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CIA-Analystin Susan Cooper ist es gewohnt, hinter dem Schreibtisch zu sitzen. Doch nachdem ihr leichtsinniger Partner bei einer Mission ums Leben kommt, wird die... Spy – Susan Cooper Undercover: Die Katzenlady rettet die Welt

CIA-Analystin Susan Cooper ist es gewohnt, hinter dem Schreibtisch zu sitzen. Doch nachdem ihr leichtsinniger Partner bei einer Mission ums Leben kommt, wird die moppelige Susan in den Außendienst versetzt. Sie soll verhindern, dass Terroristen eine geklaute Atombombe in die Finger kriegen. Eine bizarre Odyssee beginnt, während der die Spionin in verschrobene Verkleidungen gestopft wird und sich selbst, wie auch den Zuschauer, immer wieder zu überraschen weiß.

Susan Cooper ist zwar Agentin, arbeitet aber fast ausschließlich an ihrem Schreibtisch. (© 20th Century Fox)

Susan Cooper ist zwar Agentin, arbeitet aber fast ausschließlich an ihrem Schreibtisch. (© 20th Century Fox)

 

 

Nachdem Top-Agent Bradley Fine (Jude Law) durch ein blödes Versehen den einzigen Zeugen erschießt, der berichten kann, wo die geklaute Atombombe versteckt ist, führt ihn die einzige heiße Spur schließlich nach Ungarn. Genauer gesagt in das Haus der bulgarischen Großkriminellen Rayna Boyanov (Rose Byrne). Ein Einsatz, der nach Meinung der Analystin Susan Cooper (Melissa McCarthy) ganz offensichtlich eine Falle ist und bei dem Fine schließlich ums Leben kommt. Da Boyanov im Besitz einer Liste aller aktiven CIA-Agenten ist, kommen lediglich Agent Rick Ford (Jason Statham) und Fines bisherige Innendienstpartnerin Susan Cooper infrage, um die Mission zu Ende zu bringen. Ford bietet sogar an, sein Gesicht in der Face-Off-Maschine ändern zu lassen. Zu seiner Überraschung muss der Haudrauf-Agent allerdings erfahren, dass diese Maschine nur in Kinofilmen existiert.

Schließlich fällt die Wahl auf die füllige und eigentlich zurückhaltende Susan Cooper, die sich sogleich auf den Weg nach Paris macht. Einquartiert in einer Absteige und in hässliche und langweilige Verkleidungen gesteckt, heftet sie sich hier an die Fersen der schwer bewachten Rayna Boyanov, die versucht, die Atombombe an den Mann zu bringen. Susan sinnt auf quälende Rache, denn immerhin trägt das wie eine „nuttige Delfintrainerin“ gekleidete Weibsstück ja auch die Schuld an Fines Tod, den die Undercover-Spionin einst vergötterte.

Das funktioniert auch wunderbar, da ihr Partner Bradley Fine (Jude Law) den Außendienst übernimmt. (© 20th Century Fox)

Das funktioniert auch wunderbar, da ihr Partner Bradley Fine (Jude Law) den Außendienst übernimmt. (© 20th Century Fox)

 

 

Dass Cooper für diesen Einsatz erwählt wurde, gefällt dem übereifrigen Agenten Rick Ford wiederum ganz und gar nicht, der kurzerhand ebenfalls in die französische Hauptstadt reist, um auf eigene Faust zu ermitteln. In der Folge kreuzen sich die Wege der beiden ungleichen Agenten dann immer wieder, wobei Susan dem Macho sogar zweimal auf kuriose Weise das Leben rettet. Dass beide immer wieder Gefahr laufen, enttarnt zu werden, ist natürlich Ehrensache. Als Cooper dann auch ihre Gegnerin vor dem sicheren Tod bewahrt, dafür aber ein Haufen anderer Leute ins Gras beißen müssen, gelingt es ihr, noch näher an ihre Rivalin heranzukommen. Nun bieten sich ihr ungeahnte Möglichkeiten, die allerdings jede Menge schauspielerisches Können und Improvisationstalent erfordern. Die Vereitelung des Waffendeals scheint nun nur noch eine Frage der Zeit, wären da nicht der übermotivierte Ford und die tollpatschige Kollegin Nancy, die von einem Fettnäpfchen ins andere tritt und für so manchen Ausflug nach Absurdistan verantwortlich zeichnet. Als wäre das noch nicht genug, erfährt Susan Cooper auch noch eine Sache, die sie völlig aus der Fassung bringt …

Doch dann kommt Fine bei einem Einsatz ums Leben - schuld daran ist offenbar die bulgarische Großkriminelle Rayna Boyanov (Rose Byrne, l.). (© 20th Century Fox)

Doch dann kommt Fine bei einem Einsatz ums Leben – schuld daran ist offenbar die bulgarische Großkriminelle Rayna Boyanov (Rose Byrne, l.). (© 20th Century Fox)

 

 

Fortsetzung erwünscht

Mit seiner Inszenierung einer weiblichen und obendrein schwer beleibten Agentin schreibt Regisseur und Drehbuchautor Paul Feig ein kurzweiliges Skript für eine gelungene Agenten-Komödie. Eine, die Humor, Witz und Nonsens gekonnt vereint und obendrein auch eine Spur Spannung und Action zu bieten hat. Teilweise zwar vorhersehbar, bleibt der Spannungsbogen über die nahezu gesamte Spielzeit von 120 Minuten aufrecht erhalten. Beeindruckende Effekte, jede Menge Klamauk und rasante Szenen, wie beispielsweise der Fast-Flugzeug-Absturz oder der Bratpfannen-Kampf, gehören dabei ebenso zur Pflicht, wie zahlreiche Anspielungen auf den König aller Spione: James Bond. Alles in allem ist Spy eine handwerklich hervorragend gemachte Agenten-Komödie, die durch Witz, Charme und Kurzweil besticht und geradezu nach einer Fortsetzung schreit. Dazu eine Top-Agentin, die optisch so gar nicht in diesen Beruf passen will, dagegen allerdings jede Menge anderer Klischees erfüllt, die natürlich auch gnadenlos ausgereizt werden. Ebenfalls bemerkenswert: Der dynamische Titelsong „Who Can You Trust“ von Ivy Levan, der ebenso gut zu einem Bond-Streifen gehören könnte.

Nun muss sich Susan selbst ins Getümmel stürzen, um die Mission zu Ende zu bringen. (© 20th Century Fox)

Nun muss sich Susan selbst ins Getümmel stürzen, um die Mission zu Ende zu bringen. (© 20th Century Fox)

 

 

Top besetzt und hervorragend umgesetzt

Bereits zum dritten Mal besetzt Regisseur Paul Feig eine seiner Hauptrollen mit Melissa McCarthy (Oscarnominierung für „Brautalarm“). Auch wenn die füllige Amerikanerin den meisten Filmfans bislang lediglich aus der TV-Serie „Mike & Molly“ bekannt ist, muss ihre Besetzung in Spy mindestens als „gelungen“ bezeichnet werden. Mit Herz, Humor und einer überraschenden Portion Action mimt McCarthy die wagemutige, spontane, liebenswürdige und wandlungsfähige Agentin Cooper in einer Art, die schnell ankommt und für die sie beim Publikum geradewegs Sympathien erntet. Mit Rose Byrne („X-Men“, „Star Wars: Episode II“) in der Rolle der egoistischen und arroganten Rayna Boyanov hat Feigl ebenfalls voll ins Schwarze getroffen. Selten wurde eine Großkriminielle so arrogant, verletzend und zugleich skurril gespielt wie hier. Auch Jude Law („Sherlock Holmes“, „Grand Budapest Hotel“), als eingebildeter Agentenschönling Fine und Jason Statham („Crank“, „The Transporter“, „The Expendables“), der den kantigen, überheblichen und unberechenbaren Ford gibt, können in ihren Rollen überzeugen – auch wenn man von beiden schon durchaus bessere Leistungen gesehen hat.

Das gefällt ihrem übereifrigen Kollegen Rick Ford (Jason Statham) allerdings nicht und so ermittelt er auf eigene Faust. (© 20th Century Fox)

Das gefällt ihrem übereifrigen Kollegen Rick Ford (Jason Statham) allerdings nicht und so ermittelt er auf eigene Faust. (© 20th Century Fox)

 

 

Bild, Ton & Extras

Dreimal Note 1 könnte hier das Kurzfazit lauten. Bildtechnisch wandelt Spy bereits an der Grenze des Machbaren. Knackscharf, blitzsauber und absolut frei von Artefakten, Verzerrungen und Farbschmierereien. Sauber ausgeleuchtete Details und eine piekfeine Farbdarstellung, die manchmal vielleicht eine kleine Spur überzogen wirkt, dafür aber den Komödien-Charakter dieses Streifens unterstreicht, zeichnen diese Produktion aus. Bestnoten gibt es zudem für den Ton (mit kleinen Abstrichen sogar für die deutsche Tonspur). So wird dem Auditorium eine Surroundkulisse geboten, die – sobald es richtig zur Sache geht – man sich kaum besser wünschen könnte. Müsste es hier zwingend etwas zu bemängeln geben, wäre das die Center-Abmischung, die um ein, zwei Dezibel leiser erscheint. Das ist allerdings „Meckern auf hohem Niveau“, denn alles in allem wird hier eine hervorragende Tonperformance geboten, die – über ein besseres Mehrkanalsystem wiedergegeben – selbst anspruchsvollste Heimkino-Enthusiasten schnell begeistern wird. In Sachen Bonus sahnt Spy – Susan Cooper Undercover dann die volle Punktzahl ab. Neben der animierten Menüführung à la James Bond, einigen entfallenen Szenen (u.a. eine nicht ganz alltägliche Verfolgungsjagd), 16 (in Worten: sechzehn) alternativen Szenen, jeder Menge Pannen vom Dreh, spontanen Textänderungen des Regisseurs, Interviews, Filmtrailern, Bildergalerien und Audiokommentaren wird dem interessierten Filmfan außerdem noch ein Blick hinter die Kulissen gewährt.

Nicht ganz zu unrecht, denn auf ungewohntem Terrain geht bei Susan längst nicht alles glatt... (© 20th Century Fox)

Nicht ganz zu unrecht, denn auf ungewohntem Terrain geht bei Susan längst nicht alles glatt… (© 20th Century Fox)

 

 

Fazit

Mit Spy – Susan Cooper Undercover liefert Paul Feig eine stattlich besetzte Agenten-Komödie mit Charme, Action und jeder Menge Humor. Leicht überzogene, dabei aber nie aufdringliche Figuren, eine hohe Gagdichte, temporeiche Actionszenen und einige flammende Beleidigungstiraden zeichnen die Geschichte der moppeligen CIA-Agentin aus. Eine, die sich perfekt für einen lockeren Filmabend mit Freunden eignet und darüber hinaus auch noch zeigt, was das eigene Mehrkanalequipment so alles zu leisten imstande ist.

„Spy – Susan Cooper Undercover“ ist als DVD und Blu-ray im Vertrieb von 20th Century Fox erhältlich.

Genre
Actionkomödie

Laufzeit
ca. 120 Minuten

Altersfreigabe
ab 16 Jahren

Regie
Paul Feig

Cast
Melissa McCarthy, Jude Law, Jason Statham, Rose Byrne, 50 Cent

80 of 100

95 of 100

95 of 100

85 of 100

100 of 100

89 of 100

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