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Chefredakteur
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Metz ist wieder da – und wie: Im OLED-Modell Topas 65 vereinen die Zirndorfer kompromisslose Bildqualität, modernste Ausstattung und höchsten Bedienkomfort. Dank Twin-Multi-Tuner, UHD-Auflösung, HDR, Netzwerkkompatibilität und integrierter Festplatte wird dieser 65-Zoll-Fernseher zur echten Multimedia-Zentrale für höchste Ansprüche. Was mindestens ebenso wichtig ist: der Topas 65 klingt auch noch richtig gut.

Der Topas 65 wirkt gar nicht so groß, tatsächlich misst er stattliche 165 Zentimeter in der Diagonalen.

Die Zeiten, in denen der Fernseher einzig und allein für den Empfang von TV-Sendern verantwortlich zeichnete, sind lange vorbei. Moderne Flachfernseher vereinen heute Ausstattungsvielfalt, höchsten Bedienkomfort und schauen meist auch noch gut aus. Dank Netzwerkfähigkeit und versatiler Betriebssysteme offeriert die neueste TV-Generation ungeahnte Möglichkeiten der Unterhaltung. Mit dem Fernseher empfängt man heute das klassische TV-Programm, browserbasierte Online-Dienste wie beispielsweise Videociety oder man greift direkt auf YouTube-Inhalte zu. Oder man sucht sich die verpasste TV-Sendung einfach aus der ARD-Mediathek. Die Auswahl an Inhalten ist gigantisch und ist ganz ohne zusätzliche Gerätschaften zugänglich. Zumindest dann, wenn man sich für ein Modell der Topas-Serie von Metz entscheidet. Neben den genannten Ausstattungsfeatures spendiert Metz seinem Topas 65 übrigens noch einen Mediaplayer, eine integrierte Festplatte, USB-Play und verspricht eine Bild- und Tongüte, die man von üblichen Massenmarkt-Fernsehern nicht kennt. Wer darüber hinaus noch Inhalte von Netflix, Amazon Prime und anderen Video-on-Demand-Anbietern empfangen will, kann dies über externe aber problemlos kompatible Mediaplayer wie Apple TV, Google Chromecast oder dem Amazon Fire TV-Stick tun. Sie alle finden mit nur einem Handgriff Anschluss an einem der vier angebotenen HDMI-Ports. Dazu aber später mehr …

Höchste Qualitätsstandards aus Tradition

Metz kennt man. Seit inzwischen mehr als 80 Jahren ist das in Zirndorf ansässige Unternehmen für die Entwicklung und Produktion hochwertiger Fernsehgeräte bekannt. Damit gehören die Mittelfranken zu den traditionsreichsten deutschen Unternehmen der Unterhaltungselektronik. Produziert wird übrigens noch heute in Deutschland – und so soll es auch in Zukunft sein. Da nicht im Massenmarkt, sondern ausschließlich im autorisierten Fachhandel erhältlich, ist die Marke in den letzten Jahren ein bisschen aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. Wer deshalb aber glaubt, Metz-TVs seien nur etwas für Traditionalisten oder alte Leute, der sieht sich bei einem Blick auf das aktuelle Portfolio schnell im Irrtum. Im Gegenteil, die aktuellste Serien-Generation gehört zum Modernsten, was es derzeit im Handel zu kaufen gibt. „Mit Qualität bis ins Detail und durchdachten Innovationen entstehen bei Metz hochwertige Produkte, die für die Zukunft geschaffen sind“ heisst es diesbezüglich beispielsweise auf der Hersteller-Homepage. Dazu setzen die Zirndorfer weiter auf die Attribute, die die Marke einst zu den ganz Großen der Branche gemacht haben: Langlebigkeit, Zuverlässigkeit, Bild- und Tonqualität und Bedienkomfort. Das Versprechen ist also groß. Dem werde ich am Beispiel des OLED-TVs Topas 65 mal auf dem Grund gehen.

Schlanker geht es kaum. Die Scheibe des Topas 65 ist etwa nur halb so dick wie ein Finger.

Sorgfalt und Zeit

Bevor es in den Test geht, möchte ich einen wichtigen Punkt ansprechen: Um einen 65-Zöller auszupacken, zu montieren und aufzustellen bedarf es Sorgfalt, etwas Zeit und die Hilfe einer zweiten Person. Geliefert wird der Topas 65 in der typischen TV-Kartonage – nur eben alles ein bisschen Größer als beim klassischen 50- oder 55 Zöller. Zunächst wird der Karton an den dafür vorgesehenen Stellen gelöst und nach oben abgehoben. Hat man die schützenden Styropor-Enden entnommen, lässt sich der Fernseher aus seiner Basisverpackung heben. Das macht man auf jeden Fall zu zweit. Anschließend wird der Topas bäuchlings auf eine ebene Unterlage, z.B. einen großen Tisch, gelegt. Idealerweise legt man zur Sicherheit noch eine Decke auf die Tischplatte. Damit wäre der schwierigste Teil auch schon erledigt. Im zweiten Schritt geht es dann an die Montage des Standfußes. Zunächst wird diesbezüglich der Halter, hier ist es ein hochglänzendes Rohrstück, an der dafür vorgesehenen Stelle im Gehäuse befestigt. Zum Schluß kommt noch die massive und gebürstete Alu-Platte an den Halter. Sie dient dem Fernseher als Standfuß und bietet ihn eine extrem stabile Basis. Ist der Fuß montiert, kann der Fernseher auch schon (wieder zu zweit) vorsichtig angehoben und am gewünschten Standort aufgestellt werden.

Auf seinem gebürsteten Alufuß steht der Topas 65 extrem stabil. Selbstverständlich lässt sich der Bildschirm hier auch bequem und mit nur einem Finger nach links und rechts drehen.

Design: Von Eleganz geprägt

Steht der Topas 65 dann an seinem Bestimmungsort, werden die hohe Materialqualität und die exzellente Verarbeitung schnell deutlich. Dieser 65-Zöller ist eine echte Schönheit. Sein Design: Reduziert und Akzentuiert. Das Zusammenspiel von Form und Raum: Geprägt von einer Ästhetik, der man sich kaum entziehen kann. Zum Ausdruck wird dies u.a. durch den zeitlos gestylten Metallfuß gebracht. In Kombination mit dem eleganten Alu-Rahmen und dem metallischen Rücken entsteht so ein technisches Gerät mit Stil und Finesse. Die über die gesamte Gehäusebreite gezogene und feinmaschige Lautsprecherabdeckung trägt ihren Teil zum gelungenen Äusseren bei. Der Topas 65 hat viele Facetten aber nur ein Gesicht – und das ist bildhübsch.
Dem ansprechenden Design und hochwertigen Materialmix folgt die Verarbeitungsgüte. Auch sie ist 1a. Unsaubere Kanten, ungleiche Spaltmaße oder Wellen im Gehäuse sucht man hier vergebens.

Ein sehr schönes Detail ist die kleine Anzeige mittig unter dem Bildschirm. Sie informiert über die gerade anliegende Quelle oder die aktuelle Uhrzeit. Selbstverständlich lässt sich die Anzeige auch ausschalten bzw. dimmen.

Topas 65 mit modernster OLED-Technik

Zur Vollkommenheit des Designs kommt die Makellosigkeit der Bildqualität. Auch in dieser Disziplin geht man bei Metz keine Kompromisse ein und setzt auf modernste OLED-Technologie und UHD-Auflösung mit 3840 x 2160 Bildpunkten. Wer einmal einen OLED-TV besessen hat, will nichts anderes mehr. Der Grund dafür ist einfach, OLED-Displays kommen ohne Hintergrundbeleuchtung aus. Ohne zuviel aus meinen Praxistest vorweg zu nehmen: Die daraus resultierenden Vorteile machen sich in einem satteren Kontrast, brillanteren Farben und einer beeindruckenden Tiefenschärfe bemerkbar. Schwarz ist hier tatsächlich Schwarz und nicht Dunkelgrau. Durch die nicht mehr benötigte Hintergrundbeleuchtung gehört auch das sogenannte „Clouding“ der Vergangenheit an. Dunkle Szenen sind dunkel und nicht von grauen Schleiern oder hellen Flecken durchzogen.

Unendliche Quellvielfalt

Design, Verarbeitung, Technik – alles auf dem allerneuesten Stand. Dem steht auch die Anschlussvielfalt in nichts nach. Der Topas 65 ist ein wahres Quellwunder und kaum wählerisch was die Konnektion mit Zuspielern angeht. Der Metz bietet diesbezüglich vier HDMI-Eingänge (einer davon als ARC ausgelegt), zwei USB-Ports, einen Ethernet-Steckplatz, je einen optischen und analogen Tonausgang, einen Mini-Scart-Port und einen Kopfhörer-Anschluss an. Damit wären die kabelgebundenen Varianten genannt. Dazu kommen alle gängigen, kabellosen Verbindungsmöglichkeiten. Zu allererst ist hier die WLAN-Verbindung zu nennen, über die sich Audiodateien in hoher Qualität an den Topas 65 leiten und hier ausgeben lassen. Spannend ist darüber hinaus die Bluetooth-Verbindung. Über sie können Audiodaten, beispielsweise vom Handy oder Tablet, zugespielt oder Musik über eine entsprechende Soundbar oder Kopfhörer ausgegeben werden. Wer den Fernseh- bzw. Filmton aufwerten will, kann über diesen Weg sogar noch einen entsprechenden Subwoofer verbinden.

Die wichtigsten Anschlüsse finden sich hinten links. Dazu gehören drei HDMI-Buchsen, alle Antennen-Anschlüsse und auch ein USB-Port. Darüber hinaus gibt es ein weiteres Anschlussfeld.

Ans Händchen genommen …

Montiert und aufgestellt ist der Topas 65. Zeit also, sich der Ausstattungsvielfalt meines Testgastes anzunehmen. Die ist enorm und doch muss man vor der Inbetriebnahme keine Angst haben. Zu Beginn fällt mir ein Ausstattungsmerkmal auf, dass die Langlebigkeit und Nachhaltigkeit unterstreicht: Der Topas 65 ist mit einem Ein-/Aus-Schalter ausgestattet, der sich direkt neben der Netzbuchse befindet. Diesen sieht man bei modernen Flachfernsehern eher selten. Wer seine komplette Elektronikkette gern komplett vom Strom nimmt, sobald in es Urlaub geht, der wird diesen kleinen Umschalter zu schätzen wissen. Im Auslieferungszustand steht der übrigens auf „Aus“. Hat man den Metz mit Netzstrom versorgt, sollte der Schalter zuerst in die On-Stellung gebracht werden. Anschließend wird das Gerät noch per Fernbedienung eingeschaltet. Ist das geschehen, wird man auch schon vom Installations-Assistenten an die Hand genommen, der sich zunächst nach der gewünschten Sprache erkundigt. Hier lässt es sich nun aus sieben Sprachen wählen. Danach entscheidet man sich auf Anfrage noch für das Land, in dem der Fernseher steht. Anschließend geht es dann um die Frage nach dem bevorzugten Energieschema. „Öko-Modus“ oder „Präsentation“? Wie der Name vermuten lässt, verspricht „Öko“ einen niedrigeren Energieverbrauch. Im nächsten Schritt entscheidet man sich dann für die gewünschte Empfangsart. „Nur intern“ beschreibt die Möglichkeit die internen Tuner zu verwenden, davon hat der Topas 65 übrigens gleich sechs Stück an Bord: Je zweimal DVB-T, DVB-C und DVB-S. Alternativ lassen sich die internen Tuner aber auch ausblenden und externe Empfänger (z.B. Settop-Box) verwenden.

Im zweiten Anschlussfeld befinden sich u.a. der Kopfhörerausgang, ein zweiter USB-Steckplatz, die Scart-Mini-Buchse und der Einschub für zwei CI-Module.

Ab ins Netz

Ist die Eingangswahl erledigt, geht es dann auch schon mit der Netzwerkintegration weiter. Netzwerkintegration? Wofür soll ich meinen Fernseher ins Netzwerk einbinden? Ganz einfach: Um die gigantischen Möglichkeiten nutzen zu können, die einem dieser SmartTV bietet. SmartTV steht dabei nicht für einziges Ausstattungsmerkmal, sondern für viele einzelne Features, die über die Verbindung ins Internet genutzt werden können. Dazu gehören beispielsweise die Mediatheken von ARD und ZDF. Alternativ lassen sich über diesen Weg aber auch Mediaplattformen wie Videociety anzapfen oder man schaut sich einfach Youtube-Videos an – ganz ohne einen zusätzlichen PC oder Mediaplayer.
Um auf all diese Dienste zugreifen zu können, muss der Topas 65 allerdings zuerst mit dem heimischen Netzwerk verbunden werden. Diesbezüglich lässt es sich zwischen der LAN- oder WLAN-Verbindung wählen. Entscheidet man sich für LAN und sind Router und Metz-TV mittels CAT6-Kabel miteinander verbunden, ist die Netzwerkeinbindung auch schon erledigt. Will man kabellos konnektieren, wählt man einfach WLAN. Diesbezüglich werden einem nun alle verfügbaren DHCP-Netzwerke sofort angezeigt. Ist das eigene gefunden und ausgewählt, muss nur noch das Passwort eingegeben und bestätigt werden, schon stehen einem Tür und Tor in das World Wide Web offen. Einmal im Netz, lässt sich der Metz dann auch per App bedienen bzw. einstellen. Die entsprechende Software steht sowohl im Google Play Store wie auch im Apple-Store zum kostenlosen Download bereit.

Smartes noch smarter – und intuitiver

Um zur Auswahl des umfangreichen SmartTV-Paketes im Topas 65 zu gelangen, genügt ein Druck auf die Taste mit dem symbolisierten Häuschen unten rechts auf der Fernbedienung. Nun wird die gesamte Quellvielfalt angezeigt. Über den Menüpunkt „Internet Portal“ lassen sich dann sämtliche Online-Angebote aufrufen. Bei der Erstinbetriebnahme müssen hier dann noch die gewünschte Sprache ausgewählt und die AGBs und Datenschutzerklärung akzeptiert werden. Hat man das entsprechende Häkchen gesetzt und den OK-Button angeklickt, gelangt man auch schon ins Auswahl-Menü. In übersichtlicher Anordnung – ähnlich der, die man vom Smartphone kennt – kann nun aus dem reichhaltigen Angebot gewählt werden. Die Navigation erfolgt dabei ganz intuitiv über das Steuerkreuz der Fernbedienung. Auf Wunsch lassen sich nun vorgeschlagene Apps installieren, Mediatheken durchsuchen, TV-Shows und Serien nachverfolgen oder Videotheken von Videociety, Freenet-Video, MeinVOD und anderen Diensten „anzapfen“. Was mir ausserdem sehr gut gefällt: Über den Menüpunkt „Musik“ bietet der Topas 65 diverse Musikvideos für die direkte Wiedergabe an. Soll während der Party ein bisschen Musik mit Bewegtbild laufen, kann das schnell und ohne nervige Suche durch die diversen Dienste erfolgen.
Auch sehr schön: Der Metz bietet den direkten Zugang zu kleinen Games, mit denen man beispielsweise die Werbepause überbrücken kann. Zum Angebot gehören hier z.B. Solitaire XXL, Supercandy 2, Bubble Shooter, Sudoku oder ein Poker-Spiel (selbstverständlich ohne Geldeinsatz). Um das aktuelle TV-Programm weiter im Auge behalten zu können, bietet der Topas 65 rechts ein kleines Bildschirmfenster zu Verfügung. So verpasst man keine Sekunde seiner heißgeliebten TV-Serie oder der aktuell laufenden Fußball-Übertragung.

Ohne zusätzliche Gerätschaften lassen sich Filme direkt von Videoplattformen wie Videociety wiedergeben – immer vorausgesetzt, man besitzt einen entsprechenden Account.

Sprint durch die Programmvielfalt

Nach der ausführlichen Begutachtung steht nun endlich der Praxistest an. Wie es sich für ein Fernsehgerät gehört, beginne ich diesen mit dem wohl häufigsten Einsatzzweck, dem TV-Empfang. Die zugehörige Sendersuche ist vergleichsweise schnell erledigt, das dauert bei meinem Fernseher zuhause deutlich länger. Anschließend skippe ich durch die gefundenen Sender. Was dabei auffällt: Der Topas reagiert in Sekundenbruchteilen auf die Befehle, die ich über die Fernbedienung erteile. Eine solch schnelle Reaktion habe ich noch bei keinem Fernseher erlebt. Jetzt will ich es genau wissen und „sprinte“ durch die Senderliste. In den folgenden 30 Sekunden betätige ich die Sender-Plus-Taste gefühlte 40-50 Mal, was der Metz mit einem unverzüglichen Umschaltvorgang quittiert.
Die Fernbedienung ist übrigens übersichtlich strukturiert und liegt richtig gut in der Hand. Der Infrarotgeber spiegelt die Material- und Verarbeitungsgüte des Topas 65 perfekt wider. Auffällig ist die gebürstete Alu-Oberfläche, in die alle nötigen Tasten perfekt eingelassen sind. Doch zurück zum TV-Test: Die gefundenen Sender können jetzt individuell konfiguriert werden. U.a. lassen sich hier auch eigene Favoritenlisten anlegen, die ganz einfach zusammengestellt werden können. Dazu klickt man einfach den gewünschten Sender aus der Liste aller gefundenen Stationen an und „zieht diesen rüber“ in seine Favoriten. Komfortabler geht’s kaum. Sind alle gewünschten Programme gefunden, lassen sich diese auch noch ganz einfach sortieren.
Die Bildqualität steht dem in nichts nach. Im Gegenteil: Ein klareres HD-Bild kann man sich bei 65 Zoll Bilddiagonale kaum wünschen. Farben werden leuchtend, aber niemals übertrieben dargestellt. Das macht sich beispielsweise sehr gut bei der Übertragung der Sportschau deutlich bemerkbar. Die roten Trikots der Bayern leuchten förmlich auf dem sattgrünen Rasen. Trikotnummern und selbst Spielernamen lassen sich auch dann noch sehr gut ablesen, wenn der Spieler gerade nicht in Großaufnahme gezeigt wird.

Gebürstete Alu-Oberfläche, sauber strukturierte Tastenbelegung: Die zum Lieferumfang gehörige Fernbedienung kann sich sehen lassen.

Stimmen, Details, Räumlichkeit

Die Bilddynamik ist ebenfalls genial. Nach der Navigation durch die Programmliste steht eine Quizshow auf dem Programm. Auch hier beeindruckt der Topas 65 durch leuchtende Farben und Tiefenschärfe. Die verschiedenen Blautöne im Hintergrund heben sich sauber und deutlich voneinander ab. Dabei ist nichts übertrieben oder reißerisch dargestellt, alles wirkt superklar, fast als würde man durch ein Fenster schauen. Selbst Hauttöne werden absolut neutral und realitätsnah abgebildet. Die Bildqualität im TV-Betrieb ist einfach faszinierend. Dazu gesellt sich dann ein überraschendes auditives Erlebnis. „Flachfernseher klingen auch flach“ sagt man. Diese Aussage trifft hier nicht zu. Der Metz klingt nämlich verdammt gut. Verantwortlich dafür zeichnet die unter dem Display perfekt ins Gesamtambiente eingelassene Lautsprecherleiste. Genau genommen handelt es sich dabei um ein Zwei-Wege-Soundsystem mit integriertem Subwoofer. Besonders deutlich machen sich die Vorteile dieses ausgeklügelten Lautsprechersetups im wichtigen Mittel- und Hochtonbereich bemerkbar. Hier werden sämtliche Audioanteile offenbar einzeln „in die Hand genommen“, verarbeitet und als großes Ganzes reproduziert. Die Folge ist eine saubere Differenzierung im Sound, eine erhöhte Stimmpräsenz, Ausdruckskraft und eine erstaunliche Räumlichkeit. Dazu kommen akkurate, vergleichsweise tiefe Bässe, die dem TV-Sound auf eine solide Basis stellen und ihm zu mehr Volumen verhelfen.

Der Zwei-Wege-Lautsprecher zieht sich über die gesamte Gehäusebreite. Hinzu kommt der rückwärtige Subwoofer. Wem das nicht reicht, der kann per Bluetooth einen zusätzlichen Sub einbinden.

Lieblingsfilme aufnehmen – auch nachträglich

Mit dem Topas 65 lassen sich Fernsehfilme, Nachrichtensendungen oder Quizshows übrigens auch ganz bequem aufzeichnen. Dazu ist der Metz mit einem cleveren und flexibel nutzbaren Rekorder und einer großen Ein-Terabyte-Festplatte ausgestattet. Laut Herstelleraussage reicht diese Kapazität für rund 1.000 Stunden SD-Programm oder 200 Stunden Aufnahme in HD. Um die Lieblingssendung oder -serie aufzuzeichnen wird also kein weiteres externes Gerät benötigt. Die Aufnahmefunktion wird hier ganz einfach und komfortabel mit nur einem Knopfdruck auf die Taste mit dem roten Punkt gestartet. Das Besondere dabei: Hat man eine Sendung, zum Beispiel den Sonntags-Tatort, von Anfang an gesehen und befindet erst nach 10, 20 oder 40 Minuten, dass man ihn doch gern archiviert hätte, funktioniert das auch noch rückwirkend. Voraussetzung dafür ist, dass der Fernseher eingeschaltet ist, die Sendung von Anfang an wiedergegeben und Timeshift “permanent” aktiviert wurde. Schaltet man den Fernseher zu spät ein, kann der Film über diesen Weg nicht mehr rückwirkend von Beginn an aufgezeichnet werden. Selbstverständlich lassen sich Aufnahmen aber auch zeitgesteuert über die elektronische Programmzeitschrift (EPG) programmieren. Dank des integrierten Multi-Tuners können wahlweise zwei Programme parallel aufgenommen oder eine Sendung aufgenommen und eine andere angeschaut werden. Empfängt man via DVB-T oder DVB-C lassen sich sogar zwei Sendungen zeitgleich aufnehmen, während man ein anderes Programm verfolgt. Das funktioniert auch bei DVB-S innerhalb des Satellitentransponders. Eine weitere Alternative wäre die gleichzeitige Aufnahme zweier Sendungen und die Wiedergabe eines zuvor aufgezeichneten Filmes von Festplatte. Umfangreicher und flexibler geht es kaum …

Höherer Kontrast = realistischere Bilder

Als nächstes steht mit „Ant-Man“ dann die Wiedergabe von 4k-Blu-ray auf dem Programm. Also richtig anspruchsvolles Futter für meinen Testgast, mit dem ich zunächst der Kontrastdarstellung dieses UHD-Fernsehers auf den Zahn fühlen möchte. Und die ist (auch dank HDR) bei diesem Gerät schlichtweg fantastisch. Bemerkbar macht sich das unter anderem bei der sehr schönen Ausleuchtung des gesamten Displays. In hellen Szenen leuchtet das gesamte Display – keine Spur von dunklen Stellen – selbst in den Ecken leuchtet der Topas 65 fast genauso hell wie in der Bildmitte. Die verschiedenen Weiß- und Farbtöne sind sauber voneinander getrennt, verlaufen aber dennoch harmonisch. Das passt schonmal. Meist spielt sich dieser Film aber vor eher dunklen Hintergründen ab. Hier macht sich dann die Große OLED-Stärke bemerkbar: Der Schwarzwert. Schwarz muss bei dieser Technologie nämlich nicht künstlich dargestellt werden, sondern ist hier die vollkommende Abwesenheit von Licht. So ist Schwarz tatsächlich Schwarz und nicht Anthrazit. Das wiederum macht sich an einer nahezu makellosen Kontrastdarstellung bemerkbar. Bilder wirken differenzierter – speziell in dunklen Bereichen gewinnen Inhalte an Plastizität. Farben wirken intensiver, Bewegungsabläufe verschmieren nicht und auch in Sachen Schärfe spielt der Metz auf höchstem Niveau. Das könnte kaum besser sein. Das sogenannte „Clouding“ entfällt ebenfalls. Bedeutet: Dunkle Szenen sind dunkel, zuweilen Pechschwarz und nicht von grauen Schleiern oder hellen Flecken durchzogen. Das Ergebnis: Homogene Bilder in einer neuen Dimension und ein Filmerlebnis in Perfektion. Eines, von dem Heimkino-Freunde bislang nur träumen konnten.

Wer sich die TV-Werbepause mit einem Spielchen vertreiben will, findet diverse Möglichkeiten dazu in der entsprechenden Smart-TV-Applikation.

Fazit

Der Topas 65 ist edel designet und ein echter Hingucker im Wohnzimmer. Auch technisch beeindruckt er auf jeder Ebene. Angefangen beim cleveren Ausstattungskonzept, den versatilen Anschlussoptionen, seinen smarten Funktionen und der fast schon selbsterklärenden Bedienung, imponiert der Metz aber vor allem durch seine hervorragende Bild- und Tonqualität. Hier stechen in allererster Linie der hohe Kontrastumfang, die geniale Farbdarstellung und die saubere Differenzierung heraus. Hinzu kommt ein Sound, den man von Flachfernsehern nicht kennt und der den Kauf einer Soundbar als reine TV-Unterstützung überflüssig macht. Metz beschreibt seinen Topas 65 wie folgt: „Für alle, denen gut nicht gut genug ist, bietet der Metz Topas TV-Genuss für höchste Ansprüche“. Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich muss gestehen: Besser habe ich noch nie fern gesehen!

Test & Text: Roman Maier
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 1+
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: angemessen

96 %

98 %

98 %

95 %

181202.Metz-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Metz
Topas 65
Produktkategorie:UHD-OLED-Fernseher (65 Zoll)
Preis:3.999,00 Euro (uvP.)
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Silber (Rahmen und Fuß)
- Rückseite: begürstete Platinoptik
Vertrieb:Metz, Zirndorf
Tel.: 0911/9706180
www.metz.de
Bilddiagonale:65 Zoll / 164cm
Abmessungen (HBT):943 x 1447 x 300 mm (inkl. Fuß)
Gewicht:31,4 Kg
ArtOLED, UHD (3840 x 2160 Pixel), 16:9
Bildwiederholrate:2.000 Hz MetzVision
Ein-/Ausgänge:4 x HDMI
2 x USB
1 x Antenne (DVB-T2/C Twin Tuner)
2 x Sat (DVB-S Twin Tuner)
2 x CI+
1 x Scart Mini
1 x optischer Digitalausgang
1 x Analog-Stereo-Audioausgang
1 x Kopfhörerausgang
- Bluetooth
- WLAN
1 x LAN
HDMI-Funktionen:- 4k
- HDR
- ARC (Audio-Rückkanal)
SmartTV-Ausstattung:- Autom. Anpassung an Raumlichtsituation
- HbbTV
- 1 TB-Festplatte
- USB-Aufnahme
- DVB-T/T2/T2-HD/C/S/S2 (Twin Tuner)
- Browser für freies Surfen
- TV on Demand
- YouTube
- Videociety
Zubehör:- Fernbedienung
- Batterien
- Tischfuß
- Netzkabel
- Anleitung
Besonderes:+ Exzellente Verarbeitung
+ UHD-Auflösung
+ OLED-Technologie
+ HDR
+ Bluetooth
+ integrierte Festplatte
+ Twin-Recording
+ Sensationell hoher Kontrast
+ Schlankes Design
+ hervorragende Materialqualität
Benotung:
Bildqualität (40%):1,0
Klang (20%):1+
Praxis (20%):1+
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1+
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistungangemessen

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