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Redakteur

Mit dem Apprentice TT Lite offeriert Edwards Audio einen grundehrlichen Plattendreher für preisbewusste Vinylfreunde mit einer bemerkenswerten Besonderheit: Dieser Plattenspieler lässt sich über diverse Wege preisgünstig upgraden und wächst so mit den Anforderungen seines Besitzers. Es gibt aber noch andere Gründe, warum dieses Gerät eine ganz heiße Empfehlung wert ist.

Superflach, superschick: Der Edwards Audio Apprentice TT Lite.

Vinylscheiben und Plattenspieler sind seit Jahren wieder in aller Munde. Nicht nur angegraute HiFi-Enthusiasten halten der schwarzen Scheibe die Treue, auch eine wachsende Anzahl jüngerer Musikhörer und selbstverständlich auch die sogenannten Hipster kaufen Musik wieder analog. Wer kein passendes Abspielgerät besitzt, dem bietet sich heute wieder ein umfangreiches Angebot an Drehern aller Preisklassen zur Auswahl. Von den billigsten Geräten, die es im Kaufhaus und beim Elektronikdiscounter gibt, nimmt man – seinen wertvollen Scheiben und deren Erhalt zu Liebe – aber besser Abstand.
Hochwertige Plattenspieler, die die eigenen Vinyls auch bei mehrmaligem Abspielen nicht beschädigen, gibt es auch schon ab rund 300 Euro. Da lohnen sich teure Experimente mit billigen Plattenspielern ohnehin nicht. Mit einem Preis von knapp 400 Euro ist der Apprentice TT Lite von Edwards Audio, einer Marke der Talk Electronics aus Großbritannien, nur geringfügig teurer als der absolute Einstieg. Der Preis ist erschwinglich, auf den ersten Blick wirkt der Apprentice TT sogar deutlich teurer. Das könnte damit zusammen hängen, dass Talk Electronics in Großbritannien produziert und seine Produktion nicht, wie es viele Wettbewerber getan haben, nach Fernost ausgelagert hat. Der Eindruck stimmt schonmal, jetzt gilt es herauszufinden, ob der schicke Plattenspieler auch klanglich hält, was die Optik verspricht.

Wächst mit den Aufgaben

Auch in der Produkthierarchie des Britischen Unternehmens Talk Electronics bildet der Apprentice TT Lite den Einstieg in die Welt der Plattenspieler. Darauf deutet schon der Name hin, denn Apprentice bedeutet Neuling, Lehrling oder Auszubildender. Damit ist die passende Überleitung zu einer Besonderheit dieses Drehers auch hergestellt: Der Apprentice TT Lite ist ein mitwachsendes Einstiegsmodell, das sich durch hochwertigere Komponenten Schritt für Schritt aufrüsten lässt. Steht dem Besitzer der Sinn nach Verbesserung, lassen sich einzelne Komponenten austauschen – ganz so, wie es das Budget oder der Plan zulassen.
Kurz gesagt: der Edwards Audio wächst mit seinen Aufgaben. Die Upgrademöglichkeit ist, so viel sei hier aber schonmal vorweggenommen, zwar reizvoll aber keinesfalls notwendig, denn auch in der Basisversion bekommt man mit diesem Gerät schon ziemlich viel Klang für’s Geld!

Subteller und Antriebsriemen vor dem Upgrade …

Modernes Design, bewährte Technik

Der Apprentice TT Lite ist im Grunde genommen ein klassischer Brettspieler. Das ist keinesfalls abwertend gemeint, es beschreibt lediglich die Bauform des Plattenspielers und die ist bis in den vierstelligen Preisbereich eine recht verbreitete Bauart. Die Grundlage dieses Drehers stellt eine 46 x 36 Zentimeter große Holzplattform bereit, in die alle benötigten Komponenten eingelassen sind. Gemeint sind die wichtigen Teile des Drehers, das sind der Plattenteller samt Lager, der Motor und Antrieb, sowie der Tonarm mit Tonabnehmer. Sie sind die tragenden Elemente eines jeden Plattenspielers, sie bestimmen den Klang maßgeblich. Damit die Form nicht ganz so langweilig daher kommt, wurden die Seiten schwungvoll ausgeschnitten, was die rechteckige Grundform etwas auflockert. Das sieht schick aus, bringt aber auch einen klitzekleinen Nachteil mit sich: Bei geschlossener Abdeckhaube kann Staub durch die gewölbten, seitlichen Öffnungen eintreten, es muss also etwas öfter geputzt werden. Doch zurück zur Technik, beginnend beim Lager: Dieses ist exakt in der Mitte der Grundfläche eingelassen und sorgt dafür, dass sich der darüber platzierte Plattenteller möglichst reibungsarm und geräuschlos drehen kann. Das Lager des Apprentice TT ist direkt mit dem Chassis verschraubt und guckt, bedingt durch die Brettspieler-Bauform, auf der Unterseite des Plattenspielers etwas heraus. Zu sehen ist die Befestigung jedoch nur, wenn der Dreher auf Augenhöhe steht. Steht er niedriger, was wohl in den allermeisten Einsatzszenarien der Fall sein dürfte, bleibt das Lager unsichtbar. In der Lagerbuchse dreht sich die Lagerachse, die im Fall des Apprentice mit einem Kunststoff-Subteller verbunden ist. Der Subteller, das ist eine kleinere Scheibe, die unterhalb des eigentlichen Plattentellers angeordnet ist. Sie übernimmt die Funktion der Lagerung und des Antriebs. Auf dem Subteller liegt dann der eigentliche Plattenteller, hier bestehend aus schickem Plexiglas, auf dem dann wiederum die Schallplatte ihren Platz findet. Den nötigen Antrieb übernimmt ein Motor. Dieser ist links hinter dem Subteller angeordnet und wird vom eigentlichen Plattenteller verdeckt. Der Antrieb rotiert mit konstanter Drehzahl, sie ist von der Netzfrequenz vorgegeben. Um die Plattenteller-Drehzahl zwischen 33 und 45 RPM zu ändern, wird der Antriebsriemen unter dem Teller bei diesem Vinyldreher umgelegt. In diesem Fall setzt Edwards Audio auf den bewährten Riemenantrieb ohne elektronische Geschwindigkeitsumschaltung. Diese Antriebsart ist die am weitesten verbreitete bei Plattenspielern, da der Motor so ohne großen Aufwand effektiv vom Teller entkoppelt ist und im Idealfall kaum Vibrationen auf den empfindlichen, mikroskopischen Abtastvorgang übertragen werden. Zum Wechsel der Geschwindigkeit wird der Riemen dann einfach am Motorpulley auf eine Führung mit anderem Durchmesser umgelegt. So ergibt sich ein anderes Übersetzungsverhältnis und der Teller dreht langsamer beziehungsweise schneller – einfacher und effektiver geht es kaum. Ein- und Ausschalten lässt sich der Motor mittels eines kleines Schalters, der vorn links in das Gehäuse eingelassen ist. Er stellt das einzige Bedienelement dar, weitere Knöpfe gibt es bei meinem Testgast nicht.

Der Plattenteller des Apprentice TT Lite besteht aus transparentem Acryl.

Musik aus der Rille

Fehlt noch die Abtasteinheit: Sie besteht aus Tonarm und Tonabnehmer und befindet sich, klassisch angeordnet, gegenüber des Motors auf der rechten Seite des Plattenspielers. Die Aufgabe des Tonarms ist es den Tonabnehmer, der die eigentlich Abtastarbeit übernimmt, möglichst ruhig und mit einer definierten Auflagekraft über die Platte zu führen. Damit er dieser Funktion bestmöglich nachkommt, muss er besonders leichtgängig und dennoch spielfrei sein. Aus diesem Grunde ist die Lagerung das A und O eines hochwertigen Tonarms. Am Apprentice TT gibt es diesbezüglich nichts auszusetzen, der Tonarm ist ebenfalls von bewährter Bauart. Er verfügt über einen Tonarmlift, der direkt am Schaft montiert ist und über eine Antiskating-Funktion, die, durch Reibung verursachte, ungleiche Abnutzung der Nadel verhindern soll. Damit sind wir beim letzten wichtigen Element des Plattenspielers: Dem bereits montierten Moving-Magnet-Tonabnehmer C50. Nur er hat direkten Kontakt zur Platte und tastet Informationen über einen winzigen Diamanten in der Rille ab. Anschließend werden die mikroskopischen Vibrationen mit Spulen und Magneten in eine ebenfalls winzig kleine, elektrische Spannung gewandelt. Diese Spannung wird fortan über das fest montierte Cinchkabel zum Verstärker transportiert. Wer am heimischen Verstärker keinen Phono-Eingang für den Plattenspieler hat, für den gibt es von Edwards Audio den passenden Vorverstärker passend zum Apprentice TT. Das kleine Kistchen hört ebenfalls auf den Namen Apprentice und ist wahlweise für MM- oder MC-Tonabnehmer erhältlich. Wofür das? Ein Phono-Vorverstärker ist nötig, da das vom Tonabnehmer kommende Signal extrem klein und andererseits verzerrt ist. Das Musiksignal ist auf Schallplatten nämlich nicht linear gespeichert, sondern mit deutlich abgesenkten Bässen und angehobenen Höhen hinterlegt, um Platz zu sparen und das Rillengeräusch zu übertönen. Diese sogenannte RIAA-Verzerrung entzerrt der Vorverstärker und macht aus dem empfangenen Signal wohlklingende Musik. Zu diesem Zweck wird der kompakte Verstärker einfach zwischen Plattenspieler und HiFi-Verstärker in den Signalweg eingebaut und über das beiliegende Kabel mit Strom versorgt. Verfügt ihr Stereo-Amp bereits über einen integrierten Phono-Vorverstärker, wird ein externes Gerät natürlich nicht mehr benötigt.

Optional bietet Edwards Audio den zum Apprentice TT passenden Phono-Vorverstärker namens Apprentice Phono Stage.

Apprentice TT: Einrichtung leicht gemacht

Besonders erfreulich ist, dass der Edwards Audio Apprentice TT bereits komplett spielfertig ausgeliefert wird, alle Justagearbeiten sind also bereits erledigt. Ich kann somit gleich damit beginnen, einen geeigneten Aufstellungsort zu suchen. Dieser sollte selbstverständlich eben sein und nicht schwingen, ansonsten ist man in Sachen Aufstellort relativ frei. Die drei Füße des Apprentice TT machen ihn wackelfrei. Eine dicken Gummiauflage unter den Füßen verhindern zudem, dass Vibrationen aus dem Untergrund auf ein Minimum reduziert werden. Ist der Apprentice dann seiner Verpackung entnommen, kann es fast schon losgehen. Im nächsten Schritt wird die unterhalb des Subtellers befindliche Transportsicherung entfernt. Anschließend wird die Abdeckhaube in die Scharniere an der Rückseite des Plattenspielers gesteckt. Hier gibt es einen kleinen Grund zur Kritik: Die Staubschutzhaube des Plattenspielers löst sich leicht aus ihrer Aufhängung. Das ist ärgerlich und kann vermieden werden, in dem man die Haube mit zwei Händen anhebt. Im Betrieb lässt sich diese Schwierigkeit jedoch elegant umgehen, in dem man die Haube einfach weg lässt. Das sieht übrigens besser aus und klingt auch noch besser.
Neben dem Anschluss an das Stromnetz und den Verstärker fehlt nur noch die Montage des Gegengewichts, dass den Tonarm ausbalanciert und für die richtige Auflagekraft des Tonabnehmers sorgt. Keine Sorge, auch das ist Kinderleicht: Das Gewicht wird einfach vorsichtig hinten auf das Tonarmrohr geschoben und zwar so weit es geht, fertig. Das passende Gewicht ist nun eingestellt und der Hörspaß kann beginnen.

Draufsicht: Beim Edwards Audio Apprentice TT Lite bestimmen sanfte Kurven die Optik.

Gute Performance in der Basis

Meinen Hörtest starte ich mit „The Breeze – An Appreciation of JJ Cale“, einem von Eric Clapton mit befreunden Musikern für den kurz zuvor verstorben JJ Cale veröffentlichtem Album. Die Platte ist eine echte Empfehlung und macht musikalisch unheimlich Spaß. Sorgfältig produziert, eignet sie sich auch hervorragend zu Testzwecken. In meinem ersten Hörtest zeigt sich dann schnell: Der Edwards Audio Apprentice TT Lite legt von Beginn an eine sehr gute Leistung ab. Dabei klingt er keinesfalls so, wie man sich den Schallplattenklang vorstellt, wenn man noch nie eine Platte gehört hat. Mit dem typischen Grammophon-Klang mit Rauschen, Knacksern und anderen Störgeräuschen hat das hier nichts zu tun. Der Klang ist rund und legt durch seinen üppigen Bass den Fokus auf die tiefen Frequenzen. Eine Klangcharakteristik, die zum Beispiel gut mit Kompaktlautsprechern mit zurückhaltendem Bass harmoniert. Doch auch an massiveren Standlautsprechern wie der Canton Chrono 509.2 DC macht der Apprentice eine gute Figur. Niemals überfordert, wird hier eine agile Performance mit großer Spielfreude geliefert. Lediglich in den feinsten Feinheiten wie Hall und den höchsten Höhen lässt der Edwards Vinyldreher klanglich etwas liegen. Gemessen am Einstandspreis ist die akustische Leistung aber mehr als in Ordnung – und wie eingangs erwähnt, haben wir ja schließlich noch die Möglichkeit den Apprentice TT upzudaten.

Schritt für Schritt in eine höhere Klasse

Und das wird nun auch gemacht. Ich beginne das Upgrade mit dem günstigsten Tuning-Teil, dem hochwertigen, blauen Antriebsriemen. Er trägt den Namen „Little Belter“ und ist für knapp 20 Euro zu haben. Für einen augenscheinlich einfachen Gummiriemen ist der Preis schon knackig, das Ergebnis aber überraschend: Bereits beim Einschalten des Antriebs ist der Unterschied hörbar. Der etwas dickere und strammere Riemen quietscht kurz, als er den Teller in Rekordzeit beschleunigt. Das macht schonmal einen guten Eindruck. Fühlbar wird der Unterschied, sobald man die aufgelegte Platte mit einer Carbonbürste säubert. Während der Plattenteller bei dieser Arbeit über den Standardriemen etwas abgebremst wird, zieht der Little Belter kraftvoll durch. Bei dieser Gelegenheit ein kleiner Tipp für Vinyleinsteiger: Das Abbürsten der Platten sollte man sich routinemäßig vor dem Absenken der Nadel angewöhnen. So wird grober Schmutz, der sonst von der Nabel in die Platte eingearbeitet wird, effektiv entfernt. Günstige Carbonbürsten und anderes Zubehör gibt es in jedem Vinyl-Shop oder alternativ in gut sortieren Onlineshops wie beispielsweise bei protected.de.
Der neue Antrieb macht sich aber nicht nur mechanisch bemerkbar. Auch das Klangbild des Apprentice TT bedankt sich für die Aufrüstung durch eine deutlich verbindlichere und knackigere Wiedergabe, die für einen nochmals steigenden Spaßfaktor sorgt. Zudem scheinen mir auch die Detailwiedergabe und insbesondere die akustische Raumdarstellung zuzulegen, alle Instrumente nahmen plötzlich gut hörbar ihre natürliche Position ein. Kurzfazit: Der Riemen ist definitiv schonmal eine Empfehlung wert.

Litte Belter nennt sich der blaue, hochwertigere Riemen über den sich der Apprentice TT Lite klanglich aufrüsten lässt.

Neuer Teller, neue Matte, neuer Klang

Das nächste Tuningteil ist mit knapp 100 Euro zwar etwas teurer, jedoch auch deutlich aufwendiger gefertigt: Es handelt sich um einen hochwertigeren Subteller. Aus Metall gefertigt, ersetzt er den einfachen Kunststoffteller. Durch seine höhere Masse gewinnt der Plattenspieler nun an Drehzahlstabilität. Zudem scheinen die Lagertoleranzen ebenfalls sorgfältiger gearbeitet, was sich bereits daran bemerkbar macht, dass eine gefühlte Ewigkeit vergeht, bis sich der Teller im Lager vollständig gesetzt hat. Das spricht für extrem genaue Passungen. Klanglich macht sich der Subteller, der dank des transparenten Plattentellers auch optisch eine Aufwertung darstellt, durch einen deutlich präziseren und klarer konturierten Bass bemerkbar, der nun nicht mehr nur üppig, sondern auch noch eine Ecke präziser klingt. Insgesamt wirkt der Klang des Apprentice TT nun wesentlich strukturierter und erwachsener. Alles irgendwie ernsthafter und richtiger als mit dem Kunststoffteller.
Die nächste Aufrüstung erfolgt über die Edwards Audio Korkmatte namens Matt Cork 3mm (uvP.: 24,90 Euro), die als Kupplungsschicht zwischen Teller und Platte zum Einsatz kommt. In der Standardversion liegt die Platte direkt auf dem harten Plattenteller, hier ist also noch Verbesserungspotenzial vorhanden. Unter der Platte platziert, zügelt die Cork Mat dann das Temperament des Apprentice TT und verhilft ihm zu einer etwas entspannteren Spielweise. Insbesondere die Hoch- und Mitteltonwiedergabe erscheinen jetzt einen Tick sanfter und gefälliger. Ob das nun besser ist oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Den Unterschied würde ich fast in die Kategorie „Persönlicher Geschmack“ einsortieren aber mir hat die Veränderung definitiv gefallen. Zuviel des Guten ist hingegen eine markenfremde Filzmatte, die ich anschließend zum Vergleich ausprobiert habe. Liegt sie unter der Scheibe, wird der Klang dumpf und unspektakulär.

Subteller und Antriebsriemen nach dem Upgrade: Das neue Duo wertet die Optik auf und klingt auch besser.

Bleibt also noch ein letztes Tuningteil: Der Tonabnehmer Zephyr C100. Zum moderaten Preis von 60 Euro ersetzt er den Standard-Abtaster. Der System-Wechsel ist allerdings nichts für Ungeübte und sollte daher idealerweise vom Händler erledigt werden. Allein schon deshalb, weil etwas Werkzeug, eine Einstellschablone und eine Test-Platte benötigt werden. Für erfahrene Plattenliebhaber stellt der Wechsel jedoch keine Schwierigkeit dar. Nach erfolgreichem Wechsel des Abtasters präsentiert sich der Apprentice TT Lite dann klanglich tatsächlich eine Klasse besser. Obwohl für meinen Geschmack vorher nichts fehlte, scheint das gesamte Klangbild nun deutlich aufgewertet: Ein detaillierterer Hochton, stimmigere Mitten und ein schärfer konturierter, knackiger Bass. Alles garniert mit einer ordentlichen Portion Räumlichkeit. Im direkten Vergleich zu deutlich teureren Analog-Systemen fehlt mir zwar nach wie vor das allerletzte bisschen an Auflösung und Feinheit, der Apprentice TT Lite ist jedoch unbestreitbar ein knackig spielender Spaßmacher und in seiner Preisklasse eine absolute Empfehlung.

Der veielleicht größte Upgrade-Sprung: Das Nadelsystem C100.

Fazit

Der Edwards Audio Apprentice TT Lite überzeugt durch ein durchdachtes Konzept, seine hochwertige Verarbeitung „Made in the UK“, guten Klang und einen fairen Preis von knapp 400 Euro. Preisbewusste Vinyleinsteiger erhalten aber nicht nur einen guten Plattendreher, sondern ein Gerät, das mit den eigenen Ansprüchen wächst. Über verschiedene Tuningteile aufrüstbar, wird aus dem Einstiegsmodell ein ernsthafter Plattenspieler mit Anspruch. Die einzelnen Tuning-Schritte aus Antriebsriemen, Subteller, Korkmatte und Tonabnehmer (die selbstverständlich nicht in dieser Reihenfolge installiert werden müssen) sind klanglich sehr gut nachvollziehbar und absolut bezahlbar.

Test & Text: Jonas Bednarz
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

92 %

97 %

96 %

180617.Edwards Audio-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Edwards Audio
Apprentice TT Lite
Produktkategorie:Plattenspieler
Preis:ab 399,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
- Weiß
- Rot
Vertrieb:B&T hifi vertrieb GmbH, Erkrath
Tel.: +49 2104 / 175560
www.bthifi.com
Abmessungen (HBT):463 x 125 x 361 mm (inkl. Haube)
Gewicht:- 4,9 Kg
Prinzip:- Brettspieler
Tonarmbasis:standardgefräst für SME (Adapter auf Bestellung)
Tonarm (optional):- Edwards Audio EA101
Tonabnehmer (optional):- C 50
Geschwindigkeiten:33 ⅓ und 45 UpM
Lieferumfang:- Apprentice TT Lite
- Haube
- Anleitung
Optionales Zubehör:- C100 Tonabnehmer
- Little Belter Antriebsriemen
- Alu-Subteller
- Korkmatte
Besonderes:- sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
- diverse Upgrademöglichkeiten
- hochwertiger Tonarm
- gute Verarbeitung
- satte, knackige Bassperformance
Benotung:
Klang (60%):1,1
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1,0
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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