles Zubehör
- einfache Bedienung
Benotung:
Klang (60%):1,1
Praxis (20%):1,1
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1,1
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistungsehr gut

 

 

 

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