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Als Kompaktsystem preist Cambridge Audio seinen Yoyo L an. Über Bluetooth und via Google Chromecast dient er als flexibler und schicker Netzwerk-Lautsprecher. Er eignet sich aber ebenso als Soundunterstützung am neuen Flach-Fernseher. Zu diesem Zweck ist er sogar mit einem HDMI-Anschluss bestückt.

Der Yoyo L ist wahlweis ein dunklem (hier) oder hellem Grau verfügbar.

Während andere Hersteller bei ihren Lautsprechern meist auf eine schwarze, graue, weiße, vor allem aber glatte Oberflächen setzen, kommt der Yoyo L im außergewöhnlichen Gewand daher: Die Box ist mit einem speziellen Gewebe überzogen und so angenehm weich. Der Grund: Cambridge Audio setzt auf britischen Sound und britische Optik. Zu diesem Zweck hat sich der Soundspezialist aus England die Expertise der legendären Weberei Marton Mills an Bord geholt, um alle Lautsprecher in 100 Prozent perfekt verarbeiteter Kammwolle einzuhüllen. Das sorgt neben einer einmaligen Haptik auch visuell für eine ordentliche Portion Gemütlichkeit. Das Design überzeugt auf Anhieb. Stellt sich noch die Frage: Was hat der Cambridge Audio-Hingucker klanglich auf dem Kasten? Das wird jetzt ausführlich getestet.

DAs Wollkleid des Yoyo L ist perfekt gearbeitet … und fühlt sich richtig gut an.

Der große Bruder als Schaltzentrale

Die tragbaren und kleineren Varianten Yoyo S und M sind inzwischen auch in Deutschland weit verbreitet. Sie wurden vor allem für den mobilen Einsatz entworfen. Mit integriertem Akku finden die Bluetooth-Boxen drinnen, aber auch draußen ihren Platz und sorgen hier für überraschend guten Sound. Der große Bruder, der Yoyo L, in dem es in diesem Test geht, wurde hingegen für die stationäre Nutzung konzipiert. In den eigenen vier Wänden bietet er sich als bildhübsche aber auch klanglich anspruchsvolle HiFi-Zentrale an. Um dem gerecht zu werden offeriert er Bluetooth-Streaming, integriertes Chromecast, Spotify Connect und nicht zuletzt einen HDMI/ARC- und einen optischen Eingang, damit auch der neue Flach-Fernseher angeschlossen werden kann.
Die große Besonderheit gegenüber den kleineren Varianten: Der Yoyo L verfügt über eine Chromecast-Integration, die sich naht- und kabellos mit Smartphone, Tablet und Co. verbindet. So kann Musik noch komfortabler und klanglich anspruchsvoller als über Bluetooth gehört und gesteuert werden. Das funktioniert denkbar einfach. Im Quellgerät wird einfach die Cast-Schaltfläche angetippt, schon geht’s los. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Gerät seine Musikfiles direkt aus dem Internet bezieht. Das Smartphone dient dann nicht mehr als Quelle, sondern nur noch als Fernbedienung. Zum einen wird so der Akku des mobilen Gerätes geschont, zum anderen kann man beispielsweise mit dem Handy telefonieren, ohne dass Signal- oder Hinweis-Töne über das Yoyo L abgespielt werden oder die Musikwiedergabe unterbrochen wird.

Mit den Systemen der Yoyo-Serie (hier das Modell S) bringt Cambridge Audio den Great British Sound ins extrem kompakte Format tragbarer Bluetooth-Lautsprecher.

Qualität aus Cambridge

Wer die Bezeichnung ´Cambridge´ hört, denkt mit hoher Wahrscheinlichkeit an die dort gelegene, weltweit bekannte Elite-Universität. In der ostenglischen Stadt, nur 80 Kilometer von London entfernt, hat aber auch die Marke Cambridge Audio ihren Ursprung und darf auf eine stolze Firmengeschichte zurückblicken. 1968 begann in Cambridge alles mit einem Stereoverstärker. Inzwischen hat der Hersteller hochwertiger High-End-Audio-Produkte seinen Hauptsitz mittlerweile in die britische Hauptstadt verlegt und feierte 2018 sein 50-jähriges Bestehen. Über die Zeit weitete sich die Expertise über alle HiFi-Bereiche aus, immer die neuesten Technologien im Blick habend. Dass man sich schließlich auch dem Thema WLAN bzw. Chromecast widmete, ist nur die logische Konsequenz des steten Entwicklungsprozesses der Briten.

Optik: Wunderschön und weich

Holt man den Yoyo L aus seiner stabilen und hochwertig designten Verpackung, fällt neben seinem Gewicht von mehr als vier Kilo zunächst der ungewöhnlich weiche Lautsprecherüberzug auf. Er schmiegt sich einmal rund um die 27 mal 27 Zentimeter messende Box. Dieses sehr angenehme, haptische Erlebnis wird durch die gerundeten Ecken visuell verstärkt. Beides zusammen macht den Yoyo L zum Schmuckstück in modern wie klassisch gestylten Wohnumgebungen. Das Wollkleid fühlt sich so gut an, dass man zwischendurch immer wieder über den Lautsprecher streichelt.
Ein unauffälliger Sticker auf der Rückseite weist darauf hin, wer für die feine Bespannung aus 100 Prozent Kammwolle verantwortlich ist: Die britische Weberei Morton Mills aus Yorkshire. Sie lieferte ihre hochwertigen, schalldurchlässigen Stoffe auch schon für die Modelle Yoyo S und Yoyo M. Dank einer speziellen Behandlung ist der Überzug laut Herstelleraussage sogar wasser- und schmutzabweisend. In der Weberei weiß man eben was man tut. Bereits seit 1931 ist der britische Traditionshersteller im Geschäft. So bilden Morton Mills und Cambridge Audio ein starkes britisches Duo. Die Softtouch-Oberfläche fügt sich nahtlos in die ansprechende Optik und Haptik des 12,5 Zentimeter hohen Lautsprechers ein. Auf ihr finden sich dann auch die wichtigsten Bedienelemente. Dazu aber später mehr.

Der schicke Wollüberzig kommt von Morton Mills.

An alles gedacht

Neben dem „weichen“ Hauptdarsteller findet sich im Karton noch einiges an Zubehör: Dazu gehören die Fernbedienung, ein Quick Start Guide, sowie ein Stromkabel für deutsche Steckdosen und zwei weitere mit internationalen Steckern. Ein optisches Digitalkabel (Toslink), ein HDMI-Kabel und ein 3,5-Millimeterkabel mit Miniklinken-Steckern finden sich ebenso im Karton. So bieten sich einem zahlreiche Möglichkeiten den Lautsprecher in Betrieb zu nehmen. Die Anschlüsse können dabei sogar „versteckt“ vorgenommen werden. Alle Eingänge finden sich nämlich in einer Mulde, die auf der Unterseite versenkt integriert wurde. Hier hat man – neben einem HDMI-Eingang, einem optischen Digitalanschluss sowie einem Aux-Eingang (3,5-Millimeter-Klinke) – auch zusätzlich die Möglichkeit, sein Smartphone oder Tablet zu laden, denn eine USB-Ladebuchse wurde ebenfalls mit verbaut. Über den optischen Digital- oder über den HDMI-Anschluss lässt sich der Lautsprecher selbstverständlich auch mit dem Fernseher verbinden.
Der Lautsprecher selbst steht übrigens auf vier sehr flachen, rutschfesten und L-förmigen Gummifüßen. Diese versprechen auch bei ordentlichem Bass echte Stadtfestigkeit. Unterseitig wurde zudem noch mittig ein Gewinde eingelassen. So kann der Yoyo L sogar auf ein Stativ geschraubt werden. Für den anspruchsvollen Sound sorgen insgesamt sechs (!!) Hochleistungstreiber, die zu drei Seiten abstrahlen – je ein Breitband-Speaker und ein Subwoofer. Das Besondere hier: Jeder einzelne Lautsprecher wird dabei von einem eigenen Verstärker angetrieben!

Zum Lieferumfang gehören eine Fernbedienung, Netzkabel, HDMI-Leitung, sowie ein optisches und ein analoges Audiokabel.

Start per Google-Home-App

Da der Yoyo L mit einem Google-Chromecast-Modul ausgestattet ist, benötigt man zunächst die kostenlose Google-Home-App, um den Lautsprecher ins Heimnetzwerk einzubinden. Ist diese auf das Smartphone oder Tablet geladen, kann die Ersteinrichtung auch schon beginnen. Die App führt den Nutzer mit einfachen Schritten durch das Setup. Bei der Installation müssen dann nur drei einfache Schritte beachtet werden:

1. Den Yoyo L mit dem demselben Heimnetzwerk verbinden, mit dem auch das Smartphone/Tablet verbunden ist.
2. Es lassen sich alle Chromcast-kompatiblen Apps (zu erkennen am rechteckigen Cast-Symbol in der App) nutzen. Dazu gehören zum Beispiel Spotify, Deezer, Napster oder TuneIn.
3. Einfach auf die Cast-Taste in der chromecastfähigen App tippen, um die Musikwiedergabe zu starten.

Selbstverständlich lässt sich der Yoyo L auch per Bluetooth verbinden und über diesen Weg mit Musik füttern. Dafür muss der Lautsprecher nur mit einem mobilen Endgerät gekoppelt werden. Für eine noch einfachere Verbindung ist auf der Oberfläche ein Nearfield-Communication-Modul (NFC) eingebaut.

Cleveres Touchfeld

Es bieten sich gleich drei Möglichkeiten den Yoyo L zu bedienen: Das geschieht wahlweise über das Smartphone, über das große Touchpad oder mit Hilfe der Fernbedienung. Das erwähnte Touchpad sitzt direkt in der Oberseite des Yoyo L. Die hier vorherrschende Softtouch-Oberfläche ist für mein Empfinden optisch und haptisch eine tolle Lösung – allerdings nur solange sich nicht der erste Staub darauf gemütlich gemacht hat. Das geht bei einem elektrischen Gerät ja leider sehr schnell. Ist das passiert, ist es gar nicht so einfach die Oberfläche wieder vom Staub zu befreien. Die Funktion und den Klang beeinträchtigt das natürlich in keiner Weise. Die linksseitig platzierten Favoriten-Tasten 1, 2, 3 lassen sich wahlweise mit eigenen Playlists oder Radiostationen belegen. Um eine Taste zu programmieren, spielt man zum Beispiel kurz die gewünschte Playlist an und hält die jeweilige Zifferntaste gedrückt. Ist das geschehen, genügt später ein einfaches Tippen auf die jeweilige Programm-Taste und die Box spielt die Playlist erneut ab. Darüber hinaus befinden sich auf der Oberseite eine Bluetooth- und Quell-Anzeige, Lautstärke-LEDs, Lautstärkeregelung, Power-Knopf und WLAN-Anzeige.

Das Touchfeld zieht sich über die gesamte Oberseite, ist großzügig dimensioniert und übersichtlich gestaltet.

Klassische Bedienung

Die Fernbedienung ist ebenfalls übersichtlich strukturiert. Mit ihrer Hilfe kann man unter anderem eines von vier Klang-Profilen auswählen: Music, TV, Film und Voice. Letzteres soll die Sprachverständlichkeit verbessern, in dem der für die Stimmwiedergabe verantwortliche Frequenzbereich klanglich etwas herausgearbeitet wird. Zusätzlich kann man auch den Bass nach seinen Wünschen regeln. Dies wird auf der Geräteoberseite durch die fünf weißen LED-Indikatoren, die auch die Lautstärke anzeigen, visualisiert. Die Fernbedienung ist schlicht und mit weniger als 20 Tasten sehr übersichtlich gehalten. Sie passt auch optisch zum Yoyo L. In Sachen Materialqualiät kann der aus Kunststoff gefertigte Infrarotsender allerdings nicht mit dem Lautsprecher mithalten. Ein kleiner Minuspunkt: Weder auf dem Touchpad, noch auf der Fernbedienung ist die Möglichkeit für den Titelsprung gegeben. Da man seinen Cambridge-Netzwerkspeaker aber vermutlich ohnehin über das Smartphone oder Tablet steuert, ist das kein großes Manko.

Alternativ lässt sich der Yoyo L selbstverständlich auch via Fernbedienung befehligen.

Britisch bodenständig

Ich starte meinen Klangtest dann mit etwas Sanftem, etwas das für mein Empfinden ziemlich gut zur gemütlichen Optik des Yoyo L passt: Billy Joel mit „Piano Man“. Ganz klischeehaft könnte man sich jetzt in eine Kuscheldecke einwickeln, vor dem Kamin entspannen und den ersten zarten Pianoanschlägen lauschen. An einem Kamin und der kuscheligen Wolldecke mangelt es mir jetzt zwar, nicht aber an gutem Sound. Dieser dringt nämlich sofort vollkommen sauber und unaufgeregt aus dem wollbezogenen Lautsprecher. Es folgt die sanfte, aber doch durchdringende Mundharmonika, ehe Billy Joel seine gefühlvolle, prägnante Stimme erhebt. Die gesamte Darbietung begeistert durch eine schöne Detailfülle, alle musikalischen Elemente werden ausgewogen und ehrlich wiedergegeben. Keine Spur von Dosenklang oder mumpfigen Höhen. Stattdessen: Ein sauberer, entspannter, erwachsener aber auch unaufdringlicher Sound. Das passt nicht nur perfekt zur britischen Bodenständigkeit, sondern auch zum Motto des Herstellers. Dieses lautet: Nichts hinzufügen, nichts weglassen. Und genauso klingt es aus der Box – perfekt artikuliert, aber niemals extravagant oder überspektakulär.
Dieser Eindruck bestätigt sich auch in „Uptown Girl“. Ein Song, mit dem der Yoyo L erneut durch seine neutrale Abstimmung überzeugen kann, zugleich aber auch eine ordentliche Portion Spielfreude ins Wohnzimmer liefert. Der Sound ist richtig gut, kaum zu glauben, dass hier gerade in eher kompaktes All-In-One-System spielt. Was über Bluetooth allerdings ein wenig irritiert: Die Verbindung wurde in meinem Test ab und zu kurz unterbrochen. Wer kann, sollte seine Lieblingsmusik also besser via WLAN streamen.

Der Cambridge Audio Yoyo L ist elegant und wertet quasi jede Wohnumgebung optisch auf.

Bass geht auch!

Kuscheltöne reproduziert die Box in ihrem schönen Woll-Kleid also perfekt, irgendwie überrascht mich das auch nicht. Aber wie sieht es mit partytauglichen Klängen aus? Nun wird was ganz anderes rausgekramt – mit ordentlich Bass: „Dickes B“ von Seeed. Erstmal die Lautstärke aufdrehen. Die Jungs aus Berlin um Peter Fox geben direkt Vollgas, der Bass spielt tief, angenehm sauber, aber dennoch mit einem ordentlichen Druck aus dem Yoyo L. Zugleich überzeugt der Cambridge-Speaker durch wunderbare Transparenz und überraschend überzeugende Räumlichkeit. Für letzteren Eindruck sind eindeutig die insgesamt sechs, in den drei Seiten eingelassenen Chassis verantwortlich. Sie lassen vor mir eine breite Audio-Bühne entstehen, die man sonst eher von separierten Stereo-Lautsprechern kennt. Im Ergebnis erlebe ich eine voluminöse und außerordentlich präzise Vorstellung, die weit über das hinausgeht, was man einem solch kompakten Lautsprecher zutrauen würde.
Auch bei „Ding“ sind Dynamik und Impulskraft von der ersten Sekunde an zu spüren. Auch jetzt wird das eben erwähnte Motto der Cambridge-Entwickler perfekt umgesetzt. Musikfreude pur, statt aufgesetzter Analytik. Das Ergebnis ist eine ehrliche und präzise Wiedergabe. Für die kompakten Abmessungen von nur 27 mal 27 Zentimetern bei einer Höhe von nur 12,5 Zentimetern legt der Yoyo L ein beeindruckendes und überzeugendes Klangzeugnis ab.

So schaut es hinter wollenden Fassade des Yoyo L aus.

Yoyo L als Soundbar

Weil die Briten ihren Yoyo L als Schaltzentrale für den gesamten Audiobedarf anpreisen, wird nun natürlich noch getestet, ob die Box auch als Soundbar überzeugen kann. Der Anschluss an den Fernseher erfolgt wahlweise über eine der folgenden Audioverbindungen:

1. Verfügt Ihr Fernseher über einen HDMI-ARC-Anschluss, sollte dieser auch genutzt werden.
2. Optisch: Dieser Anschluß dient als Alternative, falls HDMI nicht zur Verfügung steht.
3. AUX: Falls weder HDMI, noch optische Ausgänge verfügbar sind, kann ein 3,5-mm-Klinkenkabel zur Verbindung an den Kopfhörerausgang des Fernsehers angeschlossen werden.

Ich verbinde meinen Fernseher selbstverständlich per HDMI mit dem Yoyo L. Jetzt kann mein Testgast beweisen, auf welchem Niveau er den TV-Klang ins Wohnzimmer transportiert. Auch das macht der hübsche Brite für seine Größe ziemlich ordentlich. Den Sound des Fernsehers toppt er definitiv, das war zu erwarten. Was aber nicht unbedingt zu erwarten war, ist seine tiefreichende Abstimmung. Auch ohne separaten Subwoofer liefert der Cambridge feine Bässe und vergleichsweise ordentlich Druck. Hinzu kommt auch hier ein räumlicher Klang. Über die Presets „Music“, „TV“, „Film“ und „Voice“ lässt sich dann sogar noch ein bisschen an der Klangcharakteristik basteln, ebenso kann der Bass individuell angepasst werden. Der Yoyo L eignet sich klanglich auch also auch für diesen Einsatz erstaunlich gut. Dass er aber in dieser Beziehung nicht unbedingt mit einer meterlangen Soundbar plus Sub wie beispielsweise der Cambridge Audio TVB2 (V2) mithält, versteht sich von selbst.

Alle Anschlüsse sitzen in einer Art Mulde in der Gehäuseunterseite. Dazu gehört u.a. auch ein HDMI/ARC-Port.

Das gibt es zu beachten:

Will man den Yoyo L tatsächlich auch als Soundunterstützung am Fernseher nutzen, gibt es noch zwei weitere Dinge zu beachten: Der Lautsprecher ist höher als die meisten Soundbars. Mit seinen 12,5 Zentimetern dürfte vor allem vor einem Flatscreen mit Standfuß ins Bild ragen. Hängt der Fernseher etwas höher an der Wand, passt der Yoyo L aber locker drunter. In einen HiFi-Schrank sollte man den Cambridge auch nicht stellen. Zur freien Klangentfaltung – hier wird der Klang ja über drei Seiten abgestrahlt – benötigt er auch zu den Seiten etwas Freiraum. Ein Pluspunkt, der bislang noch nicht erwähnt wurde: Ist der Yoyo L über den optischen oder AUX-Eingang angeschlossen, ist er in der Lage die Befehle Ihrer TV-Fernbedienung zu erlernen. Wie das im Detail funktioniert, steht in wenigen Schritten im Quick Start Guide erklärt. Noch bequemer wird es, wenn Sie den HDMI/ARC-Anschluss verwenden. In diesem Fall nutzen Sie Ihre TV-Fernbedienung einfach wie gewohnt weiter. Ihr Fernsehgerät leitet die empfangenen Befehle (z.B. Lautstärkeänderung) automatisch an den Lautsprecher weiter.

Markenzeichen: Das Cambridge Audio-Logo ist dezent auf der Front des Yoyo L untergebracht.

Fazit

Der Yoyo L ist eine tolle Symbiose aus Optik, Haptik und Akustik. Das Wollkleid der britischen Weberei Morton Mills ist ein absoluter Hingucker und macht den Lautsprecher im höchsten Maße wohnraumtauglich. Der Klang des Yoyo L ist ebenfalls top, das gilt vor allem für die Musikwiedergabe. Aber auch den TV-Sound wertet der Cambridge Klangspezialist deutlich auf. Die Chromecast-Integration bietet jede Menge Möglichkeiten. Trotz des enormen Ausstattungsumfanges ist die Bedienung kinderleicht und funktioniert durchgängig einwandfrei. Mein Fazit: Dieser Lautsprecher wertet seine Umgebung nicht nur klanglich, sondern auch optisch auf. Für die aufgerufenen 399 Euro ist der Yoyo L zwar kein Schnäppchen, der Preis ist aber dennoch absolut gerechtfertigt.

Test & Text: Sonja Bick
Fotos: Simone Maier / Herstellerfotos (4)

Gesamtnote: 89/90
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: gut - sehr gut

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190213.Cambridge-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Cambridge Audio
Yoyo L
Gerätekategorie:Netzwerk-Lautsprecher
Preis:399,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Dark Grey
- Light Grey
Vertrieb:Cambridge Audio, Hamburg
Tel.: 040/60789370
www.cambridgeaudio.de
Abmessungen (HBT):130 x 265 x 265 mm
Gewicht:4,5 kg (Stück)
Prinzip:3 x Zwei-Wege
Steuerung:- per Fernbedienung
- am Gerät
- via Google-App
Bluetooth:ja
HDMI:ja
Lieferumfang:- Yoyo L
- Fernbedienung
- Kurzanleitung
- Netzkabel
- HDMI-Kabel
- analoges Audio-Kabel (3,5mm)
- optische Digitalkabel
Pros und Contras:+ Satter Sound
+ dynamischer Grundton
+ hübsches Design
+ sehr gute Verarbeitung
+ streamingfähig
+ bluetoothfähig
+ Chromecast built-in
+ App-Steuerung
+ Spotify Connect

- kein Akku
Benotung:
Klang (60%):88/90
Praxis (20%):89/90
Ausstattung (20%):89/90
Gesamtnote:89/90
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistunggut - sehr gut

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