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Das Canton Smart Sounddeck 100 ist superflach, passt unter (fast) jeden Fernseher. Es dient als Stereo-System, ist imposante One-Box-Surround-Lösung und kann – um weitere Kabellos-Lautsprecher erweitert – Teil eines 5.1-Heimkino-Systems sein. Multiroom, Streaming, Bluetooth etc. kommen dazu. Und obendrein klingt das 100er auch noch richtig gut.

Die Smart Soundbar 100 lässt sich wunderbar unter (auch größeren) TV-Geräten platzieren.

Mit seinem Smart-Portfolio hat Canton eines der aktuell hierzulande beliebtesten Smart-Home-Systeme am Markt. Nicht ohne Grund wurde die Serie mit dem ROAST-Award als „Smart Home/Multiroom-Produkt“ des Jahres 2020/21 ausgezeichnet. Mit zwei Soundbars, einigen Stand- und Regallautsprechern, AV-Verstärker und AV-Prozessor bietet Canton für jeden musikalischen Einsatzzweck einen passenden Lösungsansatz. Mit der Markteinführung des Smart Sounddeck 100 erweitern die Hessen ihren Einsatzbereich nun nochmals. Dieses edel-elegante All-In-One-System verspricht sich als ideales Audio-Upgrade für alle, die ihren großen LED-Fernseher nicht an der Wand hängen haben. Aber beisst sich das nicht mit den bereits angebotenen Sounddecks?

Die Canton Smart Soundbar 9 hatten wir auch bereits im Test.

Erfinder des Sounddecks

Die Antwort auf die eben gestellte Frage lautet: Nein! Mit der Smart Soundbar 9 und 10 hat Canton zwei Klangriegel an Bord, die in erster Linie für den Einsatz unter einem an der Wand hängenden Fernseher kreiert wurden. Selbstverständlich lassen sich beide Bars auch flach vor das TV-Gerät auf das Lowboard legen. Nur leider sind neuere OLED-Geräte oft mit sehr kurzen Füßen ausgestattet, so dass die davor liegende Soundbar ins Bild ragt. Ein Problem, das Canton in der Vergangenheit bereits mit diversen Sounddecks wie dem DM90, DM50 oder DM75 löste und damit eine neue Geräteklasse schuf. Das Smart Sounddeck 100 geht in die gleiche Richtung, hat aber gleich noch sämtliche Smart-Features an Bord und ist Dolby Atmos zertifiziert. Wer jetzt einen exorbitant-hohen Preis erwartet, liegt wieder daneben. Dieser hochmoderne, zugleich aber einfach zu kontrollierende Allrounder ist aktuell für 925 Euro zu haben.

Trotz seiner Breite von einem Meter wirkt das Sounddeck weder klobig oder überdimensioniert.

Smart-Serie

Mit der Smart-Serie verbindet Canton Simples und Komplexes auf komfortable Weise. Jedes Produkt ist zunächst einmal autark. Beispielsweise kann die Smart Vento 3 wie jeder andere Aktiv-Lautsprecher oder die Smart Soundbar 9 wie jede andere Soundbar eingesetzt werden. Hat man aber zwei Smart-Systeme im Haushalt, können diese drahtlos miteinander kommunizieren. Ein Szenario wäre die Soundbar im Wohnzimmer, die den gleichen Radiosender spielt, wie der Smart Soundbox 3 Streaminglautsprecher in der Küche. In diesem Fall hätte man schon ein kleines Party-Setup, das sich bequem von einem Ort kontrollieren und steuern lässt. Oder man lässt beide Komponenten unterschiedliche Quellen in unterschiedlicher Lautstärke wiedergeben – ebenfalls komfortabel vom Sofa aus befehligt. Ein anderes Einsatzszenario wäre ein kabelloses Heimkinosystem, in dem zum Beispiel das Smart Sounddeck 100, um Subwoofer und zwei Netzwerklautsprecher erweitert, zum Teil eines diskreten Mehrkanalsystems wird. Dazu aber gleich noch mehr …

Die Canton Smart Soundbox 3 lässt sich kabellos mit der Smart Soundbar 100 verbinden.

Zweimal Drei-Wege

Bevor es aber an die Einrichtung geht, mache ich mich an die ausgiebige Untersuchung meines Testgastes: Das Smart Sounddeck ist ziemlich genau einen Meter breit, sieben Zentimeter hoch und 33 tief. Diese Abmessungen sind so gewählt, dass es auch größeren Fernsehern eine stabile Basis bietet. Das vergleichsweise große Volumen hat den zusätzlichen Vorteil, dass ordentlich Technik und auch größere Lautsprecher verbaut werden konnten. Folglich ist die 100er frontseitig mit je zwei 50 Millimeter Mitteltonchassis und zwei 19er-Hochtönern ausgestattet. Hinzu kommen gleich vier (!) 100 Millimeter durchmessende Woofer. Sie sitzen in der Gehäuse-Unterseite und geben ihre Schallanteile im definierten Abstand gen Boden ab. Genau genommen handelt es sich also um zwei autarke Drei-Wege-Lautsprecher in einem Gehäuse. Angetrieben von einer 300 Watt-Endstufeneinheit! Wollte man all das in einer Soundbar unterkriegen, wäre diese so groß, dass sie in das Bild nahezu jeden Fernsehers ragen und damit den Heimkino-Spaß mindern würde.

Edel und stark

Das alles wurde sorgfältig in eine wirklich fein gestylte und richtig gut verarbeitete Behausung gepackt. Das proportional stimmige Gehäuse weist auch bei genauerer Betrachtung keinerlei Grund zur Kritik auf. Frontseitig dominiert das feingelochte Gitter. Hinter ihm verstecken sich die Hoch- und Mitteltöner völlig unsichtbar. Mittig gibt es dann noch das Canton-typische, dreiziffrige Display. In Laufschrift informiert dieses über die gerade anliegende Quelle, die Lautstärke und andere Einstellungsmöglichkeiten. Das Display lässt sich dimmen, schaltet sich nach wenigen Sekunden aber auch selbstständig aus und ist somit kein Störfaktor, wenn man seinen Lieblingsfilm im abgedunkelten Wohnzimmer schaut. Über sanfte Rundungen geht das Gehäuse dann optisch stimmig in die mattlackierten Seitenwände über. Abgerundet wird das wirklich ansprechende Design durch die obenliegende Glasplatte. Die sieht edel aus und ist auch außerordentlich robust. Selbst das mehrfache Hn- und Hergeschiebe des 22-Kilo-TV während meines Tests hat hier keine Kratzer hinterlassen.

Das feingelochte Gitter ziert die gesamte Front des Smart Sounddeck 100. Die aufliegende, sanft gerundete Glasplatte ist stimmig und rundet das gelungene Design ab.

Alles dran

Weiter geht’s dann auf der Gehäuserückseite: Hier werden sämtliche Zu- und Mitspieler verbunden. Damit das sauber und möglichst ohne sichtbare Kabel und ohne Platzverlust funktioniert, hat Canton das Anschlussfeld leicht in das Gehäuse vertieft. Hier finden sich drei HDMI-Eingänge, ein HDMI-Ausgang, eine Ethernet-Buchse, je ein optischer und koaxialer Digitaleingang, ein Aux-In und ein Subwoofer-Out. Über letzteren lassen sich selbstverständlich auch markenfremde Aktiv-Woofer verbinden. Sämtliche Stecker hier reinzubekommen ist in der Praxis allerdings ziemlich fummelig. Der Aufwand lohnt aber. Sind alle Kabel verbunden, ist nur ein einziger Kabelstrang zu sehen, der sich fast unsichtbar unter dem Canton ausführen lässt. So kann das Smart Sounddeck 100 dann ganz nah an die Rückwand heranrücken. Zu den genannten Kabelanschlüssen kommen die kabellosen. Diesbezüglich bietet mein Testgast die Verbindung via WiFi und Bluetooth an. Somit sollte sich das Sounddeck also mit nahezu jeder Audio-Quelle koppeln lassen.

Das Anschlussfeld liegt leicht vertieft im Gehäuse. So lassen sich sämtliche kabel geordnet nach unten wegleiten und die Smart Soundbar 100 kann sogar (relativ) wandnah betrieben werden.

Flexibel und facettenreich

Die Hardware-Installation funktioniert kinderleicht. Zunächst versorgt man die Smart Soundbar 100 mit Strom und verbindet sie dann per HDMI mit dem Fernseher. Ein Druck auf die M-Taste der Fernbedienung genügt nun, um das OnScreen-Menü aufzurufen. Hier lassen sich nun die unterschiedlichsten Einstellungen vornehmen. Beispielsweise können hier Informationen über den Hörraum (Höhe, Abstand zum Sitzplatz etc.) hinterlassen werden, aus denen das Sounddeck eine Laufzeitkorrektur ermittelt. Darüber hinaus stellt Canton einem hier auch eine sehr umfangreiche Equalizer-Funktion, eine Klangregelung und ein Lautsprecher-Feintuning zu Verfügung. Zudem lassen sich hier noch weitere Lautsprecher konnektieren. In unserem Test habe ich das Sounddeck beispielsweise kabellos um die Smart GLE 3 erweitert, die als zusätzliche Rearspeaker agierten. Dafür wähle ich „Ausgangskonfiguration“, „Lautsprecherzuordnung“ und wähle den gewünschten Kanal. Anschließend schalte ich zuerst den linken Rearspeaker ein und warte, bis sich dieser automatisch verbindet. Anschließend gehe ich mit dem rechten Rear in gleicher Weise vor.

Die zum Lieferumfang gehörige Inrarot-Fernbedienung ist übersichtlich gestaltet, bietet zugleich aber Zugriff auf sämtliche Grundfunktionen.

Ab ins WLAN

Fast ebenso leicht funktioniert die Netzwerk-Integration von der Hand. Die ist für den klassischen Betrieb nicht zwingend notwendig, eröffnet dem Besitzer aber einen deutlich größeren Funktionsumfang. Streaming, Internetradio, Multiroom, App-Steuerung etc.. All das ist möglich, sobald die Smart Soundbar 100 im Netzwerk ist. Will man das, lädt man sich zunächst die Google Home-App auf sein Smartphone und geht anschließend wie folgt vor:

1. „1 Gerät einrichten“-Button drücken
2. „Zuhause“ anklicken (Suche wird automatisch gestartet)
3. „Weiter“ drücken, sobald Gerät gefunden ist
4. Standort der Smart Soundbar 100 auswählen (z.B. Wohnzimmer)
5. Eigenes WLAN aus Liste verfügbarer Netzwerke auswählen
6. Musikwiedergabe starten

Chromecast macht´s

Danach kann ich nun wahlweise auf meine private Musiksammlung oder auf für die von Chromecast built-in unterstützten Streamingdienste zugreifen. Dazu gehören u.a. Spotify Music, Tidal, Deezer oder radio.de. Besonders die direkte Wiedergabe von Spotify über das Smart Sounddeck 100 dürfte hier von großem Interesse sein. In diesem Fall wird einfach die Spotify-App geöffnet, auf das kleine Lautsprechersymbol unten links getippt und „SD 100“ als Wiedergabequelle erwählt. Das war es schon. In diesem Zusammenhang sei übrigens noch erwähnt, dass das auch aus zwei Metern Entfernung sehr gut ablesbare Multifunktions-Display einen guten Überblick darüber vermittelt, in welchem Verbindungsmodus man sich gerade befindet. Angefangen bei “Net Set” (bereit zur Netzwerkanbindung) bis hin zu SPOTIFY zeigt dieses exakt an, was gerade läuft. Auch über die aktuelle Lautstärke informieren die blauen Letter bei Bedarf. Praktisch ist auch, dass das Display sich nach ein paar Sekunden selbstständig wieder ausschaltet.

Nach der Netzeinbindung lässt sich auch Musik von Online-Musikdiensten wie Spotify direkt wiedergeben.

Mehr Leben

Sounddecks wurden in erster Linie entwickelt, um den Fernsehton auf ein höheres Klangniveau zu heben und um spannenden Blockbustern Leben und Atmosphäre einzuhauchen. Entsprechend starte ich meinen Praxistest mit der Wiedergabe einer Nachrichtensendung: Hier macht sich der Einsatz des Smart Sounddeck 100 erstaunlich schnell bemerkbar. Zuvor noch eher matt und eintönig über das TV-Gerät wiedergegebene Dialoge erscheinen jetzt umfangreicher, freier und wirken schlichtweg lebensechter. Mindestens ebenso groß ist der Unterschied, als ich auf die Fussball-Liveübertragung wechsle: Jetzt wirkt der Sound deutlich größer, räumlicher. Die Stimme des Kommentators ist satt und dynamisch, während jeder Ballkontakt in der leeren Arena akustisch punktgenau reproduziert wird. Was die Einbindung des Sounddecks aber tatsächlich bedeutet, wird überdeutlich, als ich den Canton deaktiviere: Sobald der Ton wieder über die im OLED-TV integrierten Mini-Böxchen wiedergegeben wird, bricht das Klangbild deutlich ein. Wo eben noch eine ansprechende Audiokulisse geboten wurde, ist nun Eintönigkeit angesagt.

Virtuelle Klangbühne

Erst als wir das Sounddeck wieder aktiviere, zieht sich die breite, dynamische und voluminöse Klangkulisse wieder auf. Rauminformationen, Grundton, Agilität und Balance, alles da. So macht Fernsehen gleich doppelt Spaß! In Sachen Filmton legt das Smart Sounddeck 100 dann sogar noch einen drauf. In „Unbroken“ beweist das Canton-Setup dann so richtig, dass es trotz seiner Kompaktheit auch den Wettbewerb mit größeren Frontsurround-Sets nicht scheuen muss. In der berühmten Angriffsszenerie geht es dann intensiv und effektorientiert zur Sache. Dabei beweist das Sounddeck, das es durchaus in der Lage ist beeindruckende Akzente zu setzen. Das gilt sowohl in der Dynamik als auch in der räumlichen Darstellung. So richtig deutlich wird das, als die Flugstaffel von einem kleineren Jagdgeschwader-Verbund attackiert wird. Jetzt ist es fast, als flögen die wendigen Flieger ihre Angriffe direkt in unserem Hörraum. Vorn, oben, rechts und links wimmelt es nur so von akustischen Informationen.

Das Smart Sounddeck 100 ist vergleichsweise kompakt, zeichnet sich aber durch eine erstaunlich räumliche Klangwiedergabe aus.

Smart Soundbar 100 mit 3D-Sound

Es geht aber noch mehr: In den „Systemeinstellungen“ findet sich der Punkt „3D-Audio“. Hier lässt sich der virtuelle Raumklang in seiner Intensität an den eigenen Hörgeschmack anpassen. Zur Auswahl stehen: „Gering“, „Normal“ und „Stark“. Welches die richtige Einstellung ist, hängt immer vom Film, den räumlichen Gegebenheiten und natürlich vom eigenen Hörgeschmack ab. Ich schalte auf „Stark“. Jetzt zieht sich der Sound noch ein Stückchen weiter neben mich. Es klingt fast, als stünden weitere Lautsprecher neben mir. Mehr als das, denn auch im oberen Bereich passiert nun spürbar mehr. Der Dolby Atmos-Effekt ist nun noch eine Spur deutlicher hörbar, der Soundtrack um gefühlt eine Ebene erweitert. Ich habe ja bereits einige richtig gut funktionierende Virtual-Surround-Produkte gehört. Das hier toppt aber tatsächlich alles bislang erlebte. Die Klangwand erstreckt sich vor, neben und über mir und zieht mich schnell in ihren Bann.

Flexibel erweiterbar

Um auch den hinteren Bereich mit Sound zu füllen, lassen sich zusätzliche Smart-Lautsprecher einsetzen. Sind sie, wie zuvor beschrieben, kabellos mit dem Smart Sounddeck 100 verbunden, verändert dieses die Art der Wiedergabe. Alle Informationen, die die hinteren Kanäle betrifft, werden nun nur noch zu geringen Teilen von der Soundbar übernommen. Den Hauptteil der Wiedergabe-Arbeit im rückwärtigen Bereich übernehmen nun zwei Canton Smart GLE 3. Auch wenn die akustische Kulisse mich zuvor absolut beeindruckte, legt das Canton-Setup nun noch eine Schippe drauf. Diverse Effekte kommen nun tatsächlich von hinten. Das wird in der beschriebenen Szenerie besonders deutlich, als sich einer der kleinen Gegner nicht abschütteln lässt und mal von vorn und mal von hinten angreift, was akustisch punkt- und zeitgenau reproduziert wird. Wer mag, kann nun sogar noch einen externen Subwoofer (kabelgebunden oder kabellos), Atmos- oder Surround-Back-Lautsprecher hinzufügen. Bis auf die softwareseitige Integration ist dazu nichts weiter nötig.

Über das übersichtlich strukturierte OnScreen-Menü lassen sich sämtliche Einstellungen vornehmen.

HiFi-Potenzial

Das Schöne ist: Man kann das Smart Sounddeck 100 erweitern, man muss es aber nicht. Wer also keinen Platz für weitere Lautsprecher hat, wessen Budget gerade nicht ausreicht oder wer einfach nur ein Frontsurround-System mit HiFi-Potenzial sucht, der ist hier genau richtig! Apropos HiFi-Potenzial: Wie eingangs beschrieben, sitzt in der Front des Smart Sounddeck 100 ja ein reinrassiges Doppel-Zwei-Wege-System. Und das soll auch ganz gut Musik können, hat mir Canton Chefentwickler Frank Göbl versprochen. OK, um das zu prüfen, verbinde ich meinen Testgast zunächst per Bluetooth mit meinem Smartphone. Dazu wähle ich an der Soundbar die Quelle „Bluetooth“, rufe die Liste der verfügbaren BT-Spielpartner am Smartphone auf, wähle „SDSD100“ aus und starte die Musikwiedergabe. Bevor ich aber etwas zum Klang sage: Auch in der Musikwiedergabe lässt es sich auch diversen Presets wählen. Zur Auswahl stehen „Stereo“, „Music“ und „Movie“.

Klangmodi mit spürbaren Effekten

Mit „Monkey Wrench“ von den Foo Fighters starte ich die Musikwiedergabe dann im Modus „Stereo“. Schnelle Gitarrenriffs füllen die Bühne vor mir. Der Sound ist schnell, punchig, aggressiv. Mittendrin Dave Grohls markante Stimme. Nicht zu leise, nicht zu laut, sondern wirklich sauber in die ihn umgebende Instrumentierung eingebettet. Das klingt wirklich gut. Per Knopfdruck auf die Taste „Play Mode“ wechsle ich trotzdem den Modus auf „Music“. Die Klangbühne erscheint nun ein bisschen weiter und tiefer, zugleich etwas lebendiger. Dafür verliert der Klang etwas an Kontur. Was besser ist? Das ist sicher eine Frage des Geschmackes und der gerade gespielten Musik. Deutlich weiter wird die räumliche Wiedergabe dann nach einem weiteren Wechsel auf „Movie“. Das war zu erwarten. Jetzt spielt die Musik von Seitenwand zu Seitenwand. Nochmals umfangreicher und nochmals fülliger. Dafür aber mit einem weiteren Rückgang der klanglichen Ordnung.

Das blaue Display sitzt unauffällig hinter dem Lochgitter und ist auch auch mehreren Metern Entferung noch gut ablesbar.

Mir gefällt „Music“

Auf einer Party würde ich vermutlich den Movie-Modus wählen, ebenso bei der Filmwiedergabe. Soll das Smart Sounddeck aber Musik spielen, ist meine persönlich bevorzugte Betriebsart „Music“. Und weil die mir gerade so richtig Spaß macht, lasse ich eine Band zu Wort kommen, die eine breite Bühne auch zu nutzen weiß: Linkin Park mit „What I´ve Done“ legen gleich so richtig los und lassen es ordentlich krachen. Gleich die einleitenden Synthies sind ein imposantes Statement. Kurz darauf steigen straff gespielte Gitarrenriff ein, bevor Chester Bennington das Kommando übernimmt. Die Wiedergabe über das Sounddeck ist absolut imposant – auch als ich den Pegel nochmal deutlich erhöhe. Im gewählten Preset „Music“ geht hier und da vielleicht ein wenig der Staffelung verloren aber das macht gar nichts. Dafür werde ich mit einer dynamischen, lebendigen Wiedergabe belohnt, die jede Menge Details hörbar macht und die niemals verzerrt oder übertrieben basslastig wirkt.

Langzeittauglich

Exakt das ist der klangliche Unterschied zu vielen anderen, ähnlich dimensionierten Sounddecks. Statt überzogen wummerig aufzuspielen, um erstmal größer und stärker zu klingen, zeichnet sich die Smart Soundbar 100 eher durch eine straffe, knackige und niemals übertriebene Bassperformance aus. Gerade in der Filmtonwiedergabe macht sich dieser Charakter dann sehr positiv bemerkbar. Kleinere Details werden nicht einfach von Bass überschüttet, verdeckt oder verdrängt. Stattdessen kommt der Bass, wenn gefordert. Und zwar drahtig, schnell und dynamisch. Das wiederum lässt den Hörer mehr erleben und sorgt für echte Langzeithörtauglichkeit – eben auch unter höheren Pegeln. Der nächsten XXL-Musik- oder Filmsession steht hier also absolut nichts im Wege …

Die rückseitig platzierten Reflexports sorgen für eine erweiterte Basswiedergabe.

Fazit

Das Smart Sounddeck 100 ist die optimale Ergänzung der awardprämierten Canton Smart-Serie. Die Verarbeitung ist erstklassig, das Design elegant und der Austattungsumfang enorm. Damit ist das Smart Sounddeck 100 die ideale TV-Unterstützung, die selbst größere LED-TVs auf ein nicht erwartetes Klangniveau hievt. Das gilt für die Übertragung des TV-Tons wie im Heimkino-Einsatz in Verbindung mit Streamingdiensten wie Netflix und Amazon oder mit dem Blu-ray-Player verkettet. Hinzu kommen Bluetooth-, Streaming- und Multiroom-Fähigkeiten. Ein weiterer, riesiger Pluspunkt: Das schicke Canton-Sounddeck lässt sich bei Bedarf und wirklich einfach um weitere Smart-Lautsprecher zu einem dedizierten 5.1-Heimkinosystem aufrüsten. Selbstverständlich kabellos! Achja, all das lässt sich per Fernbedienung oder via Google-Home-App über das Smartphone steuern. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass das Smart Sounddeck 100 klanglich wie ausstattungstechnisch das beste Virtual-Surround-Sounddeck ist, das ich bislang im Hörraum hatte.

Test & Text: Roman Maier
Fotos: Simone Maier

Gesamtnote: Editpr´s Choice
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

90

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Technische Daten

Modell:Canton
Smart Sounddeck 100
Gerätekategorie:2.1 Virtual Surround System mit Dolby Atmos
Preis:925 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:Canton, Weilrod
Tel.: 06083 2870
www.canton.de
Abmessungen (H x B x T):70 x 1000 x 330 mm
Gewicht:12,2 kg
Prinzip:2.1.-Virtual-Surround-System
Hochtöner:2 x 19 mm, Gewebe
Mitteltöner:2 x 50 mm, Aluminium
Tieftöner:4 x 100 mm, Aluminium
Frequenzgang:25 - 30.000 Hz (Herstellerangabe)
Übergangsfrequenz:150/3.000 Hz (Herstellerangabe)
Anschlüsse:1 x HDMI Output (mit ARC)
3 x HDMI Input
1 x Ethernet (LAN)
1 x Digital (optisch)
1 x Digital (Coax)
1 x Analog (Cinch)
1 x Sub Out
- Chromecast
- Spotify Connect
- Bluetooth 4.0
- WLAN (2,4/5 GHz)
Lieferumfang:- Smart Sounddeck 100
- Fernbedienung
- Netzkabel
- HDMI-Kabel (3 m)
- optisches Digitalkabel
- koaxiales Digitalkabel
- analoges Stereo-Audiokabel
- Bedienungsanleitung
Pros und Contras:+ trägt große Fernseher bis 30 Kg
+ exzellente Verarbeitung
+ Touchpanel auf der Oberseite
+ imposanter Surround-Sound
+ breite virtuelle Bühne
+ integrierte Verstärker und Subwoofer
+ integrierter Equalizer
+ Chromecast integriert
+ drei Klang-Presets
+ sehr gut ablesbares LED-Display
+ übersichtliche Fernbedienung
+ Multiroom-Steuerung per „Google Home“-App
+ kabellose Übertragung zu weiteren Lautsprechern

- (noch) keine eigene Multiroom-App
Benotung:
Gesamtnote:Editor´s Choice
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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