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Chappie – Das Kind im Roboter

Johannesburg im Jahre 2016. Der Roboterkonzern Tetravaal hat es geschafft, durch die sogenannten „Scouts“ die Verbrechensrate und die Sterberate der Polizei drastisch zu senken. Johannesburg wäre ohne diese Robotereinheit längst verloren. Doch Entwickler und Erbauer der Scouts, Deon Wilson, gibt sich nicht zu 100 Prozent mit seinem Erfolg zufrieden. Er entwickelt im Privaten die erste künstliche Intelligenz.

Deon Wilson (Dev Patel, l.) ist Entwickler beim Roboterkonzern Tetravaal und steht in Konkurrenz zum Kollegen Vincent Moore (Hugh Jackman). (© Sony Pictures)

Deon Wilson (Dev Patel, l.) ist Entwickler beim Roboterkonzern Tetravaal und steht in Konkurrenz zum Kollegen Vincent Moore (Hugh Jackman). (© Sony Pictures)

 

 

Doch Michelle Bradley (Sigourney Weaver), geschäftsführendes Vorstandmitglied, stimmt dem Versuch, an einem ausrangierten Scout die künstliche Intelligenz auszuprobieren, nicht zu. Also geht Deon Wilson (Dev Patel) so weit und stiehlt einen Scout. Kurz darauf wird er von drei Außenseitergangstern (Ninja Visser, Yo-Landi Visser und Jose Pablo Cantillo) gekidnappt, die Zugriff auf die Scouts erlangen wollen, um einen großen Raubüberfall durchführen zu können. Deon Wilson hat keine Wahl und wird dazu gezwungen, den ausrangierten Roboter zu aktivieren. Dabei installiert er die künstliche Intelligenz. Von hier an ist Chappie (Sharlto Copley), der Roboter mit dem Bewusstsein eines Kindes, den Punks ausgeliefert und soll als neues Familienmitglied zu einem Gangster-Roboter werden.

Deon Wilson versucht, Chappie (Sharlto Copley) vor den drei Gangstern zu schützen, doch er merkt zügig, dass er auf sie angewiesen ist. Sein Kollege und Konkurrent Vincent Moore (Hugh Jackman), ehemaliger Soldat und Entwickler eines riesigen ferngesteuerten Kampfroboter namens Moose (deutsch: Elch), ist Deon auf den Fersen. Er hat mitbekommen, dass Deon den Guard Key, der zur Programmierung der Scouts notwendig ist, ebenfalls gestohlen hat. Als ewiger Zweiter bei Tetravaal setzt Moore alles daran, seinen Moose auf die Straßen zu bekommen – dabei geht er auch über Leichen. Schnell wird Chappie klar, dass er der Einzige seiner Art ist und auch bald der Letzte seiner Art sein soll.

Gegen den Willen seiner Chefin Michelle Bradley (Sigourney Weaver) arbeitet er an einer künstlichen Intelligenz. (© Sony Pictures)

Gegen den Willen seiner Chefin Michelle Bradley (Sigourney Weaver) arbeitet er an einer künstlichen Intelligenz. (© Sony Pictures)

 

 

Im dritten Film von Neill Blomkamp, Regisseur von „District 9“ und „Elysium“, wird das Thema Künstliche Intelligenz in einem berührenden und spannenden Science Fiction-Film verpackt. Auf die bekannte, ungewöhnliche Art und Weise schafft es Neill Blomkamp erneut, ein Sci-Fi-Universum zu erschaffen, das seines Gleichen sucht. Überwiegender Drehort ist hier auch wie in „District 9“ Johannesburg in Südafrika. Unverkennbar sind Setting und Design, sowie Special Effects und Score des Films. Neill Blomkamp verpasst dem Film seine eigene Signatur. Damit schafft es der Regisseur geschafft, dass man relativ schnell starke Gefühle und Sympathien für den Roboter Chappie entwickelt und seiner Entwicklung im Film gespannt zuschaut. Dazu verpackt er die Geschichte noch mit Humor und sehr guter Action.

Auch der Soundtrack sowie die Filmmusik für sich sind erwähnenswert. Der Großteil des Soundtracks wird von Ninja und Yo-Landi Visser, die die gleichnamigen Rollen im Film spielen, geliefert. Bekannt sind sie unter dem Bandnamen „Die Antwoord“. Mit ihrer Mischung aus Rap und Rave untermalen die Südafrikaner das Geschehen perfekt.

Doch als er einen Scout stiehlt, wird er sogleich von Gangstern (hier Yo-Landi Visser) gekidnappt. (© Sony Pictures)

Doch als er einen Scout stiehlt, wird er sogleich von Gangstern (hier Yo-Landi Visser) gekidnappt. (© Sony Pictures)

 

 

Die Schauspieler sind von Neill Blomkamp passend ausgewählt. Mit von der Partie ist auch wieder Sharlto Copley, der schon in „District 9“ und „Elysium“ Hauptrollen übernommen hat. Diesmal ist er allerdings nicht live zu sehen. Er übernimmt die Synchronstimme von Chappie und erweckt diesen auch mit Hilfe des Performance Capute-Verfahrens zum Leben. Und dieses macht er erstaunlich gut, wie auch noch mal in der entsprechenden Dokumentation zu sehen ist, die in den Extras vorkommt.
Dev Patel, bekannt aus Slumdog Millionar und Die Legende von Aang, spielt seine Rolle als naiven und ehrgeizigen Ingenieur auch sehr gut. Viel erwarten kann man aber leider nicht, da die Rolle wenig Handlungsspielraum hat.

Wilson muss einen Scout aktivieren und gibt ihm dabei die Künstliche Intelligenz - Chappie ist geboren und wird von den Gangstern zu einem der ihren erzogen. (© Sony Pictures)

Wilson muss einen Scout aktivieren und gibt ihm dabei die Künstliche Intelligenz – Chappie ist geboren und wird von den Gangstern zu einem der ihren erzogen. (© Sony Pictures)

 

 

Sigourney Weaver und auch Hugh Jackman glänzen nicht ganz so gut in ihren Rollen. Sigourney Weavers Auftritte begrenzen sich auf knappe 5 Minuten im Film, sodass hier eher die Liste der bekannten Schauspieler aufgestockt wurde als die wirklichen Talente von Weaver zu nutzen. Hugh Jackman mimt in Chappie einen Bösewicht, kann aber nicht wirklich, trotz seines markanten Aussehens und seiner eher gewohnten draufgängerischen Art, trumpfen. Das Potential der Rolle wird nicht völlig ausgenutzt.
Mir völlig unbekannt waren die beiden Künstler Ninja und Yo-Landi Visser. Die Mitglieder der Band „Die Antwoord“ spielen zwei der Gangster. In der ersten Hälfte des Films war es schwer, Sympathien für die unterbelichteten Figuren aufzubringen, doch mit der Wendung im Film kommt auch das Potential der beiden Künstler zum Vorschein.

Die Entwicklung gefällt Tetravaal nicht und Moore macht sich auf die Jagd nach Chappie. (© Sony Pictures)

Die Entwicklung gefällt Tetravaal nicht und Moore macht sich auf die Jagd nach Chappie. (© Sony Pictures)

 

 

Das Bild (2,35:1; 1080p24) ist absolut spitze, es gibt nichts zu meckern. Detailgenauigkeit und Schärfe sind einwandfrei. Auch die Special Effects und CGI-Effekte überzeugen, man erkennt am Filmstil und der Qualität des Bildes Parallelen zu „District 9“ und „Elysium“. Der Ton liegt im deutschen und französischen 5.1 DTS-HD Master Audio vor, sowie im englischen 7.1 DTS-HD Master Audio und türkischen 5.1 Soundformat vor. Getestet wurde die deutsche Tonspur. Und es gibt auch hier nichts zu meckern. Soundtrack, Special Effects und Actionszenen hören sich klasse an. Gerade die Actionszenen sind ein Ohrenschmaus. Hier baut sich eine große Bühne auf und der Subwoofer kommt zur Geltung. Aber auch der Soundtrack von „Die Antwoord“ lässt die Anlage gut arbeiten.
An Extras hat Chappie reichlich zu bieten. Neben einem alternativen Ende und einer erweiterten Szene gibt es noch eine einstündige Dokumentation, die verschiedenste Aspekte des Films beleuchtet. Zusätztlich gibt es noch eine Chappie-Galerie mit Artwork und Konzeptgrafiken.

Allerdings kann Chappie die Gefahr nun erkennen - er muss um sein

Allerdings kann Chappie die Gefahr nun erkennen – er muss um sein „Leben“ kämpfen. (© Sony Pictures)

 

 

Fazit

Chappie ist ein Science-Fiction-Thriller der besonderen Art. Man erkennt sofort Neill Blomkamps Arbeit. Der Film entwickelt neben starken Fight- und Effektsequenzen auch berührende Emotionen, die einen zum Mitfiebern animieren und Chappie sofort in mein Herz geschlossen haben. Die Handlung ist nicht vorhersehbar und bietet gute Wendungen. Schauspielerisch ist ganz klar Sharlto Copley der Star, auch wenn man ihn nicht direkt zu Gesicht bekommt. Wem die Filme „District 9“ und „Elysium“ gefallen haben, wird auch Spaß mit Chappie haben

„Chappie“ ist als DVD und Blu-ray im Vertrieb von Sony Pictures erhältlich.

Genre
Action/Science-Fiction

Laufzeit
ca. 120 Minuten

Altersfreigabe
ab 16 Jahren

Regie
Neill Blomkamp

Cast
Hugh Jackman, Dev Patel, Sharlto Copley, Sigourney Weaver

90 of 100

98 of 100

96 of 100

70 of 100

78 of 100

87 of 100

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