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Flache Fernseher bedeuten auch dünnen Sound. Gilt das bei Sounddecks etwa auch? Wir haben das nicht einmal sieben Zentimeter hohe 2.1-Virtual-Surround-System DM 100 von Canton mal etwas genauer untersucht, um dieser Frage auf den Grund zu gehen.

Gerade einmal 6,95 Zentimeter hoch ist das 2.1-Virtual-Surround-System DM 100 von Canton.

Gerade einmal 6,95 Zentimeter hoch ist das 2.1-Virtual-Surround-System DM 100 von Canton.

 

Flaches Fundament

Nachdem wir kürzlich schon mit dem Sounddeck 150 von Magnat einen sehr flachen Vertreter seiner Zunft zum Test geladen hatten, spart das DM 100 nun noch einmal ein paar Millimeter in der Höhe. Gerade einmal 6,95 Zentimeter hoch ist das Soundsystem, das aber mit einer Grundfläche von 100 x 33 Zentimetern auch größeren Fernsehern eine solide Standfläche bietet. Dafür sorgen auch das mit zwölf Kilogramm gar nicht so geringe Gewicht und die fünf Standfüße (jeweils einer in jeder Ecke und im Zentrum der Unterseite), die das DM 100 sicher auf dem Lowboard oder TV-Tisch platzieren.

Das Gehäuse ist aus massiver hochdichter Faserplatte gefertigt und in allen drei Ausführungen (schwarz, silber, weiß) seidenmatt lackiert. An der Front verfügt das Sounddeck über ein Lochgitter, hinter dem sich das Display zentral versteckt – das Prinzip ist auch beim Modell DM 90.3 (natürlich ebenfalls von Canton) zu finden. Hier wird entweder über die aktuell zugespielte Quelle oder die gerade anliegende Lautstärke informiert. Allerdings bestätigt sich der Eindruck auch hier, dass die Einblendungen auf diese Art manchmal etwas schwer abzulesen sind. Das stellt aber kein großes Problem in der alltäglichen Nutzung dar, schließlich ist das Display sowieso nur für wenige Sekunden nach Umschalten sichtbar und schaltet sich anschließend automatisch aus, um im Filmbetrieb – hier ist es ja meist etwas dunkler im Raum – nicht zu stören. Ansonsten leuchtet lediglich eine kleine LED in der Front der DM 100.

Die Grundfläche von 100 x 33 Zentimetern bietet aber auch größeren Fernsehern eine solide Standfläche.

Die Grundfläche von 100 x 33 Zentimetern bietet aber auch größeren Fernsehern eine solide Standfläche.

 

Positiv, und zwar ohne Einschränkungen fällt die Glasplatte auf, die auf dem Gehäuse des DM 100 aufliegt und somit als Standfläche für das TV-Gerät dient. Die Verarbeitung ist schlichtweg makellos. Gehäuse, Glasplatte und Frontgitter fließen geschmeidig zu einer perfekt zusammengehörigen Einheit zusammen. Das verpasst dem Sounddeck einen sehr edlen Look. In Sachen Optik wird der ein oder andere also sicher überrascht sein, dass man solche Qualitätsarbeit schon für eine uvP von 599 Euro bekommt.

Die Verarbeitung ist wie von Canton gewohnt makellos.

Die Verarbeitung ist wie von Canton gewohnt makellos.

 

Viel los im Inneren

Das gilt übrigens auch für das Innenleben des DM 100, das teilweise auch von außen zu erahnen ist: Im Gehäuseboden sitzen nämlich gleich vier 100-Millimeter-Tieftöner, die im Downfire-Prinzip nach unten abstrahlen und ein reichhaltiges Bassfundament erwarten lassen. Optisch wesentlich zurückhaltender – nämlich hinter dem Frontgitter – sind vier 50-Millimeter-Mitteltöner sowie zwei 19er-Gewebehochtöner platziert. Das ist schon eine sehr ernstzunehmende Ausstattung, die das Canton DM 100 auch für größere Räumlichkeiten bereit macht. Für ein noch größeres Klangvolumen sorgen übrigens auch noch zwei Bassreflexports in der Rückseite des Sounddecks. Und wem das noch nicht genug ist, der kann das DM 100 auch noch um einen Subwoofer erweitern. Einen entsprechenden Anschluss stellt die hessische Flunder nämlich ebenfalls bereit. Dazu aber gleich mehr …

Im Gehäuseboden sitzen gleich vier 100-mm-Tieftöner und fünf robuste Standfüße.

Im Gehäuseboden sitzen gleich vier 100-mm-Tieftöner und fünf robuste Standfüße.

 

Es muss nicht immer HDMI sein

In der rückseitigen Vertiefung sind schließlich auch die weiteren Anschlüsse zu finden. Neben den Buchsen für Strom und Service sind natürlich die Eingänge des DM 100 interessant. Direkt vorweg: Nach einem HDMI-Eingang sucht man hier vergeblich – anders als beim DM 90.3 gibt es diese Option nicht. Stattdessen bleibt es bei einem digitalen Koaxial-Eingang, einem optischen Digital-Eingang und einem analogen Aux-Eingang. Ausgangsseitig steht noch besagter Subwoofer-Anschluss zur Verfügung. Ist hier ein entsprechender Aktiv-Woofer verkettet, gibt der DM 100 alle Frequenzen unter 100 Hertz automatisch an den neuen Spielpartner aus, während alle darüber befindlichen Klanganteile über den Canton wiedergegeben werden. Darüber hinaus gibt es natürlich noch die Bluetooth-Funktion, die die kabellose Musikwiedergabe vom Smartphone oder Tablet etc. ermöglicht.

Trotz des Verzichts auf den HDMI-Eingang lässt sich das DM 100 natürlich auch ganz einfach über das optische Digitalkabel an so ziemlich jeden Fernseher anschließen. Auf diesem Weg wird dann auch zum Beispiel der direkt via HDMI ins TV-Gerät eingespeiste Sound von der Spielkonsole oder dem Blu-ray-Player ans Canton-Sounddeck geleitet – also keine Sorge, für das „übliche“ Wohnzimmer-Setup ist das DM 100 locker gewappnet.

Ein wenig umständlich ist das Einstecken der Kabel allerdings, da die Anschlüsse nicht einfach platt in der Rückseite eingebaut sind, sondern sozusagen „um die Ecke“ in besagter Vertiefung liegen. Das ermöglicht zwar eine wandnahe Platzierung, wenn aber wirklich alle Optionen genutzt werden, kann das auch schon mal ganz schön eng werden.

Ein HDMI-Anschluss fehlt dem DM 100 und ein wenig "Puzzlearbeit" ist beim Anschließen auch nötig.

Ein HDMI-Anschluss fehlt dem DM 100 und ein wenig “Puzzlearbeit” ist beim Anschließen auch nötig.

 

Los geht’s – mit dem Griff zur Fernbedienung

Vor dem Anschließen sollte man allerdings noch einen Schraubendreher zur Hand nehmen und die Transportsicherung entfernen. Die ist mit zwei Schrauben im Gehäuseboden befestigt, stört beim Einsatz aber natürlich. Und dann geht’s auch schon los. Prinzipiell genügt das bereits als Beispiel erwähnte optische Digitalkabel, um den TV-Sound zum DM 100 zu senden. Und dann kommt auch schon die mitgelieferte und trotz gutem Handling leicht klobig wirkende Fernbedienung ins Spiel, denn ohne die lässt sich das Sounddeck ja erstmal nicht einstellen. Das lässt sich aber in Zukunft ändern, indem man die Optionen zur Ein- bzw. Ausschaltautomatik und die IR-Lernfunktion nutzt. Aber der Reihe nach:

Standardmäßig ist das DM 100 so eingestellt, dass es nicht auf das Einschalten des Quellgerätes (z.B. TV, Blu-ray-Player) reagiert. Man kann jedoch eine Automatik für den optischen und den koaxialen Digitaleingang aktivieren, um das Sounddeck in Zukunft ganz einfach durch Einschalten vom Fernseher oder anderen Geräten automatisch aus dem Standby-Modus zu wecken. Dazu muss das DM 100 erst einmal eingeschaltet und anschließend die Taste „Play Mode“ auf der mitgelieferten Fernbedienung für mehr als drei Sekunden gedrückt werden. Sobald die Anzeige „AUT“ im Display erscheint, wird die Automatik über das Drücken der Taste „Volume +“ aktiviert. Allerdings gilt diese Funktion nur, solange das Sounddeck nicht selbst über die „Off“-Taste in den Standby geschickt wird.

Die mitgelieferte Fernbedienung kann auch durch eine lernfähige Alternative ersetzt werden.

Die mitgelieferte Fernbedienung kann auch durch eine lernfähige Alternative ersetzt werden.

 

Wer nicht mit zwei Fernbedienungen hantieren möchte, kann aber natürlich auch die TV-Fernbedienung nutzen, um das DM 100 zu steuern. Dafür gibt es die IR-Lernfunktion, die in der mitgelieferten Bedienungsanleitung auch noch einmal ausführlich beschrieben wird. Wir beschränken uns an dieser Stelle nur auf einen Schnelldurchlauf:
1. „On/Standby“ der Canton-Fernbedienung für fünf Sekunden drücken
2. Sobald Display „IRL“ zeigt, drücken Sie die Taste auf der Canton-Fernbedienung, die Sie der TV-Fernbedienung „beibringen“ möchten
3. Blinkt die ausgewählte Funktion im Display, kann sie innerhalb von 20 Sekunden einem beliebigen Knöpfchen der TV-Fernbedienung zugewiesen werden, indem die entsprechende Taste gedrückt wird.

Auch die Bluetooth-Verbindung ist schnell und einfach hergestellt – einfach die entsprechende Quelle des DM 100 und die Funktion am mobilen Gerät aktivieren, anschließend die Taste „Bluetooth Pairing“ drücken, kurz warten, fertig! Schon kann Musik – sogar in CD-Qualität gestreamt werden, was im Übrigen ohne Verbindungsabbrüche oder sonstige Störungen problemlos klappt.

Das Display hinter dem Frontgitter hat designtechnischen Wert, ist manchmal aber etwas schwierig abzulesen.

Das Display hinter dem Frontgitter hat designtechnischen Wert, ist manchmal aber etwas schwierig abzulesen.

 

Der Tiefton braucht keinen Subwoofer mehr

Und wenn wir doch gerade schon mal dabei sind, hören wir uns gleich mal an, was das DM 100 denn in Sachen Musikwiedergabe so drauf hat. Angesichts der vier Tieftöner lassen wir zum Auftakt gleich mal Jamiroquai mit „Deeper Underground“ ran, das auch gleich ordentlich drauflos pumpt. Ein sehr vernünftiges Tiefton-Fundament ist also gelegt und auch die Bühne entfaltet sich so, wie man sich das auch von einem „klassischen“ Stereo-Setup erwarten würde. Zwar reicht das vergleichsweise kleine Sounddeck nicht allzu weit über seine tatsächlichen Abmessungen hinaus (ca. eineinhalb Meter nach links und rechts), das macht in der für das DM 100 gedachten Umgebung aber nichts – hier ist ja sowieso nicht mehr allzu viel Platz an den Seiten übrig. So darf man konstatieren, dass das Canton-Sounddeck ganz locker als Ersatz für zwei Standlautsprecher eingesetzt werden kann, wenn man auf vergleichsweise riesige Boxen einfach keine Lust hat.

Denn was die Klangqualität angeht, braucht sich der flache „Kasten“ überhaupt nicht zu verstecken. Gesang und Instrumente werden vom dicken Tieftonteppich nicht verschluckt, sondern tanzen förmlich darauf ans Ohr des Zuhörers. Dennoch bleibt alles gut auf der virtuellen Bühne zu verorten, was sich auch kurz darauf bei „Roxanne“ von The Police zeigt. Der mehrstimmig gesungene Refrain bleibt jederzeit klar und deutlich, während die Rhythmusfraktion drumherum groovige Akzente setzt.

Noch mehr Tiefton: Dank Bassreflexports auf der Rückseite ist das DM 100 in Sachen Bass sehr gut dabei.

Noch mehr Tiefton: Dank Bassreflexports auf der Rückseite ist das DM 100 in Sachen Bass sehr gut dabei.

 

Nach ein paar weiteren Tracks wechseln wir dann aber doch recht zügig zum TV- und Filmtontest. Denn wenn man ehrlich ist, geht es bei einem TV-Lautsprecher ja in erster Linie darum. Und wie gewohnt zappen wir erst einmal ein wenig durch die Programme, bis wir bei einem Live-Mitschnitt von Cluesos Auftritt bei Rock am Ring hängen bleiben. Nun ist der Musiker ja eher für ruhigere Töne bekannt, doch hier zeigt sich, dass er mit seiner Band auch ordentlich rocken kann. Wir haben hier natürlich von der Stereo- zur Surround-Wiedergabe gewechselt und da zeigt sich der DM 100 noch einmal eine Spur mitreißender als bei der reinen Musikwiedergabe. Immer wieder stellt sich das Gefühl ein, mitten auf der Bühne zu stehen und das exzessive Schlagzeug-Spiel aus nächster Nähe mitzuerleben. Das ist schon sehr beeindruckend. Erst Recht, wenn man bedenkt, dass dieser „fette“ Sound aus einem sehr schlanken und flachen Soundsystem strömt!

Auch im Filmton zeigt sich die enorme Leistung, die das DM 100 entfaltet. Wir gönnen uns ein paar ausgewählte Szenen aus dem Streifen „Watchmen“, wo uns die Actionsequenzen mit Rohrschach natürlich besonders interessieren. Kurzzeitig bleiben wir aber noch bei der Szene hängen, in der der Maskierte die Wohnung des kürzlich ermordeten Comedian per Enterhaken betritt. Dessen klirrendes Aufschlagen und das anschließende Surren der Seilwinde, mit der sich Rohrschach nach oben katapultiert, zeigen das Potenzial zum Detail, mit dem das DM 100 auch in ruhigeren Szenen zu Werke gehen kann. Doch natürlich dauert es nach ein paar übersprungenen Kapiteln nicht lange, bis Rohrschach in die Falle tappt und dann mal die zu seiner Festnahme geeilten Polizisten ordentlich aufmischt. Erstaunlicherweise breitet sich auch hier die Kulisse sehr voluminös aus, wenngleich für den „richtigen“ Surround-Effekt ein paar Prozentpunkte fehlen. Die seitlich platzierten Geräusche kommen noch immer gut positioniert zur Geltung, die Bühne hinter dem Zuschauer bleibt allerdings fast komplett stumm. Aber gut, dafür ist dann eben ein echtes Surround-Set nötig. Wer einfach nur den Klang seines Fernsehers aufbessern möchte oder sattes Kinofeeling ohne 5.1-Setup erleben will, macht mit dem DM 100 jedenfalls direkt mehrere Schritte in die richtige Richtung!

Nicht vergessen: Die Transportsicherung muss vor dem Aufstellen entfernt werden.

Nicht vergessen: Die Transportsicherung muss vor dem Aufstellen entfernt werden.

 

Fazit

Angesichts der sehr kompakten Abmessungen und eines extrem flachen Gehäuses überrascht das DM 100 mit enormem Klangvolumen und sehr guter Präzision. Für echten Surround-Sound fehlen der Virtual-Technologie zwar noch ein paar Prozente, dennoch macht das Filmgucken und Musikhören mit dem DM 100 auf jeden Fall deutlich mehr Spaß. Und in Sachen Verarbeitung und Qualität zeigt sich Canton auch hier – wie schon mehrfach bewiesen – einfach grandios.

Test & Text: Martin Sowa
Fotos: www.lite-magazin.de

Gesamtnote: 1,1
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

91 %

89 %

92 %

151116.Canton-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Canton DM 100
Produktkategorie:2.1-Virtual-Surround-System
Preis:599,00 Euro / Stück
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz (seidenmatt)
- Silber (seidenmatt)
- Weiß (seidenmatt)
Vertrieb:Canton, Weilrod
Tel.: 06083 2870
www.canton.de
Abmessungen (HBT):6,95 x 100 x 33 cm
Gewicht:12 Kg
Hochtöner:2 x 19 mm (Gewebe)
Mittelöner:4 x 50 mm
Tieftöner:4 x 100 mm
Prinzip:Bassreflex
Ein-/Ausgänge:- 1 Analogeingang (Cinch)
- 1 Bluetooth® 3.0 (apt-X®-Decodierung für Übertragung in CD-Qualität)
- 1 Digitaleingang (Koaxial)
- 1 Digitaleingang (Optisch)
- 1 Subwoofer-Ausgang
Besonderes:- Bass und Höhenregelung
- Dolby Digital Decoder
- DTS TruSurround™
- LipSync Funktion für exakte Sprachsynchronisation
- IR-Lernfunktion - steuerbar mit TV- / Systemfernbedienung
- Voice Funktion - für bessere Sprachwiedergabe in Stereo & Surround
- Ein- und Ausschaltautomatik
Lieferumfang:- Canton DM 100
- Fernbedienung
- Netzkabel
- Optisches digitales Audiokabel
- Koaxiales digitales Audiokabel
- Analoges Stereo Audiokabel
- Bedienungsanleitung
Benotung:
Klang (60%):1,1
Praxis (20%):1,1
Ausstattung (20%):1,1
Gesamtnote:1,1
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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