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Redakteur
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Der Freya von Clint ist ein Vorzeigeobjekt von einem Bluetooth-Speaker: Superschick, einfach in seiner Bedienung, stattlich ausgestattet, outdoortauglich und leistungsstark. Stellt sich nur noch die Frage, ob das bildhübsche Audio-System auch klanglich liefert, was sein Design verspricht.

Bluetooth-Lautsprecher können bildhübsch, funktionell, gut ausgestattet sein und obendrein hervorragend klingen.

Der erstaunlich intensive Winter hängt dem einen oder anderen noch mehr oder weniger in den Knochen. Erfahrungsgemäß kann es jetzt aber ganz schnell gehen mit dem Frühling – und schon bald eröffnet die Sonne die “Open-Air-Saison”. Ein guter Grund für uns, den Blick wieder verstärkt in Richtung mobiler Audio-Produkte wie Kopfhörer, mobiler Musikplayer oder Bluetooth-Lautsprecher zu richten. In unserem heutigen Test haben wir es mit einer echten skandinavischen Schönheit zu tun: genauer gesagt mit der zweiten Generation des Bluetooth-Speakers Freya aus dem Hause Clint. Nachdem wir das Vorgängermodell im Jahre 2014 bereits kurz vorgestellt haben, möchte ich mich im heutigen Test mit den für eine Wireless-Box wirklich wichtigen Fragen beschäftigen:
Kann das Gerät klanglich überzeugen? Wie ist die Übertragungsqualität? Was hat sich der Hersteller designtechnisch einfallen lassen? Oder kurz zusammengefasst: Hat der “kleine Däne” das Zeug dazu, unsere Freiluftsaison 2018 musikalisch aufzuwerten? Ich bin gespannt und will nun herausfinden, ob ich vielleicht sogar einen echten Geheimtipp vor mir habe …

Clints Freya macht optisch Einiges her. Mit ihrem stimmigen Design passt die kleine Bluetooth-Box überall hin – auch auf den Esstisch zwischen die Osterdeko!

Clint – die unbekannte Qualität aus Dänemark

In Skandinavien ist die Marke Clint bekannt und beliebt, hierzulande konnten die dänischen Audioprodukte bislang aber noch so richtig Fuß fassen. Das lässt allerdings keinerlei Rückschlüsse auf die Qualität der Produkte zu, sondern ist einfach darin begründet, dass die Marke erst sein einigen Monaten im EET-Vertrieb und somit flächendeckend in Deutschland zu haben ist. Deshalb vorab ein paar Hintergrundinformationen zum Hersteller: Die Firma Clint Digital ApS wurde im Jahr 2008 gegründet und hat ihren Sitz im dänischen Städtchen Ballerup. Waren die Markenpioniere ursprünglich in erster Linie für ihre gute Arbeit in der Herstellung kompakter DAB/DAB+ und Internetradios bekannt, entwickelte sich im Laufe der Zeit mit der vom Star-Designer Phillip Bodum gestalteten Asgard-Serie ein sehr erfolgreiches Produktportfolio kompakter, kabelloser Lautsprecher. Clint sieht sich selbst – und das zu Recht – als innovatives und vorwärts denkendes Unternehmen. Die Marke setzt dabei auf Aspekte wie Nutzerfreundlichkeit, ansprechendes Design, den Einsatz neuester Technologien und daraus resultierend natürlich auf einen ausgezeichneten Klang. Das Wort “ausgezeichnet” trifft es übrigens auf den Punkt, wie Sie hier nachlesen können. Clint mag also vielleicht eine Marke mit einer relativ überschaubaren Vergangenheit sein, zugleich aber auch eine Marke mit einer vielversprechenden Zukunft.

Die kleinen LEDs, die perfekt ins Gehäusedesign eingelassen sind, zeigen zuverlässig den aktuellen Betriebsstatus an.

Design, Verarbeitung, Bedienung – ein erster Überblick

Mein erster Eindruck, nachdem ich Freya aus dem Karton geholt habe, lautet: Schick, elegant, zeitlos – und etwas anders als die diversen Bluetooth-Boxen, die ich in den letzten Jahren kennen lernen durfte. Nicht ganz so klein, wie viele andere, aber dennoch kompakt genug, um in jede Sport- oder Handtasche zu passen. Clint legt es offensichtlich nicht darauf an, ein möglichst ultrakompaktes, robustes oder schlechtwettertaugliches Gerät anzubieten, sondern eines, das sich schlicht und einfach in moderne Wohnlandschaften einbinden lässt. Kurzum: Freya ist ein schnörkellos gestalteter Zylinder – ganz ähnlich geformt wie Amazons Echo – Freya schaut nur viel besser aus. Freya steht senkrecht und dank gummierter Unterseite sehr stabil. Das Design ließe sich als “skandinavisch elegant und zurückhaltend” bezeichnen – auf jeden Fall aber als “gelungen”. Die gelochte Kunststoff-Verkleidung und die Metalleinlagen im Basisbereich scheinen perfekt aufeinander abgestimmt und bieten ein stimmiges und in jede Umgebung passendes Gesamtbild.

Rückseitig befindet sich der Aux-In-Anschluss für die Zuspielung via Kabel, die Pairingtaste zum kabellosen Koppeln mit dem Smartphone oder Tablet und der USB-Stromanschluss. Auch eine kleine LED zur Überprüfung des aktuellen Akkustandes ist hier platziert.

Mitgedacht: Clints Freya ruht auf einer gummierten Unterseite. Das verleiht ihm Stabilität und wirkt sich auch klanglich positiv aus.

Was die Farbe angeht, hat der Besitzer die Qual der Wahl: Die Dänische Schönheit ist alternativ in Schwarz, Grün, Rot, Grau, Weiß, Misty Green, Powdery Blue und Dusty Rose zu haben. Auffällig ist, dass alle Farbtöne angenehm ruhig wirken und nicht zu sehr “knallen” – ein weiterer nicht unerheblicher Unterschied zu den im Massenmarkt angebotenen Bluetooth-Dosen. Das Design ist schichtweg zurückhaltend elegant, ebenso unauffällig sind die Bedienelemente ins Gesamtkonzept eingebunden. Auf der Oberseite des Lautsprechers befinden sich Tasten für die Funktionen Play und Pause, die Justage der Lautstärke sowie zwei Buttons zum Vor- und Zurückspringen durch die Playlist. Das war es schon, mehr braucht’s hier aber auch nicht. Rückseitig sind die Anschlüsse für Strom und die kabelgebundene Signalzuspielung platziert. Zudem findet sich hier die sogenannte „Stereo-Pairing-Taste“. Über sie lassen sich zwei „Freyas“ miteinander paaren und parallel als waschechtes Stereo-Set betreiben. Neben den Punkten Optik und Funktionalität kann mich dann auch die Verarbeitung überzeugen. Sämtliche Materialien wirken sehr hochwertig und für ein mobiles Audiogerät sogar fast anmutend. Störende Nachlässigkeiten in der Produktion sind auch bei genauerem Blick nicht zu erkennen. Alles in Allem: Freya ist optisch und funktionell top!

Ein kurzer Blick auf das Bedienfeld in der Oberseite: Viel gibt’s hier nicht zu sehen, es ist aber alles vorhanden, was man braucht.

Strand, Garten oder Terrasse? Freya macht überall eine gute Figur

Bevor ich es krachen lasse, gibt es schnell noch einen Schnelldurchlauf durch die Funktionen: Wie es sich für einen kabellosen Lautsprecher gehört, zeigt sich Freya in dieser Kernkompetenz sehr unkompliziert. War das Quellgerät zuvor noch nicht mit der Box verbunden, dauert es maximal 30 Sekunden bis sich beide Geräte gefunden haben und erfolgreich gekoppelt werden können. Beim nächsten Einschalten erkennen sich Lautsprecher das Smartphone automatisch und koppeln sich in Sekundenschnelle von ganz allein. Sie bevorzugen die Verbindung per Kabel? Auch die ist problemlos möglich. Verbinden Sie beide Geräte einfach mit einem entsprechenden Audiokabel und schon kann es losgehen, eine weitere Einrichtung ist nicht erforderlich. Neben diesen Grundfunktionen bietet Clint seinen Kunden, die Freya im Doppelpack erwerben, eine unkomplizierte, kabellose Stereofunktion. Mit wenigen Tastenklicks lassen sich zunächst die beiden Lautsprecher miteinander verbinden, anschließend wird eine von beiden per Bluetooth mit dem Wiedergabegerät gekoppelt und als „Master“ festgelegt. Die Musik-Wiedergabe erfolgt dann absolut zeitgleich. Ein cleverer Lösungsansatz, so lässt sich die kleine Box wahlweise als mobile Lösung für den Stadtpark, den Strandurlaub oder die Terrasse oder eben alternativ als echte Stereo-Lösung für den Grillabend mit Freunden oder die Gartenparty einsetzen.

Ohne Kabel koppeln, und das im Handumdrehen: Per Bluetooth finden sich Smartphone/Tablet und Freya innerhalb weniger Sekunden. Ist die Suche abgeschlossen, noch koppeln und es kann losgehen.

Endlich geht’s ins Eingemachte: Freya im Soundcheck

Meiner Testtradition folgend, verbinde ich den Lautsprecher zunächst mit meinem Smartphone, positioniere ihn dekorativ auf dem Wohnzimmertisch und mache es mir auf der Couch gemütlich, um meinen Audible-Empfehlungen zu folgen. Neugierig macht mich dabei das Hörbuch “Herrentag: Anwalt Fickels erster Fall” von Hans-Henner Hess. Also: gekauft und abgespielt! Während die Story zunächst ein wenig schleppend anläuft, fällt das klangliche Urteil dagegen deutlich positiver aus: Martin Baltscheits Stimme (Tipp für Hörbuchfans: Ich kannte ihn bisher noch nicht, er macht seinen Sprecher-Job aber echt gut!) bringt Freya erfrischend naturgetreu rüber. Keine zischende S-Laute, und auch nicht zu viel Volumen in der Stimme. Hier passt auf Anhieb alles. Im Laufe der Zeit nimmt dann auch die Story an Fahrt auf. Stimmlich wirkt es fast, als wäre ich bei einer privaten Live-Lesung zu Gast. Mit den verschiedenen Stimmlagen der unterschiedlichsten Charaktere geht der Export aus Skandinavien übrigens ebenfalls sehr souverän und realitätsnah um, ganz nebenbei stimmt auch das Timbre. Was aber noch wichtiger ist: von nervigen Nebengeräuschen wie Rauschen oder Brummen (das kennt man von vielen preisgünstigeren Bluetooth-Speakern) findet sich hier keine Spur. Eine wirklich tolle Performance, die von einem mobilen Lautsprecher dieser Größe nicht unbedingt zu erwarten war. Um festzustellen, wie es um die musikalischen Wiedergabequalitäten steht, verlege ich Testphase zwei auf den nächsten Tag. Der Einsatzzweck könnte nicht passender sein, denn jetzt steht eine kleine Geburtstagsparty an. Eine, bei der zunächst die liebe Verwandtschaft zu Kaffee und Kuchen erscheint, um dann Abends für die feierwilligen Freunde Platz zu machen. Eine ideale Gelegenheit also, um verschieden Musikstile und Lautstärkepegel durch den Lautsprecher zu jagen – und ganz nebenbei noch den Akku auf die Probe zu stellen.

Verantwortlich für das schicke Design des Clint Freya ist Phillip Bodum. Ihm ist hier tatsächlich ein echter Hingucker gelungen. Einer, der sich perfekt in jede Wohnumgebung einpasst!

Feingeist mit Muckis

Los geht’s mit dezenter Hintergrundbegleitung mit dem Best of Frank Sinatra und dem Unplugged-Album von Andreas Gabalier. Auch wenn die Musik zu diesem Zeitpunkt der Party vielleicht nicht unbedingt im Fokus steht sondern lediglich im Hintergrund spielt, ist sie gut zu hören und geht nicht im allgemeinen Geräuschpegel unter. Höhen und Bässe zeigen sich als ausgewogen betont und weder überzogen noch zu sehr nach hinten gedrängt. Die Balance stimmt – das wiederum führt dazu, dass der Klang ausgesprochen natürlich herüberkommt – fast so als würde die Kaffeetafel von dezenter Livemusik begleitet. Nicht ganz zu Unrecht ließe sich nun behaupten, dass dies noch keine große Leistung ist. Stimmt, die wahre Leistungsfähigkeit meines Testgastes aus Dänemark soll im Laufe des Abends auf den Prüfstand kommen, wenn Kaffee und Kuchen gegen Pils, Wintergrillen (im sehr kalten März) und Kartoffelsalat ausgetauscht werden.
Jetzt wird die Art der Musik eine andere und die Lautstärke darf auch schon mal ausgereizt werden. Nacheinander melden sich unter anderem AnnenMayKantereit, Mickie Krause, Helene Fischer, Metallica und Wanda zu Wort. Die Stimmung steigt – und das nicht zuletzt aufgrund der sehr guten Soundqualität. Meine Bluetooth-Box zeigt sich auch hier als ausgesprochen ausbalanciert. Selbst im höheren Lautstärkebereichen hält Freya die Ausgewogenheit zwischen hohen und tiefen Frequenzen und bietet eine erstaunliche Transparenz. Im eindrucksvollen Klangbild bleiben einzelne Instrumente klar erkennbar. Die Bassleistung, auf die es beispielsweise beim simulierten Herzschlag in “Herzbeben” besonders ankommt, ist mit der einer großen HiFi-Anlage mit Subwoofer und leistungsstarken Lautsprechersystemen selbstverständlich nicht vergleichbar, für das kompakte Format und den Einsatzzweck von Clints Freya aber erstaunlich intensiv. Besonders positiv fällt in diesem Zusammenhang auf: Hier scheppert nichts, was bei fast vollständig aufgedrehter Lautstärke alles andere als selbstverständlich ist! Ich möchte die Soundeigenschaften von Freya mal so zusammenfassen: Sie ist leistungsstark und kraftvoll, kann aber auch die leisen Töne. Sie bietet einen hervorragenden, aber nicht “gekünstelten” Klangmix und kann sowohl durch eine exzellente Durchhörbarkeit, wie durch ihre dynamische Grundtondarbietung voll überzeugen. Kurz gesagt: Freya liefert eine wirklich gute Performance! Ganz nebenbei bemerkt: der Akku war selbst nach gut sieben Stunden noch nicht am Ende. Während der gesamten Laufzeit zeigte sich die Bluetooth-Verbindung als durchgängig und ausserordentlich stabil. So stabil, dass ich mit dem Smartphone zwischendurch auch mal auf den Balkon verschwinden konnte, ohne dass drinnen die Musik kollabiert wäre.

Wie schon erwähnt: Dieser Lautsprecher macht überall eine gute Figur und sorgt für gute und klangstarke Unterhaltung.

Fazit

Es ist ja allgemein bekannt, dass die Dänen ein durch und durch glückliches Volk sind. Einen kleinen Beitrag dazu liefert vermutlich auch diese kleine Bluetooth-Box. Freya macht einfach Spaß! Klanglich weiß dieser kompakte Aktiv-Lautsprecher voll und ganz zu überzeugen und auch in Sachen Verarbeitung und Design liefert sie stichhaltige Argumente für gute Laune. Besonders positiv fällt auf, dass der schicke Klang-Zylinder durch seine zurückhaltende aber elegante Gestaltung nahezu überall eine gute Figur macht. Er ist beim Picknick im Grünen ebenso ein Volltreffer wie auf dem Couchtisch oder auf der Kommode im Schlafzimmer. Betrachtet man all diese Pluspunkte, so ist der Preis, den man für einen Clint Freya derzeit investieren muss (199 Euro im Clint-Webshop), mehr als fair.

Test & Text: Stefan Meininghaus
Fotos: Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

94 %

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180406.Clint-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Clint
Freya
Produktkategorie:Bluetooth-Lautsprecher
Preis:199,99 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
- Grün
- Rot
- Grau
- Weiß
- Misty Green
- Powdery Blue
- Dusty Rose
Vertrieb:EET,Hilden
www.clintdigital.com
Abmessungen (HBT):210 x 100 x 100 mm
Gewicht:ca. 1,0 Kg
Akkuleistung:- 6 Stunden (Herstellerangabe)
- über 7 Stunden im Test
Quellen:- Bluetooth
- externe Analogquellen
Eingänge:- Bluetooth (aptX)
- analog Audio (3,5 mm)
- Micro-USB
Lieferumfang:- Freya Bluetooth
- Ladekabel
- Bedienungsanleitung
Besonderes:- kabellose Audioübertragung
- sehr gute Sprachqualität
- solide Grundtondynamik
- leistungsstarker Akku
- zeitloses Design
- exzellente Verarbeitung
- exquisite Materialqualität
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1,0
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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