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Was kommt heraus, wenn sich ein altehrwürdiger Lautsprecherhersteller wie JBL an so neumodischem Zeug wie einem Wireless-Lautsprecher versucht? Einfache Antwort: „Eine geniale Kombi!“ Wir haben JBLs „Authentics L16“ einmal genau auf den Zahn gefühlt.

Die vollumfängliche Audio-Wiedergabeeinheit Authentisch L16 lässt sich nahezu überall einsetzen. Voraussetzung: Netzstrom und eine Audioquelle.

Die vollumfängliche Audio-Wiedergabeeinheit Authentisch L16 lässt sich nahezu überall einsetzen. Voraussetzung: Netzstrom und eine Audioquelle.

 

 

Haben Sie sich schon mal eingehend mit Wireless-Lautsprechern befasst? Besitzen Sie vielleicht sogar schon einen oder denken gerade erst über die Anschaffung eines solchen Multifunktionstalents nach? Falls Sie schon das eine oder andere Modell kennen, haben Sie sicher auch schon fest gestellt, dass man sich oft entscheiden muss, auf welche Kriterien man besonderen Wert legt. WLAN oder Bluetooth? Soll der neue Speaker besonders elegant und hochwertig verarbeitet sein, oder eher besonders Kontaktfreudig, so dass viele Möglichkeiten der Ansteuerung zur Verfügung stehen oder liegt Ihr Fokus doch eher ganz klassisch auf dem Klang? Falls Sie solche Überlegungen also schonmal angestellt haben, dann habe ich eine gute Nachricht für Sie: Sie brauchen sich nicht entscheiden, denn genannte Eigenschaften lassen sich hervorragend kombinieren!

Der L16 hat neben einer umfassenden Verstärkereinheit auch ein Zwei-Wege-Setup an Bord. Dazu empfängt er Audiodaten kabelgebunden analog und digital, sowie kabellos via Bluetooth, AirPlay und DLNA.

Der L16 hat neben einer umfassenden Verstärkereinheit auch ein Drei-Wege-Setup an Bord. Dazu empfängt er Audiodaten kabelgebunden analog und digital, sowie kabellos via Bluetooth, AirPlay und DLNA.

Das Vorbild

Gelungen ist dieser Spagat zwischen Eleganz, Konnektivität und Klangqualität dem Unternehmen JBL. Einem Lautsprecherspezialisten, den Sie ganz sicher, wenn nicht schon vom Namen, dann doch über eines seiner Produkte kennen: Die JBL „Control One“ nämlich hängt in so ziemlich jedem Bistro, Cafe und jeder Kneipe in meist größerer Stückzahl unter der Decke. Und das hat einen Grund, denn der JBL-Kassenschlager ist kompakt, robust und ist gemessen an seiner Größe ein stattliches Leistungspaket. Das Vorbild für die „Authentics L16“ war aber ein anderes Modell des amerikanischen Traditionsunternehmens, das natürlich nicht nur Restaurants und Kneipen, sondern auch unzählige Kinos und Tonstudios mit Lautsprechern ausstattet. Besonders häufig handelt es sich hier um den legendären „L100“ Monitor. Dieser Studiolautsprecher, der 1970 als Weiterentwicklung seines kaum weniger erfolgreichen Vorgängermodells eingeführt wurde, sollte nicht nur JBLs erfolgreichstes Produkt, sondern rückblickend auch der wohl meistverkaufte HiFi-Lautsprecher des Jahrzehnts werden, der noch bis heute viele Fans unter anspruchsvollen Musik-Enthusiasten hat.

Die obenliegenden Bedienelemente sind perfekt ins Echtholzfurnier des Authentics L16 eingelassen.

Die obenliegenden Bedienelemente sind perfekt ins Echtholzfurnier des Authentics L16 eingelassen.

 

JBL Authentics L16: Das Design

Augenfälligste Gemeinsamkeit der beiden mehr als unterschiedlichen Konzepte „L100“ und „L16“ ist sicher die Lautsprecherabdeckung aus genopptem Schaumstoff, die auch Menschen, die nach dieser Zeit geboren sind, klar mit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und hochwertigen Lautsprechern in Verbindung bringen. Anders als damals, will JBL die Abdeckung übrigens in Kürze in diversen anderen Farben anbieten, wobei es wohl kaum eine zweite Farbe geben wird, die so gut wie der Klassiker zum Walnuss-Echtholzfurnier des Lautsprechers passt. Die Kombination aus schwarzem Schaumstoff und dunkelbraunem Holz macht den Wireless-Speaker eindeutig zu einem echten Hingucker, bescherte JBL einen „reddot design Award“ und dem L16 einen einjährigen Aufenthalt im Designmuseum Essen. Dementsprechend lupenrein ist auch die Verarbeitung des amerikanischen Klangriegels, denn selbst kleinste Makel sucht man im Echtholz-Kleid des L16 vergeblich.
Auf der Oberseite finden sich die zwei Elemente, über die das Gerät hauptsächlich bedient wird. Hauptsächlich deswegen, da JBL auch eine Smartphone-App zur Steuerung anbietet. Aber dazu später mehr und zurück zu den Bedienelementen. Wobei diese Bezeichnung schon fast zu tief stapelt für die zwei runden Aluminiumknöpfe, über die die Quelle gewählt und die Lautstärke verändert werden kann. Bei diesen handelt es sich um echte Schmuckstücke, die dezent leuchten und bündig perfekt in das Gehäuse eingelassen sind. In der Mitte dazwischen befindet sich eine etwa handgroße Klappe, die saugend in die dafür vorgesehene Öffnung passt und unter der sich zwei USB-Anschlüsse, eine Klinkenbuchse und der WPS-Knopf verstecken, auf den ich später noch eingehen werde.

Modernste Technik im klassischen Design: Der JBL Authentisch L16.

Modernste Technik im klassischen Design: Der JBL Authentics L16.

 

Supereinfache Konnektivität

Womit wir auch schon bei den diversen Anschlussmöglichkeiten wären, die unser Testmodell anbietet: Die beiden bereits erwähnten USB-Ports haben verschiedene Funktionen: Über den einen kann ein beliebiges Gerät geladen werden und am anderen lässt sich direkt ein iOS-Gerät anschliessen, auf dem die JBL Music App installiert ist. Über diese lassen sich dann sämtliche Einstellungen am Wireless-Speaker bequem via Smartphone erledigen. Ausserdem kann auf diesem Weg natürlich auch Musik zugespielt werden. Ebenfalls zur Musikzuspielung dient der auch unter der Klappe positionierte Aux-Anschluss, an dem zum Beispiel jedes Wiedergabegerät mit Kopfhörerausgang angeschlossen werden kann. Dreht man den Authentics L16 auf den Kopf, so entdeckt man das eigentliche Anschlussterminal, das sich in einem massiven Kühlkörper, mittig zwischen zwei üppigen Bassreflexöffnungen versteckt. Dort sitzt neben dem obligatorischen Stromanschluss ein echter Netzschalter, mit dem das Gerät komplett vom Netz getrennt wird und somit keinen Strom mehr verbraucht. Rechts daneben befinden sich zwei weitere Audioeingänge. Zum einen ein optischer Digitaleingang und zum anderen ein analoger Cinch-Eingang, der auf Knopfdruck wählbar für Quellen mit normalem Pegel (wie zum Beispiel CD-Player) und sogar für Plattenspieler konfiguriert werden kann. Dabei ist man aber nicht – wie heute fast schon üblich – auf Plattenspieler mit den zumeist recht günstigen „Moving Magnet“-Tonabnehmern (kurz MM) begrenzt, sondern kann sogar hochwertige MC-Systeme (Moving Coil) am JBL L16 betreiben. Diese Möglichkeit zum Anschluss eines hochwertigen Plattenspielers bietet meines Wissens nach kein anderes Gerät dieser Klasse. Nun haben wir die kabelgebundenen Anschlüsse in Augenschein genommen aber ein Wireless-Lautsprecher bietet natürlich noch mehr: Die kabellosen „Anschlüsse“.
Da wäre zum einen natürlich die Bluetooth-Konnektivität. Darüber lassen sich Inhalte von Smartphones, Tablets oder Notebooks, die sich in der direkten Umgebung befinden, auf den Authentics L16 streamen. Der Vorteil dabei ist die einfache Einrichtung: Zunächst muss dafür der Bluetooth-Eingang gewählt werden. Fürs sogenannte „Pairing“ wird die Bluetooth-Taste dann so lange gedrückt, bis die LED weiß blinkt. Am Quellgerät muss anschließend „JBL Speaker“ aus der Liste der verfügbaren Bluetooth-Empfänger ausgewählt und bestätigt werden. Fertig!
Noch einfacher gehts, falls ihr Smartphone bereits über „Near Field Communication“ kurz NFC verfügt. Dann nämlich, brauchen sie das Smartphone nur auf das kleine NFC-Symbol auf der Oberseite des Authentics L16 legen und die anschließend aufpoppende Meldung auf dem Display des Handys bestätigen. Der Rest geschieht dann vollautomatisch. Unter Umständen ein wenig aufwändiger in der Einrichtung, dafür aber deutlich stabiler und daher auch unbedingt zu empfehlen, ist die Übertragung der Daten per WLAN.
Dafür muss im einfachsten Fall nur der WPS-Taster an ihrem Router und anschließend innerhalb von einer Minute der bereits erwähnte WPS-Taster am JBL L16 gedrückt werden. Der vollständige Verbindungsaufbau geschieht dann wie von Geisterhand. Sollte ihr Router WPS nicht unterstützen, gestaltet sich die Einrichtung nur unwesentlich komplizierter:

1.) Smartphone via Kabel oder Bluetooth mit dem JBL Speaker verbinden.
2.) JBL-Music-App starten.
3.) Quellentaste am JBL für mindestens drei Sekunden gedrückt halten. Daraufhin erscheint auf dem Smartphone-Display die Frage, ob Sie die WLAN-Einstellungen mit dem Gerät teilen möchten.
4.) Dies bestätigen (Natürlich muss das Smartphone mit dem heimischen WLAN verbunden sein, aber das ist es wohl ohnehin).

Über die WLAN-Verbindung können sie dann entweder über das DLNA-Protokoll oder über iTunes und AirPlay zuspielen. DLNA bedeutet Digital Living Network Alliance und ist ein Standard der von diverse Geräten (hauptsächlich Android-basiert) und Programmen unterstützt wird. Über diesen Weg lässt sich zum Beispiel Musik von einem Windows Media Player auf den JBL Authentics L16 streamen.

Entnimmt man die bündig in die Gehäuseoberseite eingelassene Platte, kommen die beiden angesprochenen USB-Ports zum Vorschein. Über diese lassen sich Android- und iOS-basierte Smartphones und Tabletts laden.

Entnimmt man die bündig in die Gehäuseoberseite eingelassene Platte, kommen die beiden angesprochenen USB-Ports zum Vorschein. Über diese lassen sich Android- und iOS-basierte Smartphones und Tabletts laden.

 

Über das im Gehäuseboden eingelassene Anschlussfeld lassen sich analog und digital ausgebende Quellen auch kabelgebunden mit dem L16 verbinden.

Über das im Gehäuseboden eingelassene Anschlussfeld lassen sich analog und digital ausgebende Quellen auch kabelgebunden mit dem L16 verbinden.

 

 

Klang / Praxistest

Besonders auf die klanglichen Leistungen des JBL Authentics war ich gespannt, schließlich hat die weltweit bekannte Marke mit den drei grossen Buchstaben einen Ruf zu verteidigen. Wie der Bestseller „Control One“ sind schliesslich alle JBL-Boxen besonders für ihren üppigen Klang bekannt. Angeschlossen und eingeschaltet quittiert der Wireless-Speaker die Verbindung zum WLAN mit einem akustischen Signal, während das kleine blaue AirPlay-Symbol in iTunes zu leuchten beginnt. Also drauf geklickt und los gehts. Und wie es los geht. Denn im Eifer des Gefechts habe ich vergessen die Lautstärke runter zu stellen und so komme ich gleich in den Genuss des Maximalpegels des JBL – und der ist wirklich laut! Seine Wurzeln kann der JBL also von Beginn an nicht verleugnen. Doch auch auf Zimmerlautstärke gedrosselt, überzeugt der Authentics L16 durch einen dynamischen und mitreißenden Sound. Das Drei-Wege-Bassreflex-System glänzt schon in der Standardeinstellung mit üppigem Bass. Wem das noch zu wenig ist, der kann den Klang über die App an den eigenen Geschmack anpassen. Hierzu stehen drei Regler für die Justage des Hoch-, Mittel- und Tieftons zu Verfügung, über die sich neben dem Bass also auch noch die anderen Frequenzbereiche fein an die räumlichen Gegebenheiten bzw. den eigenen Hörgeschmack anpassen lassen. Notwendig ist das aber eigentlich nicht, denn der Authentics L16 klingt bereits von Haus aus sehr gut. Am Gerät selbst lässt sich nun noch die Lautstärke einstellen. Und zwar über einen satt laufenden Drehregler, dessen LED-Einfassung mit zunehmender Lautstärke im Uhrzeigersinn immer weiter zu leuchten beginnt. Das kommt zwar nicht dem Klang zu Gute, macht aber bei jeder Betätigung des Lautstärkestellers auf´s Neue wieder Spaß. Besonders gut passt der runde und dynamische Sound zu bassintensiver Musik wie Rock und Elektronik. Filigranere Musikstücke reproduziert der JBL zwar mehr als akkurat, sein fordernder Charakter rockt mit der passenden Musik dann aber erst so richtig. Wow, dabei lässt er mich fast vergessen, dass es sich hier „nur“ um einen Wireless-Speaker handelt, denn die nun gelieferte Performance des Authentics L16 würde auch so manch größerem Lautsprecher gut zu Gesicht stehen.

Hinter der abnehmbaren Schaumstoffabdeckung kommt das stattliche Doppel-Drei-Wege-Setup des L16 zum Vorschein. Dieses besteht aus zwei 13 Zentimeter durchmessenden Tieftönern, zwei 5cm-Mitteltönern und zwei 25 Millimeter Hochtönern.

Hinter der abnehmbaren Schaumstoffabdeckung kommt das stattliche Doppel-Drei-Wege-Setup des L16 zum Vorschein. Dieses besteht aus zwei 13 Zentimeter durchmessenden Tieftönern, zwei 5cm-Mitteltönern und zwei 25 Millimeter Hochtönern.

 

Fazit

Der neue JBL Authentics L16 Wireless-Speaker macht seinem Urahn alle Ehre und setzt JBLs Tradition des guten Klangs unbeirrt fort. Das Gerät sieht stylish aus und bringt mit Cinch, Toslink, WLAN, Bluetooth und NFC alle notwendigen Schnittstellen mit, um für sämtliche Eventualitäten gerüstet zu sein. Sogar ein Plattenspieler lässt sich ohne Weiteres am Authentics L16 betreiben. Dank des tollen Klangs und der hervorragenden Verarbeitungsqualität ist die Preisempfehlung von 999,00 daher durchaus als günstig zu bezeichnen.

 

Test & Text: Jonas Bednarz

Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,1
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

90 %

95 %

100 %

Modell:JBL
Authentics L16
Produktkategorie:WLAN-/Bluetooth-Lautsprecher
Preis:999,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Walnuss/schwarz
Vertrieb:Harman Deutschland, Heilbronn
Tel.: 07248 711132
www.jbl.com
Gewicht:16,3 Kg
Abmessungen (HBT)294 x 818 x 369 mm
Anschlüsse:- AirPlay
- DLNA
- Bluetooth
- 2 x USB
- 3,5mm Analoganschluss
- 1 x Digital (optisch)
Kompatibilität:- iOS
- Android
- Windows
Lieferumfang:- JBL Authentics L16
- abnehmbare Lautsprecherabdeckung
- Netzkabel
- Kurzanleitung
Besonderes:- dynamischer Sound
- hohe Leistungsreserven
- Bluetooth
- AirPlay
- DLNA
- NFC
- 300 Watt Verstärker
- robustes Gehäuse
- Retro-Look
- Ladefunktion für Smartphones
Benotung:
Klang (60%):1+
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1+
Klasse:Spitzenklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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