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Redakteurin

Den TV-Klang aufwerten – das will doch eigentlich jeder. Doch gerade in kleineren Räumen kommen große Lautsprecher meist nicht infrage und selbst Soundbars in Kombination mit einem Subwoofer nehmen hier oft einfach zuviel Platz ein. Polk präsentiert mit seinem MagniFi Mini eine ultrakompakte Variante nebst Kabellos-Subwoofer, die sich klanglich nicht hinter den Großen verstecken will.

Die MagniFi Mini Soundbar ist gerade einmal acht Zentimeter hoch und passt perfekt unter nahezu jeden modernen Flat-TV.

Der „große Bruder“ war bereits bei uns zum Test. Das MagniFi MAX SR, bestehend aus Soundbar, Subwoofer und zwei kabellosen Surrounds, überzeugte bei unserem Hörraum auf ganzer Linie. Das amerikanische Viererpack sorgte für einen unvergleichlich raumfüllenden Klang bei der Wiedergabe von Filmen, Sportevents und Musik. Diesmal geht es jedoch nicht um eine Rundum-Surroundlösung inkl. Rearspeakern sondern um eine reine Frontsurround-Variante im Kompaktformat, jetzt hat Polk uns nämlich seinen MagniFi Mini geschickt: Ein Duo bestehend aus Soundbar und Sub, das mit seinen Abmessungen perfekt für kleinere Räume kreiert wurde, in der Lage ist drahtlos zu kommunizieren und obendrein auch noch richtig fetten Sound raushauen soll.

Herzliche US-Amerikaner

Polk Audio ist gerade dabei sich auch in unseren Breitengraden einen Namen zu machen. Immer mehr Produkte strömen derzeit in Deutschland und anderen europäischen Ländern auf den Markt. Seinen Hauptsitz hat das HiFi-Unternehmen, das bereits 1972 gegründet wurde, in Baltimore/Maryland. Seit Firmengründung legen die US-Amerikaner höchsten Wert auf zwei Dinge: Den Einsatz neuester Technik, um so den besten Klang in die Welt zu tragen und ein Produktdesign mit viel Herz. Das zeigt sich zum einen im Logo, das neben dem Polk-Schriftzug ein schlichtes Herz ziert, zum anderen sind Soundbars, Lautsprecher und Co. der amerikanischen Audioschmiede einfach schick und liebevoll gestaltet. Ein Paradebeispiel dafür ist beispielsweise die Fernbedienung des MagniFi Mini, die mich schon bei unserem ersten „Treffen“ mit ihrer ungewöhnlichen Liebe zum Detail begeistert hat: Mittig befindet sich eine länglich vertiefte Taste, wieder andere sind erhöht. Das gilt zum Beispiel für das „Plus“ und „Minus“ der Voice-Adjust- und Bass-Einstellungen. Die kleinen Piktogramme für Sport, Film und Musik machen die kleine Fernbedienung, die zudem richtig gut in der Hand liegt, auch optisch zu einem Genuss. Der Quick Guide, der beim Aufbau und den diversen anderen Einstellungen hilft, ist ebenfalls sehr übersichtlich, lesefreundlich und erfrischend „herzlich“ gestaltet.

Der Subwoofer überragt die Soundbar (naturgemäß) um Welten, ist aber so schmal gehalten, dass er in nahezu jede Ecke passt.

Alles mit an Bord

Öffnet man den Karton der Polk-Soundbar, wird zunächst der Blick auf eine Vielzahl an Zubehör frei. Dazu gehören Netzkabel, eine HDMI-Leitung, ein optisches Kabel sowie eine Aux-Verbindung. Damit ist sichergestellt, dass die kleine Soundbar auch sofort an jeden Fernseher angeschlossen werden kann, um den TV-Klang aufzuwerten. Der Subwoofer hingegen benötigt nur ein Netzkabel. Ebenfalls mit im Gepäck: Die besagte Fernbedienung plus Batterien, ein Quick Start Guide, weitere Produktunterlagen sowie Stromkabel mit Steckervarianten für andere Länder. Eine Etage tiefer finden sich dann die beiden Hauptdarsteller meines Tests: Soundbar und Subwoofer.

Soundbar: Klein und schick
34 Zentimeter breit, 11 tief, 8 hoch: Das sind die fast schon niedlichen Maße der erfreulich kompakt daherkommenden Soundbar von Polk. Die große MagniFi MAX SR hatte dagegen beim Test mehr als einen Meter Platz eingenommen. Rein größentechnisch unterscheiden sich die beiden Soundbars also schon mal extrem. Aber kann die kleine Version optisch genauso überzeugen wie die große? Bei der MagniFi Mini dominieren, wie schon beim großen Bruder, klare Linien. Die Front ist leicht nach vorne ausgewölbt, die Ecken sind sanft gerundet. Alles in allem ist das Erscheinungsbild meines heutigen Testprobanden gleichermaßen edel wie schlicht. Ein Design, das sich problemlos in jedes Wohnambiente einpasst.
Front und Oberseite sind mit einem textilen Gewebe überzogen, das schaut absolut hochwertig aus und fühlt sich auch gut an. Dieser Bezug hatte mich schon bei dem 1,10 Meter langen Klangriegel begeistert und fällt mir auch hier positiv auf. Ein bisschen schade: Auf den wirklich schönen Hochglanzeffekt der Maxi-Variante wurde bei der Mini-Version, vermutlich aus Platzgründen, verzichtet. Frontseitig an der 1,76 Kilo schweren Soundbar findet sich das silberfarbig gerahmte Voice-Adjust-Feld. Dieses verspricht (in der richtigen Einstellung) akustisch nicht nur für eine optimale Dialoglautstärke, sondern unterstreicht auch den schönen visuellen Eindruck. Auf der Oberseite des MagniFi Mini findet sich dann ein schwarzes Feld inklusive einer gummierten Fläche, die die symmetrisch angeordneten Bedientasten beherbergt: Power, Bluetooth sowie Quelle links neben dem Polk-Logo, rechts Nachtmodus, Lautstärke-Minus und Lautstärke-Plus.

Das Bedienfeld befindet sich in der Oberseite der Soundbar. Hier lässt sich das System ein- und ausschlaten oder die gewünschte Quelle wählen.

MagniFi Mini bietet viel an

Während einige Einstellungen ausschließlich über die Soundbar vorgenommen werden können (z.B. Bluetooth) und andere nur über die Fernbedienung (z.B. Bass- und Voice-Adjust) zu steuern sind, sind manche Parameter auch über beide Varianten (z.B. Nachtmodus, Lautstärke) erreichbar. Hat man sich einmal dran gewöhnt, stellt diese Tatsache kein Problem dar. Lediglich eine Bluetooth-Taste, um beispielsweise das Smartphone mit dem Lautsprecher zu verbinden, vermisst man hin und wieder auf der Fernbedienung.
Die rückseitig platzierten Anschlüsse (Stromversorgung, HDMI-, optischer- und AUX-Eingang, USB, WiFi-Reset und Ethernet LAN) sind ebenfalls sehr übersichtlich und großzügig angeordnet. Hier findet man sich ebenso gut zurecht wie auf der Fernbedienung oder besagtem Tastenfeld in der Oberseite der Soundbar. Zuvor angesprochenes Voice-Adjust-Feld beherbergt noch einige LED-Lampen, die sich für die Anzeige bestimmter Statusmeldungen verantwortlich zeigen oder über die gerade anliegende Quelle, Lautstärke, Wiedergabemodi, etc. informieren. Im ausgeschalteten Zustand sind diese nicht zu sehen. Sichtbar werden sie für kurze Zeit, sobald man die Soundbar anschaltet oder Lautstärke, Modus, etc. verändert.

Das Anschlußfeld des MagniFi Mini zeigt sich modern und üppig bestückt.

Schlicht und sportlich

Der zum Set gehörige, drahtlose Subwoofer ist etwa 36 Zentimeter hoch, ebenso tief, dabei aber nur knapp 19 breit. So kommt er ziemlich sportlich und windschnittig daher. Mit dieser verhältnismäßig geringen Breite verschwindet er perfekt in schmalere Lücken kleinerer Wohnzimmer oder einfach hinter der Couch. Der Wireless-Sub ist optisch komplett in schwarz gehalten – mit Ausnahme des Polk-Schriftzugs mittig obendrauf. An seiner Rückseite finden sich neben dem Anschluss für den Netzstecker eine Standby-LED sowie eine kleine runde Taste für die Synchronisation mit der Soundbar. Sein Gewicht von 3,68 Kilo wird optimal auf vier rutschfeste Standfüße verteilt.

In der Unterseite des Subwoofers thronen ein 165-Zentimeter Tieftontreiber und die große Bassreflex-Öffnung.

Bluetooth, Google Assistant und Co.

Der MagniFi Mini stellt sich als wahres Multitalent heraus. Es wertet nicht nur den TV-Klang auf, sondern bietet sich auch als ernstzunehmendes HiFi-Setup an. Die Zuspielung erfolgt dabei zum einen über Bluetooth. Für den Verbindungsaufbau muss nur die entsprechende Taste auf der Soundbar gedrückt werden. Anschließend blinkt eine blaue LED in der Front der Soundbar und das Gerät wird als „Polk MagniFi Mini“ in der Liste verfügbarer Bluetooth-Partner angezeigt. Jetzt genügt ein Fingertipp um die Verbindung zum Tablet, Smartphone oder Laptop aufzubauen. Sind die gewünschten Geräte schließlich miteinander verbunden, leuchtet die LED durchgängig blau.
Obendrein bietet das Polk-Duo aber auch die Möglichkeit, Musik mit Hilfe von Google Chromecast Built-in (Dazu wird die Chromecast-App benötigt) zu streamen. Das macht die Musikauswahl schier unendlich, denn nun hat man Zugriff auf Millionen von Songs von Google Play Music, Spotify und Pandora. Ist diese Funktion gewählt, leuchtet eine weiße LED auf der Soundbar auf.

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https://www.youtube.com/watch?v=fSh1TqsJaFI

Anschluß und Aufstellung

Zwei Punkte, die bei vielen Soundbars gar nicht so einfach umzusetzen sind, die sich dank weniger Kabel und einer guten Quick-Guide-Beschreibung hier aber als ziemlich einfach herausstellen:

1. Die Soundbar
Für das bestmögliche Sounderlebnis positionieren Sie die Soundbar möglichst mittig vor bzw. unter dem Fernseher. Verfügt der Flat-TV über einen HDMI-Eingang (idealerweise mit der Aufschrift „ARC“), wird das HDMI-Kabel dort und an der Soundbar eingesteckt. Besitz ihr Fernseher einen solchen Eingang nicht, lassen sich beide Geräte aber auch mit Hilfe eines optischen Digitalkabels verbinden. Ist der Fernseher weder mit einem HDMI- noch mit einem optischen Eingang ausgestattet, verwendet man einfach das mitgelieferte AUX-Kabel. Ist das erledigt, wird zum Abschluss noch das Netzkabel der Soundbar in die Steckdose gesteckt und schon befindet sich das Gerät in der Aufwärmphase (LED blinkt rot).

2. Der Subwoofer
Idealerweise ist er in der Nähe der Soundbar positioniert, technisch gesehen kann er theoretisch aber auch hinter der Couch stehen. Jetzt muss er lediglich mit Strom versorgt werden. Ist die Verbindung hergestellt, leuchtet eine grüne LED an der Rückseite des Subwoofers. Soundbar und der drahtlos verbundene Sub kommunizieren nun automatisch und drahtlos miteinander.
Sind Fernseher und Soundbar eingeschaltet, steht der kurze Funktionstest an: Kommt der Klang nur aus dem Polk-Duo, ist alles in Ordnung. Dringt der Sound hingegen gleichzeitig aus dem TV und aus der dem MagniFi Mini, müssen noch die im TV integrierten Lautsprecher über das Einstellungsmenü am Fernseher deaktiviert werden. Ist das erledigt, kann’s endlich richtig losgehen!

Das Anschlußmodul des Subwoofers ist übersichtlich gehalten, bietet aber alles, was in dieser Kombination benötigt wird.

Das Optimum herausholen

Jetzt startet auch das Hörvergnügen. Praktisch: Hat man eine HDMI-/ARC-Verbindung hergestellt, schaltet sich die Soundbar automatisch ein sobald der Fernseher aus dem Standby-Schlaf geholt wird. Das zusätzliche Einschalten eines zweiten Gerätes fällt hier also weg. Mit Hilfe der Fernbedienung – die wie bereits erwähnt optisch, aber auch haptisch, auf ganzer Linie überzeugt – können jetzt noch alle wichtigen Einstellungen sowie das klangliche Feintuning vorgenommen werden.
Selbst Niederfrequenzlautstärken für mehr oder weniger Bass lassen sich über die dazugehörigen Plus- und Minus-Tasten ganz leicht einstellen. Genauso die Optimierung des Voice-Adjust: Mit dieser Funktion lassen sich in erster Linie Dialoglautstärken regeln. Das ergibt beispielsweise bei der Wiedergabe von TV-Shows, Filmen und Sportübertragungen Sinn. In minimalen Abstufungen kann aber auch die Gesamtlautstärke perfekt justiert werden – optisch dargestellt durch mehrere LED-Indikatoren, die zunächst ihre Leuchtkraft verändern und dann erlöschen oder aufleuchten.

Der silberfarbene Rahmen markiert das Voice Adjust-Feld der Soundbar.

Zur Auswahl: Sport, Musik & Film

Ebenfalls über die Fernbedienung können verschiedene Klang-Modi ausgewählt werden: Für Filme, Musik und Sport. Mit nur einem Knopfdruck werden die jeweiligen Voreinstellungen des internen Equalizers aktiviert und so der Klang von Soundbar und Subwoofer optimiert. Polk verspricht diesbezüglich klarere Dialoge, einen intensiveren Surround-Sound oder tiefere Bässe für ein bestmögliches Klang- und Heimkinoerlebnis.
Ein weiterer Knopfdruck aktiviert den Nachtmodus. Ist dieser ausgewählt, wird der Bass reduziert. Zugleich wird Voice-Adjust verstärkt, um Dialoge kristallklar wiederzugeben, ohne dabei den gesamten Lautstärkepegel anheben zu müssen. Clever, so kann das Filmgeschehen intensiv verfolgt, während weder die schlafenden Kinder, noch die Nachbarn aufgeweckt werden.

Die Fernbedienung ist übersichtlich gestaltet, bietet aber Zugriff auf nahezu alle funktionen. Besonders interessant: Die drei Direktwahlknöpfe für die verschiedenen Klangpresets (unten).

Ein Klangtest, der Spaß macht

Aktuell läuft die Fußball-Weltmeisterschaft. Was liegt da also näher, als mit dem Sportevent des Jahres in den Hörtest zu starten? Fernseher an, schon dringen die ersten Töne aus Russland aus dem Polk-Duo. Zu Beginn läuft die Soundbar im „Normal-Modus“, in dem keine Veränderungen an Bass, Voice-Adjust, etc. vorgenommen wurden. Besser als der TV-Klang ist das Ergebnis jetzt schon – ansonsten gilt für die Soundbar wie für das Spiel, das gerade läuft: Da ist noch Luft nach oben! Per Fernbedienung will ich dann ein wenig mehr Bass rauskitzeln, dazu Voice-Adjust leicht erhöhen und ein bisschen lauter aufdrehen – das soll für Stadionatmosphäre sorgen. Das Ergebnis kann sich sehen bzw. hören lassen: Alles ist plötzlich deutlich voluminöser, klarer und raumfüllender.
Aber geht da noch mehr? Mal sehen, weshalb ich mit dem Daumen das kleine Fußballmännchen auf der Fernbedienung drücke: Der Sportmodus ist nun aktiviert und der macht seinem Namen tatsächlich alle Ehre. Der Kommentar drängt sich nun noch weiter in den Vordergrund (wer das nicht mag, kann diesen mit Voice-Adjust aber auch wieder ein wenig zurücknehmen), vor allem kommt jetzt aber die Atmosphäre im Stadion voll zur Geltung: Die Gesänge der Fans, das Treten des Balles bei Flanken und Befreiungsschlägen, dann Pfiffe von den Rängen, ein Kopfball und das beeindruckende „Huh“ der Isländer. So macht Fußball gucken Spaß!
Jetzt wird auch deutlich, warum Polk gleich sechs Lautsprecher in seine nur 34 Zentimeter breite Soundbar eingebaut hat. Vier Breitbandtreiber und zwei Hochtöner in Reihe und im perfekten Zusammenspiel mit dem Wireless-Subwoofer erschaffen eine Klangkulisse, die man diesem Duo nicht unbedingt zugetraut hätte. Natürlich muss man in Sachen Surround-Sound im Vergleich zur großen MagniFi MAX SR ein paar Abstriche machen. Während die große Soundbar nicht nur mit mehr Volumen daherkam, punktete sie auch durch zwei kabellose Surroundlautsprecher, die rechts und links vom Hörplatz aufgestellt werden. Die dadurch einpasselnden akustischen Eindrücke vermittelten mir damals noch mehr das Gefühl, ich würde tatsächlich mitten im Stadion sitzen. Das kann die MagniFi Mini zwar nicht ganz bieten, doch auch die kleine Polk-Variante kreiert ein tolles Surround-Erlebnis. Eines, das trotz der Kompaktheit meines Testgastes auf ganzer Linie überzeugt.
In der zwischenzeitlichen Nachrichtensendung in der Fußball-Halbzeitpause geht es dann nicht minder beeindruckend weiter: Das Jingle der Tagesschau ertönt: „Döömdööm, döm, döm, döm, dööööm.“ Schon tausendmal gehört, hat es nun aber eine ganz neue und eigene Dynamik, mehr Bass und mehr Tiefe. Und mit Hilfe der Voice-Adjust-Einstellungen ist der Sprecher jetzt so deutlich und klar zu verstehen wie selten zuvor.

Die MagniFi Mini nimmt wenig Platz in Anspruch und macht unter jedem Fernseher eine gute Figur.

Musikalisch überzeugend

Nach dem TV-Klangtest geht es dann musikalisch weiter. Der Plan: Die Soundbar per Bluetooth mit dem Smartphone verbinden und einen Song raussuchen, den wirklich jeder kennt und der schon unzählige Male gecovert wurde. Meine Wahl: „Forever Young“ von Alphaville. Zarte elektronische Töne dringen aus den Lautsprechern, gefolgt von der Stimme Marian Golds, der kürzlich in der Vox-Sendung „Sing meinen Song“ wöchentlich im Fernsehen zu sehen war. Der Track klingt präzise, sauber und ausgewogen. Der Song fließt mit seiner ihm eigenen melancholischen Dynamik daher. Alles glasklar und unterstützt von einem angenehmen Bass. Nichts ist überspitzt oder zu voluminös, sondern einfach nur angenehm. Doch auch hier gilt: Da geht bestimmt noch mehr. Ein Druck auf die Taste mit der Note genügt, der Musikmodus ist aktiviert und die Klangbühne prompt nochmal homogener. In typischer Alphaville-Manier steigern sich Lautstärke und Dramatik immer weiter, um am Ende in einem instrumentalen Wirbelsturm mit Bläsern und Co. zu gipfeln. Auch das übertrifft meine Erwartungen an den Sound. Anschließend soll dann noch etwas leichteres und poppigeres erklingen: Sunrise Avenue mit „Heartbreak Century“. Und jetzt passt es sogar irgendwie noch besser. Von der ersten Sekunde merkt man der finnischen Band um Sänger Samu Haber die Spielfreude an. Temperamentvoll, zugleich aber auch super ausbalanciert dringen die rockigen Gute-Laune-Töne aus der Box in den Raum, der sich schnell mit Musik füllt. Ist das Wohnzimmer klein und der Platz begrenzt, ist das Polk MagniFi Mini auch in dieser Disziplin eine echte Empfehlung! Das hier spielende Duo kann eine kleine oder mittelgroße HiFi-Anlage nebst Lautsprecher akustisch tatsächlich ersetzen – so können ganz nebenbei auch noch der Raum und Geld für ein separates HiFi-Setup eingespart werden.

Fazit

Lassen Sie sich nicht von der geringen Größe der Polk MagniFi Mini täuschen. Sechs Treiber im 34-Zentimetergehäuse plus ein schmaler Wireless-Subwoofer liefern einen Klang, der sich absolut hören lassen kann und für akustisch eindrucksvolle Heimkino-, Sport- und Musikerlebnisse sorgt. Die Optik ist gelungen, die Einrichtung (ohne Kabelsalat) einfach, die Bedienbarkeit ein Kinderspiel – auch dank der außergewöhnlich liebevoll gestalteten Fernbedienung. Die MagniFi Mini wertet aber nicht nur den TV-Klang auf, via Bluetooth und Chromecast Built-in wird sie auch zur platzsparenden und umfangreich ausgestatteten HiFi-Lösung. Die Polk-Soundbar ist eine ganz klare Empfehlung für all diejenigen, die wenig Platz zu Verfügung haben, zugleich aber nicht auf beeindruckenden Heimkinosound und eine hohe Flexibilität in der Musikwiedergabe verzichten wollen.

Test & Text: Sonja Bick
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 1+
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

98 %

98 %

95 %

180708.Polk-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Polk
MagniFi Mini
Produktkategorie:Soundbar (+Wireless-Sub)
Preis:399,00 Euro (UVP)
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:D+M, Nettetal
Tel.: 02157 / 1208-0
www.denon.de
Abmessungen (HBT):Cinebar: 81 x 340 x 109 mm
Subwoofer: 366 x 188 x 366 mm
Gewicht:Cinebar: 1,8 kg
Subwoofer: 3,7 kg
Prinzip:Zwei-Wege (Soundbar)
Downfire, Bassreflex (Subwoofer)
Treiber:Soundbar:
4 x 5,72mm Mitteltöner
2 x 127mm Hochtöner

Subwoofer:
165 mm Tieftöner
Anschlüsse:Eingänge:
- 1 x HDMI
- 1 x optischer Digitaleingang
- 1x 3,5-mm-Klinke (AUX)
- Ethernet
- Bluetooth
Lieferumfang:- Soundbar
- Subwoofer
- Fernbedienung
- Netzkabel
- HDMI-Kabel
- optisches Digitalkabel
- Analogkabel
- Netzteile
Besonderes:- ultrakompaktes Gehäuse
- Bluetooth
- kinderleichte Installation
- kabelloser Subwoofer
Benotung:
Klang (60%):1+
Praxis (20%):1+
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1+
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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