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Redakteur

In Zeiten von WLAN, WiFi und Bluetooth sind die Tage der kabelgebundenen Musikanlagen gezählt – doch was ist mit den Lautsprechern? Die liegen oft noch an der Signal-Leine. Wer hier die Freiheit sucht, findet sie mit dem Pioneer MRX-3 und dem Pioneer MRX-5: Diese Wireless Multiroom Lautsprecher spielen WiFi-gestreamte Musik sogar in CD-Qualität – und der MRX-5 bietet dank seines Akkus absolute Mobilität beim Musikspaß.

Rundungen und Wölbungen sorgen beim Pioneer MRX-3 und MRX-5 für einen charmanten Retro-Look.

Ein schicker Widerspruch steht da in unserer Redaktion: So modern die Multiroom-Fähigkeit des Pioneer MRX-3 und des Pioneer MRX-5 ist, so retro erscheint das Design dieser kompakten Lautsprecher. Die Rundungen des Gehäuses und die konische Korpusform, die auch für eine leichte Neigung des gesamten Lautsprechers sorgt, erinnern an die elegante Formsprache der 1950er und 1960er – also an eine Ära, die noch keine kastigen Komponenten kannte. Dazu passt auch die Gestaltung der geschwungenen Stirnseite: Die etwa DIN-A-4-formatige Front ist klassisch unterteilt in einen großen Lautsprechergrill, hinter dem die Schallwandler verborgen sind, und eine deutlich abgesetzte schmale Blende, die die Bedienelemente beherbergt. Sowohl die Abdeckung als auch die silbrige Leiste sind metallischer Natur, der einteilige Korpus besteht hingegen aus Kunststoff. Unser Paar ist schwarz, es gibt den Pioneer MRX-3 und MRX-5 aber auch jeweils in Weiß. So oder so: Durch die Mattierung des Materials und durch die Bürstung der Blende strahlen diese Lautsprecher eine angenehme Qualität aus, sie fügen sich mit ihrer dezent-schlichten Anmutung in so ziemlichen jedes Ambiente ein und passen damit sowohl zum Wirtschaftswunder-Mobiliar als auch zum kühlen Style der Gegenwart. Die Bedienelemente der Front – ein solides Lautstärkerad und vier stabile Taster – unterstreichen die Wertigkeit und lassen schon ahnen, dass die Technik des Pioneer MRX-3 und MRX-5 hochaktuell ist.

Das ganz rechts sitzende Lautstärkerad setzt den Retro-Look des Gehäuses nahtlos fort, bei den vier daneben befindlichen Tastern ahnt man schnell, dass hinter der charmanten Schale ein hochmoderner Kern sitzt: Mit dem Input wird der Lautsprecher eingeschaltet, zugleich wählt man man hier die Quelle aus: LAN- oder WLAN/WiFi-Betrieb, Bluetooth-Eingang oder AUX-Input. Mit den Skip-Tasten und dem Start/Pause-Taster wird bei einer Netzwerk- oder Bluetooth-Quelle ein Track angesprungen, gestartet oder angehalten.

Was können der Pioneer MRX-3 und der MRX-5?

Arbeiten wir uns vom Selbstverständlichen zum Außergewöhnlichen vor: Zuerst einmal können die beiden Lautsprecher natürlich schallwandeln. Hinter dem Frontgitter sitzen ein 26-Millimeter-Hochtöner und zwei 77-Millimeter-Mittentieftöner. Zusammen agieren sie als Zwei-Wege-System, das den Maßen nach genug Membranfläche besitzt, um auch mittelgroße Zimmer ordentlich zu beschallen. Dank der Bassreflex-Abstimmung dürfen wir auch einen auch einen guten Tiefton erwarten. Zum zweiten sind der Pioneer MRX-3 und der MRX-5 als Aktiv-Lautsprecher in der Lage, gestreamte und zugespielte Musik zu empfangen, zu wandeln und zu verstärken. Der MRX-5 kann das alles zudem noch komplett kabellos, mit seinem Akku spielt er auch fern jeglicher Steckdose. Die Versorgung mit Musik funktioniert bei beiden Geräten über mehrere Zuspielwege. Es geht einerseits kabelgebunden: Auf der Rückseite finden wir einen AUX-Eingang, ausgeführt als Mini-Stereo-Klinke. Hier kann zum Beispiel das Handy oder ein Audio-Player angeschlossen werden. Das qualitative Non-plus-ultra ist aber der andere drahtgebundene Zugang: Über eine Ethernetbuchse lassen sich der Pioneer MRX-3 und der MRX-5 an das heimische Netzwerk andocken, so gestreamte Musik geht bis PCM 192 Kilohertz / 24 Bit – das ist hochauflösende Qualität für HiRes-Files. Darüber hinaus werden auch Dateien mit variabler Bitrate unterstützt, dazu kommt eine breite Palette verlustfrei komprimierter Formate wie FLAC und Apple Lossless sowie verlustbehafteter Formate wie MP3, WMA oder AAC. Der Datenempfang geht andererseits auch drahtlos, schließlich führen der Pioneer MRX-3 und der MRX-5 ja ein „wireless“ im Schilde. Hier bietet sich zuerst Bluetooth an, aber erste Wahl ist selbstverständlich die WIFi-Verbindung: Über die WLAN-Funkstrecke gehen Signale bis PCM 44,1 Kilohertz / 16 Bit – also echte und unkomprimierte CD-Qualität! Das ist ein Highlight – und das ist in dieser Preisklasse alles andere als üblich. Über die LAN- und WiFi-Verbindung lässt sich aber nicht nur die Musik abspielen, die im eigenen Netzwerk gespeichert ist oder vom persönlichen Zuspielgerät stammt. Darüber hinaus kann man auch das weltweite Angebot der Musik-Streamingdienste wie Spotify, Deezer und Tidal entdecken, wenn man einen entsprechenden kostenpflichtigen Account eingerichtet hat. Außerdem darf man sich, etwa über TuneIn, in der grenzenlosen Musikvielfalt des Internet-Radios umhören. Um dies alles nutzen zu können und um den Pioneer MRX-3 und den MRX-5 einrichten zu können, braucht man jedoch erst einmal die passende App und dann eine dahinterstehende Vernetzungs-Technologie, die die Einbindung und die Multiroom-Beschallung überhaupt erst möglich macht. Kommen wir zuerst zu der Applikation.

Trotz des Retro-Looks passen der Pioneer MRX-3 und der MRX-5 auch in ein modern gestyltes Ambiente.

App für die Komfort-Bedienung

Für die erstmalige Inbetriebnahme des Pioneer MRX-3 und des MRX-5, für die Bedienung dieser Lautsprecher und für das Management der Mehrraum-Musik, die man mit den Lautsprechern realisieren kann, hat Pioneer eine eigene Remote-App entwickelt. Sie erlaubt die zentrale Steuerung via Smartphone und Tablet oder per iPad, iPhone und iPod touch, die kostenlose Software ist also für Android und iOS verfügbar. Die Bedienoberfläche führt Schritt für Schritt durch die Einrichtung der Lautsprecher und ermöglicht danach über optisch ansprechend gemachte Menüs und Darstellungen die Musikverwaltung: Erst suchen wir unsere Quelle aus, also den Zuspieler oder den Medienserver, dann wählen wir den Musiktitel, und schließlich legen wir fest, in welchen Räumen der Song mit welcher Lautstärke gespielt wird. Die Pioneer Remote-App steuert damit letztlich die ganze musikalische Hausvernetzung, die man zum Beispiel mit der Pioneer Fayola FS-W40 realisieren kann, diese Anlage hatten wir vor wenigen Wochen im Test. In dieses kabellose Audio-System lassen sich natürlich die Lautsprecher Pioneer MRX-3 und MRX-5 einbinden, aber der dahintersteckende Standard namens FireConnect beschränkt die Lautsprecher nicht auf ein rein markentreues Pioneer-Ensemble.

Mit der Pioneer Remote App ist das Musikmanagement einfach: Räume lassen sich leicht einrichten und mit anderen Zimmern verknüpfen, schließlich hat man über das Tablet die Kontrolle über das gesamte musikalische Geschehen in der Wohnung – und über das vielfältige Musikangebot der Welt.

FireConnect für den flexiblen Einsatz

FireConnect ist ein von Pioneer und der Schwestermarke Onkyo eingesetzte Multiroom-Audiosystem-Standard, diese technische Plattform ermöglicht die drahtlose Vernetzung von entsprechend ausgestatteten Komponenten. Dadurch sind praktisch alle aktuellen netzwerkfähigen HiFi- und Heimkino-Modelle dieser beiden Firmen komplett kompatibel. Pioneer hat hier aber weiter gedacht und im Gegensatz zu einigen Konkurrenten dafür gesorgt, dass auch Produkte anderer Firmen eingebunden werden können. FireConnect unterstützt deshalb Google Cast; so sind Geräte, die diesen Standard beherrschen, ebenso mit im Boot wie Komponenten, die über einen Google Chromecast-Dongle netzwerkfähig gemacht worden sind. Die Kompatibilität geht aktuell noch einen Schritt weiter: Pioneer und Onkyo sind eine Partnerschaft mit DTS Play-Fi eingegangen, dieser Standard wird von etlichen hochwertigen HiFi-Marken unterstützt – in sehr naher Zukunft auch von Pioneer und Onkyo. Diese systemische Offenheit sorgt dafür, dass die Lautsprecher MRX-3 und MRX-5 vielfältig und markenübergreifend einsetzbar sind.

Den Pioneer MRX-3 und MRX-5 gibt es auch in der weißen Variante.

Völlig losgelöst: Pioneer MRX-5 mit Akku für mobilen Musikspaß

Musik streamen ohne Kabel ist der erste Schritt zur Freiheit: Die Anlage kann im Wohnzimmer stehen, trotzdem kann ich mit einem Wireless Multiroom Lautsprecher wie dem Pioneer MRX-3 Musik in der Küche hören. Die Freiheit endet allerdings bei der Stromversorgung, denn derartige Schallwandler sind aktiv, das heißt: Sie besitzen eine Elektronik, um die durchs Haus geschickte Musik empfangen, verarbeiten und über die Schallwandler wiedergeben zu können. Dafür brauchen Wireless Multiroom Lautsprecher Strom und müssen mit einem Netzkabel permanent an die Leine gelegt werden. Was ist nun, wenn man Musik auf der Terrasse genießen möchte, wo keine Steckdose in der Nähe ist? Oder auch mal eine mobile Beschallung beim Picknick oder am Strand möchte? Dann braucht das Gerät einen Energiespeicher – und hier kommt der Pioneer MRX-5 ins Spiel: Er ist ein MRX-3 mit eingebautem Akku. Dadurch ist der Pioneer MRX-5 absolut mobil, die Frage, wo die nächste Steckdose ist, stellt sich allein im Vorfeld, beim Aufladen. Die elektrische Betankung geht einfach: Der MRX-5 wird genauso wie der der MRX-3 über die Buchse „DC IN“ mit dem Stecker des mitgelieferten externen Netzteils verbunden und dieses wiederum über den Netzstecker mit der Steckdose. Das Aufladen sollte in moderater Umgebungstemperatur stattfinden, Akkus mögen weder Hitze noch Kälte, auch der Energiespeicher des Pioneer MRX-5 möchte bei Temperaturen zwischen fünf und 35 Grad Celsius mit Saft versorgt werden. Jenseits dieser Grade aktiviert sich unter Umständen die Selbstschutzfunktion, dadurch wird der Ladevorgang abgebrochen. Wer den Rat beherzigt, hat nach drei Stunden einen vollgetankten Pioneer MRX-5. Damit möglichst viel Energie für die Musikwiedergabe einsetzt, sollte man den Verbrauch im Standby-Betrieb minimieren, indem man den „STANDBY/ON“-Taster drei Sekunden lang drückt. So verlängert sich die Laufzeit. Sie beträgt bei komplett geladenem Akku etwa drei Stunden, dieser Wert variiert aber je nach ausgewählter Quelle. Der Funkbetrieb mit Anbindung an ein Multiroom-System kostet hierbei am meisten Kraft, ressourcenschonender ist eine Zuspielung über Bluetooth oder über die AUX-Buchse. Mit Smartphone und Co. als Quelle ist man dann auch völlig frei von einer stationären Anlage. Dafür muss man den Lautsprecher allerdings erst einmal einrichten.

An der linken Seite sind drei blaue LED eingelassen, sie informieren über den gerade gewählten Eingang (WiFi, Bluetooth, AUX). Beim Akku-bestückten MRX-5 fungieren die Leuchtdioden überdies an Anzeige für den Ladezustand.

Einrichten des Pioneer MRX-3 und MXR 5

Mit der Pioneer Remote App ist das Einrichten eigentlich ein Vorgang von wenigen Minuten und Schritten, die Bedienoberfläche ist dabei ein vorbildlicher Führer durch das Set-Up. In dessen Verlauf wird eine Kabelverbindung von Handy oder Tablet mit der AUX-Buchse des Lautsprechers nötig, auf diesem Weg werden die Netzwerkdaten dem noch unwissenden MRX-3 und MRX-5 übermittelt. Pioneer liefert hier ein Miniklinke-Kabel mit, doch das nützt Besitzern eines modernen iPhones wenig, da Apple mit dem Lightning-Stecker die Kopfhörerbuchse abgeschafft hat. Hier ist man für die Einrichtung doch auf die Hilfe eines „Androiden“ angewiesen. Ansonsten geht es sehr stringent vorwärts: Nachdem man das Passwort des Netzwerks eingegeben hat, fügt sich der Lautsprecher in genau dieses Netzwerk ein. Die Erkennung und Anmeldung klappt mitunter nicht gleich beim ersten Mal, das ist bei einem brandneuen System nicht besonders verwunderlich. Also: Nicht entmutigen lassen, es ist durchaus hilfreich, die App einmal neu zu starten, damit hinzugefügte Boxen dann auch angezeigt werden und anschließend in eine Gruppe eingebunden werden können. Dafür gibt man dem Pioneer MRX-3 und dem MRX-5 einen Namen – wir haben sie auf „Küche“ und „Wohnzimmer“ getauft – und sucht aus dem bereitstehenden Bilderpool ein entsprechendes Raumfoto aus. So hat man auch optisch einen guten Überblick, wenn man nun die Lautsprecher mit einer zentralen Abspielstation wie dem Pioneer Fayola-System kombiniert, die Lautsprecher etwa zu einer Gruppe für einen Raum zusammenfasst oder die Schallwandler verschiedenen Räumen zuordnet. Das geht alles – und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gelingt die Konfiguration dieses Multiroom-Betriebs mit wenigen Fingertipps.

Die Einrichtung des Lautsprecher geht in wenigen Schritte, die Pioneer Remote App erklärt das Set-Up Schritt für Schritt.

So spielen der Pioneer MRX-3 und der MXR 5

Wir beginnen nach einer gebührenden Einspielzeit mit Musik zum Abrocken: Airbourne, die AC/DC der nächsten Generation, geben mit „Breakin’ Out Of Hell“ richtig Gas – und wir machen das auch. Nach anfänglich moderater Start-Lautstärke schieben wir den Regler der App weit nach rechts und erleben einen amtlichen Auftritt der Hardrocker. Die Gitarren haben Biss, trotz aller Ecken und Kanten des ungeschliffenen Bandsounds singen die beiden Sechsaiter und erweisen sich als schön durchsetzungsstark. Das müssen sie auch sein, denn Bass und Schlagzeug liefern ein fettes Fundament, das sowohl der Pioneer MRX-3 als auch der MRX-5 amtlich in den Raum legen – Respekt! Beide Boxen klingen identisch, allerdings hängt der resultierende Klangcharakter stark vom Ort der Aufstellung ab. Der MRX-3 steht bei uns anfangs auf dem Schreibtisch, dann in der Küche, also jeweils auf einer Holzfläche, die nur wenig mitschwingt. Das führt zu einem eher durchsichtigen, griffig-klaren Klang. Der MRX-5 hingegen spielt auf einer Kommode, hier existiert unter dem Schallwandlergehäuse also ein ganzer Resonanzraum. So bereichert das Möbel den Sound mit einer guten Portion Bass und führt damit zu einer größeren Fülle. Im Gegenzug verliert der Sound etwas an Klarheit und Knackigkeit. Solche Einflüsse sollte man bei der Aufstellung also durchaus mitbedenken. Ausgleich oder Anpassung ist hier über die App möglich, sie bietet einen effizienten Zwei-Band-Equalizer mit Höhen- und Bassregler. Trotz aller Färbungen durch die Örtlichkeit oder den EQ bleibt der Grundcharakter der Boxen aber stets erhalten, und dieses Wiedergabevermögen ist beim Pioneer MRX-3 und beim MRX-5 sehr überzeugend, auch bei den hohen Pegeln, die wir uns gönnen. Die Boxen beschallen mühelos unseren knapp 40 Quatratmeter großen Redaktionsraum.

Sehr praktisch: Die Rückseite des Gehäuses besitzt einen Tragegriff, dadurch lassen sich der Pioneer MRX-3 und MRX-5 leicht transportieren. Die Anschlussbuchsen sind in zwei Mulden eingelassen, das schützt Kabel und Stecker vor etwaiger mechanischer Beschädigung. Auf der linken Seite finden wir die Mulde mit der Ethernet-Buchse für eine LAN-Einbindung, daneben den Standby/On-Taster. Auf der rechten Seite sitzt die Mulde mit dem Aux-In und dem Anschluss des externen Netzteils. Die Auslagerung der Stromversorgung ist klanglich vorteilhaft, weil das Audiosignal nicht durch elektromagnetische Einstreuungen beeinträchtigt wird.

Ein Schmankerl ist die Möglichkeit, über die App den Boxen nur einen Kanal der Stereo-Wiedergabe zuzuweisen, so erreicht man mit zwei MRX-Boxen sogar per WiFi das HiFi-Ideal einer räumlichen Wiedergabe. Das ist nicht selbstverständlich, weil es über die Funkstrecke eigentlich immer mal zu Verzögerungen eines Signals kommen kann. Bei uns spielen beide Boxen aber absolut latenzfrei in perfektem Timing. Derart gekoppelt machen die Lautsprecher noch mal mehr Spaß, weil die Wiedergabe dadurch doch eine größere Dynamik besitzt. Aber schon mit einer einzelnen stereo betriebenen Box wird man sehr schön beschallt, Airbourne geben uns auch mit dem Pioneer MRX-3 im Solo-Betrieb ordentlich was auf die Ohren. Jetzt mal zur Abwechslung ein wenig Entspannung: Wir holen uns schnell die musikalische Welt via TuneIn ins Haus, der britische Internet-Radiosender CruiseOne sorgt mit Michael Jacksons “Heal The World“ in Tip-Top-Qualität für etwas Linderung bei sommerlichen 30 Grad im Redaktionsbüro. Fein, das funktioniert bestens, ein wenig Geduld sollte man aber aufbringen, bis die App das Senderangebot beisammenhat – da bietet diese Welt ja so einiges an. Wegen der zunehmenden Hitze im Büro setzen wir uns lieber draußen vor dem Gebäude in den Schatten und lassen uns eine sanfte Sommerbrise um die Nase wehen. Dafür nehmen wir den akkubetriebenen MRX-5 mit, um uns mit „Daydreamer“ von Adele kurz mal davontragen zu lassen. Das klappt prima, selbst über 50 Meter vom Redaktionsgebäude entfernt ist der WiFi-Empfang stabil und unterbrechungsfrei. Den MRX-5 kann man also locker mit auf die Terrasse oder in den Garten nehmen – und unterwegs mit dem Smartphone als Zuspieler genießt man die komplette Freiheit beim Musikgenuss.

Der Pioneer MRX-3 und der MRX-5 fügen sich geschmeidig in die Einrichtung ein.

Fazit

Der Pioneer MRX-3 und MRX-5 sind Wireless Multiroom Lautsprecher, sie können mit und ohne Kabel-Anbindung Musik empfangen. Der WiFi-Stream ist natürlich das Kern-Feature bei diesen Schallwandlern, so sind sie frei von den Fesseln eines Boxenkabels. Beim WiFi ist dann die Qualität der Clou: Per Funk können diese Lautsprecher echten CD-Standard wiedergeben. Drahtgebunden, also per LAN, geht sogar HiRes-Güte. Als weitere Zuspielwege stehen eine Bluetooth-Schnittstelle und ein Line-Eingang zur Verfügung, somit sind der MRX-3 und der MRX-5 sehr flexibel beim Musik-Eingang. Bei der Musik-Ausgabe überzeugen die Zwei-Wege-Schallwandler auch dank ihrer Bassreflex-Abstimmung mit einem vollen, runden Klang. Den liefern beide Lautsprecher bis mindestens 50 Meter Entfernung von dem Musiksystem, in das sie eingebunden sind. Der akkubetriebene MRX-5 bietet sich darüber hinaus als völlig eigenständige Wiedergabemöglichkeit für die Outdoor-Beschallung an. Dank des offenen System-Standards, der auch DTS Play-Fi und Chromecast einschließt, können diese Lautsprecher mit Produkten anderer Marken harmonieren, kommende Software-Updates werden zudem den Funktionsumfang vergrößern. Hier wird also eine Menge geboten, und auch mit dem Blick auf den Preis kann das Leistungspaket des Pioneer MRX-3 und des MRX-5 uneingeschränkt überzeugen.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

92 %

83 %

96 %

170621.Pioneer-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Pioneer MRX-3 /
Pioneer MRX-5
Produktkategorie:Multiroom-Lautsprecher
Preis:MRX-3 (ohne Akku): 299,00 Euro
MRX-5 (mit Akku): 349,00 Euro
Garantie:1 Jahr
Ausführungen:Weiß, Schwarz
Vertrieb:Pioneer & Onkyo Europe, Willich
Tel.: +49 2154 / 913 13-0
www.pioneer.de
Abmessungen (HBT):180 x 320 x 145 mm
Gewicht:MRX-3: 2,3 kg
MRX-5: 2,5 kg
Hochtöner:1 x 26 mm (Soft-Dome)
Mitteltieftöner:2 x 77 mm (Konus-Membran)
Frequenzgang:20 Hz - 20 kHz (Herstellerangabe)
Akku (nur MRX-5):Lithium-Ionen-Akkumulator
Akku-Betriebszeit (nur MRX-5):ca. 3 Stunden
Eingänge/Schnittstellen:1 x WLAN
1x Bluetooth (Version 4.1+LE [Low Energy])
1 x LAN (Ethernet)
1 x Aux In (analog, Mini-Klinke)
Unterstützte Audio-Formate:- WAV, FLAC, ALAC, AIFF (bis 192 kHz/24 bit)
- Apple Lossles (bis 96 kHz/24 bit)
- LPMC (bis 48 kHz/16 bit)
- mp3 (MPEG-1/MPEG-2 Audio Layer III)
- WMA (44,1 kHz und 48 kHz, 8-320 kbps und VBR [variable Bitrate])
- AAC (MPEG-2/MPEG-4 Audio bis 96 kHz/8-320 kbps und VBR )
Maximale Samplingraten/
Auflösungen
- LAN: 192 kHz/24 bit
- WLAN: 44,1 kHz/16 bit
Lieferumfang: - MRX-3 bzw. MXR 5
- Netzkabel
- Netzadapter
- Stereo-Minklinken-Kabel (1,2 m)
Besonderes:- WiFi-Streaming in unkomprimierter CD-Qualität
- Multiroom-fähig
- offenes System: FireConnect unterstützt Google Cast und PlayFi
- kompatibel mit Tidal, Spotify, Deezer und TuneIn
- einfache Steuerung mit der Pioneer Remote App
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,2
Ausstattung (20%):1+
Gesamtnote:1,0
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistunggut

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