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Mit dem schlanken LSX-700 hat Yamaha eine tolle Lampe gebaut – sie spielt sogar Musik ab! Oder ist es doch ein Lautsprecher mit Beleuchtung? Nennen Sie’s, wie Sie wollen. Es kann jedenfalls beides sehr gut!

Die Verbindung von Licht und Musik zeichnet Yamahas Relit LSX-700 aus.

Die Verbindung von Licht und Musik zeichnet Yamahas Relit LSX-700 aus.

 

 

Spaß beiseite, natürlich reden wir hier über einen waschechten Schallwandler. Im Inneren der Säule stecken drei Lautsprecher mit einem Durchmesser von sieben (2x) beziehungsweise sechs Zentimetern. Zu dieser Funktion kommen wir allerdings erst später, denn über ihren technischen Hintergrund hinaus eignet sich die schlanke Säule auch ganz hervorragend als Dekorationselement. Yamaha hat nämlich eine indirekte Beleuchtung integriert, die für stimmungsvolle Atmosphäre beim Musikhören sorgt. Das japanische Traditionsunternehmen hat dabei den Vergleich zu einem Leuchtturm gezogen und das ist durchaus nachvollziehbar. Anders als der Wegweiser für Schiffe, besitzt das LSX-700 statt nur einer Lichtquelle gleich sechs LEDs. Diese sorgen mit ihrer stufenweisen Einstellung für sanftes Licht oder eine hell strahlende Beleuchtung. Der massive Standfuß nimmt eine Fläche von 30 Zentimetern im Durchmesser ein, das komplette LSX-700 ist 115 Zentimeter hoch. Erhältlich ist das System mit Lederoptik-Design in schwarz, braun und weiß. Fuß und Kopfteil sind jeweils aus silberfarbenem Metall gefertigt. Hochwertig verarbeitet macht der Lautsprecher auf den ersten Blick einen sehr hochwertigen Eindruck.

Sechs LEDs sorgen für stimmungsvolle Beleuchtung und lassen sich stufenweise dimmen.

Sechs LEDs sorgen für stimmungsvolle Beleuchtung und lassen sich stufenweise dimmen.

 

 

Einfach aufbauen
Der Aufbau funktioniert denkbar einfach. Das komplette System besteht quasi aus drei Bauteilen: der Lautsprechersäule, einem Standfuß und dem Stromkabel. Das wird zunächst von unten durch die Öffnung im Standfuß geführt und in den Boden der Lautsprechersäule eingestöpselt. Anschließend ist die Säule einfach in die Halterung im Standfuß zu stecken, wobei darauf geachtet werden sollte, dass die beiden Löcher in den Gegenstücken direkt übereinander liegen. Denn zum Schluss wird die Lautsprechersäule mit einer einzigen Schraube fixiert. Für schlanke Finger ist das kein Problem, alle anderen nehmen besser gleich einen Schraubendreher zur Hilfe. Ist die Schraube angezogen, genügt das schon für einen festen Stand. Allerdings sollte man trotzdem darauf achten, das zusammengebaute System nicht an der Säule herumzutragen, sondern in diesem Fall Säule und Standfuß mit jeweils einer Hand festzuhalten. Sicher ist sicher…

Der Standfuß misst 30 Zentimeter im Durchmesser und ist wie das Kopfteil aus hochwertigem Metall gefertigt.

Der Standfuß misst 30 Zentimeter im Durchmesser und ist wie das Kopfteil aus hochwertigem Metall gefertigt.

 

 

Der Anschluss der Quellen ist ebenfalls sehr simpel. Für den kabelgebundenen Anschluss bietet das LSX-700 einen 3,5-mm-Stereo-Klinkeneingang. Dieser verbirgt sich unten auf der Rückseite hinter einer Abdeckung, die mit einem Handgriff abgenommen wird. Einfach das Kabel einstöpseln, fertig. Einen grösseren Fokus legen wir allerdings auf die Möglichkeit Zuspielgeräte per Bluetooth-Funktion an Yamahas Säulenlautsprecher zu koppeln. Und das funktioniert flux und richtig gut. Schnell und ohne Probleme oder Verbindungsunterbrechungen werden Signale an die schlanke Yamaha-Säule übertragen, sodass das Musikhören ein echter Genuss ist. Das funktioniert übrigens auf einer Distanz von bis zu zehn Metern, sofern keine Hindernisse im Weg sind.

Hinter der Abdeckung am unteren Ende der Rückseite befindet sich der 3,5-mm-Stereo-Klinkenanschluss.

Hinter der Abdeckung am unteren Ende der Rückseite befindet sich der 3,5-mm-Stereo-Klinkenanschluss.

 

 

Fernbedienung oder App?
Steuern lässt sich das LSX-700 entweder über die flache und schmale Fernbedienung oder die kostenlose Smartphone-App „DTA Controller“ für iOs- oder Android-Geräte. Der Download ist schnell erledigt, die Kopplung an den Lautsprecher ebenfalls. Nun sind sowohl Lautstärke als auch Helligkeitsgrad der Beleuchtung zu justieren oder ganz auszuschalten. Ebenfalls möglich ist die Programmierung eines Smart-Timers, der die Funktionen ein- beziehungsweise abschaltet. Eine nette Spielerei, für einen Wecker wäre uns das LSX-700 allerdings etwas zu überdimensioniert.

Neben der schlanken Fernbedienung steht auch eine Smartphone-App für iOs- oder Android-Geräte zu Verfügung.

Neben der schlanken Fernbedienung steht auch eine Smartphone-App für iOs- oder Android-Geräte zu Verfügung.

 

 

Viel interessanter finden wir die Möglichkeit, die Audioeinstellungen anzupassen. Das geschieht, nachdem der Lautsprecher seinen Platz in der Wohnung gefunden hat. Nun muss ein Massband her, um den Abstand zur Wand oder Ecke zu messen. Diese Werte werden dann einfach ins Smartphone oder Tablet eingegeben und die App berechnet automatisch, wie es nun am besten klingt. Der maximale Abstand zur Wand sollte dafür allerdings maximal einen Meter betragen. Wir probieren das natürlich aus und stellen fest, dass die Maßnahme tatsächlich eine deutliche Verbesserung im Klang bewirkt. Das Herunterladen der App ist also auf jeden Fall empfehlenswert, zumal auch das Einstellen der Beleuchtung dank der hübschen Animation auf dem Smartphone irgendwie ansprechender ist, als via Fernbedienung. Mit dem Equalizer der App lassen sich sogar noch Höhen, Mitten und Tiefen manuell anpassen, was wir allerdings gar nicht für nötig halten. Wer möchte, darf das natürlich gerne ausprobieren – schließlich ist auch der Klang immer eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Auf der Rückseite finden sich die Knöpfe zur Bedienung des Systems.

Auf der Rückseite finden sich die Knöpfe zur Bedienung des Systems.

 

 

Nur nicht übertreiben!
Unser Geschmack wird jedenfalls getroffen. Dank des integrierten aptX® Audio Codec liefert das LSX-700 eine hervorragende Qualität. Lediglich bei extremen Höhen können wir leichte Schwächen ausmachen, die aufgrund der verblüffenden Gesamtperformance aber absolut zu verschmerzen sind. Mit dem neuerschienenen Album „Till Midnight“ von Chuck Ragan wird das Yamaha-System dann auch gleich einem längeren Hörtest unterzogen. Schon der erste Titel „Something May Catch Fire“ treibt das LSX-700 mit ordentlich Dynamik und dem großzügigen Einsatz der Becken am Schlagzeug zur Höchstleistung. Diese Prüfung besteht der schlanke Lautsprecher mehr als zufriedenstellend und spielt anschließend bei „Vagabond“ richtiggehend befreit auf. Der insgesamt in tieferen Tonlagen angesiedelte Song kommt hier unglaublich gut rüber und zeigt, welche Qualität auch in den oft belächelten schmalen Gehäusen stecken kann. Als Kontrast zur rauen Bass-Stimme von Ragan hören wir dann noch einmal in das Album „Good Intentions“ von Tom Lüneburger hinein. Das Solodebüt des gebürtigen Berliners und Frontmanns der inzwischen aufgelösten Band „myballoon“ ist ebenfalls von der Akustikgitarre dominiert, allerdings in wesentlich höheren Oktaven angesiedelt und sehr viel ruhiger und weicher. Und damit wäre dann auch schon umrissen, was das LSX-700 richtig, richtig gut kann. Zwar hat das Album schon immer sehr gut geklungen, doch was Yamahas Box so alles daraus macht, ist wahnsinnig brillant. Gut, dass Lüneburger gerade wieder im Studio weilt und schon einmal die Vorab-Single „The Driven Man“ des für Oktober geplanten Albums vorgestellt hat. Denn hier zeigt sich, was passiert, wenn Songwriting und Musikwiedergabe in Perfektion aufeinander treffen. Speziell dieses Lied klingt so dermaßen gut, dass wir es gleich mehrere Male hintereinander hören – gerne auch noch öfter, aber irgendwann muss ja auch dieser Text geschrieben werden…

Dank der automatischen Berechnung passt die App den Klang perfekt an die räumlichen Gegebenheiten an.

Dank der automatischen Berechnung passt die App den Klang perfekt an die räumlichen Gegebenheiten an.

 

 

Fazit
Die Kombination aus Beleuchtung und Lautsprecher ist für designorientierte Musikfreunde eine sehr interessante Sache. Dank der Möglichkeit, das LSX-700 auch relativ nah in der Zimmerecke zu platzieren, fügt es sich gut in jeden Wohnraum ein. Klanglich überzeugt das System ebenfalls. Der Klang ist für ein Gerät seiner Kompaktheit und Preisklasse sogar extrem gut. Die kostenlose App zur Bedienung und Justierung ist ein tolles Zusatzangebot von Yamaha, das man unbedingt nutzen sollte. Damit dürfte es in Sachen dekorativer Musikwiedergabe kaum etwas Besseres geben.

 

Test und Text: Martin Sowa

Fotos: Martin Sowa, Herstellerbilder

 

 

 

Modell:Yamaha
Relit LSX-700
Preis:599 Euro (UVP)
Ausführungen:- Black Leather
- Brown Leather
- White Leather
Vertrieb:Yamaha, Rellingen
Telefon: 04101 / 30 30
www.yamaha.de
Abmessungen (HBT):1.154 x 300 x 300 mm
Gewicht:5,7 kg
Ausstattung: - Bluetooth
- Miniklinkenanschluss (3,5 mm)
Lieferumfang:Bedienungsanleitung, Fernbedienung
Zubehör:Kostenlose App für iOS- oder Android-Geräte
Benotung:
Klang (60%):1,1
Praxis (20%):1,1
Ausstattung (20%):1,2
Gesamtnote:1,1
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistunghervorragend

 

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