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Redakteur
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Mit der Command Bar bietet der US-amerikanische HiFi-Hersteller Polk die weltweit erste gemeinsam mit Amazon entwickelte Soundbar mit Alexa-Sprachsteuerung. Zu den virtuellen Surround-Funktionen und dem enormen Bedienkomfort kommen ein kabelloser Subwoofer, Bluetooth und ein paar weitere spannende Highlights …

Polk Command Bar: So platzsparend, unauffällig und kabelbefreit kann ein Heimkino-Setup sein.

Soundbars und Sounddecks boomen. Guter Sound, hohe Flexibilität und geringer Platzbedarf sind die Argumente, die die sogenannten Frontsurround-Lösungen so beliebt machen. Als amerikanischer Marktführer für Lautsprechersysteme bietet Polk ebenfalls einige dieser Produkte an, u.a. die erst kürzlich von uns inspizierte MagniFi Mini. Mit der erstmals auf der High End in München präsentierten Command Bar schlägt die US-amerikanische Audioschmiede nun ein weiteres Kapitel auf. Zusätzlich zur flexiblen Nutzung dieses durchaus eleganten Systems als akustische TV- und Heimkino-Unterstützung, kommt eine neue Dimension der Bedienung hinzu: Die Command Bar hört aufs Wort. Per Sprachbefehl lassen sich alle relevanten Funktionen ganz einfach steuern – ganz ohne Fernbedienung! Im Mittelpunkt meines Tests wird also die Frage stehen, wie brauchbar diese alternative Steuerung in der Praxis ist. Auf der anderen Seite nehme ich natürlich das zentrale Thema dieser Soundmaschine unter die Lupe: Das Klangbild. In einer Vorankündigung haben wir uns bereits mit der Command Bar beschäftigt – jetzt folgt der Härtetest!

Beidseitig eingelassene Reflexöffnungen bieten der Soundbar zusätzliche Bassunterstützung.

Stylisch und komplett ausgestattet

Befreit man dieses Musiksystem aus seiner großformatigen Verpackung, fallen zunächst zwei Dinge ins Auge. Erstens: Die Soundbar kommt nicht alleine, sondern sie hat noch einen kabellos verbindbaren Subwoofer mit dabei. Zweitens: in Sachen Design haben die Damen und Herren bei Polk offensichtlich ganze Arbeit geleistet! Die filigrane, schlanke Form, die elegante schwarze Farbgebung und die stilvolle Materialwahl machen die Command Bar zu einem Produkt, das sich zeitlos in fast jede Wohnumgebung einbinden lässt. Mit weniger als sechs Zentimetern Höhe findet die Polk Bar vor jedem Fernseher ihren Platz ohne ins Bild zu ragen, Schlüssellochaufhängungen erlauben die schnelle und unkomplizierte Wandmontage. Besonderer Blickfang ist das für den Amazon Echo typische, kreisförmiges Bedienfeld mit dem leuchtenden Ring. So scheint es fast so, als hätte man der Soundbar einen Echo Dot implantiert. Der zum Lieferumfang gehörige, kabellose Subwoofer ist gemäß seines Einsatzzwecks ebenfalls eher dezent und glücklicherweise nicht überdimensioniert gehalten. Da gerade einmal knapp 37 Zentimeter hoch und 19 breit, lässt sich der Bassmeister unauffällig positionieren und übernimmt seine Aufgabe, ohne zwingend optisch in Augenschein treten zu müssen. Neben dem bereits erwähnten Bedienfeld auf der Oberseite sind folgende Anschlüsse unauffällig in der Gehäuserückseite untergebracht: Stromanschluss, ein USB-Port, zwei HDMI-Eingänge, ein HDMI-Ausgang mit ARC und ein optischer Digitaleingang. Für jeden erdenklichen Verwendungszweck stehen also entsprechende Ports bereit. Alles sehr übersichtlich angeordnet und gut zugänglich. Verarbeitet sind beide Komponenten im Übrigen fehlerlos und absolut akkurat. Unsaubere Übergänge, ungleiche Spaltmaße oder andere Unsauberkeiten sind auch bei genauerer Betrachtung nicht zu finden, was mich zu folgendem Zwischenfazit bewegt: Der erste Eindruck ist top, so kann es gerne weiter gehen …

Blau -euchtender Ring, vier kleine Taster, hoher Wiedererkennungswert: Es wirkt, als hätte man der Command Bar einen Amazon Echo Dot implantiert.

Anschlussseitig bleiben kaum Wünsche offen. ZWei HDMI-Eingängen steht ein entsprechender Ausgang gegenüber. Hinzu kommen ein optischer Digitalport und eine USB-Buchse.

Am Anfang ist das Anschließen – und das ist kinderleicht!

Was wird benötigt, um die Connect Bar schnell zum Einsatz zu bringen? Idealerweise zunächst ein Fernseher, der über einen freien HDMI-Anschluss, idealerweise mit ARC (Audio-Return-Channel) verfügt. Ist dieser nicht vorhanden, tut es auch ein “normaler” HDMI-Anschluss und/oder ein optischer Digitalausgang. Jetzt noch Strom für Soundbar und Subwoofer und schon kann es losgehen. Sind LED-TV und Soundbar mittels HDMI miteinander verbunden oder ist eine alternative Verbindung hergestellt (das mitgelieferte Handbuch erklärt dies sehr verständlich) und sind alle Mitspieler wunschgemäß positioniert, ist die Command Bar prinzipiell startklar. Was jetzt noch fehlt und die Sache rund macht, sind die Netzwerk-Einrichtung und die Aktivierung der Alexa Sprachsteuerung über das persönliche Amazon-Konto. Hierzu ist es zunächst notwendig, die kostenlose Polk Connect-App aus dem jeweiligen Store herunterzuladen. Folgt man nun den einfachen Schritten, die die App vorgibt, ist der gesamte Vorgang in wenigen Minuten abgeschlossen und die Polk Command Bar hört aufs Wort.

Command Bar ins Netzwerk:
1. Polk-Konto anlegen (E-Mail-Adresse und Passwort)
2. Command Bar mit Strom versorgen (Orangefarbener Ring leuchtet)
3. „Polk Command WiFi“ aus verfügbaren Netzwerken auswählen
(Alexa bestätigt Verbindung Smarthone-Command Bar per Sprachinformation)
4. Eigenes Netzwerk auswählen und Passwort eingeben

Hat man die App heruntergeladen, ist die Einbindung ins Netzwerk mit wenigen Klicks erledigt.

Sprachsteuerung aktivieren:
1. Auswahlmenü öffnen und „Amazon Alexa“ anklicken
2. Im nächsten Schritt „Bei Amazon anmelden“ anklicken
3. Amazon-App wird geöffnet und Informationen zum Datenschutz werden angezeigt
4. „Zulassen“ klicken, um zu akzeptieren (bitte vorher gründlich lesen)
5. Alexa Sprachsteuerung nutzen

Vielleicht erscheint Ihnen die Installation ein wenig kompliziert. Diesbezüglich kann ich Sie aber beruhigen, ein Hexenwerk ist das nicht. Spätestens nach zehn Minuten sollte auch bei Ihnen alles empfangs- und einsatzbereit sein. Ist das der Fall, genügt die Ansprache “Alexa”, um die Aufmerksamkeit des Sprachassistenten zu haben. Von nun an lässt sich die Soundbar per Stimme kontrollieren. Dem Befehl „Alexa, lauter“ folgt jetzt beispielsweise die Lautstärkeerhöhung. Darüber hinaus bietet der clevere Sprachassistent eine Vielzahl zusätzlicher Services wie z.B. die Wiedergabe von Sportnachrichten, Wettervorhersagen, Kochrezepten etc.. Zudem lassen sich weitere vernetzte Smart-Home-Geräte von nun an über diesen Weg ansteuern oder direkt auf die eigene Audible-Bibliothek zugreifen – vorausgesetzt, Sie besitzen einen entsprechenden Account.
Wer Alexa noch nicht kennt: Mit dem Gebrauch der Spracherkennung werden Sie schnell und intuitiv vertraut. Testen Sie einfach ein bisschen! Wer Bedenken gegen diese Art der Nutzung hat, kann die Steuerung des Systems aber auch ganz klassisch über die mitgelieferte Fernbedienung vornehmen.

Nachdem die Command Bar ins heimische WLAN-Netz eingebunden ist, wird noch die Verbindung zu Amazon vorgenommen. Dazu werden lediglich die dort hinterlegte E-Mail-Adresse und das Passwort benötigt. Ist beides eingegeben, hört die Command Bar von nun an aufs Wort.

Soundbar at ist best: Weil der Klang halt immer noch das Wichtigste ist!

Alles befindet sich nun an seinem Platz und ich mache es mir auf der Couch bequem. Zum „Warmwerden“ verzichte ich dann allerdings erstmal auf Bildinhalte. Mit Bluetooth und Ösi-Rock von Wanda starte ich in den ersten Soundcheck. Mit den ersten Klängen begeistert mich dann der satte Sound der Command Bar. Wohlgemerkt, bevor ich das Feintuning vorgenommen habe. Dieser Schritt steht nun an: Ich regle die Bässe – ganz im Sinne des mit der Soundbar synchronisierten Subwoofers – ein wenig hoch und schalte die Polk Bar in den Music-Modus. Laut Handbuch müsste ich nun in den Genuss einer „natürlicheren Musikwiedergabe“ kommen. Stimmt! Um es genau zu sagen: Der Bass ist zwar sanft, aber dennoch deutlich spürbar. Höhen und die Stimme mit dem sympathischen Wiener Schmäh werden gut akzentuiert aus dem akustischen Gesamtgeschehen herausgeschält, während die Box eine hervorragende Dynamik entwickelt. Daraus resultiert ein Klangbild, das an Natürlichkeit (zumindest in der Kategorie „Soundbar“) nur schwer zu übertreffen sein dürfte. Wanda ist eine Live-Band und lebt von der Atmosphäre auf der Live-Bühne, und tatsächlich fühle ich mich wie bei einem Live-Konzert anwesend! So muss die Wiedergabe einer Live-Performance sein! Als ich das Album „Niente“ schließlich begeistert durchgehört habe, folgt der nächste Testabschnitt: Jetzt kommt auch das bewegte Bild hinzu und ich schalte vom Music-Modus in den Sport-Modus. So eingestellt, verspricht Polk eine verbesserte Soundqualität bei „dialogreichen Inhalten, wie Sportübertragungen, Nachrichtensendungen und Talk Shows“. Da ist es doch ein netter und praktischer Zufall, dass gerade die US-Open auf Eurosport übertragen werden. Ich begleite also Angie Kerber auf ihrem mühevollen Weg in die dritte Runde und werde dabei Ohrenzeuge, wie die Command Bar im Sport-Modus etwas ganz Besonderes schafft: Wer häufiger Tennis im TV schaut, kennt folgendes Problem sicher nur zu gut: Das Verhältnis von Stadionsound, dem was unten auf dem Platz passiert und der Kommentatoren-Stimme ist niemals ausgeglichen. Mit dieser Soundbar klappt das allerdings wirklich gut. Ich verstehe deutlich, was der Kommentator mir zu sagen hat, erhalte einen Eindruck von der lebhaften Atmosphäre auf den Rängen und kann zudem die (zugegebenermaßen nicht immer schönen) Geräusche vom Court bestens hören. Ich habe noch keinen Fernseher gehört/gesehen, der das auch nur ansatzweise in der Qualität der Command Bar rüberbringt. Eine richtig gute Leistung, die mich das spannende und teilweise hochklassige Match noch ein bisschen intensiver erleben lässt. Sportlich ausgedrückt: Ganz großes Tennis, was die Command Bar hier abliefert!

Die Polk Command Bar lässt sich alternativ aber auch über die zum Lieferumfang gehörige Fernbedienung steuern.

Heimkino mit der Command Bar

Zu guter Letzt möchte und darf ich mir nun noch einen Eindruck von der Command Bar im Film-Modus machen. Mit „Bass Boost und erhöhtem Raumklang“ verspricht der Hersteller diesbezüglich akustisch eindrucksvolle Actionsequenzen, satte Bässe und klarere Dialoge. Das überprüfe ich, indem ich aus meiner Filmsammlung den Klassiker „Im Netz der Spinne“ mit Morgan Freeman erwähle. Ein Blockbuster mit intensiven Dialogen und vielfältigen Soundeffekten – ideales Futter für diesen Test! Offensichtlich bin ich mit der Command Bar dann auch hier gut versorgt. In eher ruhigen, leisen Dialog-Szenen bleiben Natürlichkeit und Stimm-Melodie des Gesprochenen klar im Focus. So wünscht man sich das. Alles ist blitzsauber verständlich ohne auch nur im Ansatz unnatürlich, nasal oder aufdringlich zu wirken, das hat uns schon im Test der Polk MagniFy Mini begeistert. Als dann die Action einsetzt, geht es in unserem Hörraum akustisch so richtig zur Sache. Der Sound füllt den Raum, zwischenzeitlich scheinen Geräusche aus allen Ecken des Zimmer zu kommen. Alles satt, voluminös und temperamentvoll. Der Subwoofer gibt sein Übriges dazu und sorgt für ein angemessenes und bei Bedarf auch abgrundtiefes Bassfundament. Das alles ohne unkontrolliert rumzuwummern oder zu nerven. Im Gegenteil, der Sub liefert angemessen ab und sorgt in Kombination mit der Soundbar für ein eindrucksvolles und mitreißendes Heimkino-Erlebnis. Und wenn ich eben von „großem Tennis“ schrieb, dann ist das hier für mich eindeutig ganz großes Kino!

Beeindruckende Bässe werden vom mitgelieferten Subwoofer erzeugt. Dieser wird kabellos mit der Soundbar verbunden und ist so frei in seriner Positionierung.

Command Bar, pfiffig und effektiv

Nach dem durchweg überzeugenden Test gibt es von mir noch zwei nicht ganz unwichtige Anmerkungen:
1.) Während der Alexa-Verwendung hat mir besonders die automatische Lautstärke-Absenkung gefallen. Sobald „Alexa“ angesprochen oder die Alexa-Taste auf der Fernbedienung gedrückt wird, wird die aktuelle Wiedergabelautstärke effektiv gesenkt. Dieser einfache Trick gewährleistet, dass Sprachbefehle immer klar und deutlich von den sensiblen Fernfeld-Mikrofonen verstanden und aufgenommen werden können, auch wenn es im Film akustisch gerade so richtig zur Sache geht.
2.) Zusätzlich zu allen genannten Talenten in Sachen Bluetooth und TV- bzw. Heimkino-Support besitzt die Command Bar noch zwei weitere Talente: Zum einen ist sie als echter Amazon-Partner kompatibel für den Einsatz von Fire-TV-Sticks. Auf der anderen Seite steht sie auch dem Musikdienst Spotify offen gegenüber. Über das heimische WLAN-Netzwerk bietet die Polk Soundbar seinem Besitzer somit nahezu unbegrenzten Zugang in die moderne Streaming-Welt.

Die Command Bar ist erstklassig verarbeitet und sieht auch noch richtig gut aus.

Fazit

Wo man bei einem solch flexiblen Gerät wie der Polk Command Bar beginnen soll, ist gar nicht so einfach. Ich versuche es mal so: Für Heimkino-Freunde, die auch von einer Soundbar großen Klang erwarten, ist diese Soundbar perfekt! Um den kabellosen Subwoofer ergänzt, liefert das Polk-Setup starke Bässe, eine intensive Dynamik und einfach einen sehr eindrucksvolles Klangerlebnis. In Sachen Funktionalität zeigt sich die Command Bar mit der beschriebenen Bandbreite von Bluetooth, über ihren Einsatz als Heimkino-Experte als imposantes Universalgenie. Der integrierte Alexa-Sprachassistent bietet überdies ungewohnten Komfort. Selbst wenn Sie mit Alexa und Sprachsteuerungen im Allgemeinen nicht viel anfangen können, lohnt die Anschaffung! Die Vielseitigkeit in der Anwendung ist ein Pro-Argument, die hohe Flexibilität und der spitzenmäßige Sound wären weitere. Betrachtet man Ausstattung und die starke Performance, ist der aktuelle Preis von unter 400 Euro auf keinen Fall zu hoch.

Test & Text: Stefan Meininghaus
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 1+
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

98 %

97 %

95 %

180918.Polk-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Polk
Command Bar
Produktkategorie:Soundbar (+Wireless-Sub)
Preis:399,00 Euro (UVP)
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:D+M, Nettetal
Tel.: 02157 / 1208-0
www.denon.de
Abmessungen (HBT):Soundbar: 50,8 x 1090,9 x 101,6 mm
Subwoofer: 366 x 188 x 368 mm
Gewicht:Soundbar: 1,8 kg
Subwoofer: 3,7 kg
Prinzip:Zwei-Wege, Bassreflex (Soundbar)
Downfire, Bassreflex (Subwoofer)
Treiber:Soundbar:
2 x 31 x 83 mm Breitbänder
2 x 127mm Hochtöner

Subwoofer:
165 mm Tieftöner
Anschlüsse:Eingänge:
- 2 x HDMI
- 1 x optischer Digitaleingang
- USB
- Ethernet
- Bluetooth

Ausgänge:
1 x HDMI
Lieferumfang:- Soundbar
- Subwoofer
- Fernbedienung
- Netzkabel
- HDMI-Kabel
- optisches Digitalkabel
- Analogkabel
- Netzteile
- Anleitung
Besonderes:- integrierte Alexa-Sprachsteuerung
- Netzwerkfähig
- extraflaches Design
- Bluetooth
- schnelle Installation
- kabelloser Subwoofer
Benotung:
Klang (60%):1+
Praxis (20%):1+
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1+
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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