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Redakteur
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DreamScreen ist eine dynamische Hintergrundbeleuchtung für Fernseher, Leinwände und Monitore. Erhältlich ist die 4K-Variante für Geräte bis zu einer Bildschirmdiagonalen von 120 Zoll. Rückseitig installierte LED-Streifen reagieren in Echtzeit auf Filminhalte und werfen ein farbiges Lichtambiente auf die Wand – so ähnlich wie man es von Philips-Ambilight-Geräten kennt. Ich wollte wissen, wie gut dieser Effekt an einem modernen LED-TV funktioniert.

Wer einmal eine dynamische TV-Hintergrundbeleuchtung erlebt hat, möchte diese in der Regel nicht mehr missen. Aufgrund von Patentrechten kennt man dieses, „Ambilight“ genannte, Feature aktuell nur von Philips. Auf eine schöne Hintergrundbeleuchtung muss man deshalb noch lange nicht verzichten. Weder bei seinem betagten Fernseher, noch für den neuen Flat-TV, der nicht den Namen Philips trägt. An dieser Stelle kommt der deutsche Vertrieb Tele-Kohlgraf ins Spiel. Das kleine, in der Eifel beheimatete Unternehmen offeriert ein optionales Backlight-Kit namens DreamScreen 4K. Eines, das sich für die nachträgliche Montage an allen gängigen Fernsehern, Leinwänden und Monitoren eignen soll.

DreamScreen passt die Farben der Hintergrundbeleuchtung automatisch an den auf dem Fernseher sichtbaren Filminhalt an.
Foto: Michael B. Rehders

Ausstattung und Technik

In der Regel leuchtet irgendwo im Raum ein Licht, sobald man sich am Abend vor den Fernseher setzt. Ganz gleich ob ein spannender Blockbuster läuft oder eine Sportsendung; die Hintergrundbeleuchtung sorgt dafür, dass einem die Augen nicht so schnell ermüden. Auf diese Weise ist stundenlanger Fernsehspaß möglich. Steht die Lampe neben dem Sofa, kann es aber durchaus passieren, dass sich der Lichtschein auf der Mattscheibe spiegelt – das nervt. Doch egal wo die Lampe steht, sie passt sich farblich nie den TV-Inhalten an, sondern leuchtet meistens in einem beständigen Weißton. Um ein Vielfaches moderner sind stattdessen augenfreundliche LED-Backlights, die warme Farben auf die Rückwand hinter dem Fernseher werfen. Noch spannender wird’s, wenn sich diese dem Bildinhalt anpassen. Exakt das verspricht DreamScreen und das wird nun getestet:
Zum sogenannten Backlight-Kit gehören ein DreamScreen 4K Steuergerät, das die Farben der LED-Stripes regelt, ein HDMI-Kabel für die Verbindung mit dem Fernseher und natürlich eine Rolle LEDs, die als Träger auf die Rückseite von TV, Rahmenleinwand oder Computer-Monitor geklebt werden. Das 4K-Steuergerät genügt modernsten Ansprüchen und unterstützt selbst moderne 4K-Filme mit High-Dynamic-Range (HDR10) und 18 GB/Sekunde. Somit können auch Serien, Sport-Events und Spielfilme von Netflix, Amazon Video und von 4K-Blu-ray mit bis zu 3840 x 2160 Pixel und 60 Hz durch eine entsprechende Hintergrundbeleuchtung ergänzt werden. 60 LEDs pro Meter sorgen dabei für eine Lückenlose Hintergrundbeleuchtung. Die benötigte App „DreamScreen TV“ gibt es kostenlos im Google App Store.

In unserem Testset ist alles für´s Lichtambiente dabei: Eine LED-Rolle, die für TV-Geräte mit einer Bilddiagonalen von max. 60 Zoll ausreicht, das DreamScreen-4K-Steuergerät mit drei HDMI-Eingängen, ein DIY- und ein HDMI-Kabel. Die englischsprachige Bedienungsanleitung rundet das umfangreiche Ausstattungspaket ab.
Foto: Michael B. Rehders

Konfiguration und Montage

Ganz Plug & Play geht es dann leider doch nicht. Die beigelegten Installationsanleitungen erscheinen mir teilweise etwas missverständlich, da Abbildungen der LED-Stripes nicht mit dem gelieferten Produkt übereinstimmen. Dank des guten Supports von Tele-Kohlgraf, war aber sofort Hilfe parat – via Telefon, Facebook und Messanger. So funktioniert moderner Service. Bravo!
Aber der Reihe nach: Schritt für Schritt gehe ich die Installation des DreamScreen 4K durch. In die drei Klemmen des DIY-Kabels werden zunächst vier Kabel eines Adapters verschraubt, um darüber die Steuerung des LED-Stripes durchzuführen. Der Rest ist dann ganz leicht.

Bild oben links: Der LED-Lichterkette liegt ein Adapterkabel bei. Dieses hat auf der einen Seite einen Stecker, auf der anderen Seite befinden sich vier abisolierte Kabel. Die Kabel werden in die Ports des DIY-Kabels gesteckt und festgeschraubt.
– GND = Weiß
– 5V = Rot
– Data = Grün und Blau (kommen also beide in den mittleren Port)
Bild oben rechts: Anschließend wird der Stecker des Adapters mit dem Gegenstück verbunden, das sich oben auf der Rolle der LED-Lichterkette befindet.
Bild unten: Das andere Ende des DIY-Kabels kommt in den Port „LED 1“ des DreamScreen-Steuergerätes. Damit ist die komplizierteste Arbeit auch schon erledigt.
Foto: Michael B. Rehders

LED-Stripes am Fernseher befestigen

Die LED-Lichterkette befindet sich auf einer „Filmrolle“. Nachdem das DIY-Kabel mit dem DreamScreen-Steuergerät und den LED-Stripes verbunden ist, geht’s an Kleben. Dafür muss zwingend unten links auf der Rückseite des TV-Gerätes angefangen werden. Von dort werden die LEDs nach oben links, dann weiter nach oben rechts, runter nach unten rechts und zurück nach unten links aufgeklebt. Ganz wichtig: Die Ecken dürfen nicht geknickt werden, weil sonst Kontakte brechen können und die LEDs dahinter keinen Strom mehr erhalten. An den Ecken sollte die Kette „locker“ umgeschlagen werden (siehe Foto unten).
Ist die Kette auf der Rückseite des TVs verklebt, wird der überschüssige Rest einfach abgeschnitten! Sie haben richtig gelesen. Direkt vor den Kontakten wird die LED-Kette durchgeschnitten. Einfacher geht es kaum.

Bild links: Ist die LED-Lichterkette ringsum auf der Rückseite des TV-Gerätes verklebt, wird der überschüssige Rest einfach abgeschnitten – und zwar direkt vor den glänzenden Kontakten.
Bild rechts: Das lose Ende der Lichterkette wird nun in den transparenten Stecker eingeführt (der sich ganz am Anfang der LED-Stripes befindet) und festgeklemmt.
Foto: Michael B. Rehders

Noch einmal im Überblick: Auf der Rückseite des TV-Gerätes werden die LED-Stripes ringsherum aufgeklebt. Gestartet wird unten links. Das Ende befindet sich ebenfalls wieder unten links. Das ist wichtig, weil die dynamische Steuerung nur so präzise arbeiten kann.
Oben links ist gut zu sehen, wie das Ende der Kette im transparenten Adapter befestigt ist. Auf diese Weise werden die Stripes auch von der anderen Seite mit Strom versorgt.
Oben rechts habe ich noch einmal detailliert veranschaulicht, wie die LEDs um die Ecke verklebt werden.
Foto: Michael B. Rehders

DreamScreen 4K im Handumdrehen verbunden

Die Steuereinheit wird zunächst mit dem TV-Gerät verbunden. Dafür legt Tele-Kohlgraf seiner Hintergrundbeleuchtung ein kurzes HDMI-Kabel (0,5 Meter) bei. Üblicherweise sind im Wohnzimmer alle Zuspieler (wie 4K-Blu-ray-Player, DVD-Spieler, Sat-Box, Amazon Fire TV Stick) mit dem AV-Receiver verbunden. An diesem wird der Ton abgenommen und zu den Lautsprechern geführt, Bildsignale werden separiert zum TV geleitet. Da sich jetzt aber der DreamScreen 4K in der Wiedergabekette befindet, werden AV-Receiver und Steuereinheit via HDMI-Kabel verbunden. Von dort gelangt das Bildsignal dann über die zweite HDMI-Leitung zum Fernseher. Zu kompliziert?
Schauen wir uns das im Detail mal an:

A: DreamScreen 4K wird mit dem AV-Receiver verbunden. Sollte kein AV-Receiver vorhanden sein, können Blu-ray-Player, Spielekonsole oder Sat-Box auch direkt angeschlossen werden. Dafür stehen gleich drei HDMI-Ports zur Verfügung.
B: Die LED-Stripes kommen an „LED 1“.
C: Hier werden DreamScreen 4K und Fernseher verbunden via HDMI.
D: Anschluss für das Netzkabel

Ganz leichte Installation der DreamScreen-TV-App

Für die Steuerung des DreamScreen 4K kommt das Smartphone zum Einsatz. Alternativ funktioniert es aber auch via Tablet. Android- und iOS-fähige Modelle können gleichermaßen verwendet werden. Im Google Play Store wird per Suche der Name „DreamScreen TV“ eingegeben, schon taucht die gewünschte, kostenlose App auf. Jetzt einfach auf „öffnen“ tippen, das war es dann auch schon. Sekunden später wird die DreamScreen-TV-App gestartet.
Unter „Installation Settings“ wird die LED-Kette nun installiert. Und zwar wie folgt:

Die App-Steuerung ist intuitiv und schnell erledigt.

Ganz links: Die App „DreamScreen TV“ wird im Google Play Store geöffnet.
Rechts daneben: Sekunden später erscheint die geöffnete App auf dem Smartphone.
Drittes Bild:
– „Installation Settings“ anklicken
– „Select your Installation Type“ auf „Flex / DIY“ setzen
– Auf das „Schloss“ tippen und danach rechts daneben auf „LED 1“.
– Mit dem Finger ein Rechteck über das Touchscreen-Display ziehen.

Ich starte von unten links. Also exakt so wie auch die LED-Kette auf dem TV aufgeklebt worden ist. Nun tippe ich auf die linke Zahl an der vertikalen Seite und gebe die Anzahl der LEDs ein, die sich auf dem Fernseher an der linken Seite befinden. Mal kurz durchzählen. In meinem Fall sind das 35. Anschließend tippe ich auf die obere Zahl und gebe die Anzahl der LEDs ein, die sich auf dem Fernseher an der oberen Seite befinden. In meinem Fall sind das 65. Abschließend bestätige ich die Eingabe mit einem Tipp auf das „Schloss“. Fertig!
Ganz rechts: Im Preset „Advanced Settings“ können weitere Einstellungen vorgenommen werden. Zum Beispiel kann die Helligkeit der einzelnen LED-Seiten beliebig geändert werden. Auch Rot, Grün und Blau lassen sich individuell einstellen.

Sobald das „Rechteck“ in „Installation Settings“ gezogen ist, leuchten alle LEDs auf.
Foto: Michael B. Rehders

Prachtvolle Farben für jeden Anlass

Nun ist es soweit. Die DreamScreen 4K-Hintergrundbeleuchtung ist zwischen AV-Receiver und Fernseher eingebunden. Ich spiele zunächst ein paar Fotos zu und bin sofort begeistert. Umgehend scheinen sich die Farben meiner Bildwerke auf der Wand hinter dem TV zu erweitern. Die Straßenbahn in Lissabon wird auf dem Metz blue 49DQ3652A, den ich kürzlich im Test hatte, mit natürlichen Farben abgebildet. Auf der Wand ergibt sich ein großartiges Farbenmeer. Fernseher und DreamScreen 4K harmonieren einfach fantastisch miteinander. Ich lasse eine kleine Diashow laufen. Jetzt ist wunderbar zu erkennen, wie sich das Lichtambiente passend zum jeweiligen Foto anpasst.
Empfängt der Fernseher Bild/Tonsignale direkt über den internen Sat-Tuner – oder über eine implementierte Smart-TV-App, kann die DreamScreen 4K kein dynamisches Lichtambiente erzeugen. Dafür muss sie (wie oben beschrieben) zwischen Abspielgeräte (PS4, AV-Receiver, Netflix) und Fernseher eingebunden werden. Statische Lichtstimmungen in Wunschfarbe sind aber natürlich auch in diesem Fall möglich.

Meine Fotoaufnahme aus Lissabon erscheint mit Ambient-Light in völlig neuem Licht.
Foto: Michael B. Rehders

Videos und Musik in neue Farben getaucht

Die „DreamScreen TV“-App bietet gleich drei Presets, um verschiedene Lichtstimmungen zu erzeugen. Diese heißen: „Video“, „Music“ und „Ambient“.
Für Filme, Fotos und Spiele empfinde ich „Video“ als hervorragend geeignet. Farben passen sich dynamisch an den Inhalt an, der auf dem Fernseher dargestellt wird. Mein Urlaubsvideo von Kos, einer kleinen griechischen Vulkaninsel in der Ägäis, versprüht sofort wieder pures Urlaubs-Feeling. Das türkisfarbige Wasser farblich unter und neben dem Fernseher prachtvoll erweitert. Oberhalb des Fernsehers leuchtet der blaue Himmel auf der Wand. Ich bin begeistert davon, wie gut die DreamScreen 4K-Hintergrundbeleuchtung in der Praxis funktioniert.
Wird Musik via Internetradio am, TV abgespielt, passt sich die Lichtsteuerung dem Rhythmus an. Hip-Hop und Disco machen mit den Lichteffekten wirklich Laune. Chillout hingegen entspannt durch langsame Farbwechsel. Wer nun gar keine dynamischen Farben mag, der kann unter dem Menüpunkt „Ambient“ auch eine Wunschfarbe kreieren. Dafür wird in einem Kreis, der alle Primär- und Sekundärfarben enthält, einfach auf den gewünschten Farbton getippt. Auch Szenen wie Lagerfeuer und Aquarium sind möglich. So leicht lässt sich jedes Lichtambiente auf dem Smartphone erzeugen – und das praktisch Plug & Play!

Eine Jacht mit Touristen verlässt den Hafen von Kos. Die Farben im Video werden homogen auf der Zimmerwand erweitert dargestellt. Die Intensität der Hintergrundbeleuchtung kann wunschgemäß per Smartphone- oder Tablet-App gewählt werden.
Foto: Michael B. Rehders

Fazit

Mit dem DreamScreen 4K ist dem deutschen Vertrieb Tele-Kohlgraf ein ganz großer Wurf gelungen. Die dynamische Hintergrundbeleuchtung lässt sich via Smartphone und Tablet intuitiv bedienen. Egal ob schnelle Wechsel bei Hip-Hop- und Disco-Musik, oder über den Bildschirm hinausgehende Farben von Filmen, Sport-Events und Serien – das gewünschte Lichtambiente ist eine echte Bereicherung im Wohnzimmer. Dank der großen Flexibilität des DreamScreen 4K-Backlight-Kits lassen sich alle gängigen TV-Geräte markenunabhängig nachträglich mit dynamischer Lichtsteuerung ausstatten. Das hat seinen Preis, ist aber sprichwörtlich jeden Cent wert.

Test, Text & Fotos: Michael B. Rehders

Gesamtnote: 95/95
Klasse: Spitzenklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

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190328.DreamScreen-Testsiegel

Technische Daten

Modell:DreamScreen
4K
Produktkategorie:LED-Backlight-Kit
Preis:- ab 289,00 Euro (uvP.)
- unser Test-Kit: 348,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:Tele-Kohlgraf, Schleiden-Gemünd
www.tele-kohlgraf.de
Für Bilddiagonalen:bis 120 Zoll
Abmessungen (HBT):1,6 x 9,0 x 8,0 cm
Gewicht:0,9 Kg
ArtLED, UHD (3840 x 2160 Pixel)
Ein-/Ausgänge:3 x HDMI
HDMI-Funktionen:- 4k/UHD
- 60 Hz
- HDR
- ARC (Audio-Rückkanal)
- HDMI 2.0 / HDCP 2.2
Kompatibel mit:- Android
- iOS
Zubehör:- 1 DreamScreen 4K
- 1 LED-Spripes
- HDMI-Kabel (0,5 m)
- Netzkabel
- Schnellanleitung
- Anleitung (englisch)
Pros und Contras:+ UHD/HDR10-Unterstützung
+ LED-Technologie
+ drei Farbpresets
+ sehr leichte Bedienung
+ dynamisches und statisches Backlight
+ kleine unauffällige Steuereinheit

- Kabellage nicht Plug & Play
- Bei Smart-TV-Apps und Sat-TV-Empfang keine DreamScreen-Unterstützung
Benotung:
Qualität (40%):95/95
Klang (20%):93/95
Praxis (20%):93/95
Ausstattung (20%):94/95
Gesamtnote:94/95
Klasse:Spitzenklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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