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Sounddecks bieten im Idealfall riesigen Sound und sind dabei noch extrem kompakt und hübsch anzusehen. Oftmals bleibt aber mindestens einer dieser Punkte auf der Strecke, nicht so beim Sounddeck 150 von Magnat.

Magnats Sounddeck 150 klingt deutlich größer als es aussieht.

Magnats Sounddeck 150 klingt deutlich größer als es aussieht.

Schon beim Auspacken überzeugt der TV-Lautsprecher durch sein kompaktes Gehäuse, das mit einer schicken, im Wave-Design gehaltenen Front glänzt. Das bedeutet, dass die beiden äußeren Drittel leicht nach vorn gewölbt sind, während das Zentrum in die Gegenrichtung „gecurved“ ist. In dieser nach innen gerichteten Kurve findet sich das Display mittig platziert, das dank großer, klarer LEDs gut ablesbar ist. Die Front ist generell in Klavierlackoptik gehalten, was sich exzellent zur Holzoptik des weiteren Gehäuses ergänzt. Neben dem Display sorgt ein fest installiertes Lochgitter für mechanischen Schutz des dahinter sitzenden Lautsprechersystems.

Sowohl Seiten als auch die Oberfläche des Sounddeck 150 sind in schwarzer Holzoptik gehalten, die sich nicht in den Vordergrund drängt, bei genauerem Hinsehen aber dennoch einen hübschen Akzent setzt. Ideale Voraussetzungen also in dezent gestylten Wohnumgebungen, in die sich die Technik nahezu unsichtbar integrieren soll. Auf der Rückseite sind dann sämtliche Anschlüsse sowie eine Bassreflexöffnung untergebracht. Letztere unterstützt den im Downfire-Prinzip arbeitenden, im Gehäuseboden sitzenden 140-Millimeter-Subwoofer äußerst effektiv.

Mit einem Mix aus Holz- und Klavierlackoptik wirkt das Sounddeck 150 dezent und edel.

Mit einem Mix aus Holz- und Klavierlackoptik wirkt das Sounddeck 150 dezent und edel.

Doppeltes Zwei-Wege-System

Abgesehen vom Tieftöner ist das Sounddeck 150 mit gleich zwei Zwei-Wege-Systemen ausgestattet, die jeweils aus einem 20-mm-Hochtöner mit Gewebekalotte und zwei 45-mm-Mitteltönern bestehen. Im Prinzip vereint Magnats TV-Lautsprecher also Zwei Kompaktlautsprecher nebst Subwoofer in nur einem Gerät – womit wir wieder beim Vorteil des geringeren Platzbedarfs wären. Einziger kleiner Kritikpunkt an dieser Kompaktheit ist, dass sämtliche Anschlüsse wie erwähnt auf der Rückseite platziert sind, wodurch diese nach dem Aufbau und vor allem im Falle eines darauf gestellten TV-Gerätes natürlich ziemlich umständlich zu erreichen sind. Dramatisch ist das aber keineswegs, denn in der Regel wird das Anschlussfeld ja auch nur bei der Erstinstallation genutzt.

Hinter dem Lochgitter sitzen insgesamt zwei Hoch- und vier Mitteltöner.

Hinter dem Lochgitter sitzen insgesamt zwei Hoch- und vier Mitteltöner.

Trotz seiner Kompaktheit bietet der Magnat allerdings einige interessante Möglichkeiten in Sachen Anschlussvielfalt. Beginnen wir beim Üblichen: Wenig überraschend verfügt das Sounddeck 150 über einen HDMI-Anschluss, der natürlich auch ARC-fähig ist. Das bedeutet, dass lediglich ein HDMI-Kabel mit dem Fernseher gekoppelt werden muss und Audiosignale in beide Richtungen – also vom TV zum Magnat und vom Magnat zum TV – transferiert werden. Das dazu nötige Kabel ist allerdings nicht im Lieferumfang enthalten, ganz im Gegensatz zu einem optischen Digitalkabel und einem analogen Cinch-Kabel. Wer jetzt einen zweiten HDMI-Anschluss vermisst, über den man zum Beispiel eine Spielkonsole oder einen Blu-ray-Player an das Sounddeck 150 anschließen und das Signal durchschleifen kann, dem sei gesagt, dass dies kein Problem darstellt. Der Zuspieler kann auch einfach direkt an den Fernseher angeschlossen werden, der den Ton dann ja über den ARC-Anschluss ans Sounddeck weitergibt.

Im Gehäuseboden sitzt der 140-mm-Tieftöner, der für ein druckvolles Fundament sorgt.

Im Gehäuseboden sitzt der 140-mm-Tieftöner, der für ein druckvolles Fundament sorgt.

Wer diese Lösung nicht bevorzugt, kann natürlich auch einen weiteren Anschluss am Sounddeck nutzen und beispielsweise über das optische Digitalkabel den Filmton ans Sounddeck weitergeben. Auch ein Koaxial-Eingang steht zur Verfügung, ebenso ein analoger Cinch-Eingang. Interessant ist auch die Möglichkeit, Musik vom Speicherstick über den neben dem HDMI-Slot platzierten USB-Anschluss zuzuspielen – was allerdings wie erwähnt etwas umständlich sein kann, da sich der Port ja auf der Rückseite befindet. Dann bleibt allerdings immer noch eine ansprechende Alternative, zumindest sofern man seine digitale Musik auch auf einem bluetoothfähigen Gerät gespeichert hat. Denn das Sounddeck 150 nimmt auch liebend gern Signale über diesen inzwischen sehr beliebten kabellosen Weg entgegen.

Das Anschlussfeld bietet ausreichend Optionen, vor allem natürlich einen ARC-fähigen HDMI-Anschluss.

Das Anschlussfeld bietet ausreichend Optionen, vor allem natürlich einen ARC-fähigen HDMI-Anschluss.

Die Kopplung erfolgt übrigens innerhalb weniger Sekunden und ist sehr einfach (auch dank der detaillierten Bedienungsanleitung) umzusetzen. Dazu muss lediglich die Bluetooth-Funktion am Zuspielgerät (z.B. Tablet) aktiviert und am Sounddeck die entsprechende Quelle gewählt werden. Dann kommt auch schon die mitgelieferte Fernbedienung ins Spiel, die ebenfalls sehr kompakt gestaltet, dabei aber dank gummierter Oberfläche sehr griffig und mit gut lesbar beschrifteten Tasten ausgestattet ist. Auf der mitgelieferten Fernbedienung genügt anschließend ein Druck auf die Taste „BT Pair“, schon taucht das Sounddeck auf dem Tablet, Smartphone etc. in der Liste der verfügbaren Geräte auf. Nun reicht ein Klick, um die Kopplung zu vervollständigen. Ist die Verbindung erfolgt, signalisiert das Sounddeck 150 dies durch einen kurzen Signalton. Im Test gab es allerdings einen deutlichen Lautstärkeunterschied im Vergleich zum Fernsehton – also nicht wundern, wenn nach ein paar Sekunden noch nichts zu hören ist und einfach mal die Lautstärke vorsichtig steigern.

Das zentral platzierte Display ist sehr gut ablesbar.

Das zentral platzierte Display ist sehr gut ablesbar.

Voller Sound bei Musik und Film

Dann wird man auch gleich mit einem sehr vollen Stereoklang belohnt (der sich übrigens noch durch verschiedene Soundmodi oder die manuelle Optimierung von Höhen und Tiefen dem persönlichen Geschmack entsprechend anpassen lässt), der sich erstaunlich raumgreifend aufspannt. Die unerwartet breite virtuelle Bühne lässt tatsächlich vermuten, dass hier mehre Lautsprecher und nicht nur ein Sounddeck zum Einsatz kommen, die im entsprechend großen Abstand zueinander aufgestellt sind. Technisch gesehen ist ersteres ja sogar der Fall, denn dies Magnat-Flunder besitzt ja tatsächlich zwei autarke Zwei-Wege-Setups. Die großzügige Ausbreitung des Klangs ist aber dennoch unerwartet und beeindruckend. Das gilt vor allem für die Präzision und Ausgewogenheit, mit der das Sounddeck 150 musiziert. Denn obwohl der Tiefton hier extrem dynamisch und druckvoll zur Geltung kommt, gehen auch Mittel- und Hochton keineswegs unter. Ganz im Gegenteil, so kommen zum Beispiel die Gitarren beim rockigen „Cutting Room Floor“ von „Boysetsfire“ ebenso gut zur Geltung, wie der Gesang im sehr basslastigen und trotzdem eher Richtung Elektro-Folk-Mix tendierenden „Talk Is Cheap“ von Chet Faker.

Sehr praktisch ist die mitgelieferte Fernbedienung, die griffig und kompakt zugleich ist.

Sehr praktisch ist die mitgelieferte Fernbedienung, die griffig und kompakt zugleich ist.

Letztlich kommt es bei einem Sounddeck aber natürlich vor allem auf den Fernseh- beziehungsweise Filmton an. Wir haben uns zunächst einmal an die Bundesliga-Konferenz eines bekannten Pay-TV-Senders gewagt. Dabei kommen die Details der Stadionatmosphäre bereits sehr schön zu Geltung (ja, sogar im nicht gerade als Hexenkessel bekannten Sinsheimer Stadion, um mal diesen klischeehaften Seitenhieb unterzubringen). Während die Fangesänge und mitunter Pauken und Trommeln schön platziert werden und einen würdigen Rahmen abgeben, kommen die akustischen Effekte bei den eingeblendeten Programmhinweisen und – natürlich im Mittelpunkt – der Kommentator sehr gut zur Geltung. Wobei letzteres für den einen oder anderen Fußballfan sicherlich kein besonders wünschenswerter Aspekt ist …

Trotz der kompakten Abmessungen finden sogar 50-Zöller (hier von Samsung) genug Platz auf dem Sounddeck.

Trotz der kompakten Abmessungen finden sogar 50-Zöller (hier von Samsung) genug Platz auf dem Sounddeck.

Für Blockbuster gewappnet

In Sachen Filmton setzt das Sounddeck 150 dann aber sogar noch einen drauf und beweist endgültig, dass es trotz aller Kompaktheit den Wettbewerb mit echten 2.1- und bis zu einem gewissen Grad sogar mit 5.1-Sets nicht scheuen muss. Wir haben es gleich mit zwei Action-Krachern ausprobiert und nacheinander die Blu-rays von „The Dark Knight Rises“ und „Black Hawk Down“ ins Laufwerk geworfen. Im Batman-Blockbuster zeigen vor allem die sehr effektorientierten und entsprechend choreographierten Szenen, dass das Sounddeck durchaus in der Lage ist, mit konzentrierter Power zu Werke zu gehen und so beeindruckende Akzente zu setzen. Andererseits kommt aber auch die weitaus chaotischer wirkende Militär-Action im zweiten Testfilm sehr gut zur Geltung. Hier konstruiert das Magnat-Sounddeck eine entsprechend große Klangkulisse, die sich sehr gut im Raum ausbreitet. Dabei sorgt der über alle Zweifel erhabene Tiefton für ein sehr dynamisches Fundament, das jedem Actionfilm eine angemessene Bühne bietet. Dank des 3D-Sounds beziehungsweise des „Virtual Surround“-Sounds wird obendrein auch die Surround-Kulisse sehr gut simuliert – natürlich fällt erfahrenen Heimkino-Fans und auch in großen Räumen der Unterschied zu „echtem“ Surround-Sound auf, der sich bei vernünftigem Setup auch in Sachen Volumen äußert. Aber insbesondere für kleinere Räume ist dieser Unterschied so minimal, dass das Sounddeck 150 alle Wünsche locker erfüllt. Und das bei einer uvP. von gerade einmal 399 Euro – eine Ansage, die ziemlich konkurrenzlos sein dürfte.

Die doppelt geschwungene Front ist einer der Akzente im cleveren Design.

Die doppelt geschwungene Front ist einer der Akzente im cleveren Design.

Fazit

Wer alle Vorteile eines Sounddecks und darüber hinaus herausragenden Klang genießen möchte, ohne das Konto leerzuräumen, kommt am Sounddeck 150 von Magnat nicht vorbei. Mit durchdacht konstruierter Ausstattung, sehr schicker Doppel-Curve-Front sowie problemloser Installation ist der TV-Lautsprecher ein echtes Multitalent und eignet sich hervorragend als Entertainment-Zentrale in kleinen bis mittelgroßen Wohnräumen.

Test & Text: Martin Sowa
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

96 of 100

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94 of 100

151108.Magnat-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Magnat Sounddeck 150
Produktkategorie:TV-Lautsprecher
Preis:399,- Euro (UVP)
Vertrieb:Audiovox, Pulheim
Tel: 02234/8070
www.magnat.de
Ausführung:Schwarz
Abmessungen (HBT):80 x 700 x 340 mm
Bestückung:- 1 x 140 mm Subwoofer
- 2 x 20 mm Gewebekalotte-Hochtöner
- 4 x 45 mm Mitteltöner
Prinzip:- 2 x 2-Wege Systeme
- integrierter Reflex-Subwoofer
Frequenzbereich: 28 - 26.000 Hz
Gewicht:6 kg
Anschlüsse:- 1 HDMI (ARC-fähig)
- 1 optisch digital
- 1 Cinch analog
- 1 Koaxial
- 1 USB
- Bluetooth mit aptX
Besonderheiten:- DSP-gesteuertes 3D-Raumklangprogrammfür Filme und Musik
- Dolby®-Digital-Dekoder (für HDMI®- und Digitaleingang)
- Nachtmodus mit reduzierter Dynamik für den Betrieb zu lautstärkesensitiven Zeiten
- Bluetooth® mit neuestem High-End-Audiostandard “aptX®” sorgt für Musikübertragung in CD-Qualität
- Drei Equalizer-Presets für optimaleWiedergabe von Filmen, Musik und zurVerbesserung der Sprachverständlichkeit
Lieferumfang:- Sounddeck 150
- Stromanschlusskabel
- Fernbedienung
- Optisches Toslink Kabel
- Cinch Kabel
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,1
Ausstattung (20%):1,1
Gesamtnote:1,0
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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