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Redakteur
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Guter Sound vom PC? Das ist bislang oft ein Widerspruch: Mäßige Soundkarten und mediokre Audio-Monitore lassen es eher scheppern als klingen. Wer seinen Computer für eine erstklassige Wiedergabe aufrüsten möchte, muss aber nicht zwingend Experte sein. Eine einfache Lösung für die komplizierte Materie verspricht das Stage-Ensemble von HRT: Das externe Wiedergabesystem sorgt binnen Sekunden für einen klanglichen Quantensprung – nicht nur am PC.

HRTs Stags-Boxen haben ihren Namen nicht von ungefähr. Die leicht rauhe Oberfläche erinnert sofort an den klassischen Bühnenlautsprecher, macht sich aber sehr gut auf dem Schreibtisch.

HRTs Stage-Boxen haben ihren Namen nicht von ungefähr. Die leicht rauhe Oberfläche erinnert sofort an den klassischen Bühnenlautsprecher, macht sich aber auch auf dem Schreibtisch sehr gut.

HRT Stage-Ensemble: Bühne frei!

Mit dem Stage-System wagt sich HRT auf neues Terrain. Die Amerikaner haben erstmals ein Produkt mit Lautsprechern entwickelt. Bislang hat sich High Resolution Technologies (kurz HRT) einen ausgezeichneten Ruf mit Digital/Analog-Wandlern (DACs) gemacht und sich als Pionier der Audiowiedergabe via USB profiliert. Dieses Know-How fließt aber nun natürlich auch in das neue System ein. Das „Stage“-Setup geht mit drei Darstellern auf die Bühne; zwei Boxen und ein kompaktes Control Center ergeben ein komplettes Wiedergabe-System, das einfach per USB an den PC angeschlossen wird und sofort die Tonregie übernimmt. Das System kann aber auch über einen analogen Eingang mit Musik gefüttert werden, das vergrößert die Einsatzmöglichkeiten deutlich. Bevor wir das testen, schauen wir uns aber erst einmal die Protagonisten des Ensembles an.

Die Boxen

Holla, das sind aber Schwergewichte: Jeder der Speaker wiegt über vier Kilogramm! Es sind halt keine Billig-Böxchen, schließlich strebt HRT mit seinen Lautsprechern eine hochwertige und pegelfeste Wiedergabe an. Hierfür arbeiten pro Lautsprecher eine 28-Millimeter-Kalotte als Hochtöner und drei 70-Millimeter-Konusmembranen als Tiefmitteltöner. Sie sind in ein auffällig geformtes Kunststoff-Gehäuse eingelassen – Spritzguss macht‘s möglich. Durch dieses Verfahren hat HRT für sein Stage-Ensemble nicht nur ein markantes Design kreiert, sondern auch klangrelevante Strukturen bei den Boxen realisiert: im Inneren etwa die Verstrebungen und die Kammer für den Hochtöner, außen zum Beispiel die Struktur der Schallwand mit ihren abgerundeten Kanten. Spritzguss sorgt auch für die eigenartige Rauheit der Oberflächen, und zu dieser herben Haptik passt die Optik unseres Testmodells. Es ist mattschwarz, in Verbindung mit einer Höhe von knapp 40 Zentimetern machen die „Stage“-Boxen einen durchaus martialischen Eindruck auf dem Schreibtisch. Hier spielt die dunkle Seite der Macht! Wer es heller mag: Das Stage-Set gibt es in auch in Weiß, das wird wohl der Favorit der Apfel-Fraktion sein. Für eine mögliche Wandmontage sind auf der Rückseite der Boxen zwei Metallgewindebuchsen eingelassen. Darunter liegt das Anschlussport für das Lautsprecherkabel, hier passt nur ein Kabel mit Hohlstiftstecker.

Satter Sound garantiert: In der Front eines jeden Stage-Lautsprechers werkeln je ein 28-Millimeter Hochtöner und gleich drei 70-Millimeter Tiefmitteltöner.

Satter Sound garantiert: In der Front eines jeden Stage-Lautsprechers werkeln je ein 28-Millimeter Hochtöner und gleich drei 70-Millimeter Tiefmitteltöner.

Das Control-Center

Der abgerundete, schwarze Kubus ist die Klangzentrale des Ensembles, quasi eine externe Soundkarte mit Verstärker. Der Amp arbeitet im Class A/B-Betrieb und sorgt für den ordentlichen und opulenten Output des Signals: Er leistet 70 Watt pro Kanal, hier arbeitet also ein ausgewachsenes Kraftwerk mit einem ebenso ausgewachsenen Netzteil. Kein Wunder, dass das Control Center satte vier Kilogramm auf die Waage bringt.
Der technische Clou ist allerdings der Digital/Analog-Wandler (DAC): Er verarbeitet die digitalen Daten des PC und setzt sie schließlich in analoge Signale um. Hier hat sich HRT viel Gedanken um die Güte des Signals und seiner Übertragung gemacht – und deshalb arbeitet der Stage-DAC im „USB Asynchron Mode”. Der gewöhnliche digitale Datenversand des PC über eine USB-Buchse leidet nämlich an mangelndem Taktgefühl. Diese Schwankungen bei der Übertragung von Digitalsignalen heißen „Jitter“ und sind eigentlich ein Logistik-Problem: Weil der Takt nicht stimmt, werden Informationspakete mitunter nicht zum richtigen Zeitpunkt geliefert. Um diesen klangverschlechternden Effekt zu vermeiden, muss sich ein externer DAC die Hoheit über die Datenverarbeitung sichern. Er muss den PC, an den er angeschlossen ist, entmachten und den Takt vorgeben – das ist der „USB Asynchron Mode“. Nun funktioniert der DAC nicht nur als externe Soundkarte, sondern auch als Logistikzentrum für den zeitrichtigen Versand der Datenpakete. Eine solch aufwändige Datenverarbeitung zeichnet die guten Geräte aus – im Gegensatz zu jenen externen Soundkarten, die sich vom PC und seiner unzulänglichen USB-Schnittstelle den Takt diktieren lassen.
HRT geht den Weg der hochwertigen Datenverarbeitung nun auch konsequent weiter: Der DAC operiert mit zwei getrennten Taktgeben (Oszillatioren), nur so lässt sich digitale Musik mit den verschiedenen Sampling-Raten sauber abtasten. Das Control Center beherrscht so eine Bandbreite von nieder- bis hochauflösender Musik mit Abtastraten von 32 kHz, 44,1 kHz, 48 kHz, 88,2 kHz bis 96 kHz – bei maximal 24 bit. Dieser technische Hintergrund muss den Benutzer aber nicht groß kümmern: Das Control Center erkennt die Formate natürlich selbst; zur Kontrolle zeigt es die Abtastrate aber auf der Front per LED an. Auf der Vorderseite sitzen auch die einzigen Bedienelemente des Control Center. Da sind zum einen die Taster zur Einstellung von Laut, Leise und die Stummschaltung „mute“. Und da ist zum anderen der Taster „analog“ – und dieser unscheinbare Taster deutet es an: Das Stage-Ensemble kann noch mehr.

Das Control-Center hält sich optisch eher zurück, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Neben eines hochwertigen DAC beherbergt es eine clevere Umschalteinheit sowie analoge und digitale Eingänge.

Das Control-Center hält sich optisch eher zurück, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Neben eines hochwertigen DAC beherbergt es eine clevere Umschalteinheit sowie analoge und digitale Eingänge.

Nur für den PC? Von wegen!

Ein Blick auf die Anschlüsse der Rückseite bringt uns auf die richtige Spur: Die „Stage“ veredelt einerseits Sounds via USB-Anschluss vom PC, Tablet, Smartphone oder einer anderen digitalen Quelle. Andererseits funktioniert die „Stage“ auch als analoge Kompaktanlage: Links neben dem USB-Port befindet sich ein Stereo-Cinch-Eingang, an diesen analogen Eingang können Sie alles vom i-Pod über den Tuner bis zum CD-Player anschließen. Lediglich für den Plattenspieler reicht die Eingangsempfindlichkeit dieses Anschlusses nicht ganz aus.
Direkt unter dem Cinch-Eingang befinden sich eine blaue und eine schwarze Buchse; diese „LF out“ sind Low Frequency-Ausgänge, also Anschlüsse für Subwoofer. Damit erschließt sich schon die nächste Einsatzmöglichkeit: Das Stage-Kollektiv funktioniert auch als kleine Heimkino-Beschallungsanlage; gerade in Verbindung mit heutigen Flachbildschirmen und ihrem leider ebenso flachen Klang ist eine akustische Aufrüstung dringend zu empfehlen.

Auch wenn die beiden Lautsprecher gerade einmal 40 Zentimeter in der Höhe messen, unterscheiden sie sich in jedem Detail von den allermeisten aktiven Kompaktboxen. Das verspricht bereits der Blick auf die hochwertigen Tiefmitteltöner, von denen jeder Stage-Schallwandler gleich drei Stück aufbietet.

Auch wenn die beiden Lautsprecher gerade einmal 40 Zentimeter in der Höhe messen, unterscheiden sie sich in jedem Detail von den allermeisten aktiven Kompaktboxen. Das verspricht bereits der Blick auf die hochwertigen Tiefmitteltöner, von denen jeder Stage-Schallwandler gleich drei Stück aufbietet.

Komfortable Installation

Das Anschließen könnte kaum einfacher gehen: Die Boxen werden über die mitgelieferten Kabel mit dem Control Center verbunden, diese Klangzentrale wiederum wird über das Netzkabel mit Strom versorgt, jetzt noch das Control Center per USB-Kabel mit dem PC oder Laptop verketten – fertig! Der Rest geht von allein: Computerseitig beginnt ein kurzes und reibungsloses Plug-and Play-Programm, die „Stage“ wird anstandslos als neues Gerät erkannt und ist installiert. Bequemer geht es wirklich nicht. Gegebenenfalls – das ist abhängig vom Computer – muss das HRT Stage jetzt noch als Tonausgabegerät Ihres Rechners ausgewählt werden.
Es dürfte aber geräuschärmer gehen: Man kann die Stage nämlich nur in Betrieb nehmen, indem man den Netzstecker in die Buchse steckt – und das quittiert das Ensemble mit einem laut vernehmlichen „Wumms“. Große Bitte an HRT: Spendiert der „Stage“ einen Ein-/ Ausschalter mit Einschaltverzögerung! Diesen Schalter wird man spätestens dann wünschen, wenn man keine Beschallung will; denn nun muss man am Control Center den Netzstecker ziehen oder den Amp über die „mute“-Taste zum Schweigen bringen. Das verbraucht unnötig Strom.
Den Stromumsatz der „Stage“ kann man übrigens am leicht erwärmten Kühlblech auf der Rückseite quasi fühlen; das Control Center sollte also nicht zu nah an einer Wand stehen.

Kleines Ensemble, große Wirkung

Zum Test haben wir einfach mal im Internet Michael Jacksons „Beat It“ aufgerufen – prima, klappt sofort und klingt fett! Und weil wir die „Stage“ ausreizen wollen, machen wir gleich mal lauter. Hier dürfte die Abstufung gerne ein wenig feiner sein: Die Lautstärkesprünge fallen vergleichsweise groß aus. Dafür haben wir aber schnell einen hohen Pegel erreicht – und das macht eher uns zu schaffen als dem Stage-Ensemble! Sehr überzeugend, was die kleinen Schallwandler im Tieftonbereich leisten und mit welchem Volumen das Set gefahren werden kann. Das macht das Ensemble auch für Gamerfraktion interessant, die zum visuellen Spektakel den passenden Ton in gehobenster Lautstärke haben will. Nutzen wir jetzt mal die Formatbreite der „Stage“ mit einer Aufnahme mit 96kHz-Abtastung: „Use Me” von Grace Jones. Der Bass drückt schon ordentlich auf den Bauch – und die Stage-Boxen klingen nicht so, als wenn sie sich für diese Wiedergabe anstrengen müssten. Für den Gesamtsound greifen wir zu einer etwas älteren Top-Produktion, jetzt im CD-Format 44,1 kHz: „Hotel California“ von den Eagles – einfach nur schön! Fein austarierte Höhen, wohlproportionierte Mitten, voluminöse Bässe; den Sound gibt die „Stage“ sehr ausgewogen und präzise wieder, gerade die prägnanten Gitarren klingen knackig und plastisch. Das gilt auch für die Stimmenwiedergabe: Adeles „Chasing Pavements“ reproduziert die „Stage“ mit der richtigen Eindringlichkeit. Soweit der Sound auf dem Schreibtisch. In freier Aufstellung ist die Basswiedergabe ein wenig dezenter, aber immer noch satt: „Scorpio Rising“ von Yello behält sein bedrohliches Tiefton-Fundament, und auch die Eagles klingen bei „Wasted Time“ immer noch rund – Zeitverschwendung klingt definitiv anders.

Soundtechnisch muss sich das HRT Stage selbst vor größeren Aktiv-Systemen verstecken.

Soundtechnisch muss sich das HRT Stage selbst vor größeren Aktiv-Systemen verstecken.

Fazit

Mit dem Stage-Ensemble präsentiert HRT ein vielseitiges und flexibles Wiedergabe-System: Es verarbeitet neben diversen digitalen Klangformaten auch analoge Signale Damit eignet es sich nicht nur als PC-Monitor-Anlage, sondern auch als kompaktes HiFi-Setup oder als platzsparendes Heimkino-Beschallungssystem. Das kleine Ensemble überzeugt dabei mit großem Klang. Wer jetzt noch über scheppernde Schallwandler hört, ist selbst schuld.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,1
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

90 %

95 %

80 %

150914.HRT-Testsiegel

Technische Daten

Modell:HRT
Stage
Produktkategorie:Kompakt-Lautsprecher, aktiv
Preis:1.449,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- schwarz
- weiß
Vertrieb:digital highend, Essen
Tel.: 0201 / 8325825
www.digital-highend.de
Abmessungen (HBT):- Control Center: 216 x 159 x 203 mm
- Boxen: 380 x159 x184 mm
Gewicht:- Control Center: 3,9 kg
- Boxen: 4,26 kg/Stück
Bauart:- Zwei-Wege, Bassreflex
Leistung:- 2 x 70 Watt
Impedanz:- 7 - 39 Ohm
Chassis:- Hochtöner: 28 mm
- Tiefmitteltöner: 3 x 70 mm (pro Box)
Frequenzgang:45 Hz - 20 kHz
Trennfrequenz:2.800 Hertz
Lieferumfang:- HRT Stage Control Center
- 2 HRT Lautsprecher
- 2 Boxenkabel
- 1 USB-Kabel
- 1 Netzkabel
Besonderes:- USB Asynchron Mode
- integrierter DAC
- verarbeitet digitale Signale bis 24 bit/96 kHz
Benotung:
Klang (60%):1,1
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,3
Gesamtnote:1,1
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistunggut - sehr gut

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