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Im mittlerweile fünften Teil der „Sniper“-Serie ziehen Brandon und Thomas Beckett gemeinsam los, um einen abtrünnig gewordenen US-Scharfschützen davon abzuhalten, hochrangige Militärs nacheinander auszuschalten.... Sniper: Legacy – Wenn der Vater mit dem Sohne

Im mittlerweile fünften Teil der „Sniper“-Serie ziehen Brandon und Thomas Beckett gemeinsam los, um einen abtrünnig gewordenen US-Scharfschützen davon abzuhalten, hochrangige Militärs nacheinander auszuschalten.

Scharfschütze Brandon Beckett (Chad Michael Collins) und seine Kameradin Sanaa „Mango“ Malik (Mercedes Masohn) bekommen einen Spezialauftrag. (© Sony Pictures)

Scharfschütze Brandon Beckett (Chad Michael Collins) und seine Kameradin Sanaa „Mango“ Malik (Mercedes Masohn) bekommen einen Spezialauftrag. (© Sony Pictures)

 

 

Die für Thriller übliche Eröffnungssequenz mit einer Kamerafahrt über diverse Utensilien und Waffen endet im unweigerlichen Treffen zweier Männer auf einem Hochhausdach in einer Großstadt – in dem Fall Berlin. Natürlich geht es um eine alte Rechnung vergangener Tage und natürlich verlässt nur einer der beiden Anwesenden den Ort des Geschehens lebendig. So weit, so bekannt.
Vertraut dürfte Fans der Serie auch der Protagonist Brandon Beckett (Chad Michael Collins) vorkommen. Er liegt zeitgleich als Scharfschütze im Gebüsch und schaltet mit der Hilfe seines weiblichen Spotters Sanaa „Mango“ Malik (Mercedes Masohn) Talibankämpfer aus. Doch so richtig gefällt ihm diese Aufgabe nicht, denn er kann den Sinn darin nicht finden. Damit wird der Militärfilm auch seiner Aufgabe gerecht, die eigentlich als Heldentaten dargestellten Kriegshandlungen doch noch zu kritisieren. Auch die Szenen im Alltagsleben der Bevölkerung im Nahen Osten zeigen die Trost- und Sinnlosigkeit des Kriegs, während die amerikanischen Soldaten von Einsatz zu Einsatz und aus einem Gefecht ins nächste hetzen, ohne dabei jedoch wirklich Fortschritte verzeichnen zu können. In Hinblick auf die eigentliche Mission ist das aber auch verständlich, schließlich geht es hier weder um den Kampf gegen Islamisten oder gar die Demokratisierung eines Staates. Stattdessen jagen die Protagonisten einen ehemaligen Kameraden, der mit seinen traumatischen Kriegserlebnissen nicht fertig wird und nun seinen Seelenfrieden darin sucht, die verantwortlichen Befehlshaber seiner fehlgeschlagenen Einsätze zur Rechenschaft zu ziehen. Weil darunter auch der ehemalige Scharfschütze Thomas Beckett (Tom Berenger) ist, will sein Sohn Brandon nun ebenfalls Rache und zieht auf eigene Faust los, während sich zugleich ein Spezialkommando auf die Jagd nach dem Killer macht. Wie das alles zusammenhängt, erfährt man bruchstückhaft im Laufe des Films, so dass man tatsächlich keine Probleme hat, trotz des eigentlich schon relativ bekannten am Ball zu bleiben.

 

Überhaupt muss an dieser Stelle betont werden, dass man keinesfalls von einer „Überdosis“ sprechen kann, obwohl die „Sniper“-Serie mittlerweile bereits den fünften Teil hervorgebracht hat. Der erste Teil kam schließlich bereits 1993 auf den Markt. Und der Ansatz von „Sniper: Legacy“ ist auch insofern interessant, als dass hier ein Vater-Sohn-Duo agiert – eine interessante Abwechslung im sonst eher einheitlichen Militärfilm-Genre. Die Ergänzung einer weiblichen Hauptfigur ist für diese Kategorie ebenfalls nicht unbedingt üblich – wenngleich weibliche Soldaten auch schon im vierten Teil „Sniper: Reloaded“ vorkamen.

Thomas Beckett (Tom berenger) ist Fans der "Sniper"-Serie bereits aus den ersten Teilen bekannt - nun muss er gemeinsam mit seinem Sohn Brandon kämpfen. (© Sony Pictures)

Thomas Beckett (Tom berenger) ist Fans der „Sniper“-Serie bereits aus den ersten Teilen bekannt – nun muss er gemeinsam mit seinem Sohn Brandon kämpfen. (© Sony Pictures)

 

 

Wer braucht schon Realität in der Fiktion…

Kritisieren darf man aber durchaus, dass – wie in dem Genre üblich – generell ein wenig in Sachen Realitätstreue geschlampt wurde. Dass für die Rollen des Beckett-Sohns und seiner Kameradin Malik zwei sehr dem Schönheitsideal entsprechende Schauspieler gecastet wurden, ist wohl dem Hollywood-Prinzip geschuldet. Dass die Soldatin allerdings wesentlich engere Kleidung trägt als ihre männlichen Kollegen ist aus realistischer Sicht nicht ganz nachzuvollziehen. Bei einer Uniform zählt schließlich die Funktionalität, nicht der aktuelle Modetrend.
Das alles spielt allerdings eine eher untergeordnete Rolle, die dem Großteil des Publikums wahrscheinlich völlig egal sind. Dass aber Brandon zu Beginn als der Elite-Sniper schlechthin dargestellt wird und anschließend reihenweise Anfängerfehler begeht, ist schlicht nicht zu erklären und versetzt der Logik der Geschichte einen ziemlichen Dämpfer. Und so viel sei verraten: Der Showdown passt nicht ganz zum Rest der Story – dafür rettet die wirklich gute Musik das Finale des Films.
Auch die Schauspieler liefern insgesamt eine gute Leistung ab, eben soweit es das Drehbuch zulässt. Da macht es auch nichts, dass die meisten Darsteller hierzulande eher unbekannt sind. Das alleine ist ja auch noch lange kein Prädikat für einen guten Film – man denke in dem Zusammenhang an „Rules – Sekunden der Entscheidung“ mit Tommy Lee Jones und Samuel L. Jackson zurück. Auch das ist ein Militärfilm, der vor allem im Nahen Osten spielt und die Erwartungen in allen Belangen auf voller Linie enttäuschte. Das ist bei „Sniper: Legacy“ definitiv nicht der Fall.

Weil ein ehemaliger Scharfschütze hochrangige Militärs wie den Colonel (Dennis Haysbert) ausschalten will, müssen die Becketts eingreifen. (© Sony Pictures)

Weil ein ehemaliger Scharfschütze hochrangige Militärs wie den Colonel (Dennis Haysbert) ausschalten will, müssen die Becketts eingreifen. (© Sony Pictures)

 

 

Da „Sniper: Legacy“ nur auf DVD erscheint, wird die Bildqualität nicht unbedingt allen Ansprüchen genügen. Wer aber darauf achtet, mindestens die Bilddiagonale als Abstand zur Leinwand beziehungsweise zum Fernseher einzuhalten, wird den Film trotzdem genießen können. Beeindruckend gut gelungen sind vor allem die Landschafts- und Luftaufnahmen auf der griechischen Insel Santorin, die als Schauplatz des Showdowns dient.
In Sachen Bonusmaterial ist die DVD allerdings äußerst mager bestückt: sie enthält leider überhaupt keine zusätzlichen Features. Aber gut, was will man im fünften Teil einer Serie auch noch großartig an Hintergrundinformationen bieten… Lediglich die breite Audiopalette mit fünf Sprachen ist da positiv hervorzuheben. Trotzdem wirkt sich das negativ auf die Gesamtbewertung der DVD aus.

Für Fans von Militärfilmen ist "Sniper: Legacy" auf jeden Fall zu empfehlen, wenngleich die Story doch vereinzelt schwächelt und Brandon nach Heldenstatus unerklärliche Fehler begehen lässt. (© Sony Pictures)

Für Fans von Militärfilmen ist „Sniper: Legacy“ auf jeden Fall zu empfehlen, wenngleich die Story doch vereinzelt schwächelt und Brandon nach Heldenstatus unerklärliche Fehler begehen lässt. (© Sony Pictures)

 

 

Fazit

Für Fans der „Sniper“-Serie und Militärfilmen allgemein ist auch „Sniper: Legacy“ einen Blick wert. Wer einen spannenden Filmabend verbringen möchte, macht hier absolut nichts falsch. Die Direktveröffentlichung auf DVD ohne Kinovorstellung zeigt aber auch, dass hier niemand das Potenzial zum Blockbuster erwartet.

 

 

„Sniper: Legacy“ ist ausschließlich als DVD im Vertrieb von Sony Pictures erhältlich.

 

 

Erscheinungsdatum
2. Oktober 2014

Format
DVD

Originaltitel
Sniper 5

Genre
Action/Thriller

Laufzeit
ca. 94 Minuten

Altersfreigabe
ab 18 Jahren

Regie
Don Michael Paul

Cast
Chad Michael Collins, Tom Berenger, Mercedes Masohn, Dennis Haysbert

Label
Sony Pictures

 

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