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Mit seinem Simplexity R25 bietet Tonabnehmerhersteller Skyanalog nun ein elegantes, modulares HiFi-Rack an. Doch das R25 will nicht nur stylisch aussehen, sondern auch die Philosophie der Firma Verkörpern. So soll das Rack nicht einfach ein Möbelstück sein, sondern ein weiteres Element in der Klangkette darstellen.

Das Simplexity R25 will mit elegantem Auftreten und effektiver Dämpfung überzeugen.

Die Firma Skyanalog hat sich in den letzen Jahren einen exzellenten Ruf erarbeitet. Startete man 1999 aber noch mit Röhrenverstärkern, produzierte man über die Jahre auch Transistormodelle und versuchte sich an CD-Playern. Doch der Durchbruch gelang dem chinesischen Hersteller mit der Entwicklung eigener MC-Tonabnehmer für Plattenspieler. Zunächst noch viel als OEM Zulieferer für andere Firmen, entstehen bei Skyanalog nun aufwändig produzierte Referenzsysteme, die sich überall in der Welt einen Namen machen. Warum kümmert sich aber ein Hersteller, der sich so klar auf ein bestimmtes Produkt konzentriert nun um ein Rack? Wäre der Schritt zur Herstellung von Phono-Stufen oder Laufwerken wohl der logischste, begibt man sich so in einen Bereich, der selbst in der HiFi-Welt eher eine Randerscheinung ist. So wirkt das Simplexity R25 im Portfolio des Herstellers fast ein wenig fehl am Platz. Doch HiFi-Racks und MC-Cartridges haben etwas gemein, mit dem man sich bei Skyanalog bestens auskennt.

Mit Volldämpfung voraus

Ein MC-Tonabnehmer ist ein extrem komplexes, winziges Stück Technik. Eine sich bewegende Spule ist dort mit der Nadel verbunden, die durch die engen Rillen einer Schallplatte fährt. Mit Hilfe eines Magnetfeldes erzeugt die sich bewegenden Spule minimale elektrische Ströme. Von einem Phono-Vorverstärker hunderte Male verstärkt, können diese winzigen Impulse über Verstärker und Lautsprecher wiedergegeben werden. Bruchteile von Millimetern entscheiden also hier über den Klang und jede Vibration kann Einfluss auf die Bewegung der Nadel haben. Genau hier überschneiden sich also die Ansprüche von MC-Tonabnehmern und Racks. Das Simplexity R25 soll mit effektiver Dämpfung Stöße, Erschütterungen und Vibrationen minimieren, so dass die im Rack gelagerten Komponenten unbeeinflusst ihre Arbeit machen können. Dabei lässt sich hier der Dämpfungsgrad sogar selbst vom Nutzer einstellen, um das R25 nicht nur zu einem simplen Möbelstück, sondern zu einem vollwertigen Teil der Klangkette werden zu lassen.

Das Wissen aus der Fertigung von High End Tonabnehmern nutzte Skyanalog auch bei der Entwicklung des R25.

Nach Maß

Der Name Simplexity soll den Anspruch des Racks verdeutlichen. Einerseits soll es Simplizität bei Aufbau und eine klassisch-zeitlose Optik bieten. Gleichzeitig wird mit komplexen Methoden für Stabilität und Dämpfung gesorgt. Ein R25 setzt sich dabei aus mehreren Ebenen mit unterschiedlichen Höhen und Belastbarkeiten zusammen. Für unser Testobjekt nutzen wir ein R25-1 als Grundebene, die mit zwei R25-2 Ebenen aufgestockt wird. Der unterste Boden hält also bis zu 60 Kilogramm Belastung aus, während die darüber befindlichen Platten jeweils 50 Kilogramm tragen können. Für kleinere Komponenten bieten sich hingegen die Versionen R25-3 und -4 an, die eher flach konstruiert sind und jeweils 35 Kilogramm Belastbarkeit bieten. In Breite und Tiefe messen alle Stellflächen 55 mal 46 Zentimeter. Die Höhe kann dabei zwischen etwa 11, für eine einzelne Mono-Ebene, und bis zu 94 Zentimetern in der höchsten Ausbaustufe betragen. Hier finden also HiFi-Komponenten praktisch jeder Art und Größe Platz.

Jedes R25 thront auf vier höhenversstellbaren Kegelfüßen. Damit kann es bedenkenlos auf Teppich und Hartböden verwendet werden.

Stylisch & Solide

Das R25 macht schon ohne Elektronik einen tollen Eindruck. Helle Birkensperrholzplatten harmonieren gut mit dem silbernen, leicht mattierten Glanz der Aluminiumteile. Alles wirkt dabei sehr präzise gefertigt, Spaltmaße sind überall minimal und die Oberflächen bieten durchweg eine exzellente Haptik und Anmutung. Auch die Formgebung weiß zu gefallen. Die Stellflächen setzen auf eine rechteckige Form, die durch die Rundungen der Halterungen an den Ecken aber etwas dynamischer wirkt. Kleine Aussparungen an den Trägern sorgen für zusätzliche Finesse, ohne das R25 zu verspielt wirken zu lassen. Skyanalog verpasst seinem Rack so schon optisch eine gewisse Stabilität, ohne sich eines zu wuchtig wirkenden Designs zu bedienen zu müssen. Auch in der Praxis zeigt das Simplexity letztlich seine Stärken. Einmal zusammengebaut, sitzt alles bombenfest und man muss schon ordentlich an Böden oder Gestell rütteln, um das Rack in Bewegung zu versetzen. Ein erster Hinweis auf die Effektivität der Dämpfung.

Die Kombination aus hellem Birkenholz und silbernem Aluminium sieht wundebar aus. Dazu setzt Skyanalog auf eine eher zeitlose Formgebung.

Multitasking

Sykanalog wendet mehrere unterschiedliche, teils patentierte Maßnahmen zur Vibrationsvermeidung an. Die vertikalen Aluminiumrohre des Grundgestells sind bereits ab Werk mit Sand gefüllt. Das zusätzliche Gewicht führt so zu einem höheren Massenträgheitsmoment und auch die Resonanz der Metallteile verändert sich damit merklich. Dazu kommt dann das, was Skyanalog die Oktopusdämpfung nennt. Hiermit sind die vier Trägerelemente der Stellflächen gemeint, die sich an den Ecken der Holzplatten befinden. Diese werden beim R25 nicht fest mit dem Gestell verbunden, sondern lediglich auf die Rohre gesteckt und entweder mit dem darüberliegenden Alurohr, oder der oberen Abschlusskappe arretiert. Somit sind die Platten vom Aluminiumgerüst und den anderen Ebenen entkoppelt. Auch die Stellflächen selbst besitzen dann eine zusätzliche Art der Dämpfung. Unter einer schwarzen Abdeckung in der Mitte jeder Ebene befindet sich eine Aussparung, in der eine kleine Kugel lagert. Diese kontert Bewegungen der Platte und dämpft diese so zusätzlich ab.

Die Aluminimrohre des Gestells sind mit Sand befüllt, so dass Vibrationen und Resonanzen unterdrückt werden.

Skyanalog Simplexity R25 – Werkzeug für Klangpuristen

Der Aufbau eines R25 gestaltet sich erfreulich einfach. Zunächst müssen die Oktopus-Trägerelemente an den Holzplatten befestigt werden. Die passenden Aussparungen dafür sind bereits präzise eingefräst. Sind die Halterungen aufgesteckt, wird zunächst eine Aufhängescheibe aufgelegt, bevor alles mit einer Schraube befestigt wird. Sämtliche Teile und ein passender Inbusschlüssel sind im Lieferumfang inbegriffen. Ist die erste Ebene vorbereitet, steckt man von unten die vier Kegelfüße in die Halterungen und verschraubt diese anschließend von oben mit jeweils einem der Rohre. Auf die Enden der Aluminiumsäulen wird dann die nächste Ebene mit den passenden Halterungen aufgelegt und schließlich mit einem weiteren Rohr verschraubt. Bei der obersten Ebene nutzt man dann die vier Abschlusskappen, um die Gewinde der Rohre zu verhüllen und die Platte zu befestigen. Aufgrund der geringen Fertigungstoleranzen kann das Auflegen einer neuen Ebene auf die vier Rohre aber bisweilen etwas fummelig sein.

Die Octopus-Trägerlemente sind nicht fest mit den Aluminiumrohren verbunden und entkoppeln so die Ebenen vom Gestell des Racks.

Präzisionsinstrument

Sind alle Ebenen untergebracht und alle Schrauben handfest angezogen, geht es an die Feinarbeit. Die Aufhängescheiben, die sich zwischen Schraube und Oktopushalterung befinden, dienen hier nämlich nicht als reine Unterlegscheibe. Mit ihnen lässt sich der Dämpfungsgrad des R25 vom Nutzer feinjustieren. Dafür legt Skyanalog einen kleinen Drehmomentschlüssel mit passenden Bit bei, um die Schrauben mit der gewünschten Festigkeit anzuziehen. Der Hersteller empfiehlt dabei ein Drehmoment von zwei bis sechs Newtonmeter, was sich durch Drehen des Griffes am Werkzeug und mit Hilfe der Skala einstellen lässt. Bei Anzug mit geringerem Drehmoment soll die Dämpfung des Racks zu einem etwas offeneren, räumlicheren Klang führen. Hohes Drehmoment soll in einem fokussierteren Sound resultieren, während mittleres Drehmoment für Ausgewogenheit sorgen soll. Ist das gewünschte Drehmoment erreicht, spürt man das leichte Abknicken des Schlüssels und hört dazu ein leises Klicken. Ein wenig Aufpassen muss man aber trotz der beiden Hinweise.

Mit Handschuhen, Inbusschlüssel, Drehmomentschlüssel und einer kleinen Wasserwaage ist alles im Lieferumfang was man benötigt, um das R25 fachgerecht aufzustellen.

Offen für alles

Doch Feintuning hin oder her, auch jede noch so gute Anlage wird wohl nur wenige Stunden täglich im Betrieb sein. Ein Rack, gerade wenn es in Wohnräumen stehen sollte, muss aber 24 Stunden am Tag gut aussehen. Bestückt mit passenden Komponenten ist das beim Simplexity R25 absolut der Fall. Durch die großzügig bemessenen Höhen der Ebenen fällt es leicht, auch größere und schwere Verstärker in den unteren Ebenen zu platzieren, ohne dass man fürchten muss irgendwo anzustoßen. Auch die Thermik wird so nicht beeinträchtigt, so dass die Elektronik in ihrem passenden Temperaturfenster bleibt. Die offene Bauart macht außerdem das Verkabeln leicht. Im Gegenzug ist es aber natürlich schwieriger, Signal- und Stromkabel außer Sicht zu verlegen. Für das Entfernen von Staub ist die offene Konstruktion dann wiederum ein Vorteil und zum Säubern von Rack oder Geräten muss man sich weder verrenken, noch die Elektronik verrücken.

Über die unterseitigen Schrauben und die Aufhängescheiben kann die Dämpfung des Racks zusätzlich Feinjustiert werden.

Kann auch Klang

Im Betrieb stellen sich Skyanalogs umfängliche Dämpfungsmaßnahmen schnell als Erfolg heraus. Im Vergleich zur Aufstellung auf einem herkömmlichen Lowboard scheint das Spiel bereits etwas beruhigt. Hintergründe wirken ein bisschen dunkler, so dass Instrumente etwas mehr Körper bekommen und sich besser absetzen können. Dann schlägt die Stunde des Drehmomentschlüssels und auch hier geht das Konzept auf. Zieht man die Schrauben weniger fest, erscheint es tatsächlich so, als würde die Bühne sich minimal öffnen. Das Klangbild erhält scheinbar einen leicht verbesserten Fluss und wird weicher. Stellt man stattdessen das Drehmoment auf sechs Newtonmeter, erscheint alles etwas straffer als zuvor. Elemente bekommen schärfere Konturen, der Hochton tritt einen kleinen Schritt nach vorne und der Bassbereich erscheint etwas kraftvoller als zuvor. Bei diesen Eindrücken handelt es sich keineswegs um Unterschiede wie Tag und Nacht, doch gerade bei mechanischen Komponenten wie CD-Playern und Plattenspielern kann eine subtile Veränderung eintreten.

Komponenten unterschiedlichster Größen und Gewichtsklassen sind im R25 wunderbar aufgehoben.

Fazit

Expertise zahlt sich aus: Das Skyanalog Simplexity R25 ist ein Rack, das mit effektiver Dämpfung, präziser Fertigung und einem eleganten Design überzeugt. Der Aufbau gestaltet sich erfreulich einfach, benötigtes Werkzeug ist im Lieferumfang enthalten und dank der unterschiedlichen Module lässt sich das R25 genau auf die jeweiligen Anforderungen ausrichten. Geräte lassen sich hier leicht unterbringen, verkabeln und in natürlich in Szene setzen. Im Betrieb profitieren dann gerade Plattenspieler oder optische Laufwerke von den patentierten Dämpfungsarten und der enormen Stabilität des Racks. Letztlich kann mit den anpassbaren Aufhängescheiben sogar ein wenig die Performance der Klangkette beeinflusst werden. Damit ist das Simplexity R25 nicht nur ein simples Regal, sondern ein echter Teil des HiFi-Setups.

Test & Text: Philipp Schneckenburger
Fotos: Simone Maier

Gesamtnote: Empfehlung
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

Technische Daten

Modell:Skyanalog Simplexity R25
Produktkategorie:Rack
Preise:R25-1: 449 Euro
R25-2: 699 Euro
R25-3: 1099 Euro
R25-4: 1049 Euro

Testmodell: 1847 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:Birke/ Silber
Vertrieb:TCG Handels GmbH, Nordhorn
05921 7884927
tcg-gmbh.de
Abmessungen (HxBxT):108 – 939 x 631 x 541 mm
Gewicht:5,3 - 26,2 kg
Material:Böden: Birkensperrholz, Mehrschicht
Gestell: Aluminiumlegierung (6063)
Belastbarkeiten:R25-1: 60 kg
R25-2: 50 kg
R25-3: 35 kg
R25-4: 35 kg
Lieferumfang:1 x R25
1 x Anleitung
1 x Inbusschlüssel
1 x Drehmomentschlüssel
1 x Wasserwaage
1 x Paar Handschuhe
Pro & Contra:+ einfacher Aufbau
+ präzise gefertigte Komponenten
+ elegantes, zeitloses Design
+ schöne Haptik
+ hohe Tragfähigkeiten
+ offene Konstruktion
+ effektive Dämpfung
+ individuell einstellbarer Dämpfungsgrad

- keine
Benotung:
Gesamt:Empfehlung
Klasse:Oberklasse
Preis/Leistung:sehr gut
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