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Clever: SteinMusic hat seine Schallwandler-Serie HighLine modular aufgebaut. So erreichen die beiden Hornlautsprecher-Modelle der Reihe mit Bass-Extensions ein klangliches Upgrade – und so wird etwa aus dem kompakten Zwei-Wege-Monitor „Bobby“ S plötzlich ein erwachsener Standlautsprecher. Diese magische Metamorphose haben wir live in unserem lite-Hörraum erlebt.

Die SteinMusic HighLine „Bobby“ M ist mit rund 1,60 Metern Höhe und ihrer Trapezform ein schlank wirkender Standlautsprecher.

SteinMusic und Schallwandler – bei dieser Kombination denkt man direkt in der XL-Kategorie: Die High End-Manufaktur aus Mülheim an der Ruhr ist bekannt für imposante Hornlautsprecher mit üppiger Chassis-Bestückung und großen Gehäusevolumina. Jeder, der mal auf der High End den Messe-Raum von SteinMusic besucht hat, behält bleibende Bilder von den beeindruckenden Vorführungen im Kopf. Doch Chefentwickler Holger Stein und sein Team können auch anders: Mit der HighLine-Serie wählen sie ein schlankeres und kompakteres Format, gerade die von uns bereits getestete HighLine „Bobby“ S hat einen geringen Platzbedarf – und bietet trotzdem einen exzellenten Klang. Wer trotzdem noch mehr Bass wünscht oder einen etwas größeren Raum beschallen möchte, kann diesen Top-Monitor ganz einfach mit einem Tiefton-Modul aufrüsten: Die HighLine „Bobby“ Bass Extension bietet als Unterteil ein optisches sowie akustisches Fundament. Zudem adelt sie den derart zum Standlautsprecher verwandelten Schallwandler nun zur HighLine „Bobby“ M. Wie das geht und was genau dieser Lautsprecher jetzt kann, schauen wir uns nun an.

Modulare Einheit: Der Standlautsprecher besteht aus dem Zwei-Wege-Kompaktlautsprecher „Bobby“ S und der Bass Extension.

Das Top-Teil: die HighLine „Bobby“ S

Die oben thronende HighLine „Bobby“ S bleibt das Herzstück diese Schallwandler-Kombination. Mit den Maßen 395 mal 280 mal 290 Zentimeter stellt sie die kleinste Box im gesamten SteinMusic-Portfolio dar, gemessen an gängigen Kompaktboxen der Konkurrenz ist sie aber doch eher großformatig. Der Vorteil: So spielt sie schon im Alleingang mit einem satten Bass. Die HighLine „Bobby“ S bietet nicht nur Volumen, sondern auch Masse: Der Holzkorpus samt seiner Dämmung und Verstrebungen, seiner Frequenzweiche und seinen Chassis bringt beachtliche 13 Kilogramm auf die Waage. Trotz der Größe und des Gewichts wirkt diese Kompaktbox aber überaus wohnraumfreundlich und schlank. Der Korpus besitzt nämlich eine anmutige Trapezform, verjüngt sich also nach vorne und präsentiert sich mit einer schlanken 23-Zentimeter-Front. Auf dieser Stirnseite fällt natürlich direkt das Horn ins Auge. Wer schon mal einen Hornlautsprecher gehört hat, weiß, dass derartige Schallwandler ein besonders intensives Klangerlebnis bieten. Durch das Horn mit seiner verstärkenden Wirkung arbeiten sie überaus impulstreu und dynamisch. Der Vorsatz sorgt für einen hohen Wirkungsgrad, deshalb kann der dahinter sitzende Lautsprecher klein und filigran sein und dadurch ungemein schnelles agieren. Bei der „Bobby“ S schwingt eine 25-Millimeter-Gewebekalotte, die von ihr bewegte Luft wird durch ein sphärisches geformtes Horn geführt. Die ist ein komplex geformter, sich zum Mund immer stärker öffnender Trichter, durch diese Gestaltung vermeidet man die tonalen Verfärbungen, die gewöhnliche Hörner bewirken. Deshalb hat sich die sphärische Form im HiFi-Bereich durchgesetzt, die genaue Formung des glasfaserverstärkten, lackierten Kunststoffs ist natürlich ein Betriebsgeheimnis. Dieses Horn ist für den Hochton von rund 25 Kilohertz bis etwa 2.4000 Hertz zuständig.

Das Horn für den Hochton ist auch in der Standlautsprecher-Version der Hingucker des Schallwandlers. Die kleine Öffnung an der Seite ist eine der beiden Bassreflexrohr-Mündungen.

Darunter arbeitet ein 15 Zentimeter messender Konus-Lautsprecher mit einer rauen Membran aus kohlenstoffbeschichteter Naturfaser. Sie wird von einer auffällig großen Sicke eingefasst. Diese Gummi-Wulst erlaubt es der Membran, größere Auslenkungen zu vollführen. Immerhin soll dieses Chassis ja sämtliche Mitten und Bässe liefern, wenn man die Kompaktbox als „Bobby“ S allein betreibt. Zur Unterstützung des Tieftons ist dieser Zwei-Wege-Monitor als Bassreflexbox ausgelegt, die Gehäuseöffnungen für den Luftkanal liegen hinter dem Horn verborgen. Das ist optisch gelungen, aber auch akustisch vorteilhaft: Durch diese Positionierung treffen Mittenanteile, die über das Bassreflexrohr ebenfalls emittiert werden, von hinten auf das Horn und werden dadurch diffus verteilt. Dies wiederum hat gleich zwei Effekte: Der Bass klingt sauberer und wirkt lauter, die Windgeräusche hingegen werden eliminiert. Mit diesen Maßnahmen spielt der Monitor runter bis 45 Hertz. Reicht nicht? Das kann SteinMusic ändern – und zwar mit dem zusätzlichen Bass-Modul.

Das Top-Teil allein ist bereits ein vollwertiger, kompakter Zwei-Wege-Schallwandler.

Das Fundament: die HighLine „Bobby“ Bass Extension

Wer einen tieferen Bass möchte oder eine insgesamt kräftigere Wiedergabe für einen größeren Raum, kombiniert den Monitor mit der HighLine „Bobby“ Bass Extension. Dieses Tiefton-Modul besitzt auf der Oberseite drei kreisrunde Vertiefungen als Aufnahmen für die hölzernen Rundfüße der Kompaktbox. Sie stehen dadurch perfekt auf der Tiefton-Erweiterung. Die Extension verändert nun deutlich Form, Charakter und Klang: Durch sie verwandelt sich der Kompakt-Schallwandler in einen ausgewachsenen Standlautsprecher, mit dieser Metamorphose verändert sich zugleich der Name. Das „S“ für „Small“ weicht einem „M“ für “Medium“ – und man ahnt es: Mit einem weiteren Bassmodul, dass nun noch zusätzlich obenauf gesetzt wird, wächst dieser Schallwandler auf das Format „L“ wie „Large“. Uns genügt erst mal ein Bass-Modul. Mit dieser Erweiterung erreicht die HighLine „Bobby“ M nun eine Höhe von 1,64 Meter. Das Modul führt die Trapezform des Monitors fort. Dank dieser Geometrie können sich im Inneren keine stehenden Wellen bilden. Durch die Massivität des Gehäuses entstehen auch keine Resonanzen. Deshalb benötigt dieses Gehäuse – wie auch der Korpus des Monitors – keine Dämpfungsmaterialien, die zwar Vibrationen eliminieren, aber dem gesamten Schall, also der Musik, Energie entziehen. Neben der Trapezform übernimmt das Bass-Modul natürlich auch die schon beim Monitor sehr geschmeidig wirkenden Rundungen sämtlicher Korpuskanten. So bilden die beiden Teile ein schlankes, stimmiges Ganzes – und eine attraktive Gesamterscheinung: Monitor und Bass-Modul sind mit einem makellos ausgeführten Piano-Finish überzogen. Die Lackierung ist schwarz oder weiß, das Horn des Monitors wird entweder in der gleichen Farbe gehalten oder komplementär koloriert – oder gegen Aufpreis in jeder gewünschten RAL-Farbe und fast allen Autolack-Tönen.

Die HighLine „Bobby“ Bass Extension: Mit ihr wird der Schallwandler zum Drei-Wege-Standlautsprecher.

Zurück zur Bass Extension: Sie übernimmt ab nun den Tiefton und entlastet so den Konus-Lautsprecher des Monitors. Der ist nun nur noch für die Mitten verantwortlich. Mit dem Bassmodul funktioniert der Schallwandler also als waschechte Drei-Wege-Box. In der Extension arbeitet das gleiche 15-Zentimeter-Chassis wie im Monitor – allerdings als Doppel. Die beiden Schallwandler kümmern sich um den Bassbereich zwischen 80 Hertz und 34 Hertz. Damit spielt die Kombination mit der Extension 11 Hertz weiter runter als der Monitor allein. Dieses Bass-Plus gelingt durch das Mehr an Membranfläche, durch den Zugewinn an Gehäusevolumen und durch eine Auslegung des Tiefton-Moduls als Bassreflex-Box. Über die bodennahe schlitzartige Öffnung auf der Front findet ein wohldefinierter Luftaustausch zwischen dem Boxenkorpus und der Umgebung statt. Durch diese Bassreflex-Abstimmung lässt sich das Klangverhalten verändern und das Bassvermögen vergrößern. Neben dem größeren Tiefton bewirkt der Einsatz der Bass Extension aber auch eine größere Leistungsfähigkeit: Bei geringfügig größerem Schalldruck steigt die Belastbarkeit von 160 Watt auf 240 Watt. Wer das Bassmodul mit der veredelten Signature-Version des Monitors betreibt, erreicht sogar eine Belastbarkeit von 255 Watt. So eignet sich die HighLine „Bobby“ M selbst als Spielpartner von leistungsstarken Verstärkerboliden und beschallt auch ein größeres Ambiente ohne Anstrengung.

Einer der beiden Konus-Lautsprecher der Bass Extension. Die 15-Zentimeter-Woofer bestehen aus kohlenstoffbeschichteter Naturfaser. Das gleiche Modell ist im Top-Teil verbaut.

Erstklassiges Terminal

Auf der Rückseite finden wir zwei Anschlussklemmen in amtlicher Vollmetall-Ausführung. Die Klemmen sind mit einer Kabelschonung versehen: Sie besitzen eine freilaufende Andruckscheibe, die beim Festziehen der Überwurfmutter verhindert, dass die feinen Drähtchen der eingeführten Litze in Mitleidenschaft gezogen werden. Dieses Problem stellt sich bei Kabeln mit Schuhen oder Banana-Steckern, die ebenfalls Aufnahme in den Klemmen finden, natürlich nicht. Diese beiden Klemmen dienen nun der Verbindung der Bass Extension mit dem Zwei-Wege-Monitor. Er wiederum ist mit vier Klemmen der gleichen Qualitätsklasse ausgestattet. Das ermöglicht Bi-Wiring und Bi-Amping, also den Betrieb mit zwei Kabelwegen oder sogar mit zwei Verstärkern zur getrennten Ansteuerung von Höhen und Bässen. Diese Möglichkeiten bleiben natürlich auch nach dem Anschluss des Bassmoduls erhalten. Wer seine „Bobby“ M mit nur einem Lautsprecherkabel und einem Verstärker betreibt, lässt einfach beim Monitor die bereits eingesetzten Drahtbrücken drin, die die Klemmen für die Bereiche „High“ und „Low“ verbinden.

Die erstklassigen Klemmen besitzen freilaufende Andruckscheiben. Sie schonen die feinen Adern, wenn man blanke Litze als Boxen-Verbindungskabel einsetzt. Dank der üppigen Aufnahmen der Klemmen passen auch große Kabelquerschnitte.

Effizientes Klang-Management

Direkt über den Anschlussklemmen bietet das Terminal des Top-Teils zwei Kippschalter. Der erste ist mit „Level“ bezeichnet, mit diesem Schalter lässt sich der Hochtonbereich leicht absenken. Das kann nötig sein, wenn man einen Raum hat, der viele glatte und harte Flächen aufweist und ohne schallabsorbierende Elemente wie Teppiche, Polstermöbel oder Vorhänge eingerichtet ist. Dadurch werden in einem solchen Zimmer die Höhen zu prägnant. Diesem Effekt kann man mit dem „Level“-Schalter entgegenwirken. Der zweite Kippschalter ist mit „Slope“ bezeichnet. Wer ihn umlegt, verändert die Kompetenzaufteilung zwischen dem Horn-Hochtöner und dem Konus-Mitteltöner des Monitors. Die sogenannte Trennfrequenz liegt nun tiefer, damit ist das Horn für mehr Frequenzanteile zuständig. Das verändert die Klangcharakteristik des gesamten HighLine „Bobby“ M. Hier entschieden allein die persönlichen Klangvorlieben und die Beschaffenheit des Raums, welche Einstellung als stimmiger empfunden wird.

Das Terminal des Top-Teils ist mit den gleichen Klemmen ausgestattet – und besitzt zwei Schalter für die Klanganpassung: Mit „Level“ senkt man den Hochton ab, mit „Slope“ verändert man die Übernahmefrequenz.

Aufstellung und Anschluss

Nochmals zurück zur Bass Extension: Sie ist abseits aller akustischen Meriten natürlich auch der perfekte Ständer für den Monitor. Das Top-Teil hat nun exakt das richtige Höhenniveau. Auch mit dem Bassmodul bleibt die Aufstellung und Ausrichtung dieses Lautsprechers völlig unkompliziert. Wir beginnen wieder mit unserer Standardpositionierung, die Boxen sind also gut zweieinhalb Meter voneinander entfernt und haben knapp drei Meter Distanz zum Hörplatz. Mit dieser Aufstellung sind wir dem Ziel schon ziemlich nah. Wir landen schließlich fast beim gleichschenkligen Stereo-Dreieck. Bei der Ausrichtung erreichen wir dann mit einer deutlichen Einwinklung hin zum Hörplatz das perfekte Ergebnis. Für die Ausrichtung wählt man am Besten einen Song mit Gesang, denn so stellt man schnell fest, ob sich die Stimme von den Boxen gelöst hat und die Sängerin oder der Sänger frei und in richtiger Größenabbildung im Raum zu stehen scheint.

Die Gehäusehälften berühren sich allein über die drei Holzrondelle, sie dienen als Füße des Monitors. Auch die Bass Extension schließt gen Boden mit diesen Walnuss-Scheiben ab.

Die SteinMusic HighLine „Bobby“ M im Klangtest

Wir haben für die Boxenausrichtung die Joni Mitchell-Nummer „Barangrill“ ausgewählt, der walisische Sänger Ian Shaw hat sich der Nummer angenommen und aus dem Stück einen künstlerischen, aber auch akustischen Leckerbissen gemacht. Die Produktion ist exzellent, und würdigerweise wurde sie in audiophiler SACD-Qualität aufgezeichnet. Darum haben wir den Song auch gleich als erstes Stück für den Klangtest eingesetzt. Ian Shaw gelingt bei diesem Evergreen die Balance zwischen seelen- und gefühlvoller Neuinterpretation und vokalem Kabinettstück. Unglaublich, welche gesanglichen Finessen und Ideen der Jazzsänger einbringt: Über die instrumentale Einleitung hinweg kündigt er seinen Gesang mit leisen rhythmischen Hauchgeräuschen an, dann fasziniert er uns mit seiner Stimme, die vom sonoren Brustton bis zum hohem Falsett alle Spielarten des Gesangsrepertoires bietet. Was für ein beeindruckender Auftritt – und die „Bobby“ M sorgt mit einer geradezu holografischen Abbildung des Sängers dafür, dass wir auch die kleinste Facette dieser famosen Darbietung erleben! Es bewahrheitet sich wieder: Hornlautsprecher entfalten gerade in Bezug auf Stimmen und Soloinstrumente eine geradezu magische Wirkung auf uns als Zuhörer. Wir können uns dieser Eindringlichkeit und Direktheit nicht entziehen, es ist, als sänge Ian Shaw für uns, und er fordert unsere ganze Aufmerksamkeit ein. Diese Anziehungskraft ist unwiderstehlich! So hat uns die „Bobby“ schon ohne das Bassmodul begeistert, wir haben die großartige Abbildung und Wirkung des Kompaktlautsprechers ja schon im letzten Test beschrieben.

In den Vertiefungen auf der Oberseite der Extension finden die Füße des Top-Teils sichern Stand. Sie sind ebenfalls in Holz gehalten. Laut Holger Stein sorgt das Holz für einen natürlichen und präziseren Klang aufgrund der optimalen Ableitung von klangschädlichen Vibrationen.

Vergrößerung der Klangfülle

Mit der Extension und dem Ausbau zur „Bobby“ M erleben wir nun eine sehr gelungene Vergrößerung der Klangfülle. Das fällt direkt bei den einleitenden Tablas auf: Diese indischen Trommeln besitzen eine tolle Perkussivität, und je nach Spielweise entfalten sie einen immensen Bass. Mit dem Extension-Modul bekommen die Tablas nun die ihnen gebührende Extra-Portion Punch: Die Schläge auf das Fell, bei denen man die Finger auf dem gegerbten Leder hören kann, haben jetzt ein wunderschönes Volumen, eine Größe, die den Realismus der Abbildung abermals steigert. Das gilt auch für den kurz darauf einsetzenden Kontrabass: Mit dem Extension-Modul erlangt er eine deutlich größere Tragfähigkeit, nun stehen die lang ausgehaltenen Basstöne mit einer Kraft im Raum, die wir vorher nur ahnen konnten. Die elf Hertz, die die Box jetzt weiter runterspielt, verleihen dem Viersaiter auch tonal die Fülle, die man von einem Kontrabass kennt und hören möchte. Das gesamte Klangbild wirkt mit dem Extension-Modul erwachsener, noch lebensnäher. Mit ihm ändert sich aber auch der Mittenbereich. Das fällt uns besonders deutlich beim Gesang auf: Ian Shaws Stimme ist ebenfalls kräftiger geworden. Das mag nicht jedem gefallen – aber dafür gibt es ja die Klangwahlschalter auf der Rückseite. Betätigen wir den Slope-Schalter, erhält die Stimme wieder ihre Schlankheit zurück, die leichte Belegtheit der Stimme ist wie weggezaubert, die Vokalabbildung ist jetzt fokussierter und griffiger, aber auch die Instrumente gewinnen an Fassbarkeit. Das kann sich in größeren Zimmern als unserem Testraum aber ganz anders verhalten. Hier lohnt sich also das Ausprobieren! Das gilt ebenso für die Absenkung der Höhen: In unserem mit Teppich und Sofa ausgestatteten Hörraum ist eine Verminderung nicht nötig, die Höhen klingen rein und klar, sind aber nicht überpräsent.

Der vorderseitige Schlitz ist die Bassreflex-Öffnung der Bass Extension.

Mehr Spaß beim Musikhören

Wir überprüfen diese Erkenntnis nun mal mit dem Song „A Lover In Berlin“ von Kari Bremnes. Die norwegische Sängerin mit der vollen, faszinierenden Stimme ist für ihre herausragenden Produktionen mit Tiefgang und opulenter Klangfülle bekannt. Da bildet „A Lover In Berlin“ keine Ausnahme, und so profitiert auch die Wiedergabe dieser Aufnahme von dem Extension-Modul. Der schon per se voluminöse Bass ist nun ein Hochgenuss, die Definiertheit ist dabei auch diesmal mit dem Slope-Schalter nach unten größer. Wir befinden uns hier mit unserer Raumgröße offenbar an einer Grenze: Wenn wir das Extension-Modul wieder herausnehmen, gewinnen wir im Bass noch ein Quäntchen an Kontur, unser Raum könnte hier ein paar Quadratmeter mehr an Größe vertragen. Ohne Bass-Modul verlieren wir aber zugleich die wunderbare Fülle, Abrundung und Durchschlagskraft, die uns die Extension beschert hat. Und für die anderen Instrumente, also Gitarre, Klavier und insbesondere Percussion sowie Schlagzeug, wünschen wir uns sofort wieder die Zusatzbox hinzu. Das gilt auch für Kari Bremnes Gesang: Die tieferen Register, die die Norwegerin mit ihrer Stimme durchaus erreicht, sind mit der Bass Extension wohltuend rund, der Tiefgang bekommt die angemessene akustische Tiefe. Mit dem Bass-Modul macht das Musikhören einfach noch mehr Spaß.

Die HighLine „Bobby“ M passt mit ihrer Trapezform besonders gut in ein modernes Ambiente. Gerade in leicht möblierten Räumen ist sie ein echter Hingucker.

Fazit

Modulare Magnifizierung: Mit der Bass Extension verwandelt sich der kompakte Zwei-Wege-Lautsprecher „Bobby“ S in den 1,63 Meter großen Drei-Wege-Standlautsprecher SteinMusic HighLine „Bobby“ M. Mit dem Modul werden zwei 15-Zentimeter-Chassis zugeschaltet, sie übernehmen nun den Bassbereich und entlasten den Konus-Speaker im Top-Teil, der sich jetzt auf die Mitten konzentrieren kann. Durch diese Kompetenzverlagerung sowie durch den Zugewinn an Chassis und Gehäusevolumen klingt die „Bobby“ M-Kombination deutlich erwachsener, leistungsfähiger und bassreicher. Kein Wunder: Mit der Extension gewinnt die Box nach unten 11 Hertz und spielt nun runter bis 34 Hertz, die Belastbarkeit steigt zugleich von 160 Watt auf 240 Watt. Wer es aufgrund eines größeren Raums noch kräftiger und bassgewaltiger braucht, kann dann sogar noch ein zweites Extension-Modul aufsetzen. An der grundsätzlichen Magie dieses Lautsprechers ändert dies aber nichts: Die HighLine „Bobby“ M zieht als Hornlautsprecher den Hörer durch ihre Wiedergabe von Stimmen und Soloinstrumenten in ihren Bann. Nach wie vor bietet die „Bobby“ M mit ihren Klangwahlschaltern die Möglichkeit, eine Anpassung an den Hörraum oder den eigenen Geschmack vorzunehmen, die Unterschiede fallen nun, in der Dreiwege-Version, noch deutlicher aus. So bekommt man mit der Bass Extension einen modularen Mehrwert: Die HighLine-Serie von SteinMusic zeigt, wie leicht man einen kompakten High End-Schallwandler für größere Bestimmungen magnifizieren kann und mit dem Bass-Modul die volle Klangmagie erreicht.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: gut

93 %

93 %

88 %

181211.SteinMusic-Testsiegel

Technische Daten

Modell:SteinMusic
HighLine „Bobby“ M
Produktkategorie:Standlautsprecher (modular)
Preis:ab 9.998,00 Euro / Paar
Garantie:10 Jahre
Ausführungen:- Gehäuse: Schwarz (Piano-Finish), Weiß (Piano-Finish), Custom-Lackierung nach Wunsch
- Horn: Schwarz oder Weiß, gegen Aufpreis in jeder gewünschten RAL-Farbe und fast allen Autolack-Tönen
Vertrieb:SteinMusic, Mülheim
Tel.: +49 208 32089
www.steinmusic.de
Abmessungen (HBT):1635 x 230 (Front) bzw. 280 (Rückseite) x 290 mm
Gewicht:30,7 kg / Stück
Bauart:3-Wege, Bassreflex, modular, Hochton-Horn
Wirkungsgrad (1 Watt/1m):89 dB
Belastbarkeit:240 Watt
Hochtöner:1 x 25 mm (Gewebekalotte mit Hornvorsatz)
Mitteltöner:1 x 15 cm (Konusmembran, kohlenstoffbeschichtete Naturfaser)
Tieftöner:2 x 15 cm (Konusmembran, kohlenstoffbeschichtete Naturfaser)
Impedanz:4 Ohm
Trennfrequenzen:80 Hz, 2.400 Hz
Frequenzumfang:34 Hz - 24.800 Hz (Herstellerangabe)
Lieferumfang:- SteinMusic HighLine „Bobby“ S
- SteinMusic HighLine „Bobby“ Bass Extension
- Abdeckung für die Konus-Lautsprecher
Besonderes:- klares, detailreiches Klangbild mit voluminösem Bass
- attraktives Design
- sehr gute Verarbeitung
- Schalter für Höhenabsenkung
- Slope-Schalter für Veränderung der Übernahmefrequenz
- modular erweiterbar mit zweiter Bass Extension zur High Line „Bobby“ L
- optional als speziell veredelte Signature-Version erhältlich (mit individueller Anpassung für an die Wünsche des Kunden)
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,1
Gesamtnote:1,0
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistunggut

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