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Der Wechsel auf Supreme³-Feinsicherung von HiFi-Tuning soll den Klang der eigenen HiFi-Anlage verbessern. Was zunächst nach Voodoo klingt macht allerdings neugierig, wurde es doch bereits von diversen Fachzeitschriften bestätigt. Mal sehen, was ein Pärchen dieser Sicherungen an meiner Anlage macht …

HiFi-Tuning bietet Sicherungen verschiedenster Art und für nahezu jeden HiFi-Einsatzzweck.

Haben sie sich schonmal Gedanken über die Stromversorgung ihrer HiFi-Anlage gemacht? Falls nicht, stehen sie damit sicher nicht allein da. Falls doch, befinden sie sich ebenfalls in guter Gesellschaft, denn der Zubehörmarkt im Audio-Bereich ist in den letzten Jahren regelrecht explodiert. Jenseits der lange etablierten Signal-Kabeln, also hochwertigen Cinch- oder XLR-Verbindungen, die den Audio-Transfer zwischen den einzelnen Komponenten einer Anlage ermöglichen, fokussiert sich eine wachsende Zahl Anbieter auch auf die Netzseite der Anlage. Gemeint ist damit alles, was zwischen dem Hausanschlusskasten im Keller und dem Kaltgeräteanschluss am HiFi-Gerät liegt. Ein Teil wird dabei jedoch meist übersehen, denn es befindet sich schon im Geräteinneren: Die Sicherung.

Überlastungsschutz

Zugegeben, nicht jedes HiFi-Gerät ist auch mit einer internen Feinsicherung ausgestattet, die meisten verfügen jedoch über die keinen aber effektiven Schutzeinrichtungen. Sie schützen das teure Gerät bei Defekt eines einzelnen Bauteils, beispielsweise eines Kondensators oder Transistors, vor größeren Schäden, in dem sie einfach die Stromzufuhr unterbrechen. Das kennt man auch von anderen Gerätschaften. Im Extremfall können die kleine Glaskolben aber nicht nur das betreffende Gerät selbst, sondern auch das ganze Haus retten, denn ein Produkt dessen Stromzufuhr unterbrochen ist, geht mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in Flammen auf. Diesen kleinen Helferlein etwas Zeit zu widmen ist also durchaus angebracht, sie sind nämlich zu viel mehr in der Lage als dem bloßen Schutz. Um Feinsicherungen von besonderer Qualität kümmert sich das Team um Bernd Ahne aus Berlin. Ein Besuch der hauseigenen Webseite macht die Passion der Berliner dann schnell klar, denn unter dem Label HiFi-Tuning bietet man neben eigenen Sicherungen auch ein umfangreiches Sortiment an Kabeln und weiteren Audioprodukten an.

Die Supreme³ macht bereits auf den ersten Blick einen sehr guten und hochwertigen Eindruck.

Schmelzdraht mit Performance

Um zu verstehen warum Feinsicherungen ein neuralgischer Punkt eines jeden Audiogeräts sind, sei ihre Funktionsweise kurz erklärt:
Die kleinen Geräteschutzsicherungen, so heißen die kleinen Teilchen offiziell, bestehen normalerweise aus einem Glaskolben mit Metallkappen an beiden Enden. Im Innern verbindet ein mehr oder weniger dünner Draht die beiden Metallkappen miteinander. Dieser dünne Draht heisst Schmelzdraht (noch so ein Wort aus dem Elektroniker-Jargon) und ist die eigentliche Sicherung. Er verkraftet, wie jeder elektrische Leiter nur einen gewissen Strom, beziehungsweise eine gewisse Verlustleistung, um ganz korrekt zu sein. Wird der Draht überlastet, so schmilzt er. Daher der Name. So weit, so unspektakulär. Interessant wird es, sobald man sich einmal vor Augen führt, dass die gesamte Leistung der Anlage dieses Nadelöhr passieren muss. Jedes Elektron, das also später die Lautsprechermembran in Schwingung versetzt, war zuvor im Schmelzdraht der Gerätesicherung. Darum schadet es garantiert nicht, auch an dieser unscheinbaren Stelle, auf ein hochwertiges Bauteil zu setzen. Hier kommt nun die Supreme³-Kupfer Feinsicherung von HiFi-Tuning ins Spiel. Eines wird schnell deutlich: sie ist deutlich wertiger als die Standardteile aus dem Baumarkt. Hält man sie in der Hand, fällt zunächst das höhere Gewicht auf, sie sind nämlich gut ein Drittel schwerer als klassische Sicherungen. Geschuldet ist das zu einem großen teil dem Gehäuse, das besteht in der Supreme³ nämlich nicht aus Glas, sondern aus schwerer, schwarzer Keramik die mit stolz das goldenen Logo des Herstellers trägt. Die schwere Keramik ist selbstverständlich nicht nur ein optisches Schmankerl, sie soll ein besseres Resonanzverhalten aufweisen als dünnes Glas. Die an beiden Enden sitzenden Kontaktflächen sehen ebenfalls anders aus als bei der Stangenware, sie bestehen aus Kupfer. Natürlich nicht aus irgendeinem Kupfer, sondern aus dem in HiFi-Kreisen berühmten „Cardas Grade 1“ Kupfer des gleichnamigen Audiokabel-Herstellers aus den USA. Die Herren und Damen aus Oregon sind sowas wie die Gründerväter hochwertiger Audiokabel, sie stellen bereits seit den 1980er Jahren ihr eigenes Kupfer her. Eines, das besonders strikte Spezifikationen weisen soll. So besteht es zu hundert Prozent aus neuem Kupfer von besonderer Reinheit, dem durch die spezielle Verarbeitung auch besondere mechanische Eigenschaften mitgegeben worden sein sollen. Mit dem hochwertigen Rohstoff hält die Sicherung natürlich nicht hinterm Berg, auf den beiden Stirnseiten ist die legendäre Cardas-Schnecke eingeprägt. Man zeigt eben gern, was man hat. Um für geringstmögliche Übergangswiderstände zu sorgen und Oxidation zu verhindern, sind die Kappen zusätzlich vergoldet. Der dünne Schmelzleiter im Innern ist natürlich ebenfalls aus besagtem Cardas-Kupfer gefertigt. Nach dem Zusammenbau aller Teile, das geschieht übrigens „Handmade in Germany“, bekommen die kleinen Schutzeinrichtungen noch eine besondere Behandlung, denn sie werden abschließend kryogenisiert und quantenbehandelt. Wie genau das funktioniert, das bleibt ein Betriebsgeheimnis. Widmen wir uns also der Praxis.

Die Supreme³ im optischen Vergleich zu herkömmlichen Feinsicherungen.

Sicherheit geht vor

Der Austausch solcher Geräteschutzsicherungen ist in den allermeisten Fällen zwar denkbar einfach, besonders, wenn sie von außen zugänglich sind. Dennoch möchte ich im Sinne der Sicherheit darauf hinweisen, dass Sie den Austausch besser dem Fachhändler überlassen, das schützt nämlich nicht nur das eigene Leben, sondern auch vor Streitigkeiten bei einem Gerätedefekt innerhalb der Garantiezeit. Selbst das Öffnen elektronischer Geräte stellt in den meisten Fällen einen unautorisierten Eingriff dar, der den Entfall der Herstellergarantie nach sich zieht. Falls Sie die Sicherungen aber dennoch selbst wechseln möchten, gibt es drei Aspekte zu berücksichtigen:
Zuerst die Bauform. In Geräten nach europäischer Norm sind die Sicherungen mit 5 x 20 Millimetern deutlich kleiner als ihr amerikanisches Pendant das 6,3 x 32 Millimeter misst.
Der zweite Aspekt ist die Auslösecharakteristik, sie spezifiziert die Zeit innerhalb derer die Sicherung auslöst. Es gibt träge, mittelträge und flinke Sicherungen, wobei die mit T und F, die Gebräuchlichsten sind. Ist für das Gerät keine Auslösecharakteristik angegeben, so kann diese an der Kappe der alten Sicherung abgelesen werden, hier sind alle wichtigen Spezifikationen eingestanzt, so natürlich auch bei den Supreme-Sicherungen von HiFi-Tuning. Die letzte und zugleich wichtigste Spezifikation ist die des Nennstroms, also die Belastungsgrenze. Sie muss zwingend eingehalten werden, um im Ernstfall Schäden am Gerät zu vermeiden.

Klangupgrade wider Erwartung

Die Sicherheitsaspekte wären damit abgearbeitet. Bleibt die Frage: Wie klingt es denn nun? Die kurze Antwort lautet: Erstaunlich! Die lange folgt. Zuvor noch ein Hinweis in eigener Sache: Ich bin ausgeprägter Skeptiker, wenn es um klangverbessernde technische Gerätschaften geht. So war es natürlich auch im Fall dieser HiFi-Tuning-Feinsicherungen. Eigentlich war ich in diesem Fall sogar besonders skeptisch. Als ich das Angebot bekam, die Supreme³-Sicherungen zu testen, habe ich eher aus Spaß und Neugierde zugesagt, als dass ich ernsthaft erwartet hätte tatsächlich wahrnehmbare Unterschiede festzustellen. Natürlich habe ich mich dennoch so gewissenhaft an den Test begeben wie es ging. Ich habe mich also vor meine Anlage gesetzt und Musik gehört, querbeet, bis ich nach einer guten Stunde beim zweiten Katie Melua Album „Piece by Piece“ angekommen bin. Da nun alle Geräte auf Betriebstemperatur sind und auch die Musik passt, ist nun die ideale Gelegenheit gekommen, die Feinsicherungen zu wechseln. Also, auf geht’s. In meinem Fall wurden lediglich die beiden Sicherungen in meinen alten aber bewährten John Bowers Active One Aktivlautsprechern getauscht. Anschließend gilt es sich wieder vor die Anlage zu setzen und die gleiche Plattenseite erneut zu hören. Ich traue mich fast gar nicht es zuzugeben, aber ich bin sicher nun einen Unterschied zu hören! Insbesondere die Stimmwiedergabe stellt sich nach dem Wechsel natürlicher und selbstverständlicher, vielleicht sogar eine Spur souveräner dar als zuvor. Es scheint, als sei Katies Stimme nun besser in die Instrumentierung eingebettet und integriert. Überhaupt gewinnt die gesamte Darbietung an Überzeugungskraft. Schlagartig ist mir meine Skepsis egal, denn das, was ich da höre, klingt gut. Es ist mir auch egal, dass ich mir den Unterschied theoretisch nicht erklären kann und dass ein guter Zentimeter Kupfer eigentlich keinen Einfluss haben sollte. Ich höre einfach weiter Musik, die mir jetzt noch besser gefällt als zuvor. Der Unterschied zu den Standardsicherungen ist dabei aber keineswegs plakativ, es werden keine Vorhänge gelüftet oder Mauern eingerissen, der Klangcharakter scheint einfach etwas gefestigter als zuvor. Fast so, als sei sich die Anlage nun selbstsicherer. Ich hingegen bin verunsichert also wechselte ich zurück auf die einfachen Sicherungen. Tatsachlich scheint es nun, dass der Klang wieder etwas einbüßt, nicht viel, lediglich eine Nuance, das sprichwörtliche Tüpfelchen auf dem i aber immerhin genug, um wieder zurück zu dem Supreme³ wechseln zu wollen, mit denen ich nun irgendwie glücklicher bin und das jetzt auch in meinen Aktivboxen verbleibt.

Ab sofort verbleiben die Supreme³ in meinen John Bowers Active One.

Fazit

„Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied“. Auch wenn ich Sicherungen bisher nie für das schwächste Glied einer HiFi-Anlage gehalten habe, so bin ich doch überrascht und nachhaltig beeindruckt, dass die Supreme³-Kupfer-Feinsicherungen von HiFi-Tuning tatsächlich auch einen hörbaren Unterschied machen. Sie stellen keinen gravierenden aber einen wahrnehmbaren Unterschied dar. Einen der ausreicht, es an der eigenen Elektronik einmal selbst zu probieren. Die Supreme³ sind ein einfach durchzuführendes und preislich nicht übertriebenes Update, das ich Ihnen einfach mal ans Herz legen möchte.

Test & Text: Jonas Bednarz
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: Empfehlung
Preis-/Leistung: gut

97 of 100

92 of 100

171102.HiFi-Tuning-Testsiegel

Technische Daten

Modell:HiFi-Tuning
Supreme³
Preis:39,00 Euro / Stück
Ausführungen:schwarz
Vertrieb:HiFi-Tuning, Berlin
Tel.: 030/3966741
www.hifi-tuning.de
Abmessungen (HBT):5 x 5 x 20 mm
Besonderes:- einfache Handhabung
- sehr gute Verarbeitung
Benotung:Empfehlung
Preis-/Leistunggut

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