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Chefredakteur

Schluss mit Kisten im klassischem HiFi-Outfit. Das zumindest scheint man sich bei Cambridge Audio für das nächste Jahr auf die Fahnen geschrieben zu haben. Mehr Musik, stärkere Technik, mehr Komfort, besserer Klang – alles im frischen Design. Es scheint Spanndes auf uns zuzukommen. Wir durften bereits einen Blick auf das 2018er-Portfolio werfen.

Live-Musik im eigenen Studio. Im Cambridge Audio-Headquarter keine Seltenheit.

Wohl kaum eine Marke hat den europäischen HiFi-Markt so geprägt wie Cambridge Audio. Und es gibt wohl kaum einen Musikfreund, der nicht schon mal ein Produkt der britischen Marke besessen hat. Ich erinnere mich noch gern an „meinen Cambridge“ zurück; einen CD-Spieler, der Ende der 90er Jahre bis ca. 2003 für gute Musik in meiner Wiedergabe-Kette sorgte. Die Marke ist Kult, in England und ganz Europa. Doch auch wenn Cambridge Audio in der Vergangenheit schon eine gewisse Präsenz am deutschen Markt hatte, ist es in den letzten Jahren hierzulande doch etwas ruhiger um die Kultmarke aus Großbritannien geworden. Das soll sich jetzt ändern, pünktlich zum 50sten Firmenjubiläum starten die Audio-Spezialisten von Cambridge Audio eine Produktoffensive. Eine, die zumindest in Sachen Design auf eine Revolution hindeutet.

Die Technologien, die Ingenieure, die Leidenschaft – alles dient letztlich immer einem Zweck: der Musik. Technische Kabinettstücke mögen spannend sein, für Cambridge Audio zählt aber einzig und allein der Nutzen bei der Wiedergabe.

Musik atmen und leben
Wenn Cambridge Audio eine Stippvisite in der Redaktion ankündigt, wird’s spannend. Erst Recht, wenn der deutsche Vertrieb gleich noch den Besuch einiger leitender Köpfe (unter anderem auch der des Technischen Leiters) aus der britischen Firmenzentrale ankündigt.
Ein Team, dass Musik lebt und durch dessen Adern die Musik förmlich fließt. Wer bei Cambridge arbeitet (oder besser: arbeiten darf), verschreibt sich der Musik. Bei Cambridge wird die Musik förmlich geatmet. Das beschreibt bereits der erste Blick auf die Visitenkarte eines jeden Mitarbeiters, die neben den üblichen Kontaktinformationen auch gleich den Lieblingssong des Gesprächspartners ausweist. Wer neugierig ist welche Songs auf den (direkt zu Spotify verlinkten) Favoritenlisten der Mitarbeiter stehen, findet diese hier. Eine tolle Idee, die auch gleich anzeigt, worum es bei Cambridge geht – um Musik, in aller erster Linie um Musik. Bei Entwicklungs-Chef Dominic Baker ist es übrigens „Sledgehammer“ von Peter Gabriel, der deutsche Vertriebsmann Marcel Müller mag es dagegen etwas härter – auf seiner Karte steht „Paranoid“ von Black Sabbath gedruckt. Etwas in dieser Art würde wohl auch auf meinem Kärtchen stehen.
Visitenkarten zu bedrucken ist das eine, eine Firmenband zu haben, die wöchentlich im hauseigenen Studio probt, ist das andere. Wie gesagt, bei Cambridge Audio dreht sich tatsächlich alles um Musik bzw. die akkurate Wiedergabe der Musik. Besagtes Studio dient so nicht nur den musizierenden Mitarbeitern, auch Platten-Releases werden hier gemeinsam gefeiert. Bei Cambridge steckt die Musik also offensichtlich in jeder Faser, sozusagen in der DNA.

Getrieben von Musik – und von der akkuraten Musik-Reproduktion: das Cambridge-Team.

Modernes Highend
Über Musik zu diskutieren, sorgt für eine entspannte Atmosphäre. Ein wichtiger Punkt, schließlich hilft die Musik dabei Gefühle auszudrücken und Emotionen zu wecken. Genau das ist das oberste Ziel der Briten, welches sie mit der für das kommende Jahr geplanten Produktoffensive deutlich unterstreichen.
Auch wenn aufgrund der genannten Sperrfrist – u.a. sprechen auch Lizenzvereinbarungen gegen eine frühzeitige Veröffentlichung – noch nicht viel über die neuen Modelle und Serien gesagt werden darf, das uns Gezeigte macht neugierig und zeigt wohin die Reise künftig geht. Mit besonderer Spannung darf man dabei eine völlig neue Produkt-Linie erwarten, die sich in Sachen Design völlig neu darstellt. Entstanden aus der kritischen Auseinandersetzung mit den bisherigen Konventionen, zeigen sich Serien-Familienmitglieder in modernerer, frischerer und leichterer Optik. Eine Designauffrischung erleben dann übrigens auch die klassischen HiFi-Bausteine im klassischen 43-Zentimeter-Maß.
Wie von Cambridge gewohnt – und frei nach dem eigenen Leitmotto „Great British Sound“ – steht die bestmögliche Musikwiedergabe aller Serien auch künftig im Fokus, sowohl im analogen aber verstärkt auch im digitalen Bereich. Dabei fasst man in London – richtig gelesen, vor einigen Jahren hat man den Firmensitz von Cambridge in die britische Hauptstadt verlegt – das Thema Streaming und Netzwerkwiedergabe weiterhin anders an, als viele Mitbewerber. Produkte von Cambridge Audio müssen exzellent klingen, das war so und wird auch in Zukunft oberste Priorität haben, sie müssen sich aber auch der Wohnumgebung anpassen, ohne sie optisch zu dominieren. Und sie müssen leicht zu bedienen und bequem einzurichten sein. Punkte, auf die die 1968 gegründete Marke bereits in der Vergangenheit allergrößten Wert legte, die in der anstehenden Modellgeneration aber noch ein Stückchen weiter in den Mittelpunkt rücken sollen. Dazu gehört eine überarbeitete Software, ausgeklügelte Algorithmen und eine leistungsfähige App, über die sämtliche Cambridge-Netzwerkgeräte gesteuert und gemanaged werden können. Man darf also schwer auf das gespannt sein, was die britischen Audio-Spezialisten von Cambridge Audio in ihrem Jubiläumsjahr präsentieren.

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