von

Redakteur
English
(Google Translate)

Kann ein nahezu perfekter mobiler Bluetooth-Lautsprecher eigentlich noch besser werden? Diese Frage liegt auf der Hand, wenn wir uns diesmal mit dem JBL Charge 2+ beschäftigen wollen. Denn schließlich hat uns der Vorgänger, der Charge 2, im vergangenen Herbst schon voll und ganz überzeugt.

Der JBL Charge 2+ ist überaus robust und leistungsstark. Perfekte Voraussetzungen für den Einsatz unter freiem Himmel. Ob beim Picknick, am Strand oder bei der Gartenparty – der Musikjunkie kommt voll auf seine Kosten!

Der JBL Charge 2+ ist überaus robust und leistungsstark. Perfekte Voraussetzungen für den Einsatz unter freiem Himmel. Ob beim Picknick, am Strand oder bei der Gartenparty – der Musikjunkie kommt voll auf seine Kosten!

Seit unserer Testsession mit dem JBL Charge 2 im November 2014 ist auf dem Bluetooth-Lautsprecher-Markt viel passiert. Neuheiten erblickten das Licht der Welt – mal von guter, mal von weniger guter Qualität. Viele dieser kleinen Soundmaschinen haben wir in den letzten Monaten unter die Lupe genommen, an die Güte des Charge 2 kam jedoch kaum ein Testobjekt heran. Eine „Generalüberholung“ war im Hause JBL also eigentlich gar nicht nötig. Umso neugieriger wurden wir, als wir hörten, dass ein Nachfolgemodell, der Charge 2+, auf den Markt kommen soll. Jetzt ist er endlich da. Ob die neue Generation nun noch besser geworden ist? Das ist die Frage, um die sich unser aktueller Test dreht.

Zur Bassleistung schreibt JBL auf seiner Website: „Zwei Passivmembranen erzeugen so viel Bass, dass man ihnen von außen bei der Arbeit zusehen kann.“ Das hat sich im Test bestätigt. Die Bässe sind deutlich hörbar, spürbar und durch die Vibration der Membranen auch sichtbar!

Zur Bassleistung schreibt JBL auf seiner Website: „Zwei Passivmembranen erzeugen so viel Bass, dass man ihnen von außen bei der Arbeit zusehen kann.“ Das hat sich im Test bestätigt. Die Bässe sind deutlich hörbar, spürbar und durch die Vibration der Membranen auch sichtbar!

JBL – ein klangvoller Name mit Tradition

Auch wenn es die oftmals farbenfrohen und modern anmutenden Produkte nicht unbedingt vermuten lassen: JBL ist eine Marke mit jahrzehntelanger Tradition. Das besessene Audi-Genie James Bullough Lansing brachte bei der Gründung der James B. Lansing Sound, Incorporated im Jahr 1946 bereits jede Menge Knowhow und gute Ideen mit. Gerade diese guten Ideen waren es, in Kombination mit der Verarbeitung absolut hochwertiger Komponenten, die den Namen JBL in den vergangenen Jahrzehnten immer größer gemacht haben. Mittlerweile ist die amerikanische Soundschmiede nicht nur den HiFi-Profis ein Begriff. Auch unter Technikeinsteigern genießt das Unternehmen, das seit 1969 zur Harman International Gruppe gehört, einen guten Ruf. Es ist der Selbstanspruch von JBL, seinen Kunden „Klangerlebnisse von vollendeter Klarheit“ zu bescheren und dabei erschwinglich zu bleiben. In der Vergangenheit ist das den Kaliforniern zumeist beeindruckend gelungen. Ob uns auch der Charge 2+ wieder in JBL-typischer Weise zufriedenstellen kann, das werden wir jetzt mal überprüfen!

Für jeden was dabei: JBL bietet seinen brandneuen Charge 2+ in fünf unterschiedlichen Farbvarianten an.

Für jeden was dabei: JBL bietet seinen brandneuen Charge 2+ in fünf unterschiedlichen Farbvarianten an.

Ausgepackt und losgelegt: der „Erstkontakt“ mit dem Charge 2+

Rein optisch hat JBL den kleinen Bluetooth-Lautsprecher nicht neu erfunden, das fällt schon direkt nach dem Auspacken auf. Vom Hersteller in den Farbvarianten Black, Blue, Gray, Red und Teal angeboten, kommt er äußerlich im Vergleich zum Vorgänger nahezu unverändert daher. In puncto Größe und Gewicht sind die Unterschiede minimal (HxBxT: ca. 79x185x79 Millimeter, Gewicht: 600 Gramm). Das robuste Silikongehäuse wurde vom Design her leicht aufgefrischt und ist nun spritzwassergeschützt. Das ist neu und kann gerade im „Open-Air-Einsatz“ von großem Vorteil sein. Die kleine Röhre verspricht ein hohes Maß an Bass und Power – dafür stehen die zwei seitlich angebrachten 45-Millimeter-Bass-Strahler. Duale externe Radiatoren machen den Bass nicht nur hör-, sondern sogar sichtbar! Soviel zur Optik – kommen wir zu einem kurzen Überblick über die technische Ausstattung:

Da ist das kleine Genie. Optisch hat es sich im Vergleich zum Vorgängermodell zwar nicht großartig verändert – aber die Experten von JBL haben die Verkleidung so optimiert, so dass der Charge 2+ nun spritzwassergeschützt ist. Wobei: wie uns auf der diesjährigen IFA bei JBL gezeigt wurde, kann der Charge 2+ sogar noch mehr ab.

Da ist das kleine Genie. Optisch hat es sich im Vergleich zum Vorgängermodell zwar nicht großartig verändert – aber die Experten von JBL haben die Verkleidung so optimiert, so dass der Charge 2+ nun spritzwassergeschützt ist. Wobei: wie uns auf der diesjährigen IFA bei JBL gezeigt wurde, kann der Charge 2+ sogar noch mehr ab.

An alles gedacht: Die Ausstattung lässt keine Wünsch offen!

Eines ist klar: Er ist klein, robust und sieht gut aus, der Charge 2+. Aber was kann er eigentlich im Detail? Auf jeden Fall mehr als „nur“ Musik abspielen. Ausgestattet ist er mit Bluetooth-Version 3.0, einem leistungsstarken 6000-Milliampere-Akku, der für bis zu zwölf Stunden Musik sorgt, einem 3,5-Millimeter-Stereo-Anschluss und einem USB-Port. Über letztgenannte Verbindung kann der Charge 2+ übrigens mobile Geräte wie Smartphone oder Tablet ganz nebenbei noch mit Strom versorgen und den Akku wieder auffüllen. Auch ein integriertes Mikrofon mit Echo- und Geräuschunterdrückung ist mit an Bord des Lautsprechers. Dieses ermöglicht eine einwandfreie und vollkommen unkomplizierte Freisprechmöglichkeit eingehender oder ausgehender Telefonate. Die Musik stoppt im Falle eines Anrufs wie von Geisterhand und setzt nach dem „freihändigen“ Telefonat vollautomatisch wieder ein. Die technische Ausstattung ist also wirklich nicht von schlechten Eltern und verspricht Langlebigkeit und Vielseitigkeit.
Doch wie sieht es mit der Bedienung aus? Hier können wir selbst unerfahrenen Technik-Einsteigern von vornherein Entwarnung geben. Ein abgeschlossenes Ingenieurs-Studium ist für die Bedienung nämlich nicht notwendig! Ganz im Gegenteil: Die Funktionalität ist so einfach, dass man mit einem Blick in die Bedienungsanleitung schon am Ziel ist. Der kleine Lautsprecher muss nur eingeschaltet werden, anschließend aktiviert man an ihm und dem Abspielmedium (Smartphone, Tablet etc.) die Bluetooth-Funktion – und schon finden sich die beiden Geräte. Nun noch verbinden (pairing) und schon läuft die Musik. Lauter, leiser, Social Mode und Freisprechen – auch diese Funktionen sind leicht verständlich und bebildert im Handbuch erklärt und jeweils mit einem Tastenklick erledigt.

In wenigen Sekunden ist das Pairing mit dem mobilen Endgerät (Android/links wie iOS/rechts) erledigt. Einfach bei beiden Geräten Bluetooth aktivieren und die Verbindung herstellen.

In wenigen Sekunden ist das Pairing mit dem mobilen Endgerät (Android/links wie iOS/rechts) erledigt. Einfach bei beiden Geräten Bluetooth aktivieren und die Verbindung herstellen.

Des Pudels Kern: Wie klingt der JBL Charge 2+?

Die Box ist genau inspiziert und kann bis hierher auf der ganzen Linie punkten. Doch kommen wir nun zum zentralen Punkt unseres Tests. Lassen wir die Musik los! Und weil (noch ein bisschen) Sommer ist, verlagern wir das Ganze doch einfach auf die heimische Terrasse. In der ersten Phase mischen wir mit dem Charge 2+ einen gemütlichen Grillabend in kleinem Kreis auf. Das funktioniert sehr gut: Die Playlists zweier Smartphones treten gegeneinander an, so erstreckt sich die Musikauswahl von Frank Sinatras “Best of” über die Sportfreunde Stiller bis hin zu Casper. Und egal, womit wir die kleine Röhre „füttern“, sie macht alles richtig. Bei Sinatra tritt die unverkennbare, tiefe Stimme in den Vordergrund, bei den Sportis ist es die typische Dynamik im Zusammenspiel von Gitarre und Schlagzeug und bei Casper treffen sich Reibeisen-Stimme und Bässe in perfekter Harmonie. Höhen, Bässe und die mittleren Frequenzen ergänzen sich perfekt und erschaffen die jeweils passende Atmosphäre. Diesen ersten Auftrag hat das kleine Gerät also schon mal zur vollsten Zufriedenheit aller beteiligten „Griller“ erledigt. Aber weil wir hierbei (rein lautstärketechnisch) noch weit vom Maximum entfernt waren, trifft es sich ganz gut, dass am nächsten Wochenende bei Freunden eine Gartenparty ansteht, die gerockt werden will. Ein Härtetest für die Membranen! Nach dem Motto „wer hat noch nicht, wer will nochmal“ werden Smartphones mit dem Charge verbunden und die verschiedensten Musikstile losgelassen. Zur späteren Stunde und mit deutlich gesteigertem (Lautstärke-)Pegel zeigt der Lautsprecher dann so richtig, was er kann: Metallica sind mit am Start, die üblichen Klassiker von Westernhagen und Grönemeyer dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen. Und von irgendeiner Playlist schreit uns dann sogar H.P. Baxxter seine lyrischen Texte in die Ohren. Ohne in irgendeiner Form zu schwächeln bringt die Box auch hier eine Top-Leistung – selbst dann, sobald wir sie „auf Anschlag“ einstellen. Kein Kratzen, kein Scheppern, einfach nur ein guter, ausgewogener Sound. Für ein solch kleines Gerät unglaublich dynamisch und absolut partytauglich! Dabei lassen sich im Besonderen die Bässe hören, fühlen und – dank der beiden Passivmembranen auch sehen! Kurz und gut: Der Partytest ist mit voller Punktzahl bestanden und JBL hat einige potenzielle Kunden hinzugewonnen!

Der Outdoormusikant: Dank seines robusten Gehäuses und seiner unglaublichen Akkuleitung eignet sich der Charge 2+ perfekt für den Outdoor-Einsatz.

Der Outdoormusikant: Dank seines robusten Gehäuses und seiner unglaublichen Akkuleitung eignet sich der Charge 2+ perfekt für den Outdoor-Einsatz.

Eine weitere Stärke: Die Ausdauer

Das größte HiFi-Vergnügen zählt nur noch halb so viel, wenn dem Gerät schon nach kurzer Zeit „der Saft” ausgeht. Von dieser Problematik ist der Charge 2+ zum Glück sehr weit entfernt. Meilenweit, um genau zu sein. Der Hersteller gibt die Akkulaufzeit mit bemerkenswerten zwölf Stunden an, und auch unser Belastungstest im Rahmen der oben erwähnten Gartenparty hat den 2+ nicht an seine Grenzen bringen können. Selbst nach acht bis neun Stunden Dauerbetrieb – teilweise unter höchsten Pegeln – hat er keinerlei Schwächen gezeigt und somit unseren Party-Tag/-Abend ganz locker “überlebt”. Im Vergleich zu anderen Bluetooth-Lautsprechern dieser Preisklasse ist das ein Spitzenwert!

Aufladen, Strom ans Smartphone oder Tablet „zurückgeben“ und die Verbindung zum Endgerät via Kabel als Bluetooth-Alternative – kein Problem dank entsprechender Anschlussmöglichkeiten auf der Rückseite!

Aufladen, Strom ans Smartphone oder Tablet „zurückgeben“ und die Verbindung zum Endgerät via Kabel als Bluetooth-Alternative – kein Problem dank entsprechender Anschlussmöglichkeiten auf der Rückseite!

DJ-Battle mit dem Charge 2+: Der Social Mode

Ideal eignet sich unser Testobjekt für eine gesellig-musikalische Runde. Der Grund dafür ist seine Social Mode-Funktion. Diese erlaubt es, bis zu drei Bluetooth-fähige Quellen zeitgleich mit dem Lautsprecher zu verbinden. Gerade, wenn verschiedene Musikgeschmäcker aufeinander treffen, kann das die Party retten: Der eine spielt Metall, der andere Elektropop und der Dritte im Bunde – ein Hobby-DJ, sorgt mit aktuellen Charthits dafür, dass jeder mal auf seine Kosten kommt. Ein wichtiger Hinweis noch: Während unseres gesamten Tests blieb die Bluetooth-Verbindung durchweg sauber und stabil. Egal ob ein, zwei oder drei Geräte gekoppelt waren – bis zu einer Entfernung von 10 bis 12 Metern war die Übertragung absolut störungsfrei. Beste Voraussetzungen also, um den Garten ausgiebig zu beschallen, auch wenn das Smartphone nicht immer direkt neben dem Lautsprecher liegt!

Der Social Mode: Mit einem Knopfdruck lassen sich weitere (bis maximal 3) Bluetooth-Quellen mit dem Charge 2+ verbinden.

Der Social Mode: Mit einem Knopfdruck lassen sich weitere (bis maximal 3) Bluetooth-Quellen mit dem Charge 2+ verbinden.

Fazit

Keine Frage: Wie sein Vorgänger spielt auch der JBL Charge 2+ in der höchsten Liga der mobilen Bluetooth-Boxen. Ein aufgepepptes Design und der zusätzliche Spritzwasserschutz unterscheiden ihn vom letztjährigen Modell – die Qualität in Sachen Verarbeitung und Bedienfreundlichkeit sind auf gleichem, sehr hohen Niveau und lassen weder beim Strandurlaub, bei der Gartenparty oder einem Ausflug ins Grüne irgendwelche musikalischen Wünsche offen. Gleiches gilt für den beeindruckend satten und ausbalancierten Klang mit der gebotenen Bassperformance, die für ein Gerät dieser Größe tatsächlich erstaunlich intensiv ist. Vor allem angesichts des attraktiven Preises von derzeit 169,00 Euro können wir nach unserem Test nur zu einem Urteil kommen: Der Charge 2+ macht einfach Spaß und ist ein ganz heißer Tipp für alle Fans von kabellosen und mobilen Soundmomenten!

Test & Text: Stefan Meininghaus
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,1
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

90 %

95 %

90 %

150922.JBL-Testsiegel

Technische Daten

Modell:JBL
Charge 2+
Produktkategorie:Bluetooth-Lautsprecher
Preis:169,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- rot
- blau
- grau
- schwarz
- teal
Vertrieb:Harman Deutschland, Heilbronn
Tel.: 07248 711132
www.akg.com
Gewicht:600 Gramm
Akkuleistung:12 Stunden (Herstellerangabe)
Akku-Ladezeit:4 Stunden
Anschluss:- Bluetooth A2DP
- 3,5mm Analoganschluss
Kompatibilität:- iOS
- Android
- Windows
Lieferumfang:- JBL Charge 2
- USB-Adapter (5V 2,3A)
- Micro USB-Kabel
- Netzstecker
- Kurzanleitung
- Sicherheitsdatenblatt
Besonderes:- 6000 mAh-Akku
- Ladefunktion für Smartphones
- Bluetooth A2DP
- Ladekabel
- spritzwassergeschützt
- Social Mode
- Freisprechfunktion
Benotung:
Klang (60%):1,1
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,1
Gesamtnote:1,1
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistungsehr gut

lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN Über uns | Impressum | Datenschutz | Kontakt