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In Media Märkten und auf Messen sind sie die wahren Hingucker, Filme auf riesigen gebogenen Flachbildschirmen. Alphaluxx bringt das spektakuläre Filmerlebnis jetzt ins Heimkino. Die deutsche Leinwandmanufaktur fertigt hochwertige gebogene und erschwingliche Leinwände auf Maß. Wir haben eine Curved-Screen erhalten und testen, wie sich eine solche Leinwand zu Hause integrieren lässt und welches Filmerlebnis sie liefert.

Die Curved Leinwand wird in der Leiwandmanufaktur Alphaluxx in Münster hergestellt. Das 4K-fähige Leinwandtuch gibt es auch als schalldurchlässige Variante. Foto: Michael B. Rehders

Die Curved Leinwand wird in der Leiwandmanufaktur Alphaluxx in Münster hergestellt. Das 4K-fähige Leinwandtuch gibt es auch als schalldurchlässige Variante.
Foto: Michael B. Rehders

Zurück in die Zukunft

Nicht nur Michael J. Fox reiste in die Vergangenheit, um die Gegenwart im gleichnamigen Film zu verbessern, auch wir werfen einen Blick zurück in die 1950er-Jahre. Der Tonfilm hatte sich in den Kinos etabliert. Farbfilme gehörten dort bereits zum gewohnten Bild. Das Fernsehen zog in die Wohnzimmer der Menschen ein. Um die Lichtspielhäuser für die Zuschauer attraktiver zu machen, wurde der „Breitwandfilm“ von den großen Filmstudios eingeführt. Cinemascope, Cinerama und 70mm Todd-A0 waren die klangvollen Bezeichnungen, mit denen außen an den großen Lichtspielhäusern geworben wurde. In den Premieren-Kinos wurde auf riesige gebogene Leinwände projiziert. Filme wie „Ben Hur“, „Das war der Wilde Westen“, „Lawrence von Arabien“ und „West Side Story“ luden die Zuschauer förmlich ein, in die riesigen und spektakulären Bilder einzutauchen. Bis heute gibt es diese Kinos. Beispielsweise die „Schauburg“ in Karlsruhe, den „Zoo-Palast“ in Berlin und das „Savoy“ in Hamburg. Und das völlig zu Recht. Filmfreunden und Cineasten, die in diesen Lichtspielhäusern aktuelle Filme wie „Interstellar“ oder „The Dark Knight Rises“ erlebt haben, war es bislang allerdings kaum vergönnt, dieses Filmerlebnis auch ins eigene Heimkino zu transportieren. Zwar gibt es inzwischen einige gebogene TV-Geräte als Lifestyle-Produkte, die in modern eingerichteten Wohnräumen zu finden sind, aber eine Curved-Screen im Heimkino war nur mit enorm hohem Aufwand zu verwirklichen – mit Preisen von jenseits der 20.000 Euro. Damit ist es nun vorbei. Der deutsche Leinwandhersteller Alphaluxx stellt gebogene Leinwände her, die das ganz große Filmerlebnis nach Hause bringen. Der Einstiegspreis liegt bereits bei unter 1.000 Euro. Diese sogenannten Curved-Screens gibt es in den Seitenverhältnissen 16:9 und selbst in 21:9 für Cinemascope-Filme. Als Leinwandtücher stehen die Barium 6 – 4K zur Auswahl, einmal schallundurchlässig und einmal akustisch transparent (Soundscreen-Flat). Die schalldurchlässige Variante erlaubt es dem Heimkinobesitzer, die Lautsprecher hinter der Leinwand „verschwinden“ zu lassen, so dass der Ton direkt aus dem Bild kommt. Wir entschieden uns für den Test für das Barium 6 – 4K-Soundscreen Flat. Also letztere, schalldurchlässige Variante im Leinwandformat 16:9.

Auch optisch macht die Alphaluxx Curved Leinwand was her - und erschwinglich ist sie obendrein. Foto: Michael B. Rehders

Auch optisch macht die Alphaluxx Curved Leinwand was her – und erschwinglich ist sie obendrein.
Foto: Michael B. Rehders

Anlieferung und Montage

Während gebogene TV-Geräte in ihrer Größe limitiert sind, weil sie ab 2 Meter Diagonale kaum noch durchs Treppenhaus passen, werden die Bauteile der Curved Leinwand erstaunlich kompakt und sicher verpackt geliefert. Der Transport durchs Treppenhaus gestaltet sich vollkommen problemlos. Somit können auch größere Bildbreiten realisiert werden, die weit über drei Meter betragen. Geliefert wird der gebogene Leinwandrahmen inklusive passender Wandhalterung, sämtlichem Montagematerial und einer sinnvoll illustrierten Bauanleitung. Das Leinwandtuch nach Wahl ist gesondert verpackt, um es auf dem Transport vor Beschädigungen zu schützen. Der Leinwandrahmen besteht aus stabilen mattschwarz lackierten Stahlprofilen, die einfach zusammengesteckt und miteinander verschraubt werden. Da jede Curved Leinwand von Alphaluxx ein Einzelstück ist, kann der Rahmen auch in nahezu jeder anderen Farbe geordert werden. Elegant und praktisch finden wir die lichtabsorbierende Kaschierung, die auf den Metallrahmen der Bildwand geklebt wird. Auf der Rahmen-Rückseite befindet sich die passgenaue Aufnahme. An vier Punkten kann das Tuch ausgerichtet werden, so dass es schließlich genau in Achse hängt. Darüber hinaus bleibt die Aufstellungsflexibilität der Lautsprecher erhalten, falls diese „unsichtbar“ hinter der Bildwand positioniert werden sollen – natürlich vorausgesetzt das schalldurchlässige „Barium 6 Soundscreen Flat“-Gewebetuch wird genutzt.

Der Zusammenbau der Rahmenleinwand gestaltet sich denkbar einfach. Die Stahlprofile der Curved-Screen werden schnell zusammengesteckt und miteinander verschraubt (Bild links). Das Leinwandtuch (Bild Mitte) wird zunächst locker darüber gelegt und anschliessend mit Kabelbindern fixiert (Bild rechts). Stabile Ösen sind bereits ins Tuch eingeschlagen, so dass das Gewebetuch anschließend faltenfrei befestigt werden kann. Wichtig ist hierbei, dass das Gewebetuch zunächst oben und unten gespannt wird, bevor es links und rechts fixiert wird. Auf diese Weise bleibt die homogene Kurvenform erhalten. Das Gewebetuch ist faltenfrei auf den Stahlrahmen gespannt. Die Biegung der Curved Leinwand beträgt satte fünf Grad. Foto: Michael B. Rehders

Der Zusammenbau der Rahmenleinwand gestaltet sich denkbar einfach. Die Stahlprofile der Curved-Screen werden schnell zusammengesteckt und miteinander verschraubt (Bild links). Das Leinwandtuch (Bild Mitte) wird zunächst locker darüber gelegt und anschliessend mit Kabelbindern fixiert (Bild rechts). Stabile Ösen sind bereits ins Tuch eingeschlagen, so dass das Gewebetuch anschließend faltenfrei befestigt werden kann. Wichtig ist hierbei, dass das Gewebetuch zunächst oben und unten gespannt wird, bevor es links und rechts fixiert wird. Auf diese Weise bleibt die homogene Kurvenform erhalten.
Das Gewebetuch ist faltenfrei auf den Stahlrahmen gespannt. Die Biegung der Curved Leinwand beträgt satte fünf Grad.
Foto: Michael B. Rehders

Alphaluxx Curved Leinwand in der Praxis

Exakt fünf Grad beträgt die Biegung des Alphaluxx Curved-Screen. Unsere Testleinwand besitzt eine Bildbreite von zwei Metern. Bereits bei diesen Abmessungen ist die Leinwand satte 10 Zentimeter tief. Das heißt, dass die Seitenränder 10 Zentimeter näher am Zuschauer sind, als bei einer nicht gebogenen Leinwand, was ihn sofort tiefer in das Filmgeschehen eintauchen lässt. In diesem Zusammenhang stellen sich dann zwangsläufig folgende Fragen: Wird das projizierte Bild über die gesamte Bildbreite noch scharf abgebildet? Wie stark ist der „Tonnen“-Effekt mit einhergehendem Detailverlust? Zur 1. Frage: Die meisten Objektive aktueller Digitalprojektoren sind so konzipiert, dass sie das Bild auf einer geraden Fläche horizontal scharf abbilden. Darüber hinaus besitzen die Objektive eine gewisse Schärfenstrecke, die sich ab dem fokussierten Punkt auch nach vorne und hinten erstreckt. Diese Schärfenstrecke variiert aus physikalischen Gründen ein wenig, je nach genutzter Blende und Brennweite des Objektivs. Wir haben ein Testbild auf die Curved Leinwand projiziert. Dieses umfasst u.a. mehrere Kreuze in Pixelbreite, um die Abbildungsschärfe an verschiedenen Positionen zu beurteilen.

In der Ausschnitts-Vergrößerung ist ganz gut zu erkennen, dass das Kreuz in der Leinwandmitte (Bild links) scharf dargestellt wird. Sogar am rechten Leinwandrand (Bild rechts) verliert die Schärfe nicht nennenswert an Abbildungsqualität. Die Schärfe bleibt also über die gesamte Bildfläche erhalten.

In der Ausschnitts-Vergrößerung ist ganz gut zu erkennen, dass das Kreuz in der Leinwandmitte (Bild links) scharf dargestellt wird. Sogar am rechten Leinwandrand (Bild rechts) verliert die Schärfe nicht nennenswert an Abbildungsqualität. Die Schärfe bleibt also über die gesamte Bildfläche erhalten.

Zur 2. Frage:  Beim sogenannten „Tonnen“-Effekt handelt es sich um eine geometrische Verzerrung. Das Bild erscheint in der Mitte höher als Außen. Ein durch die unterschiedliche Projektionsdistanz bedingter Effekt. Die Entfernung zu den Rändern links und rechts ist geringer als zur Leinwandmitte. Dadurch wird das Bild unterschiedlich stark „vergrößert“. Am Rand weniger, in der Leinwandmitte mehr. Aber auch dieser Effekt ist zu vernachlässigen, weil er sehr gering ist und nur wenige Bildzeilen betrifft. Wichtige Handlungselemente werden in der Regel nicht betroffen, weil es diese dort schlichtweg kaum gibt.

Dieses Testbild wurde uns dankenswerter Weise von der Firma Burosch zur Verfügung gestellt. Damit lässt sich sehr einfach beurteilen, ob ein Bild vollumfänglich auf der Leinwand abgebildet wird. Die graue Fläche ist von drei Farben eingerahmt. Auf diesem Farbrahmen liegen acht Pfeile. Das Bild ist ideal auf die Leinwand ausgerichtet, wenn alle acht Pfeile vollumfänglich zu sehen sind. Die Fotoaufnahme entstand direkt vom Sitzplatz in unserem Test-Kino. Die Pfeile links und rechts sind vollständig vorhanden. Oben und unten sind die Begrenzungspfeile leicht „angeschnitten“. Dies liegt am „Tonnen“-Effekt. Ein geringer Teil von wenigen Pixeln wird also auf den schwarzen Rahmen der Leinwand projiziert – und dort vom Kasch geschluckt.

Dieses Testbild wurde uns dankenswerter Weise von der Firma Burosch zur Verfügung gestellt. Damit lässt sich sehr einfach beurteilen, ob ein Bild vollumfänglich auf der Leinwand abgebildet wird. Die graue Fläche ist von drei Farben eingerahmt. Auf diesem Farbrahmen liegen acht Pfeile. Das Bild ist ideal auf die Leinwand ausgerichtet, wenn alle acht Pfeile vollumfänglich zu sehen sind. Die Fotoaufnahme entstand direkt vom Sitzplatz in unserem Test-Kino. Die Pfeile links und rechts sind vollständig vorhanden. Oben und unten sind die Begrenzungspfeile leicht „angeschnitten“. Dies liegt am „Tonnen“-Effekt. Ein geringer Teil von wenigen Pixeln wird also auf den schwarzen Rahmen der Leinwand projiziert – und dort vom Kasch geschluckt.

Zurück in der Gegenwart

Nach wenigen Minuten ist der Projektor bereits so ausgerichtet, dass ein knackscharfes Bild auf der Leinwand erstrahlt, welches nahezu alle Details des Quellsignals beinhaltet. Also nehme ich erwartungsvoll Platz – und genieße. Bereits nach wenigen Sekunden bin ich überwältig und tauchte vollständig ein, in die fantastische Welt der Großbildprojektion. Schon Fotoaufnahmen im 4:3-Format erscheinen ausgesprochen plastisch. Durch die Krümmung der Leinwand nimmt die Bildwirkung merklich zu. Wow, das hätte ich in dieser Intensität nicht erwartet. Also reduziere ich den Sitzabstand auf den Faktor 1:1 zur Bildbreite. Also zwei Meter Betrachtungsabstand auf eine Bildbreite von ebenfalls zwei Metern. Der Blick schweift ein wenig von links nach rechts. „Yepp, das ist es!“. Als Nächstes startet nun der Filmklassiker „Laurence von Arabien“. Die atemberaubenden Landschaftsaufnahmen in der Wüste sind einfach wie geschaffen, um sie auf der großen Leinwand zu erleben. Die Curved-Screen steigert das Filmerlebnis auch hier noch ein wenig. Ich bin nun einfach mittendrin im Filmspektakel. Das ist ganz großes Kino.

Der Screenshot dieser Schwarz-Weiß-Aufnahme zeigt deutlich, dass nur wenige Bildzeilen vom Kasch geschluckt werden. Nennenswerte Details gehen trotz „Tonnen“-Effekt glücklicherweise nicht verloren. Originalaufnahme: Michael B. Rehders

Der Screenshot dieser Schwarz-Weiß-Aufnahme zeigt deutlich, dass nur wenige Bildzeilen vom Kasch geschluckt werden. Nennenswerte Details gehen trotz „Tonnen“-Effekt glücklicherweise nicht verloren.
Originalaufnahme: Michael B. Rehders

Wie fürs große Kino gemacht! Die restaurierte Fassung von „Lawrence von Arabien“ ist frei von Defekten. Die farbenfrohen Bilder erstrahlen in einer Pracht, wie sie wohl nur Besucher der Erstaufführung vorab erleben durften. Die gebogene Form der Leinwand unterstützt die atemberaubenden Bilder und lässt den Zuschauer förmlich in die fantastische Welt dieses Films eintauchen. Quelle: „Lawrence von Arabien“ Blu-ray (Sony Pictures Home Entertainment)

Wie fürs große Kino gemacht! Die restaurierte Fassung von „Lawrence von Arabien“ ist frei von Defekten. Die farbenfrohen Bilder erstrahlen in einer Pracht, wie sie wohl nur Besucher der Erstaufführung vorab erleben durften. Die gebogene Form der Leinwand unterstützt die atemberaubenden Bilder und lässt den Zuschauer förmlich in die fantastische Welt dieses Films eintauchen.
Quelle: „Lawrence von Arabien“ Blu-ray (Sony Pictures Home Entertainment)

Fazit

Alphaluxx gelingt mit seiner Curved Leinwand ein großer Wurf. Die Mixtur aus schickem und bewährtem Retro-Design, bester Verarbeitungsqualität sowie herausragenden Bild- und Toneigenschaften überzeugt. Filme auf der gebogenen Leinwand schaffen ein spektakuläres Filmerlebnis. Tauchen Sie ein in die fantastische Welt der Großbildprojektion. Alphaluxx macht’s möglich – und zwar zum Einstiegspreis von unter 1.000 Euro.

Test & Text: Michael B. Rehders

Fotos: Michael B. Rehders

Gesamtnote: 1,2
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

86 of 100

86 of 100

90 of 100

150225.Alphaluxx-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Alphaluxx
Curved Leinwand
Produktkategorie:Leinwand (Heimkino)
Preise:- ab 958,00 Euro (200 cm Breite)
- ab 1.358,00 Euro (300 cm Breite)
Garantie:5 Jahre
Vertrieb:Alphaluxx, Münster
Tel.: 02506 / 3915
www.alphaluxx.de
Abmessungen (Breite):2,00 Meter (jede andere Grösse möglich)
Ausführungen:Stahlrahmen: Schwarz
Leinwand: Standard-Weiß Gain 1,0
Tuch:Größe und Art nach Wahl:
- akustisch transparent
- schalllundurchlässig
Lieferumfang:- Leinwand-Tuch
- Rahmen
- Montagematerial
- Gebrauchsanleitung
- Wandhalter
Technik:Rahmenleinwand
Benotung:
Bildqualität (50%):1,2
Praxis (25%):1,2
Ausstattung (25%):1,1
Gesamtnote:1,2
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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